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Papua Neuguinea: Sicherheitslage für Touristen / Backpacker?

 


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Gast






BeitragVom : 28 Aug 12 22:34     Thema: Papua Neuguinea: Sicherheitslage für Touristen / Backpacker?

Hallo,

ich möchte SO gerne nach Papua!
Leider gibt es Sorgen bezüglich der Sicherheitslage in Papua Neuguinea.

Herrschen auf Papua Neuguinea wirklich diese, wie vom Auswärtigen Amt geschildert, desaströsen Sicherheitsbedingungen?

auswaertiges Amt Stand 8/12 schrieb:
... Die Kriminalitätsrate in Papua-Neuguinea ist sehr hoch. Besondere Vorsicht wird bei Aufenthalten in der Hauptstadt Port Moresby, in Lae, im Hochland, in Mount Hagen und auf der Insel Bougainville (siehe unten) empfohlen. Insbesondere im Hochland kann es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Clans kommen. Im Mai 2009 kam es in mehreren Städten zu Plünderungen asiatischer Geschäfte. Demonstrationen und Versammlungen sollten gemieden werden, da die Möglichkeit gewaltsamer Ausschreitungen besteht. Es muss damit gerechnet werden, dass in einer Notlage Hilfe durch Sicherheitskräfte nur eingeschränkt zur Verfügung steht.

Bewaffnete Raubüberfälle und Einbrüche, bei denen die Täter eine hohe Gewaltbereitschaft zeigen, sind häufig. Vor allem an Geldautomaten ist Umsicht geboten, wo selbst Ortskundige bereits beraubt und getötet wurden. Für alleinreisende Frauen besteht erhöhte Gefahr.

Auf Grund der Gefahr einer Ansteckung mit HIV/AIDS sollten Opfer von Gewaltverbrechen, insbesondere Vergewaltigung, unverzüglich einen Arzt aufsuchen - siehe auch Abschnitt "Medizinische Hinweise".

Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich außerhalb bewachter Anlagen (z.B. Hotels, Restaurants) nicht zu Fuß fortbewegen und auf Überlandfahrten verzichten. Die Fenster des Fahrzeuges sollten geschlossen und die Türen verriegelt sein. Nachdrücklich wird empfohlen, auf die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis zu verzichten und stattdessen auf die Transportmittel der Hotels beziehungsweise Reiseveranstalter zurückzugreifen...


Vielen Dank!
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Anmeldungsdatum: 21.11.2007
Beiträge: 258

BeitragVom : 29 Aug 12 11:11     Thema: Papua Neuguinea: Sicherheitslage für Touristen / Backpacker?

Hi,

hier findest Du ein paar zusätzliche Infos zu dem Thema:

http://www.lonelyplanet.com/papua-new-guinea/practical-information/health#1

btw. gehört Papua Neuguinea nicht eher hier rein:
http://www.reise-forum.weltreiseforum.de/viewforum.php?f=31

Grüße


[Du hast recht Smile - -> Thema in geografisch passende Kategorie verschoben - Astrid]
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Louie
Gast





BeitragVom : 29 Aug 12 12:32     Thema: Papua Neuguinea: Sicherheitslage für Touristen / Backpacker?

Es gibt keinen Grund an den Angaben vom Auswärtigen Amt zu zweifeln.

Sollten hier im Forum davon abweichende Antworten kommen, so wären das individuelle Erfahrungen. Es ist wie auf jeder Reise: Persönliche Erfahrungen können so unterschiedlich sein wie Tag und Nacht. Du kannst Glück haben und es passiert dir nichts oder Pech haben! Probiere es aus und mache deine eigenen Erfahrungen!


[s.a. verwandtes Thema: -> Papua Neuguinea: Als alleinreisende Frau in Papua Neuguinea? - Astrid Smile]
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AndreB
Aktives WRF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 09.03.2005
Beiträge: 87

BeitragVom : 22 Jul 14 3:34     Thema: Papua Neuguinea: Sicherheitslage für Touristen / Backpacker?

Louie hat natürlich recht wenn er meint, daß es keinen Grund gibt, an den Informationen des AA zu zweifeln - es ist ja schließlich ein Amt! Aber so undifferenziert wie sie zu Papua Neuguinea präsentiert werden, machen sie das Land zu einer No-Go-Area für Individualreisende. Ganz bestimmt sind alle die genannten Sachen schon mal vorgekommen, aber ohne eine gewisse Aussage zur Häufigkeit sind die Aussagen nicht sehr brauchbar. Papua Neuguinea ist schließlich kein Haufen Spitzbuben, die sich den ganzen Tag gegenseitig ausrauben.

Wir haben das Land im Juni 3 Wochen bereist: von Jayapura (I ndonesien) nach Vanimo, Aitape, Wewak, Sepik (Palembai, Kanganaman, Chambri, Ambunti, Swagup, Wagu) und Port Moresby. Das sind dann natürlich unsere Erfahrungen, die sich auf diesen Bereich beziehen und die natürlich nicht amtlich sind.

Ein unschlagbar positiver Aspekt ist, daß die Menschen in Papua Neuguinea sehr hilfsbereit und kontaktfreudig gegenüber Ausländern sind. Und sie wissen, daß das Land ein Sicherheitsproblem hat - das betrifft ja nicht primär die wenigen Touristen (auch wenn man bei diesen aus der Hautfarbe auf Geld schließen kann). Heißt, man wird reichlich mit Do's und Dont's versorgt. Busfahrer versuchen einen möglichst nahe am Ziel abzusetzen - ist mehrfach passiert und war kostenlos. Oft haben wir nach Einbruch der Dunkelheit eine Begleitung bekommen, wenn wir noch raus wollten (Wewak Innenstadt) - kostenlos. Verunsichert hat uns, daß man uns auch am Tage begleiten wollte - da aber nie von Überfall die Rede war und wir Wewak da schon kannten, haben wir abgelehnt.
Zitat:
Einfache Unterkünfte sind weit unter den int. Standard und verfügen oftmals nicht über Sicherheitspersonal.

Bemerkung: das war das einfache Wewak Guesthouse, das wie alle anderen auch Sicherheitspersonal hat.
Und auf den Dörfern des Sepik herrscht sowieso Freigang, wie fast überall auf der Welt.
Zitat:
Nachdrücklich wird empfohlen, auf die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis zu verzichten und stattdessen auf die Transportmittel der Hotels beziehungsweise Reiseveranstalter zurückzugreifen. Öffentliche Fortbewegungsmittel in Papua-Neuguinea entsprechen nicht den internationalen Sicherheitsstandards.

Zum Abschnitt Fortbewegung: Natürlich haben wir PMV, die öffentlichen Verkehrsmittel aller Art, benutzt. Ausschließlich sogar. Was sonst? Beim AA steht nicht, warum nicht...
PMV sind, auch wenn man es hier nicht vermuten würde, höchstens mittleren Alters und durchweg in solidem Zustand - keine Rostlauben wie teilweise in I ndonesien, N epal oder I ndien. Und sie sind schön säuberlich nummeriert.

Papua Neuguinea mit europäischen Sicherheitsvorschriften vergleichen zu wollen, ist deswegen etwas überheblich. Und die Sicherheit: zusammen mit 10 Leuten im Auto, die auch keinen Streß wollen, ist keinesfalls unsicher. Ihr werdet schnell angesprochen werden nach dem woher und wohin, d.h. nicht lange unbekannt sein (und vielleicht Tage später darauf, daß man sich mit Euch unterhalten hat).
Taxi können wir nicht beurteilen.
Zitat:
Es gibt in Papua-Neuguinea keine Infrastruktur für Individualtouristen.

Und zuletzt: PNG hat genügend Infrastruktur um reisen zu können. Gasthäuser, Hotels, Resorts, Restaurants, Transport, Märkte, Guides oder Veranstalter, alles da, wenn vielleicht auch nicht flächendeckend. Auch wenn für den gebotenen Standard alles sehr teuer ist. Diese Aussage des AA kann sich dann höchstens auf die tatsächlich fehlenden Ansichtskarten beziehen.

Unser Fazit:
Wir sind nicht so entspannt nach und durch PNG gereist wie z.B. nach I ndonesien. Wir waren bestmöglich präpariert für den Ernstfall. Und wir waren am Ende froh, keinem Raskol begegnet zu sein.
Inwiefern das notwendig war, wir wissen es nicht - alle Begegnungen mit den Menschen waren positiv.

Wer noch eine Meinung dazu möchte: sehr gut aufbereitet, finden wir, sind die Informationen zum Thema Sicherheit im LP Ausgabe 2012. Nicht zum Wegbleiben, sondern zum Hinfahren.
[s.a.: -> Papua Neuguinea: Infos - woher?]

Und jetzt noch etwas Werbung: guten Gewissens können wir unseren Guide vom Sepik weiterempfehlen: Joseph Kone aus Ambunti, joseph.kone6{at}gmail.com, auch in Google+ zu finden.

Und das Prosa zu der Tour findet Ihr unter http://www.voyager72.blogspot.com.au/2014/06/papua-niugini-reisen-ist-todlich-fur.html
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Moe!!!
Aktives WRF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 17.06.2011
Beiträge: 63

BeitragVom : 10 Feb 16 5:18     Thema: Papua Neuguinea: Sicherheitslage für Touristen / Backpacker?

Hallo,

wenn ich an etwas zu Zweifeln gelernt habe, dann an den Informationen vom Auswaertigen Amt! Ich habe schon zu vielen Leandern vorher Reisewarnungen gelesen und nach eigenem Erleben waren sie immer zumindest uebertrieben, wenn nicht gar grundlos. Eben gerade deshalb, weil es ein Amt ist, dass sich fuer alle Eventualitaeten absichern muss.
Bis ich nach Papua Neuguinea gekommen bin.......

Zitat: "Papua Neuguinea ist schließlich kein Haufen Spitzbuben, die sich den ganzen Tag gegenseitig ausrauben."
Das ist leider genau mein Eindruck von Papua Neuguinea, wobei ich "Spitzbuben" zu niedlich finde und durch "Raskol" (Bandit)- und "ausrauben" durch "umbringen" ersetzen wuerde.
Was man sich klar machen muss ist, das Papua Neuguinea ein fast geschlossenes Land ist: Es gibt keine Flugverbindung und keine Schiffsverbindung ins benachbarte Indonesien. Die Flugverbindung ins "nahe" Darwin gibt es wohl auch nicht mehr. Stattdessen sind die naechsten Flughaefen von Port Moresby nun Manila und das weit entfernte Sydney. Diese Fluege kosten jeweils ca. 1000 Dollar.
[Siehe dazu bitte auch das Thema: -> Billigste Möglichkeit von Indonesien nach Papua Neu Guinea?]

Viele Orte im Inland sind dann abermals nicht mit Strassen mit der Aussenwelt verbunden. Man muss also von Port Moresby erneut im Inland fliegen.
[Siehe dazu bitte auch das Thema: -> Papua Neuguinea: Transport nur per Flug oder auch über Land?]

Es ist also fuer die Einheimischen sehr teuer das Land zu verlassen. Da allein schon 85 % der Bewohner Subsistenzwirtschaft betreiben und fast keinen Zugang zu Bargeld haben, kann sich einen Auslandsaufenthalt fast ueberhaupt niemand leisten.
Umgekehrt kommt kein Auslaender nach Papua Neuguinea. Ich habe waehrend meines ganzen Aufenthalts, ausser den Missionaren, keinen einzigen Touristen und keinen einzigen Gastarbeiter oder anderweitigen Auslaender gesehen. Der einzige Grenzuebergang nach Indonesien ist fast verwaist und wird kaum benutzt, warum auch immer.
Diejenigen, die kommen und kamen, sind eben Missionare. Das sind aber seltsame christliche Sektierer, die selbst an Wunder und Gesundbeten usw. glauben.
Was ich sagen will ist: mangels Schulbildung und rationaler Einfluesse von der Aussenwelt hat sich an der Kultur und dem Glauben der Einwohner wenig geandert. Als die ersten Missionare aber in den 50er Jahren eintrafen, da waren alle PNGler noch kriegerische Kannibalen. Den Stammeskaempfen waren drei viertel der maennlichen Bevoelkerung zum Opfer gefallen. Was eben auch im Umkehrschluss bedeutet, dass jeder ueberlebende Mann bereits im Schnitt 3 Maenner, eine Frau und ein Kind mit den eigenen Haenden getoetet hatte.
Ausloeser von Konflikten waren oft Krankheiten. Da aber nach dem Glauben der PNGler Bakterien und Viren nicht existieren muss fuer jede Krankheit ein boeser Zauberer verantwortlich sein. Dieser muss gefunden und umgebracht werden, spaetestens um den Tod eines Angehoerigen zu raechen.
Und an der Kultur des Toetens hat sich mangels anderer Einfluesse kaum etwas geandert. Alle sind jetzt Christen, da aber die Missionare so eine absurde Form des Christentums vertreten, laesst sich der Glaube an Schwarzmagie und Jesus ohne Widersprueche miteinander in Einklang bringen.

Ich war nur 9 Tage in Papua Neuguinea. Dann bin ich geflohen. In den neun Tagen habe ich jeden, ich wiederhole: jeden einzelnen Tag mindestens einen Akt von brutaler Gewalt und/oder Eigentumsdelikten gesehen. Am ersten Tag ein Feuergefecht zwischen Raskols und Polizei von ca. 5 Minuten. Angeblich hatten die Raskols die Polizeistation mutwillig angegriffen und die Polizisten haetten in Selbstverteidigung geschossen. Das ist zumindest, was man mir erzaehlt hat. Und das in der idyllischen Kleinstadt Vanimo. Am zweiten Tag hat ein Typ auf dem Parkplatz eines Supermarktes, morgens vor 12, an nem Wochentag direkt vor mir versucht einen anderen Typen im Streit mit einer Axt zu erschlagen.
Mir wollten sie spaeter das Portemonnaie stehlen. Auf einem einsamen Pfad im Dschungel bin ich an einem anderen Tag von Raskols ueberfallen worden. Ein 12jaehriger hat seine Mutter mit der Axt bedroht und ein Bruder seine Schwester mit der Machete. Tagsueber hat ein Typ auf der Hauptstrasse in Vanimo eine Frau (seine Frau?) verfolgt. Als er sie eingeholt hat, hat er sie niedergeschlagen und in aller ruhe brutal verpruegelt. Keiner hat die Polizei geholt. Keiner hat eingegriffen. Alle auf der Strasse haben begeistert bis teilnahmslos zugeguckt. Als wenns was normales waere. Das ist es aber auch: siehe dazu auch mein Zitat aus dem Wikiartikel ueber Papua Neuguinea unter dem Thema Papua Neuguinea: Als alleinreisende Frau in Papua Neuguinea? .

Die Gegend, in der ich unterwegs war, die Gegend suedlich von Green River am Oberlauf des Sepik, ist angeblich erst 2009 befriedet worden. Davor hat ein Krieger names Wakin die Bewohner des Dorfes Buna, so zumindest die Berichte der Missionare, immer wieder mit Pfeil und Bogen angegriffen und im Laufe seines langen Lebens unzaehlige getoetet.

Ich hatte nach all dem Erlebten ziemlich schiss.
Moeglich, dass ich auch ein bisschen Pech gehabt habe. Aber ich bin 2012 und 2013 in P akistan gewesen. Und habe 2015 I rak, T imor L este und A fghanistan bereist. Mit Abstand am unsichersten habe ich mich in Papua Neuguinea gefuehlt.

Wobei das Risiko auch immer mit der Reiseart zu tun hat: Ich bin Backpacker und immer alleine ohne Reisepartner und ohne professionelle Guides und viel zu Fuss unterwegs. Ich schlafe fast nie in Hostels, sondern immer bei Leuten. Und ich gehe bis aufs Land bzw. in den Wald und halte mich nur selten laenger in Stadten auf.
Andererseits habe ich, obwohl ueberzeugter Atheist, die Naehe der Missionare gesucht. Von denen habe ich mich den Bigmen in der Gegend, also den "Haeuptlingen" vorstellen lassen. von denen habe ich mir dann jeweils einen Sohn als Begleitung mitgeben lassen, bis ich zum naechsten Bigman wechseln konnte. Und die Soehne habe ich dann ganz anstaendig als Führer entlohnt, um keinen Frust aufkommen zu lassen.
Ich hatte also durchaus Sicherheitsvorkehrungen getroffen.
Was die Soehne nicht daran gehindert hat, mich ueberfallen zu lassen.
Hinsichtlich einer potentiellen Reise muss also jeder selbst wissen, was er macht. Mit Hilfe von Geld und Profis, also Reiseveranstaltern und Guides laesst sich sowieso alles sicherer bis total sicher organisieren.

Ansonsten denke ich, dass wir im Westen nur deshalb so wenig von den Gefahren in Papua Neuguinea hoehren, weil es verdammt weit weg ist und eben wirklich kaum jemand hinfaert um hinterher was zu erzaehlen.

In Papua sind die Leute heute ausgesprochen friedlich und von der nicht kriegerischen Kultur ist sogar mehr erhalten und der Kontakt dadurch soager interessanter, als in PNG.
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Maxe500
Aktives WRF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 23.11.2015
Beiträge: 120
Wohnort: Cartagena Colombia

BeitragVom : 28 Feb 16 9:27     Thema: Papua Neuguinea: Sicherheitslage für Touristen / Backpacker?

Moe!!! schrieb:
Auf einem einsamen Pfad im Dschungel bin ich an einem anderen Tag von Raskols ueberfallen worden.


Moe, du bist offenbar ein sehr erfahrener Reisender, gerade auch in solchen wenig bereisten Gebieten wie Papua Neuguinea.

Und du hast doch, bevor du dich alleine in den Dschungel aufgemacht hast, folgendes gewusst, du schreibst es ja selbst:

Moe!!! schrieb:
mangels...rationaler Einfluesse von der Aussenwelt hat sich an der Kultur ...der Einwohner wenig geandert. ...in den 50er Jahren....waren alle PNGler noch kriegerische Kannibalen.
Und an der Kultur des Toetens hat sich mangels anderer Einfluesse kaum etwas geandert

Warum bist du in Papua Neuguinea a) alleine b) in den Dschungel? Obwohl dir die "Kultur des Toetens" da unten doch ausdruecklich bekannt war?

(Ich wohne in K olumbien. Ich kaeme NIE auf die Idee, da a) alleine b) in den Dschungel zu gehen. Und in K olumbien gibt es KEINE Kannibalen.)
_________________
Gruesse von Maxe aus Cartagena
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Moe!!!
Aktives WRF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 17.06.2011
Beiträge: 63

BeitragVom : 28 Feb 16 16:45     Thema: Papua Neuguinea: Sicherheitslage für Touristen / Backpacker?

Hallo Maxe 500,

die Frage nach dem "Warum" laesst sich nicht so ganz einfach beantworten.
Vier Aspekte duerften aber eine wichtige Rolle gespielt haben:

1. Ich habe das so natuerlich vorher nicht gewusst. Was ich oben beschrieben habe, fusst auf Erfahrungen, die ich erst waehrend der Reise gemacht habe. Natuerlich gabs Warnungen. Aber andererseits gibts ja auch hier im Forum Stimmen, die in Papua Neuguinea alles ganz sicher finden. Und bisher hat sich halt immer herausgestellt, dass die Situation in ausgesuchten Laendern in der Realitaet ein bisschen ungefaehrlicher war, als Mahner das vorher prognostiziert hatten.

2. Ich habe gerade mit einer Arbeitskollegin diskutiert, ob man sich die Welt angucken kann, ohne Risiken einzugehen. Sie ist sich ganz sicher, dass dies moeglich ist, hat aber auch fast keine Reisen gemacht. Ich denke, dass man dies nicht kann.
Das haengt aber eben auch mit dem eigenen Menschenbild und Weltbild zusammen. Ich glaube, dass viele Laender aufgrund von Kriminalitaet, Konflikten und Naturgewalten so "gefaehrlich" sind (was immer das heissen soll), dass man, wenn man diese Regionen meidet, allenfalls einen Teil der Welt angucken kann. Vielleicht muss man dann sogar von einem kleinen Teil der Welt ausgehen, der besuchbar ist.
D eutschland ist eben eine Insel der Sicherheit in einem Meer der Gefahr.
Natuerlich kann man trotzdem nach z.B. Papua Neuguinea fahren, im teuren Hotel in der Stadt wohnen und dann mit dem Mietwagen so eine Eingeborenenshow besuchen. Das sollte sicher sein, aber wieviel von der Realitaet des Landes hat man dann gesehen?
Offenbar ziemlich wenig, wenn man z.B. hinterher im Forum erzaehlt, dass Papua Neuguinea sicher sei.
Mann hat dann dieses Land auf seiner to do Liste abgehakt, hat aber wieder einen Teil der Welt, der Realitaet auf diesem Planteten, verpasst.
Die Gewalt ist dort eben Teil des Alltags. Gerade dieser Alltag interessiert mich. Wenn ich diesem Teil ausweiche, bleibt bei mir das Gefuehl, etwas nicht erlebt zu haben.
Ich moechte eben viel sehen und bin dafuer bereit Risiken einzugehen.

3. Man sollte auch versuchen ehrlich mit sich selbst zu sein: Ich mag Risiko und fuehle mich lebendig wenn ich gefaehrliche Situationen ueberstehe/ueberlebe.
Viele Leute treiben z.B. Sport um mit anderen Menschen zusammen in einer Mannschaft zu sein. Oder um ihre Gesundheit zu foerdern.
Ich habe in meinem Leben: K lettern, J udo, R ingen, K yokushinkai K arate, B oxen, R ollerhockey, R ugby, P arcours, S chiesssport, B ergsteigen, A bfahrtsski und S nowboarden, s katen in Halfpipes usw. ausprobiert und mir bei Unfaellen meinen Koerper ganz gehoerig ruiniert. Will sagen: mir gehts in meiner Freizeit offenbar nicht um Mannschaftszugehoerigkeit oder Gesundheit.
Und aehnlich lebe ich mich eben auch im Urlaub aus.

4. Man hat ja immer diese Sehnsucht, mal irgendwohin zu kommen, wo es untouristisch ist. Es gibt aber ueberall bereits Touris. Am wenigsten aber an Orten, wo es eben gefaehrlich, unbequem und die Anreise teuer, schwer zu organisieren und zeitraubend ist: z.B. im Hinterland von Papua Neuguinea.

Malte
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