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Pers. Frage an Astrid & MArtin & alle Weltreisende

 


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leoa
Gast





BeitragVom : 11 Jul 09 12:08     Thema: Pers. Frage an Astrid & MArtin & alle Weltreisende

Hallo ihr lieben Menschen,

Habe kein topic gefunden wo das hier dazu passen könnte!

Ich habe eine Frage bzw ein persönliches Problemchen:
werde versuchen mich kurz zu halten.

Ich will reisen.Das ist mein gefühlter Lebenstraum.
Und zwar so lange bis ich anders fühle. Allerdings habe ich "nur" abitur. dh, kein abgeschlossenes Studium oder andere Ausbildung.

Würdet ihr empfehlen ein solches abzuschließen , nur der Sicherheit wegen und eventuell gibt es auch Vorteile bei Visumanträgen, wenn man was vorzuweißen hat?!

noch eine persönliche-gewissensfrage:
Wie geht ihr damit um als Europäer/in (kostenlose Bildung&leichtes Geldmachen) in Entwicklungländer zu reisen, wo Menschen am abkratzen sind, und zu versuchen sich lowbudget-mäßig durchzubringen?
Weil ich ja eigentlich die Möglichkeit habe, die andere Menschen auf Grund ihres Geburtsortes einfach mal nicht haben.

Würde gerne eure Meinung dazu wissen.

Lg

Leoa
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MaxCartagena
Ex-Mitglied


Anmeldungsdatum: 02.12.2008
Beiträge: 468
Wohnort: Cartagena/Colombia

BeitragVom : 11 Jul 09 13:20     Thema: Pers. Frage an Astrid & MArtin & alle Weltreisende

leoa schrieb:

Ich will reisen.......
Und zwar so lange bis ich anders fühle.


hallo leoa,

dann verrate uns noch eines: wie sieht es aus mit dem geld?

woher kommt es?
wieviel ist es?
wie lange reicht es?

erklaer uns/mir das, dann hab ich vielleicht eine antwort..
_________________
gruesse

MaxC
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Astrid
WRF-Moderator


Anmeldungsdatum: 05.12.2002
Beiträge: 5489
Wohnort: weltreisend seit 2000

BeitragVom : 11 Jul 09 18:31     Thema: Persönliche Frage an Astrid&Martin bzw alle Weltreisende

Hallo Leoa Smile

Prinzipiell würden wir jedem empfehlen, vor einer unbegrenzten Langszeitreise eine oder, besser, mehrere Ausbildungen / Studiengänge zu absolvieren.

Weniger wegen möglicher Probleme bei Visumsanträgen, als wegen der damit verbundenen fachlichen Qualifikationen, die low budget langfristig überhaupt erst ermöglichen: Statt Geld kannst Du durch Deine erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten etwas Wertvolles zurück geben, statt Dir einen preisgünstigen Aufenthalt durch ein (unfaires) Währungsgefälle zu erkaufen.

"Low-budget" bedeutet ja vor allem auch, dass man sich dem Preis, Lebensniveau und Lifestyle unterwegs und vor Ort anpasst.
Sowohl in in seinen Ausgaben hinsichtlich Transport, Unterkunft und Ernährung - und für berufstätige Expats auch bzgl. ihres Einkommens, medizinischer Versorgung etc.

Es ist eine beliebte aber falsche Illusion zu glauben, dass die Drittweltbevölkerung davon profitiert, wenn ein Tourist vor Ort viel Geld ausgibt:
In den allermeisten Fällen gehören Unterkünfte und meist auch alles an touristisch Buchbarem Expats oder größeren Unternehmen, deren Ziel gerade darauf ausgerichtet ist, Touristendollars in der eigenen Tasche zu behalten und Touristen eine von der Realwelt außerhalb ihrer All-Inklusive-Angebote unabhängige Scheinwelt zu bieten.
Bsp:
Ein low budget Traveler, der sich vom Markt oder an billigen Essenständen Einheimischer ernährt und in familienbetriebenen Hostels nächtigt, lässt mehr Geld und Lebensqualität bei der lokalen Bevölkerung, als es ein in einem Touri-Restaurant (dessen europäische Lebensmittel eingeflogen wurden) Speisender und in einer Touristenburg Nächtigender tut, obwohl dieser vielleicht den zehnfachen Preis bezahlt.

Auch ohne viel Geld kann man also bemüht sein, den Austausch mit der einheimischen Bevölkerung zu einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten zu machen.
Das geht natürlich um so besser, je mehr man, auch abgesehen von Geld, anzubieten hat.
Bsp:
Ein Einheimischer würde sich schwerlich den medizinischen Rat eines europäischen Arztes oder die Handfertigkeit eines europäisch ausgebildeten Maurers leisten können. Oft würde er sich aber auf eine ihm mögliche Art und Weise Reisebudget-schonend dankbar dafür erweisen.

Sowohl auf worldtrip.de als auch hier in Antwort auf Fragen von WRF-Mitgliedern findest Du viele weitere Beispiele für Reisekosten sparende spontane Tauschsituationen, bei denen beide Seite (auf Gegenseitigkeit!) profitieren.
Geld ist nur ein künstliches Konstrukt - befreie Dich gedanklich von dem Korsett, alles in Geld "ummünzen" zu müssen.

Warum meldest Du Dich nicht im WRF an, dann kannst Du z.B. im Vorstellungsbereich auch mehr dazu lesen, wie andere low budget reisen - und kannst selbst von Dir und Deinen Reiseplänen berichten.

Liebe Grüße
Astrid
_________________
Eine fremde Kultur ergründen zu wollen, ist wie der Versuch, den Horizont zu erreichen... Irgendwann steht man wieder an dem Punkt, an dem man begonnen hat - doch der Blick zum Horizont ist ein anderer. [A. Bokpe]


Astrid
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lonelona
Kiebitz


Anmeldungsdatum: 21.09.2009
Beiträge: 2

BeitragVom : 21 Sep 09 6:30     Thema: Pers. Frage an Astrid & MArtin & alle Weltreisende

es tut mir leid, wenn ich diesen etwas älteren thread wieder nach oben schubse, aber.. was genau hat die fähigkeit sich auf andere länder einzulassen mit der ausbildung zu tun?

es gibt doch viele die zwischen abitur und studium/ausbildung erstmal länger verreisen..oder nicht?
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Astrid
WRF-Moderator


Anmeldungsdatum: 05.12.2002
Beiträge: 5489
Wohnort: weltreisend seit 2000

BeitragVom : 21 Sep 09 9:52     Thema: Pers. Frage an Astrid & MArtin & alle Weltreisende

Hallo Lona, willkommen an Board! Smile

Es ist absolut OK und im WRF vorgesehen, alte Threads zu suchen und zu aktualisieren. Besonders im Info-Pool, wo Stränge dank Einzelthematik und Aktualisierbarkeit meist nicht veralten, sondern aktuell ergänzt werden, siehe http://www.reise-forum.weltreiseforum.de/viewtopic.php?t=4 .

Die Zeit zwischen Schulabschluß und Ausbildung halten wir, ähnlich wie den Zeitraum zwischen Ausbildungsende und Berufsanfang, für zwei klassisch günstige Zeitpunkte zum Langzeitreisen.

Leoas zwei Fragen bezogen sich jedoch nicht auf die Fähigkeit, sich auf's Ausland "einzulassen", sondern
a) auf Sicherheitheitsaspekte einer unbegrenzten Reisezukunft (also längeres (finanzielles) Überleben beim Langzeitreisen bzw. bei Rückkehr nach vielen Reisejahren) ohne Ausbildung und
b) auf's Low-Budget-Reisen in armen Ländern.

Auf diese zwei Fragen bezog sich die Antwort.

Liebe Grüße Smile

Astrid
_________________
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lonelona
Kiebitz


Anmeldungsdatum: 21.09.2009
Beiträge: 2

BeitragVom : 22 Sep 09 1:14     Thema: Pers. Frage an Astrid & MArtin & alle Weltreisende

tut mir sehr leid, dann habe ich das ganze falsch aufgefasst.

es stimmt schon, dass man prinzipiell nach der Rückkehr bessere Chancen hat, einen Job zu finden mit einer guten Ausbildung.
allerdings tut es gerade im jungen Alter, zunächst einmal ein Job im Fastfoodrestaurant, die suchen fast immer und stellen keine großen Ansprüche.

Zumindest kenne ich ein Mädchen, dass das ganze so realisiert hat.
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Stefan09
Verdientes WRF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 16.12.2007
Beiträge: 192
Wohnort: Da wo ich Parke

BeitragVom : 04 Okt 09 23:27     Thema: Pers. Frage an Astrid & MArtin & alle Weltreisende

Seh ich ein bischen anders mit der Ausbildung.
Was in Schule Studium und Beruf gelehrt wird ist auf reisen meiner Meinung nach nur bedingt nützlich.
Kein Mensch in Entwicklungsländern braucht nen Europäisch ausgebildeten Maurer. Auch nicht wenn er umsonst oder "Hand gegen Koje" arbeitet. Diese menschen brauchen Geld für Steine und Mörtel. Und der Europäisch ausgebildete Handwerker kann ohne Ersatzteil nicht viel ausrichen.
Ein Wüstenmechaniker schnitzt ne neue Zylinderkopfdichtung aus nem alten Autoreifen und erklärt dir das du alle 20 min den Motor ne Stunde abkühlen lassen musst weil sonst das Gummie schmilzt. Dein Wagen ist danach zwar nicht repariert aber er fährt. Ein Deutscher KFZ Mechaniker kann so etwas nicht.
Bildung ist mit Sicherheit sehr wichtig, aber ob es einen Studiengang oder eine Berufsausbildung zum low budget langzeitreisenden giebt wage ich zu bezweifeln.
Ich habe Unterwegs Menschen kennengelernt die können Gitarre spielen. Sonst können die nicht viel. Aber mit dieser Fähigkeit halten die sich überwasser und sind glücklich.
Grade wenn man Reisen will bis man keine Lust mehr darauf verspürt, frage ich mich wann man zurück kommt.
Also mir machts Spass, ich will nicht zurück, heuet nicht morgen nicht und in 5 Jahren immer noch nicht.
Die Jobs die ich unterwegs ergattert habe waren Hilfsarbeiter Anstellungen für die es keine sonderliche Bildung bedarft.
Ich weis nicht ob es Langzeitreisende gibt die unterwegs als Artzt oder Schifsbauingeneur arbeiten. Die die ich persöhnlich kennengelernt habe gehen Oliven pflücken oder Spargel stechen.
Nen richtigen Job findet man eh schwer weil man ja meist gar nicht offiziel im Land arbeiten darf. Ich zum Beispiel fahre eine Motorbetriebene Kettensäge spazieren. Wenn ich jetzt irgendwo so ein altes Bäuerchen Brennholssägen sehe, wenn ich sehe wie er sich mit seiner stumpfen Handsäge abmüht, trett ich auf die Bremse und biete meine Hilfe an. In 30 min schaff ich genauso viel wie der in ner ganzen Woche. Der Kerl ist mir Dankbar, ich ab ein supper Mittagessen und nen Kontackt zu nem Einheimischen den kein Pauschaltourist hat.
Die wichtigste Fähigkeit unterwegs ist glaube ich das improviesiern.
Die Fähigkeit sich immer wieder auf neue Situationen einzustellen.
Wenn man A plant, dann bemerkt das A nicht geht. Dann macht man eben B.

Wichtig ist das einen solche Dinge nicht aus der Bahn werfen und ich glaube jede Lehre und jedes Studium vermittelt exact das Gegenteil. Was bringt es mir wenn ich 8 Sprachen fliesend spreche, aber mein gegenüber spricht nur eine. Und zwar eine die ich nicht spreche. Da spar ich mir doch das ganze sprachen büffeln und lerne gleich mit Händen und Füssen zu reden.

Wie ich mich in Ländern verhalte wo die Leute nix zum beissen habe weis ich auch nicht. Ich habe einfach beschlossen dort nicht hinzufahren. Armut ist ja eine Definitionssache.
Solange die Menschen keinen hunger leiden sind sie in meinen Augen auch nicht arm. Sie leben eventuel einen anderen Standart als wir Europäer, aber da wäre ja noch zu hinterfragen ob unser Standart erstrebenswert ist.

Hoffe geholfen zu haben
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JoeJoe
Kiebitz


Anmeldungsdatum: 03.11.2009
Beiträge: 9
Wohnort: Köln-Lövenich

BeitragVom : 10 Jan 10 20:31     Thema: Pers. Frage an Astrid & MArtin & alle Weltreisende

Hallo,

den Post von Stefan09 kann ich so nicht stehen lassen.

Zitat:
Wichtig ist das einen solche Dinge nicht aus der Bahn werfen und ich glaube jede Lehre und jedes Studium vermittelt exact das Gegenteil.


nach einer abgeschloßen Lehre und einem beendeten Studium kann ich mit ruhigen Gewissen diese Aussage von Stefan ins Gegenteil umdrehen und jedem der vor der Entscheidung steht "lieber erstmal eine Lehre/Studium abschließen und dann auf Langzeitreise" sagen Mach das so!

Eine Lehre, wie auch ein Studium, bereitet vor auf die Zeit die danach kommt. Wenn man nicht gerade den ganzen Tag die Werkstatt fegen musste, lernt man vor allem selbständiges Handeln und kurzfristiges Reagieren auf Unerwartetes.

Natürlich gibt es kein WR-Bachlor... aber m. E. sollte die Bereicherung die eine Lehre/Studium bietet nicht durch solche Komentare falsch dagestellt werden.

Zusammenfassend: Wenn du dir schon die Frage stellst "Soll ich vielleich doch erst eine Lehre/Studium machen?" Dann mach es! Es ist nich von Nachteil und die 3 Jahre gegehen schnell vorrüber wenn als Belohnung eine Weltreise winkt Wink

lg
Johannes
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Stefan09
Verdientes WRF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 16.12.2007
Beiträge: 192
Wohnort: Da wo ich Parke

BeitragVom : 22 Jan 10 16:38     Thema: Pers. Frage an Astrid & MArtin & alle Weltreisende

Ich wollte in keiner weise die Dinge abwerten die in Lehre oder Studium erlernt werden.
Hier wurde nur gefragt ob es Sinn macht vor einer open-end Reise ein Studium oder eine Lehre zu absolvieren.

Ich schließe da von mir auf andere und interpretiere open-end in never-end und während einer Reise sind die erlernten Fähigkeiten recht nutzlos. Fähigkeiten und Wissen hingegen ist zwingend erforderlich um die Sache gelingen zu lassen.
Aber wenn du jetzt 3 Jahre Studiert hast, danach noch mal 3 Jahre ne Ausbildung absolviert hast bist du so ca. 30 bis es los geht mit der Reise. Über sonderlich viel Start-Kapital verfügst du dann nicht, schließlich hast du nie richtig Gearbeitet. Wenn du dann irgendwo auf deiner Reise vor einem Herd stehst und dir fällt auf das du noch nicht einmal weist wie man eine Tomatensuppe kocht dann fragst du dich wozu du das alles erlernt hast.
Ich weiß nicht was man bei einem Studium erlernt.
So schlau bin ich nicht bzw. ich hatte da einfach keinen Bock drauf. Ich wollte Geld verdienen, möglichst viel in möglichst kurzer Zeit und dann auf reisen gehen.
Meine Lehre habe ich nur abgeschlossen um meine Umwelt nicht vollständig zu enttäuschen. Sinnvoller wäre es gewesen in dieser Zeit Pizza Taxi zu fahren, da verdient man nämlich mehr bei.
Was bringen mir meine erworbenen Kenntnisse heute?
Ich bin gelernter Heizungsbauer.
Erst kürzlich habe ich auf einer Baustelle gearbeitet. Als Maler und Anstreicher! Aber auf diesem Bau gab es auch Heizungsbauer. Fasziniert habe ich Ihnen zugeschaut wie sie Kunststoffrohre mit der Flamme erhitzt haben, sie anschließend mit einem alten Hundenapf geweitet haben um sie letztendlich ineinander zu schieben und zu verkleben.
Diese, auf Reisen, sehr nützliche Art der Improvisation lernt man in D eutschland nicht. Wenn einem in D eutschland die Rohre mit Maschinell gefertigter Muffe ausgehen lernt man nur sein Handy aus der Tasche zu ziehen und dem Chef zu sagen das man neue Rohre braucht.
In der Heimat würde diese Art der Improvisation auch als „Murks“ bezeichnet und es gibt Vorschriften die diese Art von „pfusch“ verbieten.
Selbstständiges Handeln lernst du in D eutschland bei einer Berufsausbildung nicht oder nur in einem sehr eingeschränkten masse.
Du erlernst Regeln und Normen und das Arbeiten nach Schema „F“.
Kommt etwas unerwartetes nimmst du dein Mobiltelefon und fragst beim Chef oder Architekten nach.
So zumindest im Handwerk.
In Schulen wird eigenständiges Denken nicht nur nicht gefördert, es wird durch schlechte Noten bestraft. Ich entsinne mich an die Frage aus einer Klassenarbeit:
„Was muss geschehen um das deutsche Rentensystem zu sichern?“ ich Antwortete:
„Erlernt haben wir das die Geburtenrate gesteigert werden muss da dass Rentensystem einem Generationenvertrag zu Grunde liegt. Dies entspricht nicht meiner Meinung! Um das Rentensystem zu sicher muss man es vollständig reformieren, der Generationenvertrag beruht auf ewigem Wachstum welches sich dauerhaft nicht realisieren lässt da unser Planet nicht mit wächst.“
Obgleich ich die Fragestellung im ersten Teil meiner Antwort zur Zufriedenheit des Leerkörpers (kein Rechtschreibfehler) beantwortet hatte wurde sie mit 0 Punkten bewertet.
Freies Denken Fehlanzeige – Schule = staatliche Erziehungsanstalt.
Wenn es gewünscht wird kann ich gerne weitere Beispiele aufzählen die bis ins Kindergartenalter zurückreichen.
Erst erzählen sie mir die Geschenke bringt der Weihnachtsmann und dann soll ich mein Taschengeld Spenden damit arme Kinder auch was geschenkt bekommen. Sei bloß kein schlaues Kind und hinterfrag die Sache, sonst müssen deine Eltern antanzen.
In einer 10 jährigen Schulausbildung habe ich den Satz des Pytagoras erlernt, kann die 92 Elemente auswendig hoch und runter beten und weis bis heute noch von vielen wie viele Elektronen sie umkreisen. Ich kenne die Lebensdaten von Karl dem großen und kann Gleichungen mit 3 Unbekanten lösen.
Aber niemand hat es zustande gebracht mich zu lehren einen Text wie diesen ohne Rechtschreibfehler zu Papier bzw. zu Forum zu bringen. Und so etwas soll auf das Leben vorbereiten??
Ein Freund von mir ist LKW Mechaniker. Er hat mir in D eutschland geholfen meine Bremse zu reparieren. Als wir Fertig waren stand er vor den demontierten Reifen und fragte: „Wie kriegen wir die den jetzt wieder drauf? Die sind ja bleischwer!“ ich fragte Ihn wie er so etwas denn auf der Arbeit mache und er antwortete: „Da haben wir so Sackkarren wo man die Räder mit auf die Trommel heben kann.“ Improvisationstalent Fehlanzeige – trotz abgeschossenen Ausbildung.

Wenn jetzt also jemand fragt wie er am besten eine Langzeitreise realisiert bekommt kann ich Ihm von den altbekannten Ausbildungswegen nur Abraten.
Sie sind Zeitverschwendung!
Er/Sie sollte lieber in einer Hilfsarbeiteranstellung Geld scheffeln, den nirgends geht das so einfach wie in D eutschland und in seiner Freizeit einmal Pilze sammeln gehen oder seine kaputte Hose nähen. Da erlernt er Fähigkeiten die er unterwegs wirklich benötigt. Auffassungen sind glücklicherweise unterschiedlich und vielleicht meldet sich hier ja noch ein Langzeitreisender (kein Auswanderer) der seinen Lebensunterhalt in seinem Lehrberuf verdient.
Mich würde es interessieren.

Grüsse von einem der derzeit in G riechenland sein Geld verdient
_________________
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