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Grenzübergang Sudan - Ägypten; aktueller Erfahrungsbericht

 


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SabiHpe
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Anmeldungsdatum: 01.03.2011
Beiträge: 16
Wohnort: Wien, Österreich

BeitragVom : 17 März 15 16:36     Thema: Grenzübergang Sudan - Ägypten; aktueller Erfahrungsbericht

Da wir gerade vor einer Woche diesen (neuen) Grenzübergang bewältigt haben, ist es vielleicht interessant, wie das hier aktuell abläuft.

Vorab: die wirkliche Herausforderung liegt auf der sudanesischen Seite, nicht auf der ägyptischen! Das ist mir insofern wichtig, als wir genau den gegenteiligen Eindruck gewonnen hatten, nach allem, was wir im Vorfeld darüber gehört und gelesen haben.

Vor allem war immer wieder der Hinweis (samt seinen Kontaktdaten) auf den ‚Fixer’ Mazar zu finden, ohne dessen Dienstleistungen der Grenzübertritt nicht zu bewältigen sei. Wir hatten uns trotzdem in den Kopf gesetzt, es ohne seine Hilfe zu schaffen – und es geht. Mehr oder weniger. Vor allem, wenn die eigenen Papiere vollständig und in Ordnung sind.

Das ‚mehr oder weniger’ bezieht sich darauf, dass Mazar auf der Grenze tatsächlich unumgänglich ist – allerdings wird er dort (von den Grenzbeamten) als ‚clearer’ bezeichnet und scheint eine Art ‚offizielle’ Funktion zu haben, ohne die man tatsächlich nicht auskommt. Wir haben ihm (oder auch seinem jungen Kollegen) allerdings weder dafür Geld angeboten (auf die Idee wären wie ohnehin nie gekommen), noch hat er welches von uns gefordert. Allerdings wurde mir von einem Grenzbeamten mitgeteilt, dass ich an verschiedenen Stellen des Prozesses unbedingt einen ‚clearer’ benötige, so zum Beispiel schon ganz zu Beginn, da ein Formular ausgefüllt werden muss, dass nur der ‚clearer’ hat, das vollständig arabisch ist und auch arabisch ausgefüllt werden muss – von einem ‚clearer’. Der Zollbeamte ist nur dazu da, das Formular dann abzuzeichnen, es ist nicht seine Aufgabe, es auszugeben bzw. auszufüllen. Das wäre ‚Arbeit’ und nicht seine Aufgabe – das hat er mir (auf Englisch) wortwörtlich so erklärt, als ich wissen wollte, was denn genau dann seine Funktion als Zollbeamter wäre.

Insgesamt ist es möglich, den gesamten Papierkram ‚alleine’ zu erledigen, allerdings ist die Ausreise aus dem Sudan an diesem Grenzübergang ein unfassbar aufwändiger Vorgang und hat uns insgesamt mehr als 4 Stunden gekostet. Und es kann durchaus sein, dass man auch mit ‚fixer’ nicht (viel) schneller ist – also Mazar zu engagieren muss nicht zwangsläufig zu einer Zeitersparnis führen, allerdings rennt dann halt er herum und nicht man selbst.

Wir haben es jedenfalls geschafft, uns um einige der geforderten Gebühren ganz zu drücken und die ‚Zollgebühr’ um 50 sudanesische Pfund pro Motorrad herunterzuhandeln. Wen die Details dieses Grenzübertritts interessieren, der kann sie minutiös hier nachlesen (am Ende des langen Blogeintrags).
Die Kosten für die Ausreise lagen daher letztendlich bei 108,- sudanesischen Pfund pro Motorrad, das entspricht ca. 10 EUR.

Conclusio: Man braucht keinen ‚fixer’, wird aber an Mazar (in seiner Funktion als ‚clearer’) nicht ganz vorbei kommen, da er der einzige ist, der gut Englisch spricht und daher immer von allen Beamten herbeigerufen wird, sobald ein ‚Ausländer’ auftaucht.

Noch ausführlicher habe ich den sudanesischen Teil dieser 'Grenzerfahrung' in unserem Sudan-Blogpost beschrieben. Wen's interessiert, die Beschreibung des Grenzübertritts findet sich ganz am Ende des Blogposts "8.3.2015 – von Khartoum zur ägyptischen Grenze"

5continents.at/index.php/blog/114-8-3-2015-von-khartoum-zur-aegyptischen-grenze

Wir hatten also nicht damit gerechnet, dass die Ausreise aus dem Sudan eine derartige Prozedur würde, weil wir immer nur von der ägyptiscchen Seite Schauermärchen gehört hatten und vor allem, weil die Einreise in den Sudan (von Ä thiopien kommend) absolut einfach und kostenlos war (abgesehen davon, dass man sich zu einem späteren Zeitpunkt, zB in Khartoum, gegen 380,- sudanesische Pfund ‚registrieren’ lassen muss).

Daher waren wir, als wir am frühen Nachmittag dann zur ägyptischen Grenze kamen, ziemlich gespannt, wie das nun wohl erst werden würde. Und es war total einfach, klar strukturiert und professionell. Gut, es war teuer, aber das wussten wir ja schon. Aber wir haben für alles Belege bekommen und niemand hat auch nur im Ansatz ‚bakshish’ verlangt. Der ganze Prozess war absolut transparent.

Der Reihe nach: Interessanterweise muss man, um das Grenzgelände überhaupt betreten zu können, schon mal zahlen. In unserem Fall waren das 100 LE (ägyptische Pfund) pro Person: 30 pro Mensch, 50 pro Motorrad (oder umgekehrt) und 5 für jede Stunde, die man am Grenzübergang verbringt und da werden einfach mal 4 Stunden veranschlagt.

Danach wurde unser Zeug geröngt bzw. untersucht – auch dafür waren pro Person 60 LE fällig (den Beleg muss man dann beim Verlassen des Grenzübergangs am Tor vorzeigen, sonst darf man nicht ins Land).

Der Einreisestempel im Pass war ausnahmsweise kostenlos. Wir hatten uns unser Visum bereits in Khartoum besorgt -> s.a. Ägypten: Visum für Ägypten in Sudan erhältlich und in L uxor verlängert -> s.a. Ägypten: Visa Verlängerung.

Wir wissen immer noch nicht, ob man mittlerweile auch auf diesem Grenzübergang ein Visum ausgestellt bekommt – haben aber gehört, dass das ‚visa on arrival’ 25$ kostet.
Es kann also durchaus Sinn machen, in jedem Fall das Visum bereits in Khartoum zu beantragen.

Der Zoll kostet 522 LE pro Fahrzeug, wobei dies für 3 Monate gilt und es keinen Unterschied macht, ob man ein Auto, ein Motorrad oder einen Lkw ins Land bringt und auch nicht, ob man nur einen Tag im Land bleibt oder die gesamten 3 Monate. Sollte man länger bleiben wollen, müsste man auch das verlängern lassen (kostet angeblich 1000 LE, wurde uns gesagt).
Danach kommt die Sache mit den Nummernschildern. Wir mussten eine ägyptische Versicherung abschließen, die allerdings mit 60LE pro Fahrzeug erschwinglich war (keine Ahnung, ob eine internationale Versicherung anerkannt werden würde). Und für die Nummernschilder bzw. die Ausstellung der ägyptischen Zulassung zahlt man 55 LE pro Motorrad (keine Ahnung, ob hier je nach Fahrzeugtyp andere Preise verrechnet werden).

Dass das alles natürlich auch seine Zeit dauert ist klar, wir waren sicher gut 3 Stunden auf der Grenze, aber wie gesagt, es ist alles total geordnet, klar und professionell abgewickelt worden. Also wenn die eigenen Papiere in Ordnung sind, braucht man definitiv keinen ‚fixer’ – und das Beste: wir haben nicht mal einen getroffen oder wurden angesprochen. Das war somit einer der entspanntesten Grenzübertritte ohne unnötige ‚hassler’ und ‚Helfer’ bzw. ‚Geldwechsler’ (es gibt eine Bank am Grenzgelände, die allerdings manchmal – in unserem Fall jedenfalls – anscheinend etwas wenig LE zur Verfügung hat), den wir in den 3,5 Jahren Afrika absolviert haben!
Also ja: es dauert seine Zeit und es ist relativ teuer – aber es ist absolut kein Problem!

Das Einzige, was ein Problem (für uns) wurde, ist, dass die Zulassung nur bis zum 1. April (also nicht einmal ein ganzes Monat, wir sind am 8.3. eingereist) ausgestellt worden war – und wir das nicht wussten (die Zulassung ist total in Arabisch abgefasst), weil wir ja beim Zoll erfahren hatten, dass der Zoll für drei Monate ‚gilt’ und wir daher gar nicht auf die Idee gekommen sind, zu fragen, ob das auch für die Zulassung gilt, sondern das einfach vorausgesetzt haben (schwerer Fehler Wink). Daher wissen wir auch nicht, ob man bereits auf der Grenze eine Zulassung für einen längeren Aufenthalt ‚beantragen’ (und bekommen) kann. Eine Verlängerung ist anscheinend in Kairo am Flughafen beim ‚car custom’ möglich – das steht uns in den nächsten Tagen noch bevor!

Eine noch minutiösere Beschreibung unserer Erfahrungen auf der ägyptischen Seite des Grenzübergangs ist in unserem Blogpost über Ägypten nachzulesen, dieses Mal ganz zu Beginn des Posts "17.3.2015 – und weiter geht’s: Ägypten …"

5continents.at/index.php/blog/114-8-3-2015-von-khartoum-zur-aegyptischen-grenze
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SabiHpe
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Anmeldungsdatum: 01.03.2011
Beiträge: 16
Wohnort: Wien, Österreich

BeitragVom : 17 März 15 16:49     Thema: aktuellerErfahrungsbericht: Land-Grenzübergang Sudan-Ägypten

Sorry, zwei Fehler sind mir aufgefallen:
Die Stadt für die Visa-Verlängerung am Sinai ist natürlich El Tor und nicht Al Tur Wink

und der 'link' zum Ägypten-Blog lautet natürlich:
5continents.at/index.php/blog/115-15-3-2015-und-weiter-geht-s-aegypten

Sorry, hab' leider keinen Editier-Button gefunden :-/
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