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REVIEW Swiss SolarCard: Vielseitiges Solar-Ladesystem

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sphaera
WRF-MENTOR


Anmeldungsdatum: 03.06.2009
Beiträge: 221

BeitragVom : 20 Sep 09 2:39     Thema: REVIEW Swiss SolarCard: Vielseitiges Solar-Ladesystem

REVIEW Solar-Ladegerät SWISS SolarCard - Step by Step.


In diesem Review beschreibe ich meine persönlichen Erfahrungen mit der Suche nach einem leistungsfähigen, mobilen (=robusten), flexiblen und vor allen Dingen BEZAHLBAREN Solar-Ladesystem und die Gründe für die Entscheidung für eines der aktuell (in Deutschland und Umgebung) erhältlichen Solar-Lader auf dem Markt - nämlich der Swiss SolarCard mit den dazugehörigen Komponenten.
Mein Ziel ist es, auf Basis dieser Erfahrungen technikliebende Benutzer zu informieren, die - wie ich - gerne viel elektronischen Schnickschnack mit sich führen.
Ich finde erneuerbare Energien generell unterstützenswert und wer nicht gerade als Höhlenforscher oder Dschungeltrekker geht, findet fast überall auf dem Globus genug Sonne für ein Solarpanel. Ich auf meinem Asien-Trip sowieso Wink!
Da die meisten von uns zumindestens ein stromhungriges Handy und/oder eine Digicam dabeihaben (wollen), halte ich das Thema als für eben diese "meisten" sehr relevant. Viel geschrieben wurde dazu bisher nicht, zumindest nicht im deutschsprachigen Raum. Schon gar nicht über Langzeiterfahrungen. Das will ich hiermit ändern. "Step 1" ist mein erster Eindruck von der SolarCard, da ich sie grade erst frisch habe. In "Step 2" werde ich dann genauso offen über die Nutzungserfahrungen und die Effizienz berichten. Vielleicht kommen in "Step 3" meine Ideen für die Zukunft, oder meine eigenen Anpassungen, wenn mir etwas am Solarladesystem nicht gefällt.

======
Step 1
======

Hallo Weltenbummler,


###Hintergründe###

da mein Reisetermin (Ende Sept 09) nun sehr schnell näherrückt, befasse ich mich seit ein paar Wochen recht intensiv mit Solar-Ladegeräten. Thailand hat genug Sonne und während langer Busfahrten sowie in billigeren Unterkünften zweifle ich die Stromversorgung ziemlich an. Entsprechende Erfahrungsberichte anderer Backpacker geben mir für diese Annahme eine solide Basis Wink: Ich habe schon mehrfach gelesen, dass es in manchen Gegenden nur zu bestimmten Uhrzeiten Strom gibt (Dieselgeneratoren?), z.B. auf Kleinst-Inseln. Da will ich aber unter anderem hin!
Und zwar mit *wirklich sehr viel* Elektronik Wink.. Laptop, GPS, Mp3-Player, Handy, Kamera.. alles Dinge meines persönlichen, quasi täglichen Bedarfs.
So selbstverständlich wie Zähneputzen (ok, immerhin hier verzichte ich auf Elektronik...wobei..hmmmmmm...Wink))! Ja, ein Mini-USB-Ventilator kommt mit (hey... bitte keine Witze darüber!). Ok, immerhin kein Kühlschrank und keine Waschmaschine. Aber in jedem Fall ein Solarladegerät!


###Idee###

Es gibt mehrere Firmen, die Solarladegeräte anbieten. Es gibt aber (in meinen Augen) nur wenige Solarlader im deutschsprachigen Raum, die für einen Normalsterblichen bestellbar sind UND die überhaupt zu beachten es sich lohnt. Starre, nicht erweiterbare und anfällige Systeme aller Art taugen imho für den Outdoorbereich nicht und scheiden von vornherein aus. Am allerwenigsten gibt es aber, wie gesagt, wirklich fundierte Testberichte über diejenigen Solargeräte, die es "hier" überhaupt zu kaufen gibt. Insbesondere nicht bei Langzeit-Anwendung unter realen Reisebedingungen. Das habe ich bei meiner eigenen Suche/Recherche sehr vermißt und möchte nun versuchen, euch das Thema hoffentlich nicht allzu trocken und aus meiner Sicht darzulegen.

###Recherche und Fund###

Während meiner Recherchen habe ich mir bei Globetrotter in Köln und auch im Gobetrotter Onlineshop diverse Solarladegeräte angeschaut, verglichen -- und mich (aus mehreren Gründen) für die SolarCard der Firma Sistech (bzw. Swissbatteries) entschieden - natürlich nicht, ohne vorab per Mail anzufragen, ob die Technik mit meinen zu ladenden Geräten kompatibel sei:
Ein Nokia-Handy, ein Blackberry, zwei Garmin-Navis, MP3-Player, 1-2 Digicams, eine Taschenlampe, ein Laptop mit zusätzlichem DVD-Laufwerk, eine externe Festplatte und derlei Kleinkram sinds bei mir. Bis auf den eeePC bekam ich von der Firma grünes Licht. Habe das Solarsystem dann über swissbatteries.com bezogen und heute, nach nur zwei Tagen, brachte der freundliche Postbote das mit Neugierde und Spannung erwartete Paket!

Was darinnen lag? 2 SolarCards mit Saugnäpfen, 2 USB-Ladekabel, 2 kabellose Steckernetzteile mit USB-Innenbuchse, 1 großer Powertank, diverse Adapter für meine Gadgets, 1 silberner USB-Akku-Charger, einige AA und AAA-Akkus, zwei Plastik-Akkuboxen sowie als Goodie ne kleine, aber sauhelle Taschenlampe.
Alles war sehr gut verpackt und ich war überrascht, wie mini die Sachen wirklich sind!


###Anforderungen an das Ladegerät###

Meine Gründe zur Entscheidung für die Solarcard basieren auf den folgenden Überlegungen und Erwartungen an das Gerät/System. Die Reihenfolge der Punkte ist bewußt gewählt und entspricht der jeweiligen Wichtigkeit für mich persönlich. Wer anders reist, wird andere Punkte vielleicht wichtiger finden.

Das Solarladegerät / Solarladesystem muß

1. vielseitig sein und viele Geräte mit unterschiedlichen Steckern unterstützen.
2. eine gute Kapazität, Leistung und Ausbeute gewährleisten, ohne ein Vermögen zu kosten. "Ausbeute" bedeutet für mich auch, dass es ggf. auch aus einer normalen Steckdose, oder mit einem KFZ-Adapter ladbar ist, wenn es Nacht ist, oder die Sonne aus Schlechtwettergründen sich doch mal nicht zeigt.
3. möglichst unempfindlich und wasserdicht sein. In jedem Fall einen Regenschauer abkönnen.
4. gut/leicht am Rücksack oder anderen Gegenständen, Fenstern etc. zu befestigen sein.
5. mit anderen Panels erweiterbar und ein möglichst "offenes" System sein. Es muss wirklich "mobil" sein und bleiben. "Basecamp-Panels" zum Hinlegen würde ich (als Ergänzung) aber auch akzeptieren, wenn sie denn gut, klein faltbar und keineswegs zu schwer sind.


Es ging mir zunächst nur um das Gerät, die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Firma war für mich eher nebensächlich. Gute Qualität und Verarbeitung setze ich bei den gegebenen Preisen voraus. Wenn dann auch noch "lokal" gefertigt und damit Europa als Produktionsstandort gesichert wird, fände ich das gut. Ob das bei Sistech so ist, weiß ich noch nicht, werde das aber erfragen.


###Die SolarCard###

Das Solar-Ladesystem rund um die SolarCard hat mich - zuerst zumindest "auf dem Papier" - überzeugt. Die entsprechenden technischen Daten erspare ich mir, denn die sind wie andere Basis-Informationen beim Hersteller nachzulesen. Vielleicht hebe ich im Step-2-Review (Langzeittest) einige der Punkte gesondert heraus. Zuerst gehts hier um das "Unpacking" und den ersten Eindruck, sowie die grundlegenden Verwendungsmöglichkeiten.

Zu Punkt 1:

Das SolarCard-System IST vielseitig!
- mit einer Vielzahl an Steckern für allerlei Klein-Hardware. Es werden insbesondere viele Mobiltelefone unterstützt, Stecker können einzeln nachgekauft werden. Ausgeliefert wird mit einer Anzahl der üblichsten Stecker wie USB und Mini-Usb. Nativ wird ein Nokia-Standardstecker verwendet. Den konnte ich direkt ins Handy stecken, was ich auch sofort tat!
- praktisch alles ist mit (fast) allem verschaltbar (=USB als flexibler Standard)!
- mit dem USB-Akkucharger können je 2 AA und AAA-Akkus aufgeladen werden.
- der Powertank kann auch prinzipiell per Mini-Netzgerät geladen werden, oder am KFZ-Adapter. Oder am USB eines Laptops.


Zu Punkt 2:

- Im großen Powertank steckt genug Power, um übliche Handies/Player mehrfach zu laden. Mein kleines Hand-Navi Garmin 60csxläuft auch ohne Akkus nur mit dem Powertank. Geladen und entladen (=benutzt) werden kann der Tank gleichzeitig.
- Kosten sind bei der Solarcard überschaubar und mit den Geräten anderer Hersteller vergleichbar. Bloß bei einem deutlichen "Mehr" an Vorteilen. Das große "Solarflex"-Panel (siehe Hersteller-Webseite) wiegt doppelt so viel (220gr) und kostet auch etwas mehr als das Doppelte (104 Euro). Die SolarCard mit 49 Euro finde ich vergleichsweise moderat. Für mehr Solarleistung muss man eben mehr ausgeben.
- Die SolarCard lädt natürlich auch bei Kunstlicht. Wie gut und wie schnell, das teste ich noch. Trotz ziemlicher Verschattung (Wegdrehen vom Licht) ist sie jedenfalls immer noch nachweislich aktiv.


Zu Punkt 3:

- Wasserdicht ist das ca. 1mm dicke Solarzellen-Laminatsandwich wohl. Schmutzunempfindlich ebenfalls. Die Oberfläche fühlt sich an wie eine Schlangenhandtasche... kühl und weich Wink
- ich halte das Produkt bis dato für ziemlich kratzfest. Der Langzeitgebrauch wird zeigen, ob es das auch ist.
- ganz unempfindlich ist das Solarkärtchen nicht. Es ist biegsam, aber ich würds nicht zu doll biegen oder gar knicken. Hier ist die Gefahr gegeben, die Solarschicht im Inneren zu verletzten und reißen zu lassen. Schlagfest ist es wohl, und ich kann mir vorstellen, dass es auch Hagel (wie beim Hersteller angegeben) abkann. Bei Meteoriten und heißer Vuklkanasche bin ich mir nicht sicher. Ich teste jetzt auch mal nicht, wie feuerfest die Sache ist. Vielleicht teste ich das ein andermal Wink)
- Der Powertank ist natürlich nicht wasserdicht.. schade eigentlich. Wäre mal ne Maßnahme in Zeiten von immer beliebter werdenden, dem IPX7-Wasserdichtigkeit-Standard entsprechenden Gerätschaften.


Zu Punkt 4:

- Au Backe! Zwei dünne Ösen sind die ganze "Befestigungszierde" der Solarcard! Ist was für Puristen, zu denen ich aber nicht gehöre. Daher finde ich das nicht so schön. Immerhin gibt es optional für kleines Geld zwei SolarCard-Saugnäpfe mit Gewinde, um das Solarpanel an ein Fenster zu patschen. Den Artikelbildern nach zu urteilen empfiehlt der Hersteller handelsübliche Kordeln (wie romantisch??). Hier besteht definitiv Nachholbedarf! Ich werde mir mal selbst was überlegen.
Für das große Solarpanel Panel ist ein optionales Gurtsystem, das "Beltflex" erhältlich.
- Der untere Rand der Solarcard ist grade groß genug, um ein kleines Loch zu stanzen, ohne die Solarschicht zu schädigen. Dann hätte ich immerhin 4 Befestigungspunkte und nicht nur 2.
- Gut finde ich immerhin die SolarCard als Einzelmodul-Konzept. Einerseits weil sie dem Wetter ausgesetzt werden kann, andererseits, weil sie dann leicht bleibt und flach irgendwo "drangepappt" werden kann. Im Gegensatz zu Solarpanels mit untrennbarem Batterypack anderer Hersteller ein echter Vorteil, sowie Grundlage und Grund für die Flexibilität des Solarsystems!
- Ich hoffe es handelt sich um Messingösen, dann werden sie auch nicht rosten. Der hintere Teil ist "ringrollend" und kratzt damit nicht wie "sternspaltende" Ösen. Ringrollende Ösen sind meist hochwertiger.


Zu Punkt 5:

- Der Powertank kann mit dem großen und kleinen Panel "gefüttert" werden, außerdem mit Ladeadaptern aller Art. Klug finde ich die Idee des 2 Normalakkus beinhaltenden "Power Boosters", allerdings kann ich nichts weiter dazu sagen, da ich keinen habe. Wenn der Booster auch AAA-Akkus laden könnte..ja, wäre toll.. dann könnte man den USB-Charger damit ersetzen! Aber ich glaube, das kann der Booster nicht. Schade!
- Um das Solarsystem zu erweitern, können die verschiedenen System-Komponenten einzeln nachgekauft werden. Man ist anders als bei den meisten anderen Systemen nicht an ein "Set" gebunden. Das spart Geld. Und Nerven. Zumindest sehe ich das so.
- Es sieht ganz danach aus, als würde das System in Zukunft erweitert werden. Ich bin schon gespannt, womit! Zumindest bräuchte ich dann nicht meine bisherigen Komponenten "wegzuschmeißen", um von den Neuheiten zu profitieren. Glaube und hoffe ich jedenfalls Wink
- Beide Solar-Panels von Sistech sind rucksacktauglich (von dem großen Panel nehme ich das auf Grund von Bildern mal an, habe es aber noch nicht live gesehen). Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass Sistech in Zukunft noch größere Panels (ähnlich der Brunton-Angebote) anbietet, oder welche, die man an die unterschiedlichsten Stellen seiner Ausrüstung verteilen, oder in Kleidung einarbeiten kann, um möglichst viel Ausbeute zu erhalten. In der City sieht das vielleicht etwas albern aus, aber irgendwo in der Wildnis auf Wanderschaft... da hats schon schrägere Vögel gegeben, als Solarpanels auf zwei Beinen Wink.. stimmts? Und am Ende des Tages, wenn das Navi des schrägen "Solar-Vogels" immer noch munter brabbelt, lacht dieser zuletzt und das geht bekanntlich "am Besten"!


+Unpacking+

Wie oben erwähnt, alles gut und sauber verpackt, sowie schnell geliefert.



###Nachteile der SolarCard/des Systems###

Bisherige Beobachtungen:

a. Zur Befestigung bietet die SolarCard in der Grundausstattung nur zwei ca. 4mm breite Ösen an. Der Powertank hat keinen Clip, um ihn im Rucksack (gegen das hin- und herrutschen) oder am Gürtel zu befestigen. Einen abnehmbaren Clip und etwas flexiblere Befestigungsmöglichkeiten fände ich schon ganz gut (alleine schon deshalb, um das Solarpanel optimal (am Rucksack oder anderswo) der Sonne entgegen auszurichten.

b. Bisher sind (meines Wissens) keine "Großgeräte" (=Laptops, auch keine Netbooks) mit diesem System ladbar. Das hat denke ich mal u.a. mit USB an sich zu tun, denn ein Vorteil ist hier auch Nachteil: USB ist im Grunde ein zwar guter Datentransfer-Standard, aber technisch zweifelhafter Energietransfer-Standard, da es laut seinen Spezifikationen max. 500mA erlaubt und das auch nur dann, wenn die Geräte miteinander vorher kommuniziert haben (also "intelligent" sind.. mit entsprechenden Chips und Programmierung versehen). Ansonsten wird einem Gerät pauschal nur 100mA zugestanden. Dass sich einige USB-Gerätehersteller (z.B. so mancher Produzent von externen DVD-Laufwerken und Festplatten, die "angeblich" kein weiteres Netzteil benötigen!) nicht an diesen Standard halten, ist nebenher bemerkt traurige Realität.
c. Die Zugentlastung des Ladekabels am Panel ist mit einigen Löchern simpel und klug gelöst, dass die eigentliche Kabelbefestigung (vermutlich mit der Strom-Rückflusssicherung darinnen??) aber mit Silikon angepappt ist, finde ich optisch etwas unschön (Rückseite des Panels..okok, ist ne Kleinigkeit! Aber trotzdem). Zugegeben: Es ist praktisch unmöglich Silikon "ästhetisch" manuell zu verarbeiten. Wasserdicht und stabil ist es aber. Et hält.

d. Ohne eingebauten Laderegler ist die Solarcard alleine eher nutzlos. Zumindest der silberne Charger mit den Akkus ließ sich damit nicht direkt laden. AUch mein Nokia meldete im Display "das Gerät wird nicht geladen".

e. Bisher sehe ich keine Möglichkeit mehrere (an verschiedenen Stellen der Ausrüstung/des Rucksacks befestigte) Solarcards miteinander zu verschalten, um gebündelt den Powertank zu speisen. Hier werde ich die Firma nochmals kontaktieren und nachfragen.

f. Jedes Powerpack hat eine eingebaute Taschenlampe. Eine oder mehrere weiße LEDs. Schöner Ansatz.. die Helligkeit ist aber nicht so prall, trotz voll geladenem Powertank. Die eine LED der mitgelieferten Goodie-Taschenlampe ist effektiv fast doppelt so hell wie mehrere LEDs des Powertanks. Hier wäre es besser gewesen hellere LEDs zu nehmen und ein paar Euro in ein paar Zeilen Programmcode zu investieren, um diese LEDs per Knopfdruck (mit PWM?) zu dimmen (zwecks längerer Leuchtdauer). Das können heute selbst die billigeren Taschenlampen. Allein der Taschenlampenfunktion wegen wäre der oben erwähnte und hier ebenfalls vermisste Gürtelclip sehr praktisch.




Soooo, das war es soweit zu meinem Review! Sobald ich unterwegs bin und mit "Praxisbezug" testen kann, poste ich vielleicht ein paar Fotos, sowie "Step 2" des Erfahrungsberichtes. Mein erster Eindruck ist jedenfalls besser, als erwartet. Und ich habe relativ vieles Erwartet Wink! Natürlich gibt es Schwächen, bisher aber mehr optischer/haptischer Natur, denn in Sachen Technik. Diesbezüglich ist die Lösung schon sehr elegant.. das hab ich bisher so bei keinem anderen Hersteller gefunden. Schon gar nicht zu dem Preis.. auch im Ausland nicht.

Während meiner Recherchen habe ich u.a. bei reisefrage.net die Frage aufgeworfen, wie üblich solche Panels in Thailand sind, denn ich war gerade dabei mir eine Marktübersicht zu verschaffen. Mir erst dort ein Panel zu kaufen, davon wurde mir abgeraten: http://www.reisefrage.net/frage/solar-ladegeraete-panels-in-thailand-verfuegbar-ueblich
Aber das ist vielleicht ganz gut so, denn so kam ich bei meinen Recherchen auf die SolarCard Wink und nicht auf irgendwas aus China Wink.

Ich weiß, dass der Bericht lang geworden ist, aber ich fühle mich nicht besonders schuldig. Wenn Fragen auftauchen und ich sie potentiell beantworten kann, werde ich das gerne tun. Sinnvoller wäre es aber die Leute von Swisstech zu fragen, denn das, was ich bisher selber weiß, habe ich in diesem Bericht schließlich schon geschrieben. Zumindest die meisten der wichtigen Beobachtungen. Wer sich bis hierher gekämpft hat, ist fast auf dem gleichen Recherchestand wie ich -- nur mit dem Unterschied, dass ich mir dafür etliche Nächte um die Ohren gehauen habe. Aber dafür ist das WRF ja da.

In diesem Sinne... besten Gruß und viel Spaß mit euren eigenen "Energiebündeln", falls ihr euch auch für sowas entscheiden solltet!

sphaera


Hersteller-Link: http://www.swissbatteries.com
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Hinflug: Erwach.:
Rückflug:
DerRainer
Gast





BeitragVom : 29 Sep 09 12:05     Thema: Universelles Solar Akku-Ladegerät, e.GO!

Hallo sphaera und ein Hallo an die Leserschaft!

Vielen Dank für Deinen Bericht, sphaera. Er zeigt die Anforderungen die man an ein Solarladegerät haben kann, recht genau auf... somit auch die Problemchen, die einen Erwarten, wenn man sich dann für ein Produkt entschieden hat. Es gibt nicht viele wirklich aussagekräftige Erfahrungsberichte über Solar Akku-Ladegeräte, denn wenn man überhaupt von ihrer Existenz weiß, dann ist das umweltfreundliche, "grüne" Bewusstsein, solche Geräte zuhause oder auf Touren zu nutzen nicht sonderlich weit verbreitet, das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit von Solarladegeräten nicht sonderlich hoch.

Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen mit meinem Solarladegerät e.GO! Master von SOLARC. Das Gerät habe ich mir im Frühjahr gekauft, nachdem ich im Internet in diversen Foren und auf Homepages von langjährigen Outdoor-Erfahrenen Reiseberichte gelesen hatte. Letztendlich überzeugten mich zwei Freunde, die Erfahrungen auch mit anderen Geräten und Lösungen hatten. Die Jahreszeit wechselt ja nun langsam, und so bin froh, ein Universal-Akku-Ladegerät zu besitzen, dass man auch direkt in die Steckdose stecken kann. So staubt es im Winter nicht ein. ...das zum "grünen" Bewusstsein...


Rainer





[Gast- (Werbe?-) Link zu Ebay-Shop entfernt.]
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Topas
Gast





BeitragVom : 30 Sep 09 9:58     Thema: REVIEW: Vielseitiges Solar-Ladegerät für Backpacker + Nerds

Danke Sphaera für deine umfassende Recherche. Da habe ich mir viel Googlesearch erspart.

@Rainer: Ziemlich veraltet was du da bewirbst. Das Produkt wird man sicher auch mit "Schnäppchenpreis" kaum mehr los. Laughing




[Gast aus Z ürich antwortet Gast aus B erlin... , vgl. http://www.reise-forum.weltreiseforum.de/viewtopic.php?p=57712#57712 Rolling Eyes ]
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MArtin
Site Admin


Anmeldungsdatum: 04.12.2002
Beiträge: 8266
Wohnort: weltreisend seit 2000

BeitragVom : 04 Okt 09 11:42     Thema: REVIEW Swiss SolarCard: Vielseitiges Solar-Ladesystem

Hallo sphaera,

in der Tat vielen Dank für die lange Recherche- und Schreibarbeit, die Du Dir gemacht hast, um anderen WRFlern die Suche nach Solarlösungen zu erleichtern! Cool
Damit hast Du hier einen viel fundierteren Erfahrungstausch zu Solarladesystemen begonnen, als es die vielen platt dahin geworfenen spamverdächtigen Gastbeiträge zu Solar-Ladegeräten tun (von denen wir etliche schon gelöscht haben).

Angeregt von Deinem Step1 (auf 2 & 3 bin ich sehr gespannt) habe ich mir die SolarCard auch genauer angesehen und festgestellt, dass sich seit meiner letzten ernsthaften Beschäftigung mit Solarenergie auf Reisen doch sehr viel getan hat und die Solarkarte offenbar ganz vorne mitmischt.
Von der breitspektralen Lichtausbeute dank dreischichtiger Solarzellen (und trotzdem nur 1mm dick und flexibel), dem sagenhaften Gewichtsquotienten von 38 Gramm/Watt und einer großen Abschattungstoleranz, die selbst bei Bewölkung noch 25-60% Wirkungsgrad aus den Solarzellen kitzeln soll.
Die Solarzellen auf den Segelbooten, auf denen wir Monate lang gearbeitet haben, haben dagegen ihre Stromproduktion bei geringster Himmelbedeckung oder bei auch nur teilweisem Schattenwurf auf sie konsequent eingestellt.

Also mal kurz mit den Herstellerangaben für die SolarCard überschlagen:
Ausgangspannung 5,5V
Arbeitsstrom 450mA
müsste auch bei Bewölkung und angenommen 50% Stromproduktion noch einen ähnlich hohen Ladestrom für zwei AA-Akkus produzieren wie unser hier vorgestellter Akku-Trainer IVT AV4 auf mittlerer Ladestromstufe (ca.400mA).
Das ist für eine Solarpanelfläche von 14x21cm recht beachtlich, finde ich.

Grau ist jede Theorie - ich bin gespannt darauf, welche Erfahrungen Du mit dem Solarladesystem SolarCard in der Reisepraxis und unter subtropischer Sonne machst, sphaera.

Diesen Thread möchte ich gerne für die Diskussion über die SolarCard reservieren - schon damit Du auch Step 2&3 hier noch im richtigen Kontext posten kannst (Titelthema entsprechend geändert.).


Liebe Grüße Smile
_________________
MArtin
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Die Europäische Reiseversicherung
sphaera
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Anmeldungsdatum: 03.06.2009
Beiträge: 221

BeitragVom : 08 Okt 09 2:58     Thema: REVIEW Swiss SolarCard: Vielseitiges Solar-Ladesystem

Hallo MArtin,

und vielen Dank für deine "flurbereinigende" Rückmeldung!! Nun bin ich rund 10 Tage in Thailand unterwegs und trotzdem hier gerade Regenzeit herrscht, sodass es meist eher bedeckt ist, habe ich bereits einige Beobachtungen zum System anstellen können. Diese gebe ich als Zwischenstand einfach mal weiter:

- Solarcard an ungeputztes Plexiglas-Busfenster gepappt (beigelieferte Saugnäpfe) hat bei ca. 70% Sonneneinstrahlung und eher ungünstigem Winkel (Busfenster, halt.. das kann man nicht schräg stellen) innerhalb von 2-3 Stunden zur Mittagszeit "gefühlte" 50% (entspricht 2 von 4 Led-Ladepunkten) des großen Powertanks gefüllt. Ganz exakt kann ich das derzeit nicht ermessen, werde bei Gelegenheit und besseren Bedingungen genauer auf die Uhr schauen und mit komplett entladenem Powertank testen.

- USB-Akkucharger lädt DOCH direkt ab Solarcard, ohne Umweg über den Powertank! Es gehen dabei bloß nicht die roten Ladelämpchen an, da sie offenbar eine gewisse Mindestspannung brauchen. Leider habe ich keinen Batterie-Tester dabei um zu schauen, wie voll die Akkus nach welcher Ladezeit sind. Vielleicht finde ich aber so etwas in einem Elektronikshop unterwegs und sage dann mehr dazu.

- Abends an der Bar mein Blackberry-Pearl-Handy reingestöpselt, welches zu vielleicht noch 20% geladen war. Nach rund 45 Minuten voll und max. einen Powertank-Ladepunkt verbraucht. Da ich kein Ladegerät für Kamera oder Handy mitgenommen habe, lade ich diese Gadgets nur noch mit dem Powertank. Mein Garmin 60cxi und die darin befindlichen 2 AA-Akkus übrigens auch.

- Mit der Solarcard erregt man Aufsehen und kommt recht schnell ins Gespräch mit anderen Leuten, die wissen möchten, was "das da" ist. Sowohl Thais, als auch Traveller fanden das System ziemlich interessant.

OK, jetzt kommt der KNALLER!

Die meisten Hotel-WLANs erzeugen zwar unten an der Rezeption eine brauchbare Verbindung, aber oben in den Zimmern kann man den Empfang praktisch in der Pfeife rauchen -> siehe W-LAN-Empfang verbessern.

Es grüßt euch zwischendurch aus dem Land of SMILE:

sphaera





[Anm. Astrid: Tip zur Verbesserung des W-LAN Empfangs einzelthematisiert Wink]
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schwobapfeil
Gast





BeitragVom : 01 Nov 09 22:58     Thema: REVIEW Swiss SolarCard: Vielseitiges Solar-Ladesystem

Hallo,

eigentlich bin ich beim Weltreiseforum angemeldet, aber ich bin nun über Google auf diese Informative Seite gekommen.
Vielen Dank sphaera für deinen Informativen Beitrag und deine ersten Erfahrungsberichte.
Ich bin auch schon seit einigen Wochen dabei mich über Solar Ladegeräte für meinen nächsten Urlaub zu informieren (werde ca. 4 Wochen ohne Strom in Nepal sein) und stehe kurz davor mir 2 Swiss Solar Card zu kaufen.
Warte noch auf Feedback von Freunden, die großes technisches Wissen haben und ich selbst bin am googeln ob es von Travellern Erfahrungsberichte gibt - Darum noch Mal vielen Dank und eine gute und sichere Reise in Thailand.
Werde dann auch von meinen Erfahrungen mit Solar Ladegeräten bericht, aber ich fliege erst im Februar....

So long Biggi
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wolfiw
Gast





BeitragVom : 04 Nov 09 12:54     Thema: Swiss SolarCard direkt an Blackberry Pearl anschließbar?

Hey! sphaera

Mich würde nochmal explizit interessieren ob es möglich ist das Blackberry Pearl direkt an der Swiss Solarcard zu laden (Genug Sonnenlicht natürlich vorausgesetzt). Also direkt an der Karte ohne Power-Tank oder sowas. Läd diese dann nur mit den von dir beschriebenen 100mA oder ist auch mehr drinn?
Bin sehr interessiert an der Sache da ich für 5 Wochen quer durch T ansania möchte und da schaut es mit der Energieversorgung sehr mau aus. Ich will da einfach nicht immer auf einheimische Stromverkäufer angewiesen sein.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen

Beste Grüße
Wolfi
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sphaera
WRF-MENTOR


Anmeldungsdatum: 03.06.2009
Beiträge: 221

BeitragVom : 20 Feb 10 19:18     Thema: REVIEW Swiss SolarCard: Vielseitiges Solar-Ladesystem

REVIEW Swiss Solarcard STEP 2
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Hallo Weltenbummler,

nach fast 5 Monaten quer durch Asien mit über 40 verschiedenen Stationen und Schlafplätzen zwischen Dschungelboden mit allen Schikanen durch fiese Insekten bis zum 5-Sterne-Resort mit allen Schikanen durch umsichtiges Personal, bilde ich mir ein, eine fundierte Meinung zur obig bereits ausführlich beschriebenen Swiss Solarcard samt Solarladesystem abgeben zu können. Ich möchte durch meine eigenen, durchweg guten Erfahrungen mit diesem angenehm flexiblen System andere Traveller ermutigen, diese vielleicht 250 Gramm an Zusatzgewicht mitzunehmen -- um mindestens 500 Gramm an Netzteilen, Taschenlampen und anderen Hilfsmitteln einzusparen und obendrein noch das richtige „Zeug“ zur Hand zu haben, um die eine oder andere technisch knifflige Situation auf angenehme Weise zu lösen.

Losgefahren bin ich mit über einem Dutzend verschiedener Gadgets - angefangen über „normale“ Elektronik wie Handies, Digicam, MP3-Player, Laptop und nicht geendet mit zwei unterschiedlichen GPS-Geräten, die mir schon in so mancher einsamen Gegend (speziell im Norden von Kambodscha und auch im Dschungel) aus der Patsche geholfen haben (GPS ist übrigens ganz cool, um auf dem riesigen Bangkoker C hatuchak-Markt bestimmte Verkaufsstände wieder zu finden… grins).
Da ich als Mädel alleine und eher „low budget“ reise und mich im Prinzip, im Zweifelsfall und vor allen Dingen Ernstfall nur auf mich selbst verlassen kann, lege ich vorab höchsten Wert auf eine qualitativ gute und hochwertige Ausstattung, um mir so manchen Aufenthalt im miesesten „Loch“ zu versüßen oder auch weniger gefährlich zu machen. Und nach sehr unterschiedlichen Erfahrungen bezüglich der Transportmittel und Unterkünfte muss ich entspannt einräumen, dass das eher unscheinbare Solarkärtchen und ganz besonders die Komponenten darum herum dafür und dabei eine sehr große Rolle gespielt haben: Nachts hatte ich immer Licht und tags immer genug Power fürs GPS und das Handy, falls eine Situation durch mich allein nicht zu meistern gewesen und externe Hilfe jenseits lokaler Mittel unabdingbar geworden wäre.
Mindestens eine brenzlige Situation hatte es in dieser Hinsicht bereits gegeben, doch dazu später mehr.

Bevor ich zu den jeweiligen Erlebnissen übergehe, vorab die Kritikpunkte, die teils schon aus STEP1 bekannt sind. Einige konnte ich zwischenzeitlich revidieren.
Ausfälle oder richtige Probleme mit den Sistech-Produkten hat es während der bisherigen Reise nicht gegeben. Mit anderen Geräten schon! Besonders im Süden von V ietnam (Ca Mau/Nam Can und abwärts) war die Luftfeuchtigkeit dermaßen hoch, so dass z.B. mein MP3-Player über den J ordan (bzw. den M ekong) ist.
Sämtliche Komponenten des Solarsystems aber haben sich bei mir als sehr tropentauglich bewährt und Sand, Salzwasser und den einen oder anderen Regenschauer problemlos überstanden. Sinnlos ins Wasser geworfen habe ich die Akkus natürlich nicht, so reich bin ich auch wieder nicht Wink.
Die Solarkarten selbst waren bereits baden und schwammen brav obenauf, als die Tide sie sich schnappen wollte.


KRITIK an der Swiss SolarCard und dem Solar-Ladesystem
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- Jaaja, die Befestigung ist wieder im Visier!
Ich habe auf einem Markt für ein paar Baht eine stoff-ummantelte Gummischnur und zwei Clipstecker gekauft, um die Solarcard schnell am Rucksack zu befestigen. Das funktioniert gut, aber eine elegantere Ab-Werk-Lösung wäre mir viel lieber. Viel teurer als mein Provisorium kann eine ordentliche Lösung doch nicht sein?
- Ich vermisse bei der Speicherbatterie immer noch einen Clip!! Ein innen liegendes M5-Gewinde (eingegossene/eingepresste Metallhülse) wäre mir noch lieber, denn dann könnte ich die Batterie auf ein Fotostativ schrauben und als Leseleuchte verwenden, oder als Stirnlampe, oder mit Flügelschraube irgendwo im Auto oder an einem Möbel festmachen, oder mit Ösenschraube von der Decke oder im Zelt abhängen.. oder, oder, oder.
- Das lange Kabel der SolerCard wickle ich meist beim Transport drum herum. Ich würde mir aber eine Art fest installierten Mini-Klettverschluss so wie bei modernen Laptop-Netzteilkabeln mittlerweile üblich wünschen. Einfach, weil’s eleganter ist, nicht viel kostet und nicht viel wiegt.
- Wenn der große XL-Akku zu eng zusammen mit anderen Sachen im Rucksack liegt, drückt irgendwas manchmal auf den Button der Taschenlampe, was ich besonders tagsüber nicht immer sofort bemerke. Dass die dann ein paar Stunden leuchtet, ist nicht weiter schlimm, aber trotzdem unnötige Erhöhung von Entropie und Energieverlust obendrein. Beim kleinen L-Akku passiert das eher nicht, weil der Button tiefer in seiner Ritze sitzt.
Das geschah in diesen Monaten lediglich eine Handvoll Male und niemals bis zur Tiefentladung der Batterie, aber ich find trotzdem, dass das nicht sein muss. Vielleicht bin ich ja auch einfach zu pingelig?
- Ich vermisse immer noch eine gute Lösung zum Laden meines Laptops! Es gibt jetzt eine 16V-Karte im Angebot, ich bin da aber unentschlossen… wie soll ich die an mein Laptopnetzteil pappen? Derzeit hätte ich dafür keinen Stecker und habe nicht geprüft, ob es für mein Netbook eine KfZ-Lösung gibt.
- Um den kleinen Akku im Zweifelsfall per Autobatterie und aus anderen Quellen zu laden, habe ich mir bei Pearl ein universelles Steckernetzteil (wird leider sehr heiß) mit USB, Kfz, Mini-USB, 9V-Speisung und Weltreise-Wechselsteckern gekauft.
Es wäre schön, wenn Sistech so eine eierlegende Wollmilchsau zu ihren eigenen Wollmilchsaulösungen mit-anbieten würde. Es gibt im Shop aber ein Direktkabel fürs Kfz, welches separat erworben werden kann. Das Pearl-Netzteil find ich derzeit superer.

- Das Dimmen der LEDs (wäre nice-to-have, aber) ist nicht nötig, da das Powerpack auch ohne zu dimmen eine Ewigkeit brennt. Die Leuchtkraft der größeren Batterie „Powertank XL“ ist mit den 5 LEDs übrigens um einiges stärker
- Das Kärtchen allein lädt manche Geräte auch ohne Umweg über die Batterie. Es ist ein Workaround, aber nicht der elegante Weg. Die Geräte gehen davon zwar nicht kaputt, verhalten sich aber z.T. komisch (siehe unten: Antwort an Wolfi).
- Die Verschaltung mehrerer Solarkarten ist zwischenzeitlich sehr wohl mit einem speziellen Adapter möglich und funktioniert hervorragend.
- Mehr fällt mir jetzt nicht ein Wink, die genannten Dinge habe ich vor einiger Zeit per Mail bei der Firma als „Anregung“ getarnt bemängelt und bekam eine höfliche Mail zurück, dass man für die kommende Saison einige Neuerungen im 12V-Bereich und anderes plane und sich über meine Anregungen sehr freue.
Na, da schaun mer mal…? Ich habe beschlossen noch etwas länger zu reisen und bleibe am Ball.


Erlebnisse mit dem Solar-Ladesystem
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Ich persönlich reise mit über 40 Kilo Gepäck und bin zwischenzeitlich davon überzeugt, dass man auf einer Reise auf praktisch alles – sogar die Zahnbürste – verzichten kann.
Die Frage ist dann aber, wie elegant und bequem man sich die Dinge organisiert, was man von seinem Trip erwartet und was von alledem sich auf einer langen Reise durch wenig entwickelte Gebiete (i.e. Norden von K ambodscha, der tiefe Süden V ietnams u.v.m.) bewährt. Ich reise immer so achtsam, unauffällig und für den Zweifelsfall mit gewissen Antiklau-Vorrichtungen ausgestattet, sodass mir im Regelfall nichts geklaut wird (bzw. bisher nichts geklaut wurde) – aber immer so „extrem“, dass die mitgenommenen Dinge einer enormen Beanspruchung ausgesetzt sind, weil ich die Möglichkeiten meines Materials durch Ziele „off the beaten track“ und tendenziell unübliche Spontan-Ideen tief ausreize.
Manche Sachen sind aber einfach nur schlecht und gehen schon vom Angucken kaputt. So ging die nagelneue und angeblich so „toughe“ und „wasserdichte“ Olympus Mju-8000 Digicam beim ersten unschuldigen Schnorcheln irreversibel „baden“ und war nicht wieder zu beleben.
Sie wurde von mir „Dank“ inexistentem Kundenservice bei Olympus emotionslos durch eine Canon zzgl. Tauchgehäuse ersetzt (die ist eh viel besser, damit kann ich jetzt satte 40 Meter tief und die Knipsfotos sind auch cooler!). Besagter MP3-Player und einige andere Teile der Ausrüstung haben meinen Reisealltag auch nicht überlebt. Ist zwar ärgerlich, aber was solls? Schlechtes Zeug muss halt weg Wink

Zwischenzeitlich war ich mehrmals in B angkok und da sich bei mir durch Ausfälle und Neuanschaffungen gerätemäßig einiges verändert hatte und ich u.a. neue Stecker brauchte, habe ich mir unlängst erschienenes Equipment wie den Powertank XL, den Dreifachadapter, ne dritte Solarcard zum Verschalten und ein paar weitere Kleinigkeiten direkt (allerdings per Mail, weil ich nicht sicher war, ob die auch nach Thailand liefern!) bei Sistech bestellt und postlagernd ans GPO (die Adresse wie im WRF angegeben) senden lassen.
Das hat hervorragend funktioniert.
Angekündigt waren 6-8 Tage Lieferzeit, tatsächlich lagen die Sachen allerdings schon nach 4 Tagen für mich im Hauptpostamt nähe Chinatown bereit! Wenn das mal nicht ultracool ist..??
Die finanzielle Abwicklung mit der Kreditkarte war völlig problemlos. Das Abholen meines Pakets erforderte das Vorzeigen des Reisepasses, Leisten einer Unterschrift und kostete genau 1 Baht, irgendwelche Steuern wurden nicht verlangt.

Möglichkeiten der SolarCard und und Anwendungsbeispiele aus meinem Reisealltag:
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- Während meiner bisher zwei K ambodschamonate war ich insgesamt über 4000km mit Bus, Boot, Bambootrain, Mototaxi und Ochsenwagen kreuz UND quer durchs Land unterwegs, sowie davon satte anderthalb tausend Kilometer ab durch das Gemüse mit dem „eigenen“ Mopped über teils wirklich üble Strecken im unasphaltierten, schlammig-sandigen Norden (bis rauf zur T hai-Grenze zum P rasat P reah V ihear). Auf halbem Wege meiner geplanten Runde durch die kambodschanische Walachei habe ich mich und das Motorrad mit rund 60 Sachen völlig unrund seitlich ins Schotter-Schlagloch abgelegt, was nicht nur extrem schmerzhaft, sondern im medizinisch unterversorgten Gebiet hinter K omphong T hom und ganz besonders hinter T beang M ean C hey extrem ungesund sein kann. Indes meine aus Deutschland mitgebrachten Mopped-Handschuhe die Fingerlein vor größerem Übel geschützt hatten, wurden mein rechtes Knie und selbig-seitiger Arm recht unschön rasiert, weil Schutzkleidung in Asien als völlig überbewertet gilt und der Versuch etwas derartiges auszuleihen... na ja, reden wir mal nicht drüber.
Grün wie die Hoffnung ist alle Theorie, aber mit dem Handy, dem GPS und dem Solarsystem hätte ich sowohl meine Freunde alarmieren, als auch die gelben Engelein meiner Reisekrankenversicherung herbeirufen und mich ggf. ausfliegen lassen können.
Stattdessen sammelte ich mich, das Streugepäck und das arg zerschrammte Mietmopped von der „Straße“ und humpelte auf den fahrenden Untersatz gestützt zum nächsten „Dorf“ (eine Handvoll Stelzenhütten aus Holz), das unweit lag (ich Glückskind, nä?).
Die Einheimischen nahmen mich herzlich, erstaunt und total lieb auf, aber richtigen Strom und sauberes Wasser gab es im Dorf keins (nach einer fast ausgestandenen Lebensmittelvergiftung aus Vietnam wollte ich einfach keine tiefere Bekanntschaft mit den Bakterienstämmen des offenen „Dorfbrunnens“ schließen..), also musste ich da irgendwie möglichst bald und aller Gastfreundschaft zum Trotz: Weg.
Ich konnte zwar nicht mehr richtig gehen, aber Fahren ging. Smile Es hatte im „Dorf“ übrigens keiner ein Mobiltelefon (wen und von welchem Geld sollen die auch anrufen?) und Verbandsmaterial hatte auch niemand… außer mir, der gestrandeten Langnase Wink.
Mein großes GPS hält voll geladen maximal 3 Stunden durch, mein Handy derzeit maximal 1,5 Tage. Hätte ich keine eigene Medizin und Verbandsmaterialien gehabt und dort evtl. länger bleiben müssen (Wasserentkeimungsmittel hin oder her… dann erwischt dich eben das angebotene, unfertigbratene Brathuhn?), wie und wem hätte ich meine Position durchgeben können und vor allen Dingen wie lange?
Mit dem Solarsystem habe ich die Sache wesentlich entspannter empfunden und konnte durch die eingebaute Taschenlampe auch nach Sonnenuntergang noch die Verbände wechseln.

- Internet in Thailand. Ich benutze einen eeePC und eine 1-2-Call SIM mit einem GRPS Net-Package.
Diese SIM steckt in einem bluetoothfähigen Samsunghandy, dessen Akku aber nur knappe zwei Stunden hält, wenn Bluetooth und GSM gleichzeitig aktiv sind. Mit dem Powerpack und dazu noch empfangsgünstig am Fenstersims platziert hält der Akku länger als der meines eeePCs Wink und mit drei verschalteten Solarkarten, die mit Saugnäpfen am Sonnenfenster haften, eine glatte Ewigkeit. Wie ich das meist schäbige Hotel-WLAN mit dem Zigarettenschachtel-kleinen Asus-Repeater pimpe, hatte ich unlängst bereits beschrieben -> http://www.reise-forum.weltreiseforum.de/viewtopic.php?t=17990 Wink)

- Immer wieder schön die USB-Ventilator-Lösung in stickigen Bussen, stromlosen Holzhütten, im Dschungel und Zelt ohne Windhauch, wenn der Zimmerventilator kaputt oder dermaßen qietschendlaut ist (ich hab zwar auch etwas Waffenöl dabei, aber für die eine Nacht war ich zu faul, um da hoch zu krabbeln und das zu fixen, zumal ich in diesem „Hotel“ bereits im Bad die Handtuchhalterdübel mit schnell aushärtender Zweikomponenten-Masse wieder verankert hatte, weil meine Saughaken für Handtuch und Waschbeutel nicht auf den rauen Badfliesen hielten.. ihr findet das vielleicht übertrieben, aber ich finds nicht schön, wenn meine Sachen nass werden!), dass Frau nicht ruhig schläft.
Das kleine Ding pustet fleißig viele Stunden, produziert so manches erstaunte Lächeln und lässt sich umweltfreundlich durch Sonnenenergie wieder aufladen.

- Stellt euch vor, ihr schlaft in einer Hütte, der Stromgenerator auf einer Insel ist grade tuckernd ausgegangen, oder ihr wollt euch nicht erst umständlich aus dem Moskitonetz pellen um Licht anzuschalten und zu lesen, oder ihr wollt raus aufs Dschungel-Klo.
Da ich meine Geräte meist nachts lade und das Handy eh als Wecker benutze, liegt das Powerpack stets neben mir im Bett und dient in solchen Situationen sehr häufig als schnelle Taschenlampe.

Die XL-Version kommt mit einem Samtbeutel mit Verschlusskordel daher, da habe ich ein daumengroßes Loch in den Boden des Beutels geschnitten, so dass die LEDs frei bleiben und ich den Samtbeutel als Leselampe im Moskitonetz abhängen kann.
Besonders oft jage ich mit dieser Taschenlampe übrigens echte oder eingebildete Mücken unterm Netz… oder beschwere es, damit der Eingang nicht durch den Ventilatorluftzug aufwedelt.

- Der Akku des eeePC hält wesentlich länger, wenn ich beim Filmegucken das externe DVD-Laufwerk an den Powertank anschließe, statt ans Netbook. In Asien kann man ganz toll aktuelle Guckfilme kaufen Wink

- Der Powertank ist nicht größer als eine Digitalkamera und wird auch nicht besonders warm. Es gibt diese günstigen Klarsicht-Rollverschlussbeutel für Digitalkameras, so als Instant-Unterwasser-Lösung. Ich hab so einen für Pass und andere Dokumente und fand es witzig beim Schnorcheln in Felsspalten den Aalen hinterherleuchten zu können.

- Wenn ich in einem neuen Land bin, kaufe ich mir für 1-2 Dollar mehr eine weitere SIM und stecke sie ins recht kleine, mobile Raumüberwachungssystem, welches ich in Hotelzimmern und Hütten aktiviere, die ich nicht von Außen mit einem eigenen Schloss oder anderweitig gewissensberuhigt sichern kann.
Diese auch nachtaktive Kamera kann mir per konkrete SMS-Anfrage oder selbsttätig (Bewegungsmelder mit Wärmesensor) beim Betreten des überwachten Raumes durch Fremde an mein Handy und gleichzeitig die Mailadresse eine MMS mit dem Bild des Eindringlings senden.
Der interne Akku hält 3-4 Stunden, mit dem großen Sistech-Stromspeicher wesentlich länger.
Manchmal befindet sich im Raum keine Steckdose, oder aber eine an untaktischer Stelle, so dass das Kabel für die Überwachungskamera nicht reicht. Mit dem Powerakku stelle ich die Kamera „quick’n’dirty“ da auf, wo es am meisten Sinn macht und bin einfach flexibler. Übrigens hatte ich schon mehrfach nachts und in Abwesenheit tagsüber ungebetenen Besuch… die Kamera war auf Alarmton und Foto geschaltet.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt Wink

- Auf dem Weg nach S aigon lernte ich im Bus ne V ietnamesin kennen, die mich gern zu sich einladen wollte, aber sich zuerst nicht traute, ohne die „Hausherrin“ Frau Mutter vorher gefragt zu haben. Ihr Handy war aber leer, sie hatte das Ladegerät zu Hause vergessen. Da ich Elektronik überwiegend im Handgepäck transportiere und die Solarsachen, sowie die ganzen Adapter wirklich mini sind, hatte ich schnell Strom für ihr Handy, sie telefonierte und am Ende wohnte ich auf Betreiben der Frau Mama über eine Woche bei der Familie in S aigon.. Smile.. supercool.

- Wenn ich ein Mopped nur für einen Tag miete, mache ich mir nicht gern die Mühe mich zur 12V-Batterie durchzuschrauben, um mein großes Mopped-Navi samt Halter dranzuhängen, sondern nehme das kleine Handnavi, befestige es mit Gaffa-Tape am Lenker und speise es mit Batterien oder direkt per USB ab kleinem Powerpack, der ebenfalls mit etwas Gaffa ans Moped geklebt wird.
Manchmal hänge ich zusätzlich die Solarcard dran. Beim oben beschriebenen Sturz wurde eine Solarcard verkratzt, aber nicht wesentlich beschädigt. Ich hatte sie ins Gepäcknetz gesteckt und sie flog zusammen mit meiner Tasche vom Rücksitz.
Funktioniert noch astrein!

- Strandbungalows auf Inseln haben manchmal keinen Strom, dafür meistens Schlitze zwischen dem Stroh/Bambus oder den Holzbalken der Wände, durch welche man total taktischpraktisch die Solarkarten stecken kann Wink

- Ganz „amüsant“ war auch folgende Situation:
Ich hatte mir in S ihanoukville eine schrottige Honda Dream gemietet, um nach R eam zur Naval Base zu fahren, weil’s dort so tolle Grillhähnchen und Sonnenuntergänge gibt. Die Spiegel wackelten tierisch, aber mit etwas Tape ließ sich das schnell fixen. Ansonsten schien das Bike ganz ok zu sein. Während der Rückfahrt fiel aber die Beleuchtung aus… äh…shit? Tja.. „quick and dirty“ musste wieder her.
Vorne schräg das Powerpack xl angetaped, hinten die Petzl Tactikka mit zugeklapptem Rotfilter – und schön langsam weiterfahren. Der Weg ist zwar überwiegend sehr gut und asphaltiert, aber unbeleuchtet und damit sehr gefährlich. Durch das seltsame Licht fiel ich in der Stadt nur noch wenige Kilometer von meinem Hotel entfernt einem Polizisten auf, der hielt mich dann auch an, prüfte Mietbescheinigung (Pass hatte ich ja dem Mopedverleiher abgegeben), Reifen, Helm und guckte komisch aufs Licht. Ich grinste ihn halb zaghaft, halb kackendreist an, der sagte dann aber nichts und winkte ab, ich soll doch weiterfahren. Vielleicht habe ich als Kind zu viel MacGyver geguckt (Held meiner Jugend!, vgl. -> http://www.reise-forum.weltreiseforum.de/viewtopic.php?t=13922 ), aber in meinem Rucksack habe ich neben Medizinpack, Leatherman und Tape bestimmte Dinge einfach immer dabei… in Asien übrigens auch immer Klopapier oder Servietten Wink. Am Tag darauf gab ich dieses Moped ab und bekam ein anderes. Da bei dem „Neuen“ während der Testfahrt Gangschaltung und Bremsen klemmten, wechselte ich dann doch lieber den Verleiher…

- Normale MP3-Player halten oft nur wenige Stunden – meinen Archos mp3-Player habe ich mit dem Solarakku während ewiglanger Busfahrten strommäßig kaum je leer bekommen.
Ich wurde eher kirre von meinen Thai-Lerndateien anstatt vom potentiell stromtoten Player..

- Einmal wollte ich testen, wie lange die fünf LEDs der Taschenlampe brauchen, um den großen, silbernen Powerpack-Akku leer zu saugen und ließ das Licht tagelang durchgängig brennen. In der dritten Nacht schaltete ich es dann doch aus, denn das ständig brennende Licht störte mich beim Schlafen Wink

- Als ich mal wieder auf einer Insel war, gab es dort eine Art Baumhaus-Dschungelcamp für eine ganz kleine Anzahl an Backpackern.
Die hatten nur 5-6 Baumhäuser und diese eine Gemeinschaftshütte in der Mitte der Dschungelwege.
Zum Beleuchten wurden Kerzen, Öllampen und zwei Solarpanels eingesetzt, irgendwas amerikanisches. Einen Generator wie andere Inseln hatten sie nicht und wollten auch keinen, um das Projekt möglichst unabhängig und „grün“ zu gestalten. Außerdem sei der Generator laut, teuer und nerve nur. Ich bat den Betreiber, mir die Solar-Sachen zu zeigen, weil ich mir Alternativen immer gern angucke. Der Stromspeicher war so groß wie ein altes Kofferradio, mehrere Kilo schwer und der Campbetreiber verriet, dass das System sehr anfällig für Feuchtigkeit sei und er damit insgesamt nicht sehr glücklich.
Ich brachte ihm dann meine Sachen und sagte, dass diese Firma auch andere, größere Panels habe. Der hat vielleicht geguckt! Wink – und auch sonst traf ich öfters Leute, die sich interessiert die Sachen anschauten und wie ich glauben, dass die Solarzellen endlich erwachsen geworden und längst zu mehr gut sind, als auf Dächern von mitteldeutschen Zweifamilienhäusern für Warmwasser zu sorgen.

- Das sonnige Ladesystem hat auch integrative Funktionen und ist ein netter Aufhänger für Gespräche.
Ich werde recht oft gefragt, was das denn sei und wie man es benutzt. Manche wissen, dass es solches gibt, hatten aber nicht gedacht, dass Solarzellen dermaßen ausgereift und vielseitig nützlich sein können. Auf einer der Inseln traf ich einen Schweizer mit einem Solar-Rucksack, von welchem er aber sehr enttäuscht war. Es handelte sich um ein starres, billig mit Heißkleber und fliegenden Drähten verkabeltes, handtellergroßes Solarplättchen mit einer Schicht und praktisch null Effizienz. Dieses steckte in einem speziellen Fensterchen im Rucksack und hatte eine kleine Batterie mit der Kapazität eines durchschnittlichen AA-Akkus, mit welcher er mangels Steckern aber nix anfangen konnte. Leider find ich sein Modell nicht bei Google Bildersuche (könnte das hier gewesen sein? http://www.getabag.com/content-product_info/product_id-3281/eco_solar_backpack.html), aber ich würde es mir eh nicht kaufen, da ich meine Sachen mit und ohne Rucksack benutzen, sowie mit Neuerscheinungen erweitern kann.
Soweit ich weiß, bietet diese Vielseitigkeit und auch das recht günstige Nachkaufen von Steckern bisher kein weiteres System.

- Ein Freund von mir ist Segler und scharrt schon mit den Füßen, wann ich denn endlich zurückkomme und ihm das Equipment ausleihe, grins… ich sag ihm dann, er soll endlich sein Schiff fertig aufarbeiten und sich dafür alle Zeit der Welt nehmen, denn ich komme noch nicht zurück Surprised)

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Das wären so Erlebnisse und Anwendungsbeispiele, die mir auf Anhieb einfallen, wenn ich an meine Erfahrungen mit dem Solar-Equipment denke. Kleine und große Geschichten, in welchen die Solarsachen modulare, vielseitige Helfer im Hintergrund sind und zumindest für mich niemals lästig.
Da ich die meisten Netzteile meiner Gadgets mit meinem ganzen Hausrat in Deutschland mit-eingelagert habe, verwende ich beide Powerpacks L und XL praktisch jeden Tag und habe in meiner Gürteltasche sogar noch lieber die hellere Große statt den kompakteren Kleinen. Vom Gewicht her stören mich die Solarlis nicht, sie fallen eben nicht doll ins Gewicht Wink. Der große 6600 mAh Akku wiegt weniger als 200 Gramm (mein Blackberry lässt sich damit inkl. aller „Streuverluste“ bis zu 6 - tendenziell 7 - Mal laden, was übrigens von leer bis voll nur 40 Minuten dauert), während z.B. ein Brunton-Akku mit 7500mAh fast zwei Kilo wiegt! Der kleine 3400 mAh Brunton wiegt zwar nur 140 Gramm, ist aber größer als der XL und hat weder eine schöne Ladestandsanzeige, noch Taschenlampe verbaut. Ob man ihn gleichzeitig laden und entladen kann, wüsste ich jetzt nicht (beim Powerpack gehen alle Funktionen gleichzeitig). Ich erwähne den Brunton deshalb, weil ich ihn mir bei www.Globetrotter.de vor der Abreise näher angeschaut hatte, da deren Solarmodule schön groß, aber dann wieder im Vergleich wesentlich teurer und letztlich weniger robust als bei den Schweizern sind.
Die Solarkärtchen haben sich beim Dauergebrauch als sehr robust erwiesen und vertragen den einen oder anderen Kratzer – durch den Transport eng gepackt in meinem Daypack hat eine der Karten Dellen vorne ins Plastik bekommen, sie funktioniert aber immer noch (eine Hülle würde ich mir manchmal dennoch wünschen, aber meist habe ich eine Karte permanent am Daypack und zwei als Backup face-to-face im Rucksack verstaut. Weil sie glatt sind, verkratzen sie nicht so schnell).
Staub oder Wasser ist für die Karten kein Problem.
Ich hatte die Sachen auf einer Kayaktour dabei, der Akku lag auf feuchtem Sand und in einer feuchten Tasche – kein Problem. Runter gefallen war mir der kleine Tank auch schon. Er hat eine leichte Gummierung an den Seiten und passiert ist dem nix. Durch den Lämpchenindex kann ich immer genau sehen, wie voll die Akkus sind und lade sie je nach Situation und Möglichkeit entweder per Sonne, oder im Hotel an der Steckdose wieder auf.

Es ist übrigens schwer zu sagen, wie lange das alleinige Laden durch Sonne tatsächlich dauert (ich hab ja keine Prüfgeräte dabei), weil die Sonne immer unterschiedlich ist und je nach Winkel und Unterwegszeit und Ladedisziplin meinerseits auch diese Faktoren immer variieren – ich kann aber definitiv aussagen, dass ich niemals „stromlos“ war, wenn irgend ein Gerät auf 5V-Basis schlapp machte.
Ohne Steckdosenstrom war ich im Reiseverlauf bereits mehrfach für jeweils 3-5 Tage.
Erfreut und überrascht stellte ich fest, dass auch an dunklen, regnerischen Tagen bis in den Abend kurz vor Sonnenuntergang hinein der Lademechanismus aktiv war und das Kärtchen (bzw. die verschalteten Kärtchen) eine Ausbeute aufweist, die richtig begeistert! Einzig bei Energiesparlampen, die überall in Asien eingesetzt werden, reizt es aus mehr als 1m Entfernung kaum was zum „Ausbeuten“ heraus, was aber bei diesem ekligen, schäbigen Licht kaum verwunderlich ist. Macht man eine Kerze an und stellt die Solarkarte davor, leuchtet schon das blaue Ladelämpchen am Powerpack!
Ich finde das faszinierend.

Den silbernen kleinen USB-Akkulader benutze ich persönlich nicht sehr häufig, aber es ist schön einen zu haben, wenn die Akkus mal wieder leer sind.
Ich habe z.B. ein T-Shirt, welches vorne ein lautstärkesensibles Leuchtdisplay in Form eines Equalizers (gibt’s in Shops für Geekwear) hat. Ich ziehe das gerne auf Parties als Hingucker an und speise es mit 4 AAA-Akkus. Die kann ich durch Umlegen des Hebels im Lader genauso wie AA-Normalakkus auftanken – sogar direkt per Solar. Sagt was ihr wollt, aber ich find das cool Wink


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So, ich hoffe mal, dass bei diesen kleinen Erfahrungsfetzen für jeden die eine oder andere Anregung für die beispielhafte Verwendung des Solarsystems dabei war und freue mich schmunzelnd, euch meine etwas… „abstrakte“…, aber in meinen Augen in vielen Kleinigkeiten wesentlich komfortablere Art des Reisens näher zu bringen.
Ich zelebriere eben das möglichst perfekte Provisorium – mit allen Schikanen Wink.

Derzeit bin ich wieder ein paar Tage auf Zwischenstation in B angkok und auf dem Sprung zu einer T hai-Insel, auf die ich mich sehr freue. Gleich werde ich noch die Fragen von Biggi und wolfiw beantworten und sofern noch jemand andere Fragen zu den Sachen hat… ähm, na ja, ich habe euch auch diesmal alles erzählt, was ich derzeit über die Sachen selber weiß und persönlich ausprobiert habe.
Meine Olympus-Ex-Kamera ließ sich übrigens auch direkt per Kabel am Akku laden, aber die ist jetzt Geschichte. Achja.. und meine Bussitznachbarn LIEBEN den Ventilator!!! Wink

Und jetzt grüßt euch mal wieder herzlich aus der Sonne:
Die Wanderdüne
sphaera

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Hallo Biggi,

es ist zwar schon Februar, aber ich hoffe es ist nicht zu spät dir zu antworten. Es ist erstaunlich und zugleich schön die offenbar erste zu sein, die im deutschsprachigen Raum zu diesem Thema etwas Ausführliches schreibt... und es ist gleichzeitig etwas ungewohnt. Da aber heute praktisch jeder (…."Westler"… und natürlich sämtliche hippe Asiajugend) irgendeine Art von Kleingerät - Handy, Digiknipse...Mp3Player - mit sich führt, wird es sich ganz sicher bald ändern. Was mich angeht, so habe ich zwischenzeitlich keinen Moment bereut, mich mit den Solarsachen befasst zu haben, da sie mir in etlichen Situationen wie beschrieben "quick and dirty" geholfen haben - und auch sonst meine Reise wesentlich angenehmer gestalten. Und das sind mir die zusätzlichen ca. 250 Gramm einfach wert (lieber verzichte ich auf ne Großpackung Duschgel und kaufe unterwegs Kleinpackungen nach).
Ich weiß jetzt nicht, inwieweit du dich bereits mit deinen Freunden unterhalten hast, aber ich selber würde mittlerweile ohne Bedenken grünes Licht geben. Wenn du dir nicht sicher bist, hole dir doch erstmal ein kleineres Set und wenn es dich überzeugt, erweiterst du das um diejenigen Dinge, die du brauchst. Die Sloarsachen sind untereinander umsteckbar, verschaltbar, tauschbar... bisher gab es dabei keine Probleme. Ich halte mich sonst gern bedeckt, bis ich mit irgendwas fundierte Erfahrungen gemacht habe... aber nun bin ich schon seit fast 5 Monaten mit den Sachen unterwegs und denke, so langsam kann ich wirklich sagen, was abgeht. Ich bin mit den Geräten bis auf obig genannte Kritikpunkte sehr zufrieden, weiß aber gleichzeitig, dass keines der anderen aktuell angebotenen Systeme diese Wunschliste vollends erfüllt. Na ja, dann warte ich eben ab und zitiere Oscar Wilde: „Ich habe einen ganz einfachen Geschmack - von allem nur das Beste.“ Smile


Jau, Wolfi, ich habs mal an verschiedenen Tagen ausprobiert, bei Regen und Sonne. War anfangs selbst etwas skeptisch, weil mein altes Nokia ja nicht direkt laden wollte und das Signal "Akku lädt nicht" erscheint... das alte Nokia will nur mit Powertank. Das Pearl ist da etwas intelligenter und bei voller Sonneneinstrahlung (Nachmittgssonne ca. 15 Uhr) zeigt es das Ladesymbol und lädt auch. Verschattet man das Kärtchen aber zu stark, bootet das Handy neu... dauert ca. 20 Sekunden, dann ist es wieder voll da. Ich finds etwas nervig und erkenne auch nicht den Grund, wieso du nicht per Powertank laden willst, schließlich kannste ja diesen parallel mit der Solarcard auffüllen, während du das Handy lädst. Mit Powertank ist die Sache einfach weniger umständlich und du bist zeitlich unabhängig, wann du dein Handy lädst.
Hoffe, geholfen zu haben!
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BeitragVom : 18 Okt 10 23:01     Thema: REVIEW Swiss SolarCard: Vielseitiges Solar-Ladesystem

Die Schweizer bringen Anfang November die 16V Version mit einem XXL Powertank raus (laut mail von letzter Woche). Das soll dann auch für (kleine?) Laptops ausreichen.
Ich werde es mir für meine Reise (und meinen EEE) besorgen.

Review folgt dann.
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