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Nachricht |
Fe
WRF-Mitglied

Anmeldungsdatum: 20.08.2008 Beiträge: 18
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Vom : 20 Aug 08 23:52 Thema: Ecuador: Freiwilligenarbeit im Naturschutz in Ecuador |
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Hola, ich hoffe, dass ich dann in sechs Monaten ein solches "über alle Zweifel erhabenes Mitglied" bin und noch weitere drei Monate authentisch vom Projekt berichten kann. Für weitere Infos habe ich eine Vorstellungsseite angelegt.
http://www.reise-forum.weltreiseforum.de/viewtopic.php?p=56839 |
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Luther
Ex-Mitglied
Anmeldungsdatum: 13.07.2008 Beiträge: 480 Wohnort: Braunschweig
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Vom : 21 Aug 08 2:36 Thema: Ecuador: Freiwilligenarbeit im Naturschutz in Ecuador |
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Hallo Bob und alle Diskussionsbeteiligten,
ich habe in der Vergangenheit hier in dieser und in mehreren anderen WebSites Empfehlungen zu angeblicher Entwicklungshilfearbeit kritisiert, weil es sich um Webegags von Sprachschulen handelte. Man musste, ob man Spanisch kann oder nicht, einen Sprachkurs belegen und bezahlen. Kosten für Logis und Verpflegung kamen hinzu, doch deutlich höher als das, was Einheimische unter Beachtung der lokalen Kosten für einen Gast aufbringen müssen.
Einmal war es eine Sprachschule in Guatemala, einmal eine in Ecuador, nach meiner Kritik wurde jedes Mal der Link zu dieser Einrichtung entfernt oder der ganze Thread gelöscht.
Entsprechend skeptisch habe ich mir aufgrund Deiner Mail die biomindo Seiten in allen drei angebotenen Sprachen angeguckt - und bisher nichts Negatives gefunden. Spanisch sprechen zu können, wird zwar empfohlen, aber nicht zur Bedingung gemacht. Man weist ausdrücklich daraufhin, dass man auch Englisch, Französisch und Deutsch spricht. Für Unterkunft und Verpflegung monatlich 250 US$ zu bezahlen, halte ich für landesgemäß erträglich. Selbst beim Backpacking Rumreisen käme man wohl kaum so günstig weg.
Ich werde voraussichtlich nächste Jahr wieder für längere Zeit nach Südamerika fahren, und werde auf jeden Fall dort reinschauen. Wenn sieh alles so bestätigt, wie es bisher aussieht, auch längere Zeit da bleiben.
Meine Frage zum Thema "Ausnutzung im Rahmen von Hilfsprojekten ?": -> http://www.reise-forum.weltreiseforum.de/viewtopic.php?t=13724
Gruß
Luther |
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Lapaix
Gast
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Vom : 09 Dez 08 15:28 Thema: Ecuador: Freiwilligenarbeit im Naturschutz in Ecuador |
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Hallo an alle!
Hier nochmal etwas neues zu dem Biomindo-Projekt. Ich war ja insgesamt 5 Wochen dort, die ersten drei Wochen waren wirklich wundervoll, doch danach gings mit der Stimmung echt den Bach runter. Schuld daran war die Eröffnung der Projekteigenen 'Juice-Bar' in Mindo, mithilfe derer zusätzliche Einnahmen für das Projekt geschaffen werden sollten. Eigentlich ja keine schlechte Idee, schließlich braucht man nicht nur fleißige Helfer sondern auch Geld um Naturschutzprojekte zu machen.
Allerdings wurde es dann immer stressiger, ich sollte immer öfter in der Bar aushelfen, und konnte nicht mehr meine eigenen Projekte verwirklichen... und Mindo ist wirklich ein touristisches Örtchen, am Wochenende sind echt viele Torutisten da, was die Arbeit sehr stressig machte. Ich sah es dann auch nicht ein, noch dafür zu bezahlen, wenn ich in der Bar aushelfe.
Naja, hab jetzt noch von anderen Freiwilligen mitbekommen, dass sie sich in dem Projekt wegen übermäßiger Arbeit in der Bar ausgenutzt fühlten!
Also bitte, wenn ihr Interesse an dem Projekt habt, jedoch nicht den ganzen tag Säfte mixen wollt, klärt das vorher unbedingt mit den Projektleitern ab!
Viele Grüße von Lapaix |
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Reisende...
Gast
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Vom : 10 Dez 08 0:19 Thema: Ecuador: Freiwilligenarbeit im Naturschutz in Ecuador |
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Hallo an alle,
auch ich bin durch dieses Forum auf Bio Mindo gestossen und war zu Anfang sehr angetan von diesem Projekt. Habe mich auch auf deren Seite schlau gemacht und wollte das Projekt ´Naturlehrpfad´ gerne unterstuetzen.
Schlussendlich hat sich herausgestellt, dass das Dach der Projektleiter ausgebessert werden musste und auch sonst habe ich nicht annaehernd etwas in die Richting Pfad im Nebelwald arbeiten koennen.
Habe vorzeitig abgebrochen und kann meinerseits von diesem Projekt nur abraten. Weitere Voluntere, die dort fuer laenger geplant haben zu bleiben, haben auch kurzfristig die arbeiten dort verlassen.
Ich finde die ´Projekte´ sind unstrukturiert und ohne roten Faden, an dem man sehen koennte, das wirklich etwas fuer den Nebelwald getan wird. |
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Barbaraaaaa
Gast
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Vom : 12 Dez 08 4:40 Thema: Ecuador: Freiwilligenarbeit im Naturschutz in Ecuador |
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Also, nachdem mich ein zukünftiger Freiwilliger (Fe) auf die Kommentare im Forum aufmerksam gemacht hat, möchte ich als Mitgründerin des BioMindo Projekts gern Stellung dazu beziehen:
Zu La Paix: Es ist richtig, dass es zur Eröffnung der JuiceBar im April für alle - vor allem für mich- eine Umstellung und teilweise etwas stressig war. Das ist ja meistens so, wenn man etwas neues beginnt. Über die Hilfe der Freiwilligen waren wir natürlich dankbar. Ich hatte allerdings auch damals nicht den Eindruck, dass du dich gezwungen gefühlt hast, in der Bar zu mitzuarbeiten.
Zum Thema, dass sich zuletzt auch andere Freiwillige "wegen übermäßiger Arbeit in der Bar ausgenutzt fühlten" muss ich sagen, dass dies schlicht und ergreifend der Unwahrheit entspricht:
K. kam Ende September in unser Projekt und fühlte sich ausgesprochen wohl. Richtig, sie hat mir an den Wochenenden in der Bar geholfen (dies war ihr ausdrücklicher Wunsch) und tat dies mit viel Freude, wie sie auch immer wieder betont hat (z.B. auch zum Verbessern ihrer Spanischkenntnisse und Kontaktaufnahme mit den Einheimischen).Und stressig war die Arbeit für keinen von uns beiden! So habe ich K. angeboten, im Januar (während meiner einmonatigen Abwesenheit) die Bar komplett zu übernehmen - die Idee fand sie gut.
Ende Oktober kam eine neue Freiwillige V. zu uns, die sich von Anfang unwohl bei uns fühlte und letztendlich an allen Dingen etwas zu kritisieren hatte, ohne aber selbst zu wissen, welche Arbeit sie innerhalb des Projekts gern machen wollte. V. arbeitete im übrigen 2 Abende - freiwillig- in der Bar, ausnutzen würde ich das nicht nennen.
Letztendlich fand K. plötzlich auch vieles kritikwürdig (was vorher noch alles gut war). Vor allem auch die Idee, im Januar in der Bar zu arbeiten und gleichzeitig für Unterkunft und Verpflegung zu zahlen. Dies entspricht wiederum nur der Annahme von K. , denn es war keineswegs meine Absicht noch mein Interesse, dass sie in dieser Zeit für o.g. Kosten aufkommen müsse. Vielleicht habe ich ja versäumt, ihr dies von Anfang mitzuteilen, aber ehrlich gesagt, hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch mehr als 2 Monate Zeit, um solche Details zu besprechen - und sie hat mich auch nicht darauf angesprochen.
Auch ein Gespräch mit allen trug nicht zur Verbesserung der Stimmung unter uns bei, so dass wir uns letztendlich entschieden, dass V. das Projekt besser verlassen solle - wenn sich beide Seiten nicht wohlfühlen, ist es aus meiner Sicht kein tragbarer Umstand, wenn man sich gegenseitig nur "ertragen" muss. Genauso, wie Freiwillige entscheiden können, unser Projekt zu verlassen, können wir auch entscheiden, jemanden zu verabschieden.
K. ist letztendlich aus Solidarität mitgegangen, ich denke, mit K. hätten wir die Kritikpunkte auch sachlich diskutieren und Lösungen finden können, aber dazu kam es dann natürlich nicht.
Zur anonymen Reisenden (oder ist es vielleicht ein Reisender!):
Unser Projekt besteht aus mehreren Teilbereichen, im Wesentlichen zusammengefasst:
1. Praktizieren einer nachhaltigen Lebensweise basierend auf den Prinzipien der Permakultur (dieser Teil ist auf unserem Grundstück in Mindo)
2. Aufbau einer biologischen Forschungsstation/Naturlehrpfad (in einem privaten Reservat im Nebelwald)
Wenn jemand nur ein oder 2 Wochen bei uns ist, kann man natürlich nicht unbedingt in allen Bereichen mitarbeiten, zumal dies auch eine Frage der augenblicklichen Prioritätensetzung ist (und dies kann sich auch mal von heute auf morgen ändern). Zumal wir auch immer auch schauen müssen, zu welchen Arbeiten die Freiwilligen körperlich in der Lage sind.
Du hast in den Tagen bei uns nicht etwa das Dach der Projektleiter repariert (unser Dach ist nämlich längst fertig), sondern - rechtzeitig vor Beginn der Regenzeit - geholfen, mit schnell nachwachsenden Rohstoffen (Bambus und Palmblättern) ganz im Sinne der Permakultur - das Dach des neuen Hauses für die künftigen Freiwilligen dicht zu machen - darüber waren die letzten Freiwilligen übrigens sehr dankbar - und Fe wird es hoffentlich sein.
Und die von dir erwähnten Langzeitfreiwilligen, die das Projekt verlassen haben, sind die oben erwähnten K. und V. - wie beschrieben, haben wir gewollt, dass zumindest eine der beiden geht.
So, um das ganze zu einem Abschluss zu bringen - wir freuen uns auch weiterhin über Freiwillige, die Interesse an unserer Arbeit haben, offen für neues sind, Eigeninitiative mitbringen und uns in unseren Zielen unterstützen. Allerdings brauchen wir keine Leute, die erwarten, dass hier alles mit deutscher Gründlichkeit und Organisiertheit abläuft - wir sind in Südamerika! Wir haben nichts gegen konstruktive Kritik und suchen gemeinsam das beste für alle. Und wie gesagt, es ist "Freiwilligen"arbeit - d.h. keiner wird zu etwas gezwungen (aber selbstverständlich gibt es auch mal Arbeiten, die man nicht so gern macht - so ist das wohl im Leben!). Und wenn das alles nicht geht, dann muss man sich vielleicht auch mal selbst eingestehen, dass das Projekt nichts für einen ist (und muss dann vielleicht auch nicht schlecht über uns reden!) Wir können und wollen es schließlich auch nicht jedem recht machen!!!
Viele Grüße vom Äquator
Barbara |
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Luther
Ex-Mitglied
Anmeldungsdatum: 13.07.2008 Beiträge: 480 Wohnort: Braunschweig
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Astrid
WRF-Moderator

Anmeldungsdatum: 05.12.2002 Beiträge: 2062 Wohnort: weltreisend seit 2000
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Vom : 01 Jul 10 20:37 Thema: Ecuador: Freiwilligenarbeit im Naturschutz in Ecuador |
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Hallo alle miteinander
Den weiteren an dieser Stelle stehenden Gastbeitrag habe ich verschoben und bitte darum, Feedback und Kommentare, egal ob es sich um Lob oder um Kritik handelt, nur als registriertes WRF-Mitglied zu verfassen!
Wer seine Meinung öffentlich kundtut, sollte auch dazu stehen können
Je handfester die Kritik, umso mehr.
LG
Astrid _________________ Eine fremde Kultur ergründen zu wollen, ist wie der Versuch, den Horizont zu erreichen... Irgendwann steht man wieder an dem Punkt, an dem man begonnen hat - doch der Blick zum Horizont ist ein anderer. [A. Bokpe] |
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