COVID-19: Ausbruchs-Chronik der Coronaviren Lungenkrankheit

Chronologischer Verlauf der COVID-19 Atemwegserkrankung seit Nachweis der asymptomatischen Mensch- zu Mensch-Übertragung von Coronavirus Sars-CoV-2 bis zur Pandemie

COVID-19: Info- und Erfahrungsaustausch zum Neuen Coronavirus-Ausbruch 2019-nCoV nicht nur für Reisende und Expats auf allen Kontinenten
Hier:
Info-Pool zur Coronavirus- Lungenkrankheit COVID-19 weltweit. In jedem Land wird der Ausbruch der vom neuen Coronavirus verursachten Atemerkrankung anders erlebt und geregelt, gibt es unterschiedliche Informationsquellen, Fragen, Taktiken zur Verringerung des Coronavirus-Infektionsrisikos o.a. Tipps und Erfahrungen, die hilfreich für andere Reisende sein könnten. Länder-spezifischer Gesundheitspool zu n-CoV, bitte im passenden Länderthema antworten oder ein neues eröffnen.
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COVID-19: Ausbruchs-Chronik der Coronaviren Lungenkrankheit

Ungelesener Beitrag von MArtin » 16 Feb 20 6:27

Als erstes Land des afrikanischen Kontinents hat heute Ägypten seinen ersten COVID-19-Fall gemeldet.
Lateinamerika und die Karibik bereiten sich auf eine mögliche Ankunft von Sars-CoV-2 vor: https://www.paho.org/hq/index.php?optio ... 26&lang=en

In seiner bemerkenswert eindringlichen Rede heute auf der Münchner Sicherheitkonferenz hat WHO- Generalsekretär Dr.Tedros Adhanom Ghebreyesus das neue Coronavirus als einen Krankheitserreger mit Pandemie-Potential bezeichnet, "der sich rasch von Land zu Land bewegt und eine sofortige und umfassende Reaktion der Länder erfordert".
China habe der Welt durch seine drakonischen Quarantänemaßnahmen Zeit gekauft, die es nun schnell zu nutzen gelte, um potentielles Chaos zu vermeiden. Dabei müsse sich die Welt von Solidarität leiten lassen, nicht von Stigmatisierung.
Es sei noch unklar, in welche Richtung COVID-19 gehen wird, da es zwar hoffnungsvolle, aber auch bedenkliche Aspekte zu dieser Epidemie gebe, z.B. die zögerliche Finanzierung notwendiger Maßnahmen... siehe:
Die Rede des WHO- Generalsekretärs Dr.Tedros Adhanom Ghebreyesus vor der Münchner Sicherheitskonferenz 15.2.2020:
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Übersetzt vom Original: https://www.who.int/dg/speeches/detail/ ... conference
Exzellenz, verehrte Gäste, liebe Kollegen und Freunde,

Vielen Dank für die Gelegenheit, Sie heute anzusprechen. Und vor allem meine Anerkennung an meinen Freund Botschafter Ischinger.
Gestern war ich in Kinshasa im Demokratischen Kongo und habe mich mit dem Präsidenten und anderen hochrangigen Ministern getroffen, um die Fortschritte gegen den Ebola-Ausbruch zu überprüfen und gemeinsam an einem Plan zur Stärkung des Gesundheitssystems der Demokratischen Republik Kongo zu arbeiten, damit es nie wieder zu einem solchen Ausbruch kommt.

Ich möchte dem Präsidenten für seine Führung und für seine Vision einer gesünderen und sichereren Demokratischen Republik Kongo danken.

Nach mehr als 18 Monaten und dem Verlust von 2.249 Menschenleben sehen wir endlich die Möglichkeit, diesen Ausbruch zu beenden. In der vergangenen Woche gab es nur einen Fall von Ebola, verglichen mit 120 Fällen pro Woche auf dem Höhepunkt im April.

Diese Epidemie steht in krassem Gegensatz zum vorherigen Ebola-Ausbruch im westlichen Teil der Demokratischen Republik Kongo im Jahr 2018, einem Gebiet, das relativ stabil und friedlich ist. Dieser Ausbruch wurde in nur drei Monaten kontrolliert.

Diese Erfahrung zeigt eine wichtige Lehre aus der Geschichte: Krankheit und Unsicherheit sind alte Freunde.

Es war kein Zufall, dass die Grippepandemie von 1918 mitten im Ersten Weltkrieg ausbrach und mehr Menschen tötete als der ganze Erste Weltkrieg.

Es ist kein Zufall, dass die letzte Grenze für die Ausrottung von Polio in den unsichersten Regionen Pakistans und Afghanistans liegt.

Es ist kein Zufall, dass sich Ebola in der unsichersten Region der Demokratischen Republik Kongo verbreitet hat.

Ohne Frieden kann Gesundheit ein unerreichbarer Traum sein.

Es kann aber auch das Gegenteil der Fall sein: Epidemien können zu schwerer politischer, wirtschaftlicher und sozialer Instabilität und Unsicherheit führen.

Gesundheitssicherheit ist daher nicht nur das Geschäft des Gesundheitssektors. Es geht alle an.

Es gibt drei Hauptszenarien, in denen eine koordinierte Reaktion zwischen dem Gesundheits- und dem Sicherheitssektor von wesentlicher Bedeutung ist:

Erstens hochwirksame Epidemien in Konflikt- und Unsicherheitssituationen wie Ebola. In den letzten Jahren sind 80% der Ausbrüche, die eine internationale Reaktion erfordern, in Ländern aufgetreten, die von Fragilität, Konflikten und Unsicherheit betroffen sind.

Zweitens die Entstehung eines Krankheitserregers mit Pandemiepotential, der sich rasch von Land zu Land bewegt und eine sofortige und umfassende Reaktion in den Ländern erfordert.

Und drittens die absichtliche oder versehentliche Freisetzung biologischer Arbeitsstoffe - ein hoffentlich seltenes Ereignis, auf das wir dennoch vorbereitet sein müssen.

Das zweite dieser drei Szenarien sehen wir jetzt mit dem Ausbruch von COVID-19.

Obwohl PHEIC (Public Health Emergency of International Concern) mit 99% der Fälle in China deklariert ist, ist dies für dieses Land immer noch ein Notfall. Weil wir im Rest der Welt nur 505 Fälle haben und in China mehr als 66.000 Fälle.

Lassen Sie mich klar sein: Es ist unmöglich vorherzusagen, in welche Richtung diese Epidemie gehen wird.

Was ich Ihnen sagen kann, ist, was uns ermutigt und was uns betrifft.

Wir sind ermutigt, dass die Schritte, die China unternommen hat, um den Ausbruch an seiner Quelle einzudämmen, die Weltzeit erkauft zu haben scheinen, obwohl diese Schritte für China selbst mit höheren Kosten verbunden sind. Aber es verlangsamt die Ausbreitung auf den Rest der Welt.

Wir sind ermutigt, dass wir außerhalb Chinas noch keine weit verbreitete Übertragung durch die Gemeinschaft gesehen haben.

Wir sind ermutigt, dass sich die globale Forschungsgemeinschaft zusammengeschlossen hat, um den dringendsten Forschungsbedarf für Diagnostika, Behandlungen und Impfstoffe zu ermitteln und zu beschleunigen.

Wir sind ermutigt, dass wir in der Lage waren, Diagnose-Kits sowie Lieferungen von Masken, Handschuhen, Kleidern und anderer persönlicher Schutzausrüstung in einige der Länder zu versenden, die diese am dringendsten benötigen.

Wir sind ermutigt, dass jetzt ein internationales Expertenteam in China vor Ort ist, das eng mit seinen chinesischen Kollegen zusammenarbeitet, um den Ausbruch zu verstehen und die nächsten Schritte in der globalen Reaktion zu informieren.

Wir haben aber auch Bedenken.

Wir sind besorgt über die anhaltende Zunahme der Fälle in China.

Wir sind besorgt über Berichte aus China gestern über die Anzahl der infizierten oder verstorbenen Gesundheitspersonal.

Wir sind besorgt über die mangelnde Dringlichkeit bei der Finanzierung der Reaktion der internationalen Gemeinschaft.

Wir sind besorgt über die schwerwiegende Störung des Marktes für persönliche Schutzausrüstung, die Gesundheitspersonal und Pflegekräfte an vorderster Front gefährdet.

Wir sind besorgt über das Ausmaß an Gerüchten und Fehlinformationen, die die Reaktion behindern.

Und vor allem sind wir besorgt über das potenzielle Chaos, das dieses Virus in Ländern mit schwächeren Gesundheitssystemen anrichten könnte.

Die Ausbrüche von Ebola und COVID-19 unterstreichen erneut die entscheidende Bedeutung, die es für alle Länder hat, in Bereitschaft und nicht in Panik zu investieren.

Vor zwei Jahren gründeten die WHO und die Weltbank das Global Preparedness Monitoring Board, ein unabhängiges Gremium, um den Stand der weltweiten Bereitschaft für eine Pandemie zu bewerten. Meine Schwester Gro Bruntland, die Co-Vorsitzende des Verwaltungsrates, ist tatsächlich hier.

Im vergangenen Jahr veröffentlichte der Vorstand seinen ersten Bericht, der zu dem Schluss kam, dass die Welt weiterhin schlecht vorbereitet ist.

Zu lange hat die Welt einen Kreislauf aus Panik und Vernachlässigung durchlaufen. Wir werfen Geld bei einem Ausbruch und wenn es vorbei ist, vergessen wir es und tun nichts, um den nächsten zu verhindern.

Die Welt gibt Milliarden von Dollar aus, um sich auf einen Terroranschlag vorzubereiten, aber relativ wenig, um sich auf den Angriff eines Virus vorzubereiten, der wirtschaftlich, politisch und sozial weitaus tödlicher und weitaus schädlicher sein könnte.

Dies ist offen gesagt schwer zu verstehen und gefährlich kurzsichtig.

===

Heute habe ich drei Anfragen an die internationale Gemeinschaft.

Erstens müssen wir das Zeitfenster nutzen, um unsere Bereitschaft zu intensivieren.

China scheint der Welt Zeit gekauft zu haben. Wir wissen nicht, wie viel Zeit wir haben.

Alle Länder müssen auf das Eintreffen von Fällen vorbereitet sein, Patienten mit Würde und Mitgefühl behandeln, eine Weitergabe verhindern und das Gesundheitspersonal schützen.
Die WHO arbeitet mit Herstellern und Vertreibern persönlicher Schutzausrüstung zusammen, um eine zuverlässige Versorgung mit den Werkzeugen sicherzustellen, die Gesundheitspersonal benötigt, um ihre Arbeit sicher und effektiv zu erledigen.

Wir bekämpfen aber nicht nur eine Epidemie. Wir bekämpfen eine Infodemie.

Gefälschte Nachrichten verbreiten sich schneller und einfacher als dieser Virus und sind genauso gefährlich.

Deshalb arbeiten wir auch mit Such- und Medienunternehmen wie Facebook, Google, Pinterest, Tencent, Twitter, TikTok, YouTube und anderen zusammen, um der Verbreitung von Gerüchten und Fehlinformationen entgegenzuwirken.

Wir fordern alle Regierungen, Unternehmen und Nachrichtenorganisationen auf, mit uns zusammenzuarbeiten, um ein angemessenes Alarmniveau zu erreichen, ohne die Flammen der Hysterie zu entfachen.

Zweitens ist dies nicht nur eine Aufgabe der Gesundheitsminister. Es wird ein gesamtstaatlicher Ansatz verfolgt.

Dieser Ansatz muss jedoch kohärent und koordiniert sein und sich an den Erkenntnissen und Prioritäten der öffentlichen Gesundheit orientieren.

In vielen Ländern wurden Maßnahmen von einem Teil der Regierung ohne angemessene Konsultation des Gesundheitsministeriums oder ohne Berücksichtigung der Auswirkungen dieser Maßnahmen ergriffen.

Jetzt ist mehr denn je die Zeit für uns, Wissenschaft und Beweise die Politik leiten zu lassen.

Wenn wir das nicht tun, gehen wir einen dunklen Weg entlang, der nur zu Spaltung und Disharmonie führt.

Und drittens müssen wir uns von Solidarität leiten lassen, nicht von Stigmatisierung. Ich wiederhole dies: Wir müssen uns von Solidarität leiten lassen, nicht von Stigmatisierung.

Der größte Feind, dem wir gegenüberstehen, ist nicht das Virus selbst; Es ist das Stigma, das uns gegeneinander wendet. Wir müssen Stigmatisierung und Hass stoppen!

[Beifall]

Es wurde viel über mein Lob für China geschrieben und gesagt.

Ich habe Kredit gegeben, wo es fällig ist, und ich werde das auch weiterhin tun, wie ich es für jedes Land getan habe, das einen Ausbruch an seiner Quelle aggressiv bekämpft, um seine eigenen Leute und die Menschen auf der Welt zu schützen, selbst zu hohen Kosten selbst.

Es ist leicht zu beschuldigen. Es ist leicht zu politisieren. Es ist schwieriger, ein Problem gemeinsam anzugehen und gemeinsam Lösungen zu finden.

Wir werden alle Lehren aus diesem Ausbruch ziehen. Aber jetzt ist nicht die Zeit für Beschuldigungen oder Politisierung.

Wir haben die Wahl. Können wir uns einem gemeinsamen und gefährlichen Feind stellen? Oder lassen wir uns von Angst, Misstrauen und Irrationalität ablenken und spalten?

In unserer zerbrochenen und gespaltenen Welt ist Gesundheit einer der wenigen Bereiche, in denen die internationale Zusammenarbeit den Ländern die Möglichkeit bietet, für eine gemeinsame Sache zusammenzuarbeiten.

Dies ist eine Zeit für Fakten, nicht für Angst.

Dies ist eine Zeit der Rationalität, keine Gerüchte.

Dies ist eine Zeit der Solidarität, nicht der Stigmatisierung.

Ich danke Ihnen.
Schlechte Nachrichten kommen heute von der Diamond Princess:
Inzwischen sind 356(!) Passagiere positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Somit scheint die seit dem 5.2.20 verhängte Schiffsquarantäne nicht wie erhofft zu funktionieren, denn eigentlich sollten Inkubationszeiten von über 11 Tagen die Ausnahme sein. Ob sich die Neu-Infizierten beim täglich erlaubten 1,5 stündigen Deck-Freigang (bei dem sie stets 2m Abstand zu anderen Passagieren einhalten sollten) oder anderswie angesteckt haben, ist unbekannt.
Jedenfalls erwägt jetzt neben den USA auch Kanada, seine nicht-infizierten Staatsbürger von Bord des Kreuzfahrtschiffs zu holen, nach Hause zu fliegen und dort in eine weitere 14-tägige Quarantäne zu stecken. Das wird sicherlich auch wichtige Aufschlüsse bzgl. der Klimaanlagenfrage geben.

Noch immer klaffen die von BBC und CNN gemeldeten COVID-19 Fallzahlen (69.000) mit den folgenden Labor-bestätigten im WHO-Report:

Aktueller WHO-Report zu COVID-19, ehemals Novel Coronavirus 2019-nCoV Stand 15.2.2020:
SITUATION IN NUMBERS
total and new cases in last 24 hours
Globally
50 580 laboratory-confirmed (1527 new)
China
50 054 laboratory-confirmed (1506 new)
1524 deaths (121 new) †
Outside of China
526 laboratory-confirmed (21 new)
25 countries (1 new)
2 deaths
WHO RISK ASSESSMENT
China Very High
Regional Level High
Global Level High
https://www.who.int/docs/default-source ... a4cc6787_2


image.png

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COVID-19: Ausbruchs-Chronik der Coronaviren Lungenkrankheit

Ungelesener Beitrag von MArtin » 17 Feb 20 9:01

Mehr als 300 amerikanische Kreuzfahrtschiff-Passagiere, darunter auch direkt vor Abflug noch 14 positiv auf Sars-CoV-2 Getestete, werden gerade von der Diamond Princess in einer umgebauten Boeing 747 Cargomaschine ziemlich unkomfortabel nach Hause in die USA transportiert. Kanadische Passagiere werden folgen. Die Quarantäne auf der Diamond Princess hat offenbar versagt und statt wie zunächst vorgesehen nach 14 Quarantänetagen mit Linienflug als gesund geltend in die Freiheit entlassen zu werden, sehen auch die scheinbar Gesunden in USA zwei weiteren Quarantänewochen entgegen.

Man wartet auf weitere epidemiologische Daten um weitere Ungereimtheiten des neuen Coronavirus zu enträtseln und die bisherigen Bekämpfungsmaßnahmen zu optimieren.

Noch immer differieren die von BBC und CNN gemeldeten COVID-19 Fallzahlen (71.000+) und Todesfallzahlen (1.700+) mit den folgenden Labor-bestätigten Fällen im WHO-Report:

Aktueller WHO-Report zu COVID-19, ehemals Novel Coronavirus 2019-nCoV Stand 16.2.2020:
SITUATION IN NUMBERS
total and new cases in last 24 hours
Globally
51 857 laboratory-confirmed (1278 new)
China
51 174 laboratory-confirmed (1121 new)
1666 deaths (142 new) †
Outside of China
683 laboratory-confirmed (157 new)
25 countries
3 deaths (1 new)
WHO RISK ASSESSMENT
China Very High
Regional Level High
Global Level High
https://www.who.int/docs/default-source ... 78c0eb78_2


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COVID-19: Ausbruchs-Chronik der Coronaviren Lungenkrankheit

Ungelesener Beitrag von MArtin » 17 Feb 20 20:34

Ab heute schließt sich die WHO- Zählung den Zahlen an, die auch in den amerikanischen Massenmedien veröffentlicht werden, um den hier mehrfach angesprochenen Fallzahlenunterschied auszugleichen. Somit werden ab heute die in Hubei, China nur klinisch und nicht labortechnisch diagnostizierten COVID-19 Erkrankten in der WHO-Statistik mitgezählt.
Das erklärt den großen Zahlensprung von gestern auf heute, der in den Grafiken des COVID-19 Dashboard der WHO jedoch 5 Tage vorverlegt wurde:
image.png

Aktueller WHO-Report zu COVID-19, ehemals Novel Coronavirus 2019-nCoV Stand 17.2.2020:
SITUATION IN NUMBERS
total and new cases in last 24 hours
Globally
71 429 confirmed (2162 new)
China
70 635 confirmed (2051 new, Erklärung s.o.)
1772 deaths (106 new) †
Outside of China
794 confirmed (111 new)
25 countries
3 deaths
WHO RISK ASSESSMENT
China Very High
Regional Level High
Global Level High
https://www.who.int/docs/default-source ... a19cf2ad_2


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Ungelesener Beitrag von MArtin » 19 Feb 20 9:19

In China haben sich bislang über 3000 Personen allein aus dem Gesundheitsbereich mit COVID-19 infiziert und auch ein Krankenhaus-Chefarzt aus Wuhan ist an der Lungenkrankheit verstorben. Die WHO weist deshalb noch einmal auf ihr Merkblatt mit verfeinerten Richtlinien für medizinisches Personal hin: https://www.who.int/docs/default-source ... bcabd401_0

Eine mir unverständliche Nachricht verfolge ich gerade auf BBC World News, wonach hunderte negativ auf Sars-CoV-2 getestete Passagiere gemischter Nationalität die Diamond Princess gerade verlassen durften und ohne weitere Quarantäne nach Hause entlassen wurden. Und das, obwohl noch vor 2 Tagen 14 Amerikaner und gestern weitere 88 Princess-Passagiere frisch serokonvertiert sind. Das steht im Gegensatz zu dem, wie USA, Kanada und Australien schlauer Weise sicherheitshalber vorgehen, indem sie von der Diamond Princess Heimkehrende einer noch mind. 14-tägigen Quarantäne unterziehen. Ein negativer Bluttest bietet unter diesen Umständen ja keine Gewähr dafür, dass jemand nicht schon Virenträger ist. Der auf der Diamond Princess stattgefundene Infektionsweg, der nach und nach etwa jeden 7. Kreuzfahrtpassagier infiziert hat, ist schließlich noch völlig unbekannt. Ich befürchte, dass wir von einigen dieser in Japan jetzt Entlassenen noch hören werden.
Etliche Hundert Passagiere verbleiben noch an Bord der Prinzessin, wenn negativ getestet, sollen auch sie bis Freitag entlassen werden.


Aktueller WHO-Report zu COVID-19, ehemals Novel Coronavirus 2019-nCoV Stand 18.2.2020:
SITUATION IN NUMBERS
total and new cases in last 24 hours
Globally
73 332 confirmed (1901 new)
China
72 528 confirmed (1891 new)
1870 deaths (98 new) †
Outside of China
804 confirmed (10 new)
25 countries
3 deaths
WHO RISK ASSESSMENT
China Very High
Regional Level High
Global Level High

https://www.who.int/docs/default-source ... 6262de9e_2


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COVID-19: Ausbruchs-Chronik der Coronaviren Lungenkrankheit

Ungelesener Beitrag von MArtin » 20 Feb 20 3:16

Nachdem China gestern mehr medizinische Details zu mehr der bisher beobachteten COVID-19 Lungenerkrankten herausgegeben hat, konnte die WHO verlässlichere mathematisch- statistische Modelle anwenden um genauere vorläufige Schätzungen zu epidemiologische Eckdaten des Sars-CoV-2 Virus zu berechnen:
  • Median der Inkubationszeit: 5-6 Tage (Spanne von 0-14 Tage)
  • Serienintervall (Zeitraum zwischen Neu-Erkrankungen in einer Infektionskette): 4,8 Tage (Spanne von 4.4 bis 7.5 Tage)
  • Letalität, Todesfallrate (Anzahl der Gestorbenen dividiert durch Anzahl der Erkrankten zu einem Zeitpunkt) in China: 2,3%
  • Infektions- Letalität (Wahrscheinlichkeit, nach Infektion daran zu versterben): 0,3 - 1%
Keine neuen Zahlen habe ich für die Basisreproduktionszahl Ro für COVID-19 gefunden. Die letzte mir bekannte Zahl lag etwa bei 2,2, was bedeutet, dass ein an der Corona-Erkrankter im Schnitt 2,2 andere Personen ansteckt (s.a. http://www.sci-news.com/medicine/covid- ... 08132.html ). Solange Ro über 1 liegt, breitet sich die Lungenkrankheit weiter aus.


Es tut fast weh zu sehen, wie in Yokohama hunderte zwar negativ Getestete, aber nicht zweifelsfrei virenfreie Passagiere aller Nationalitäten von Bord der Diamond Princess entlassen und "auf die Menschheit losgelassen" werden. Nach allem, was man vom neuen Coronavirus und der fast nutzlosen "Quarantäne" an Bord weiß, kann sich diese Auflösung der nach China zweitgrößten und bislang örtlich begrenzten und kontrollierbaren Sammlung von Sars-CoV-2-Trägern noch als verhängnisvoll kurzsichtig und teuer für die Weltbevölkerung herausstellen. Das nächste, was diese potentiellen Virusträger benutzen werden, sind Massentransportmittel.
Ich will nicht unken, aber...
Zeigen
die Entscheidung, diese Passagiere nicht sicherheitshalber noch mind. 5 weitere Tage in einer effektiven Quarantäne zu behalten, könnte sich bald als ein Akt von Torheit seitens der japanischen Gesundheitsbehörden erweisen, vergleichbar mit der historischen Dummheit der Trojaner, sich das hölzerne Pferd in die Stadt zu holen. Nicht logisch nachvollziehbar, aber diesmal mit potentiell globalen Folgen.
Meist, wenn sich Dinge so krass von dem unterscheiden, was man "gesunden Menschenverstand" nennen könnte, fällt mir zu Recht der Refrain von Roger Waters Lied "Perfect Sense" aus seinem fantastischen post- Pink Floyd Album "Amused To Death" ein.

Aktueller WHO-Report zu COVID-19, ehemals Novel Coronavirus 2019-nCoV Stand 19.2.2020:
SITUATION IN NUMBERS
total and new cases in last 24 hours
Globally
75 204 confirmed (1872 new)
China †
74 280 confirmed (1752 new)
2006 deaths (136 new)
Outside of China
924 confirmed (120 new)
25 countries
3 deaths
WHO RISK ASSESSMENT
China Very High
Regional Level High
Global Level High

https://www.who.int/docs/default-source ... =6e50645_2


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COVID-19: Ausbruchs-Chronik der Coronaviren Lungenkrankheit

Ungelesener Beitrag von MArtin » 20 Feb 20 21:57

Die Islamische Rebublik Iran hat heute als 26. betroffenes Land ihre ersten COVID-19 Fälle gemeldet, Südkorea den ersten Todesfall durch das neue Coronavirus.

China hat wiederum die COVID-19 Fallzahlzählung geändert. Mit der Begründung, dass nun mehr Schnelltests auf Sars-CoV-2 verfügbar sind als in den letzten Wochen, wurde die alte, vor dem 13.2. angewandte Zählweise, nach der nur serologisch nachgewiesene COVID-19-Erkrankte in die "confirmed" Statistik aufgenommen werden, wieder eingesetzt.
Das scheint auch zumindest teilweise für die heute deutlich niedrige Zahl an Neuerkankungen in China (s.u.) verantwortlich zu sein.

Gute Nachrichten gibt es bezüglich einer möglichen Impstoffentwicklung gegen Sars-CoV-2, nachdem es in Texas gelungen ist, die 3D-Struktur des Spike (S)-Proteins kryoelektronenmikroskopisch zu analysieren und sie gentechnisch herzustellen (siehe Bild).
Das Spike (S)-Protein der Coronaviren ist verantwortlich dafür, dass sich Sars-CoV-2 an Epithelzellen binden und in sie eindringen kann. Die Bindung von Sars-CoV-2 sei 10-20 mal effektiver als die seines Vorgängers von 2003.
Frühe Hoffnungen, dass ein Sars-CoV-2- Impfstoff auf Grundlage der bekannten immunologischen Eigenschaften des alten SARS-Virus (Sars-CoV) entwickelt werden könnten, hatten sich zerschlagen, sodass diese Entdeckung als Voraussetzung zur Herstellung eines spezifischen Sars-CoV-2- Impfstoffs gesehen wird, siehe Deutsches Ärztblatt, bzw. die Originalveröffentlichung in Science.
image.png
Wissenschaftler rechnen jedoch damit und warnen davor, dass eine erneute Mutation von Sars-CoV-2 innerhalb weniger Monate wahrscheinlich ist. Das trübt die Gewinnaussichten der systembedingt leider profitorientierten Pharmaindustrie, die schon beim alten SARS-Virus in die Entwicklung eines Impfstoffs investiert hatte, den nach Fertigstellung niemand mehr gebraucht hat. Verantwortungsübernahme für das Allgemeinwohl, und das zeigt sich schon lange nicht nur im Arbeitsalltag von Beschäftigten im Gesundheits- und Forschungssektor, muss unter der systemimanenten Gewinn- und Wachstumsprämisse offenbar immer ethisch fragwürdige Kompromisse eingehen und auch Menschenleben marktwirtschaftlich gegen Münze abwägen.
Dazu passt, dass die WHO die Staaten der Welt nun zum wiederholten Male fast flehend gemahnt hat, die Gunst der frühen Seuchenstunde zu nutzen und jetzt zügig ca. 700 Mio USD für Kampf und Vakzine gegen COVID-19 bereit zu stellen um damit nicht nur Menschenleben zu retten, sondern auch höhere Seuchenbekämpfungskosten zu einem späteren Zeitpunkt einzusparen und sich damit für jedes mögliche Verlaufszenario ausreichend zu wappnen, vgl. WHO News Conference 20.2.20 auf youtube.

Auf der Diamond Princess in Yokohama, Japan geht die Entlassung der letzten seronegativen Passagiere weiter, siehe die Prinzess-Seite Updates on Diamond Princess. Offenbar teilt der US-CDC meine gestern geäußerten Bedenken dazu, denn die USA verweigert ihren eigenen von der Diamond Princess seronegativ frei gelassenen Staatsbürgern für mind. 14 Tage die Einreise in die USA: https://japan2.usembassy.gov/pdfs/alert ... incess.pdf , https://japan2.usembassy.gov/pdfs/alert ... cation.pdf .


Aktueller WHO-Report zur COVID-19 Lungenerkrankung durch das Coronavirus Sars-CoV-2, Stand 20.2.2020:
SITUATION IN NUMBERS
total and new cases in last 24 hours
Globally
75 748 confirmed (548 new)
China †
74 675 confirmed (399 new)
2121 deaths (115 new)
Outside of China
1073 confirmed (149 new)
26 countries (1 new)
8 deaths (5 new)
WHO RISK ASSESSMENT
China Very High
Regional Level High
Global Level High

https://www.who.int/docs/default-source ... dfd11d24_2

image.png

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COVID-19: Ausbruchs-Chronik der neuen Coronavirus Lungenkrankheit

Ungelesener Beitrag von MArtin » 22 Feb 20 1:03

Die WHO ist besorgt, weil die Infektionskette bei einigen an CoViD-19 erkrankten Patienten nicht nachvollziehbar ist und offenbar kein Kontakt zu potentiell Infizierten stattgefunden hat, die Sars-CoV-2 hätten übertragen können.
Folgerichtig wird nun verstärkt die Schmierinfektions-Komponente des neuen Coronavirus erforscht. Man will wissen, unter welchen Umständen Sars-CoV-2 in / auf welchen Medien wie lange überleben und infektiös bleiben kann. Bei der Erforschung noch unbekannter Übertragungswege von Covid-19 stellen jetzt international gehandelte Lebensmittel als mögliche Virenüberträger einen Forschungsschwerpunkt dar. Nochmals wird geraten, alle Tierprodukte vor dem Verzehr voll durchzugaren.

Schmierinfektionen könnten auch der Grund für die augenscheinlich fortgesetzten Neu-Infektionen während der sog. "Quarantäne" auf der Diamond Princess gewesen sein, zuletzt mit über 620 Sars-CoV-2-Trägern.
Noch während heute die letzten negativ getesteten Passagiere der Diamond Princess in die Freiheit entlassen werden, zeichnet sich bereits das unheilvolle Potential dieser verfehlten Gesundheitsstrategie der japanischen Bürokraten ab: 11 Amerikaner, 1 Israeli, einige Australier und Südkoreaner, die als "negativ getestet" von dem Schiff nach Hause kamen, sind inzwischen auf "positiv" serokonvertiert. Und das dürfte auch mit etlichen der über Tausend von der Diamond Princess in die Freiheit Entlassenen passieren.
Deren Kontakte zu Anderen dann über mehrere Tage nachvollziehen zu wollen, dürfte sich erst als mega-aufwändig und dann als unmöglich herrausstellen, was der Chance einer japanischen und globalen Ausbreitung des neuen Coronavirus enormen Vorschub leisten dürfte.
A propos politische Fehlentscheidungen:
Zeigen

Die Administration des mutmaßlichen Weltrekordhalters in Sachen Lügen, Fehlentscheidungen und Fehlbesetzungen soll lt. Washington Post ebenfalls gegen den Rat der Spezialisten des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) gehandelt haben, als sie beim Heimtransport der amerikanischen Princess-Passagiere positiv-und negativ auf Sars-CoV-2 Getestete gemeinsam in ein Flugzeug packen ließ, vgl. viewtopic.php?p=145708#p145708 . Und das, ohne die Passagiere darüber aufzuklären. Wie oben erwähnt, wurden elf darunter inzwischen Covid-positiv getestet.
Andere Länder wie Neuseeland und Kanada haben ihre positiv auf CoV Getesteten vorsichtshalber unter Quarantäne in japanischen Krankenhäusern gelassen: https://www.odt.co.nz/star-news/star-na ... e-hospital . Trump hat es auch in zwei Jahren nicht für nötig befunden, den Posten des Chefs für globale Gesundheitssicherung in seinem National Security Council zu besetzen (hier).
Nach Entvölkerung der Diamond Princess rückt jetzt Südkorea auf Platz 2 der am meisten mit Covid-19 verseuchten Orte. Dort hat sich die Zahl der Covid-19-Infektionen quasi über Nacht auf 204 verdoppelt, wobei sich die Meisten in der 2,5 Mio Stadt Daegu beim Beten in einer Jesus-Kirche von ur einer Frau angesteckt haben sollen: https://www.handelsblatt.com/politik/in ... DgF4Mf-ap4 . Der Bürgermeister spricht von einer unvergleichbaren Krise, rät der Bevölkerung, ihre Wohnungen nicht zu verlassen. Großveranstaltungen werden abgesagt, Daegu wird zur Geisterstadt, siehe youtube : COVID-19 auf Weltreise.
Grafik: Aktuelle Übersicht der von COVID-19 betroffenen Länder:
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Zum Vergrößern Bild in neuem Tab öffnen.
image.png


Aktueller WHO-Report zur COVID-19 Lungenerkrankung durch das Coronavirus Sars-CoV-2, Stand 21.2.2020:
SITUATION IN NUMBERS
total and new cases in last 24 hours
Globally
76 769 confirmed (1021 new)
China
75569 confirmed (894 new)
2239 deaths (118 new)
Outside of China
1200 confirmed (127 new)
26 countries
8 deaths
WHO RISK ASSESSMENT
China Very High
Regional Level High
Global Level High

https://www.who.int/docs/default-source ... 4802d089_2


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COVID-19: Ausbruchs-Chronik der neuen Coronavirus Lungenkrankheit

Ungelesener Beitrag von MArtin » 23 Feb 20 4:43

Zwei weitere Länder melden erstmals COVID-19 Fälle: Italien und Libanon, was die Zahl der von Sars-CoV-2 betroffenen Länder auf 28 bringt.

Noch schneller als die Zahl der COVID-Länder steigt die Zahl der von der WHO aktualisiert herausgegebenen Merkblätter, technischen Leitfäden, Prozedurprotokolle und wissenschaftlichen Erkenntnissen, siehe z.B. hier und den heutigen, unten verlinkten WHO-Report.

Hier die Übersetzung der aktuellen generellen WHO Empfehlungen zu COVID-19 für die Öffentlichkeit und Reisende:
(aber weniger ausführlich als Fakten & Vorbeugungsmaßnahmen gegen COVID-19, Verhalten bei Symptomen für Weltreisende & Urlauber)
Die Weltgesundheitsorganisation WHO am 22.2.20 hat geschrieben: Bei früheren Ausbrüchen aufgrund eines anderen Coronavirus (Middle-East Respiratory Syndrome (MERS) und Schwerem
Akuten respiratorischen Syndrom (SARS) geschah die Übertragung von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen, direkten menschlichen Kontakt und durch Kontakt mit unbelebten Infektionsträgern.
Dies deutet darauf hin, dass der Übertragungsmodus bei COVID-19 ähnlich sein kann.
  • Die Grundprinzipien zur Reduzierung des allgemeinen Risikos der Übertragung akuter Infektionen der Atemwege umfasst die folgende Punkte:
    • Vermeiden Sie engen Kontakt mit Menschen, die an akuten Infektionen der Atemwege leiden.
    • Häufiges Händewaschen, insbesondere nach direktem Kontakt mit kranken Menschen oder ihrer Umgebung.
    • Vermeiden Sie ungeschützten Kontakt mit Nutztieren oder Wildtieren.
    • Menschen mit Symptomen einer akuten Atemwegsinfektion sollten Husten-Etikette üben (Abstand einhalten, Wegdrehen, gute Abdeckung bei Husten und Niesen mit Einweg-Taschentüchern oder Stofftuch, sowie Händewaschen).
    • Verbessern Sie in Gesundheitseinrichtungen, insbesondere in Krankenhäusern die Standardpraktiken zur Infektionsprävention und -Kontrolle, ganz besonders in Notaufnahmen.
  • Die WHO empfiehlt keine spezifischen Gesundheitsmaßnahmen für Reisende. Bei Symptomen, die während oder nach einer Reise auf eine Atemwegserkrankung hindeuten, werden Reisende aufgefordert, einen Arzt aufzusuchen [sich ggf. vorher anzukündigen] und ihm ihre Reisegeschichte mitzuteilen.

Obwohl die WHO also keine spezifischen Verhaltensmaßnahmen für Reisende bereit stellt, würden wir auch aus eigener Verunsicherung heraus gerne Antworten von Euch haben zu --> Beeinflusst COVID-19 Deine weltweiten Reise- und Urlaubspläne (auch)?


Aktueller WHO-Report zur COVID-19 Lungenerkrankung durch das Coronavirus Sars-CoV-2, Stand 22.2.2020:
SITUATION IN NUMBERS
total and new cases in last 24 hours
Globally
77 794 confirmed (599 new)
China
76 392 confirmed (397 new)
2348 deaths (109 new)
Outside of China
1402 confirmed (202 new)
28 countries (2 new)
11 deaths (3 new)
WHO RISK ASSESSMENT
China Very High
Regional Level High
Global Level High

https://www.who.int/docs/default-source ... c9585c8f_2

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LG
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COVID-19: Ausbruchs-Chronik der neuen Coronavirus Lungenkrankheit

Ungelesener Beitrag von MArtin » 24 Feb 20 3:51

Es sind in den letzten 24 Std. keine Länder mit neuem Sars-CoV-2-Befall gemeldet worden, aber in Südkorea und Italien geht, bzw. rennt das Virus um- und zwar in atemberaubender Geschwindigkeit:
Südkorea mit 256, Italien mit 67 bestätigten COVID-19 Neuerkrankungen.

Während die Situation in Italien (mit Lock Down in Norditalien, vorzeitiger Beendigung des Karnevals in Venedig und vorübergehender Sperrung der Brenner-Grenze zu Österreich) in deutschen Medien bestimmt gut abgedeckt wird, erhalten wir das Stimmungsbild in Korea von unserem asiatischen Nachbarn, der heute morgen mit seiner südkoreanischen Familie telefoniert hat: Sein Neffe wollte Hochzeit halten, aber niemand mochte wegen der allgemein großen Verunsicherung und höchster nationaler Alarmstufe aus dem Haus und sich in Gesellschaft anderer Menschen begeben. So saß nur der "harte Familienkern" bei verkürzter Zeremonie und mit sehr respektvollem Abstand voneinander an der Hochzeitstafel.

Weltweit sehen die Behörden der vom neuen Coronavirus betroffenen Gebiete derzeit keine Alternative zu großflächigen Abriegelungen und verordneter Verringerung zwischenmenschlicher Kontakte z.B. durch "häusliche Quarantäne" bei Ausgangssperren oder Aussetzung von z.B. (Groß-) Veranstaltungen wie den jährlichen chinesischen Volkskongress, (öffentlichem) Transport, Schließung von Schulen, Kirchen, Geschäften- und sogar Fabriken etc.
In Italien sucht man zudem noch fieberhaft nach Patient 0, demjenigen, der das Coronavirus eingeschleppt hat und wohl möglich noch viele Andere als "super spreader" anstecken kann, bis er in Quarantäne oder in ein Krankenhaus kommt.
Wir selbst...
Zeigen
haben uns wegen der in Einklang mit der WHO von uns als "hoch" eingeschätzten Chance, dass auch unsere Insel in Bälde von Sars-CoV-2 heimgesucht wird, als wahrscheinlich erste Backpacker vor 2 Wochen eine Gefriertruhe gekauft, um im Fall des Falles unsere Einkauftrips reduzieren zu können. Nicht in der Illusion, dadurch im Ernstfall eine Ansteckung vermeiden zu können, aber um damit vielleicht eine Verzögerung in den abschwingenden Bereich einer mgl. Neuerkrankungskurve zu erreichen.

Aktueller WHO-Report zur COVID-19 Lungenerkrankung durch das Coronavirus Sars-CoV-2, Stand 23.2.2020:
SITUATION IN NUMBERS
total and new cases in last 24 hours
Globally
78 811 confirmed (1017 new)
China
77 042 confirmed (650 new)
2445 deaths (97 new)
Outside of China
1769 confirmed (367 new)
28 countries
17 deaths (6 new)
WHO RISK ASSESSMENT
China Very High
Regional Level High
Global Level High

https://www.who.int/docs/default-source ... 44ff8fd3_2


LG

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