Indien, Kalkutta: wirklich so schlimm?

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behnie
WRF-Mitglied
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Indien, Kalkutta: wirklich so schlimm?

Ungelesener Beitrag von behnie »

Hallo,

ist Kalkutta so schlimm? Ich weiß nicht ob ich versuchen sollte, möglichst schnell da rauszukommen um mich wo anders zu aklimatisieren (any tips?) oder in Kalkutta verbleiben sollte bis ich mit dem Kulturschock klarkomme...


[einzelthematisiert - Astrid]
onurb
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Beiträge: 435
Registriert: 15 Sep 10 0:48
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Indien, Kalkutta: wirklich so schlimm?

Ungelesener Beitrag von onurb »

Nein, nein, so schlimm ist das nicht. Indien ist generell ein Kulturschock, die Eindrücke die man erhält, das grelle Licht und die vielen Menschen um dich herum, machen stark müde. In Grosstädten kommt dann noch der Gestank des Verkehrs und der Lärm hinzu. Einige wenige Tage hält man es schon aus. Es hat ein interessantes Museum, einen schönen Park und auch einen schönen botanischen Garten. Natürlich auch Tempel. Ich bin auch kein Stadtmensch, liebe eher die Einsamkeit, darum übertreibe ich vielleicht bei den 750 Mio. Es sind vermutlich nur 740Mio die auf D i c h warten. Das ist alles Ansichtssache. Vielen gefällt das.

Wo anders als in Kolkata aklimatisieren? Da bin ich überfragt. Habe Kolkata vor 3 Jahren zielgerichtet für 2 Wochen besucht (Besuch eines indischen Kollegen), fand es ziemlich langweilig, aber das lag vielleicht auch am Kollegen (oder an mir). Wo könnte man sich hinverschieben? So aus dem Stegreif wären da die Gegend von Darjeeling zu erwähnen (nordöstlich von Kolkata). Interessante Eisenbahn! Aber abhängig von Jahreszeit, dort ist es dann im Winter sehr kalt. Wird oft als Ausganspunkt für Reisen nach B hutan besucht. Falls Du Dich eher westlich bewegen willst, Richtung Delhi, Agra, dann liegt natürlich etwa in der Mitte Varanasi (das ehemalige Benares). Das halte ich dann schon für touristisch sehr viel interessanter als Kolkata. Mit dem Zug problemlos in einer längeren Fahrt erreichbar. Kolkata ist leider verkehrstechnisch nicht sehr gut gelegen.

Falls Du zum ersten Mal nach Indien fährst, würde ich mindestens die ersten Uebernachtungen voraus buchen. Sonst wird es für Dich nach der Ankunft 740 Mio Uebernachtungsmöglichkeiten geben (siehe oben). Wenn Du dem Tuktukfahrer sagst, dass Du eine billige Unterkunft suchst, dann hast Du ausgespielt, den wirst Du während des gesamten Aufenthalts nicht mehr los und sein billiges Angebot Dich mit dem Tuktuk nach Benares zu fahren, würde ich auch nicht annehmen. Aber eine billige Unterkunft wird er Dir beschaffen. Allerdings an einem Ort, wo Du sicher auf ihn angewiesen bist.

Mein wichtigster Tip für Indienbesucher, die eine billige Unterkunft suchen ist: immer Klorolle mitführen :D und aufpassen, damit ihr nicht hineinfällt :lol:!

Gruss

Onurb
chrissy
Kiebitz
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Indien, Kalkutta: wirklich so schlimm?

Ungelesener Beitrag von chrissy »

Hallo,

Kalkutta ist halt sehr anstrengend! Würde sagen, zwei oder drei Tage reichen. Mir hat der Marble Palace sehr gut gefallen und auch die Howrathbridge (bin mir mit der Schreibweise nicht mehr ganz sicher:) ist sehenswert. Wir sind derzeit weiter zu den Sundarbans ins Gangesdelta gefahren. Das ist Natur pur! Wir hatten ein Hausboot mit Koch und Guide und da gibts Gegenden, wo weder Strom noch Autos sind. Wirklich ein besonderer Fleck Erde...

Grüsse Christiane
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Gast

Indien, Kalkutta: wirklich so schlimm?

Ungelesener Beitrag von Gast »

Was soll an Kalkutta denn bitte "schlimm" sein, außer die gängigen Vorurteile über die Stadt?

Alles, was mancher an der Stadt auszusetzen hat, findet sich auch in anderen indischen Städten wieder. Viele Kalkutta-Reisende empfanden die Stadt übrigens als sehr angenehm und ich kann das bestätigen.

Was soll das mit den 740 Mio? Das ist Unfug.

Sunderbans und Marble Palace kann ich ebenfalls sehr empfehlen, um nur zwei Beispiele zu nennen.

http://facingkalkutta.wordpress.com
http://www.facebook.com/FacingKalkutta
dommel24
Aktives WRF-Mitglied
Beiträge: 104
Registriert: 14 Dez 10 20:09
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Indien, Kalkutta: wirklich so schlimm?

Ungelesener Beitrag von dommel24 »

Wie man einen Ort empfindet, hängt wohl am stärksten davon ab was man erwartet. Also einfach annehmen, das Kalkutta wirklich schlimm ist nicht auf die anderen Kommentare hier hören, die behaupten Kalkutta wäre okay und dann überraschen lassen ;-)
behnie
WRF-Mitglied
Beiträge: 18
Registriert: 16 Jan 12 12:15
Wohnort: Dortmund

Indien, Kalkutta: wirklich so schlimm?

Ungelesener Beitrag von behnie »

Viele Dank für die Antworten (auch wenn ich für diese Bitte um Einschätzung selber keinen eigenen Beitrag erstellt hätt :wink: )

Die verlinkten Blogs sind auch hilfreich um sich ein Bild zu machen, aber:

Ich finde dieses Spektrum an Antworten - von ganz schlimm bis total harmlos - übrigens am anregendsten und werde es wohl so halten, wie dommel24 es empfohlen hat: Erwartungen runterschrauben und dann nicht ganz so schockiert sein.

lg, behnie
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Panti

Indien, Kalkutta: wirklich so schlimm?

Ungelesener Beitrag von Panti »

Ich hatte mir Kalkutta auch ziemlich krass vorgestellt und war dann am Ende sehr positiv überrascht - vielleicht aus deswegen, weil es die letzte Destination auf meiner 3 Monate dauernden Indienreise war. Ich fand D elhi beispielsweise viel schlimmer.

Wenn du Strassenbahnen magst, ist Kalkutta DER Ort. Es gibt nämlich noch Wagen, die im Stil der 1920er-Jahre rum fahren. Ich habe darüber in meinem Blog geschrieben (siehe hier: http://oli.weltreiseforum.com/kolkatta/ falls es dich interessiert) Nur den Fleischmarkt fand ich ganz schlimm. Dort quatsch (sorry für den Ausdruck) aufs Fleisch und eine Freundin vor mir sah sogar eine aufgebahrte Leiche.
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Panti

Indien, Kalkutta: wirklich so schlimm?

Ungelesener Beitrag von Panti »

Dort quatsch (sorry für den Ausdruck)
Ich weiss nicht, wieso hier jemand meinen Text mit "quatsch" ersetzt hat. Ich finde, dass sich sowas für ein seriöses Forum nicht gehört. Wenn einer der Moderatoren der Meinung ist, dass etwas nicth stimmt, kann er eine Antwort schreiben und nicht einfach in meinen Beitrag feige und anonym reinkommentieren.

Für die, welche der Originaltext interesssiert: Ich habe geschrieben, dass die Vögel aufs Fleisch "quatsch". Jeder den einmal den Fleischmarkt besucht hat, kann bestätigen, dass dort Vögel (Ich schätze es sind Krähen, aber ich kenne mich nicht aus) rumfliegen und das Fleisch anpicken. Und jeder der sich mit den elementaren Grundregeln des Stoffwechsels auskennt, wird nicht überrascht sein, dass auch Vögel hin und wieder ihr Geschäft verrichten müssen. Und zwar dort wo sie gerade sitzen.



[Zur Info: Keiner der Moderatoren hat kommentarlos Deinen Text editiert - erst recht nicht in einer Art, die völlig sinnentleerend ist. Leider bist Du nicht registriertes WRF-Mitglied, sonst hätte schon jemand nachgefragt, um den Satz "sinnvoll" korrigieren zu können - insofern ist "feige und anonym" schlichtweg eine falsche Unterstellung - Die Forensoftware editiert eine Handvoll "unflätiger" Worte eigenmächtig in "quatsch" - wie auch jetzt wieder geschehen ;) - Astrid]
pantitlan
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Beiträge: 130
Registriert: 02 Jul 04 11:13
Wohnort: Basel

Indien, Kalkutta: wirklich so schlimm?

Ungelesener Beitrag von pantitlan »

Sorry für die Unterstellung. Fand es ein bisschen befremdend, dass in meinem Beitrag plötzlich "Quatsch" stand. Ich finde es dennoch bedauerlich, dass das gebräuchlichste Wort für eine Darmentleerung bei euch auf dem Index ist - wie ich Zensur von bestimmten Ausdrücken grundsätzlich nicht so toll finde. Aber das ist ein anderes Thema... :)
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