USA: Nationalparks in den Vereinigten Staaten

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Roundthewilly
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USA: Nationalparks in den Vereinigten Staaten

Ungelesener Beitrag von Roundthewilly » 11 Mai 05 9:47

welche Nationalparks in den USA meint ihr sind am besten?
Ich hab bisher nur was vom Yellowstone Nationalpark gehoert.

danke fuer eure tips

Roundthewilly
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USA: Nationalparks in den vereinigten Staaten

Ungelesener Beitrag von Roundthewilly » 11 Mai 05 10:04

Ich wuerd in einem Nationalpark auch gern Baeren sehen.

Kann vielleicht jemand mal ein paar Worte zu den Parks sagen.

Also was man in welchem Park bevorzugt sieht.

danke

andre

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oldman
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Re: nationalparks in den staaten

Ungelesener Beitrag von oldman » 11 Mai 05 21:18

Hallo zusammen
hier einige Kurz-Infos:
Petrified Forest N.P.
Hier sieht man neben diversen Pflanzen- und Tierarten, farbige Felsen und natürlich die versteinerten Bäume, die diesem Park den Namen gaben. Man entdeckt ganze versteinerte Bäume, und riesige Felder, die übersäht sind mit tausenden von Baumteilen.

Grand Canyon
Entstanden ist der Canyon als sich der Colorado River vom Lake Powell zum Lake Mead bei Las Vegas durch "frass". Im laufe von Jahrtausenden hat er sich bis zu 930 Meter tief eingegraben.
Es bestehen Wanderwege auf denen man an den Fluss hinunter steigen kann. Auch geführte Pferdetouren an den Grund des Canyon's werden angeboten. Die beste Zeit zum Wandern ist im Frühling oder im Herbst, da es um diese Jahreszeit nicht so heiss ist.
Wenn Sie am Canyon sind, verpassen Sie auf keinen Fall einen Sonnenaufgang oder -untergang.

Monument Valley N.P.
Der Park wurde 1958 gegründet und liegt im Navajo Indianer Reservat, im Staat Arizona und Utah. Hier sieht man diverse Felsformationen.
Man kann den National Park mit den eigenen Auto erforschen. Es gibt aber einige Orte, wo man nur mit einem Indianischen Führer hin kann.
Alle notwendigen Informationen bekommt man, wie in jedem Park, im Visitor Center.

Arches N.P.
Der Parkeingang und das Visitor Center befinden sich in der Nähe von Moab, dem nächsten grösseren Ort. Die Highlights des Parks sind der Balanced Rock und der Delicate Arch.
Von hier aus kann auch der Canyonlands National Park besucht werden.

Capitol Reef N.P.
Hier kann man diverse Felsformationen und Sanddünen bewundern. Ebenso ist die Pflanzen- und Tierwelt sehr Artenreich.
Auch dieser Park musste, wie das Monument Valley, als Filmkulisse herhalten. Hier wurde der Film, Butch Cassidy and the Sundance Kid gedreht.

Bryce Canyon N.P.
Das "Becken" mit den vielen Fels-Türmchen wird Silent City genannt. Es gibt offizielle Wanderwege, die durch diese Felsformationen führen, so dass man diese hautnah betrachten kann. Es werden auch Pferdetouren angeboten, für diejenigen, die ihre Wanderschuhe schonen wollen. Im Park bewegt man sich zwischen 1828 und 2743 Meter über Meer, was vielleicht die einen beim Wandern merken, wenn ihnen die Luft etwas dünn wird. Auch die Temperaturen sollte man nicht unterschätzen, wir waren 3./4./5. und 6. Juli hier. Dabei hatten wir Tagestemperaturen von 32 bis 35° Celsius. In der Nacht schwankten die Temperaturen um die 12°.

Zion N.P.
Im Park sieht man Wüsten-Landschaften, Sandsteinformationen und riesige Felswände über die Wasser herunter stürzen.
Bei der Südeinfahrt in den Park kommt man am Checkerboard Mesa vorbei. Der Berg mit einer Höhe von 2020 Meter hat eine "Zeichnung" aus Längs- und Querrillen.
Im Park leben eine Vielzahl von Tieren. Vom "einfachen" Frosch über diverse Vögel, Rehe, Hirschen und Grau-Füchse bis zum Berglöwen reicht das "Angebot". Wobei man die Berglöwen sehr selten bis gar nicht sieht.
Es gibt eine Lodge im Park, sowie zwei grosse Campingplätze beim Südeingang mit ca. 140 und 220 Stellplätzen.

Death Valley National Monument
Eigentlich ist das Death Valley nicht so Tod wie der Name sagt. Es gibt verschiedene Pflanzenarten, meist Kakteen, und Tiere die hier leben. Man sieht verschiedene farbige Felsformationen und Sanddünen. Einige Bäche und Seen im Valley sind Salzhaltiger als die grossen Meere.
Im Visitor Center erfährt man einiges über das Tal und man kann ein Museum besuchen, das die Geschichte des Borax Abbau erzählt.
Der mittlere Teil des Tales liegt unter dem Meeresspiegel. Badwater ist mit 86 Meter unter dem Meer der Tiefste Punkt. 25 Kilometer Luftlinie davon entfernt ist der Telescope Peak, mit einer Höhe von 3368 Meter über Meer, der höchste Punkt im Tal.
Die höchste je gemessene Temperatur betrug 57° Celsius. Im Durchschnitt ist es im Sommer etwa 48° Celsius.


Kings Canyon- und Sequoia N.P.
Diese beiden National Parks sind weltbekannt wegen den Mammutbäumen (Sequoia Giganteum) die hier wachsen. Sie werden nicht so hoch wie die Redwood- Bäume ( über 107 Meter) an der Küste, aber der Stammdurchmesser ist viel grösser.
Der General Sherman Baum hat eine Höhe von 83.82 Meter und der Stammdurchmesser beträgt an der dicksten Stelle 10.97 Meter. Laut Berechnungen soll das Volumen dieses Baumes etwa 1400 Qubikmeter betragen.
Durch die Bewaldung und die gebirgige Landschaft leben eine grosse Anzahl verschiedener Tier hier. Raubkatzen, Coyoten, Adler, Eulen, Eichhörnchen, Rehe usw.
Das Visitor Center im Seqoia Park liegt auf einer Höhe von 518 Meter über Meer. In einer Entfernung von 49.36 Kilometer Luftline liegt der Mt. Whitney, mit 4418 m. ü. M. der höchste Berg in den 48 "unteren Staaten" (Sprachgebrauch der Alaskaner).

Fortsetzung folgt.
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oldman
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Re: nationalparks in den staaten

Ungelesener Beitrag von oldman » 11 Mai 05 21:27

Fortsetzung:
Yosemite N.P.
Am 30. Juni 1864 unterzeichnete der Kongress und Abraham Lincoln ein Gesetz zum Schutze des Yosemite Valley und der Mariposa Grove of Giant Sequoias to California. Somit war der erste State Park der USA gegründet worden. Im Jahre 1890 wurde das Gebiet in einen National Park "umgewandelt".
Es ist ein sehr schöner Park, mit viel Wasser und Pflanzen. Im Park leben ca. 220 Vogelarten, 25 Reptilienarten, 9 Arten von Amphibien und über 1'200 Arten von Wildblumen. Nebst dieser Vielfalt von Tieren und Blumen wachsen hier verschiedene Baumarten. Eine davon ist eine Ceder mit roter Rinde, die gerne mit den Mammutbäumen verwechselt werden.
In meinen Augen ist dieser Park nicht so spektakulär wie andere, obwohl er wie oben erwähnt sehr schön ist. Er gleicht mir einfach zu sehr der Schweiz.
Im Park gibt es acht Campinplätze mit etwa total 1439 Stellplätzen, die im Sommer aber meistens Besetzt sind, da der Park bei den Amerikaner sehr beliebt ist.

Lassen Volcanic N.P.
Der Park ist, wie der Name aussagt, auf einem ehemaligen Vulkangebiet. Die meisten Eruptionen fanden zwischen 1914 und 1917 statt. In diesem Zeitraum registrierte man über 392 Ausbrüche, davon war am 22. Mai 1915 der Grösste. Nebst einer grossen Menge Lava spukte der Vulkan einen Aschenregen bis auf eine Höhe von 9'000 Meter.
Heute merkt man am Schwefelgeruch und den heissen Quellen, dass sich im Erdinnern immer noch etwas tut.

Crater Lake N.P.
Entstanden ist der See in einem erloschenen Vulkan. Wizard- und Phantom Island waren seine letzten Eruptionen. Am Seeufer verschiedene Felsformationen. Bären soll es in diesem Gebiet auch geben. Habe ich leider verpasst.

Grand Teton N.P.
Der Park liegt im Staat Wyoming und wurde 1929 gegründet. Der Grand Teton, 4'197 Meter über Meer, ist der höchste Berg im Park. Durch den Park fliesst der Snake River, ein Fluss, der als Wasserversorgung von den vielen Tierarten die hier leben genutzt wird. Das sind unteranderem, Antilopen, Bisons, Elche, Rehe und Wapitihirsche.
Im Park hat es 5 Campingplätze zum Übernachten.

Yellowstone N.P.
Der Yellowstone National Park wurde 1872 gegründet, und ist somit der älteste in den USA. Er ist 899'151.53 Hecktaren gross!! Plant hier drei Wochen Ferien und ihr habt immer noch nicht alles gesehen. Der Park ist sehr Reich an Tierarten. Hier leben Bisonherden, Schwarz- und Grizzlybären, Grosshorn-Schafe, Elche, Murmeltiere, Schwäne(!), Wapitihirsche, Biber und und und.......... .
Da der Park auf Vulkangebiet liegt, gibt es Heisswasser-Quellen, Schwefelteiche und natürlich Geysire. Der Old Faithful Geysir ist der berühmteste. Er speit etwa alle 75 Minuten eine bis zu 55 Meter hohe Fontäne aus. Die Eruption dauert zwischen 2 und 5 Minuten. Vor dem letzten Erdbeben im Jahre 1983 brach er alle 69 Minuten aus.
Ein Naturwunder ist auch die Minerva Terrace in Mammoth Hot Springs.
Im nördlichenteil des Parkes gibt es ein paar versteinerte Bäume.
Neben dem Yellowstone Lake gibt es weitere kleine Seen und einige Flüsse mit Wasserfällen.
Im Park gibt es 17 Campingplätze. Wenn Sie sicher einen Platz wollen, sollten Sie vor dem Mittag hier sein.
Meiner Meinung nach, ist das "der" National Park in den USA. Hier seht ihr fast einen Querschnitt von allen National Park's der USA.

Badlands N. P.
So "schlechtes Land" wie der Name sagt, ist es gar nicht. Man sieht hier verschiedene Felsformationen mit verschiedenen Farben. Das Tierleben ist hier artenreich. Klapperschlangen, Schildkröten, Salamander, Bison und Coyoten, nur um einige zu nennen.
Da ein Fluss durch den Park fliesst, leben hier auch verschiedene Wassertiere.
Hier wurden zahlreiche Skelette von prähistorischen Tieren (Pferde, Kamele, etc.) gefunden.
Die tiefste gemessene Temperatur betrug im Januar 1916, minus 42°.
Die höchste betrug im Juli 1910, 46.6°.
Es gibt zwei Campingplätze im Park. Der eine ist beim Visitor Center, der andere ist am nördlichen Ende des Parks und ist nur primitiv eingerichtet.




Denali National Park in Alaska
Da das befahren des Parkes mit dem Privatfahrzeug verboten ist, werden diverse Bustouren angeboten. Die Touren unterscheiden sich nur in der länge der Fahrt, da es nur eine Strasse in den Park gibt. Eine Fahrt nach Kantishna, die längste, dauert hin und zurück 12 Std. Der Busfahrer erklährt während der Fahrt diverses zur Landschaft und zur Tierwelt.
Die Tier- und Pflanzenwelt ist sehr reichhaltig. Mit etwas Glück sieht man Bären, Caribou's, Elche, Dall-Schafe, Biber und viele andere Tiere. Es gibt 37 Säugetierarten und 157 Vogelarten.
Mit etwas mehr Glück sieht man auch den Mt. McKinley zwischen den Wolken hervorschauen.

Wenn jemand genauere Infos zu einem National Park will, soll er es melden und ich helfe weiter.

Gruss
oldman
Escape to Alaska or New Zealand

sirenchen
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Re: nationalparks in den staaten

Ungelesener Beitrag von sirenchen » 12 Mai 05 11:15

was natürlich auch SEHR sehenswert ist, aber ebenso wie der Denali Nationalpark ein bisschen vom Schuss ist, ist der Volcanoes National Park auf Big Island / Hawaii.
Wenn du es auf dich nimmst und gut eineinhalb Stunden über die erstarrte Lava wanderst (gut heiss von oben und der schwarze Untergrund strahlt gut zurück) kannst du der noch flüssigen Lava beim fliessen zuschauen. wenn du Glück hast, fliesst diese bis ins Meer.

Dieses Glück hatte ich zwar nicht, aber alleine flüssige Lava aus nächster Nähe zu sehen war ein tolles Erlebnis!

albatross02
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Re: nationalparks in den staaten

Ungelesener Beitrag von albatross02 » 12 Mai 05 14:30

Hallo,

vermutlich sind Alaska und Hawaii die spektakulärsten Gebiete in der USA.
In Hawaii gibt es viel interessantes ( kenne ich allerdings nur vom Lesen her ) auf engstem Raum, wie aktive Vulkane, regenreichste Gebiet der Erde, sehr sonnige Gebiete, Regenwald ( über 90 % der Pflanzen sind endemisch, gibt es also nur dort ), Bergnebelwald, Wale, Albatrosse, Fregattvögel, Korallenriffe usw.
Alaska hat eine großartige Natur und gigantische Berge. Die Berge sind nicht so hoch wie im Himalaya, aber der Unterschied zwischen Tal und Gipfel ist enorm. Der Höhenunterschied zwischen Basislager und Gipfel, ist beim Denali größer als beim Mount Everest.
Bei Haines sind 3.500 m Gipfel direkt am Ozean.
Einige Gletscher reichen vom Gipfel bis in den Ozean.
Ich war im Juli dort, es hat viel geregnet. Wesentlich sonniger ist nebenan der Yukon ( Kanada ). Er steht im Windschatten der St. Elias Mountains. Der Kluane NP hat die größte Grizzly Bären Dichte, also super Chance jeden Tag 1 - 2 zu sehen.

Gruss
Dieter

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migi1

USA: Nationalparks in den Vereinigten Staaten

Ungelesener Beitrag von migi1 » 22 Mai 05 13:16

hallo

kennst du

http://www.nps.gov

absolut super gute offizielle Seite über alle Nationalparks und Monumente in den vereinigten Staaten.
Schau dir diese wundervolle, sehr informative Seite an, und schau dass du genügend Zeit vor dem Bildschirm verbringen kannst...

Was ich dir neben Hawaii und Alaska und Yellowstone NP und so wärmstens empfehlen kann ist der bryce canyon!
Er gehört zu meinen Favoriten!

liebe grüsse migi

khecki
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Re: nationalparks in den staaten

Ungelesener Beitrag von khecki » 26 Mai 05 22:18

Schönheit liegt im Auge des Betrachters und der schönste ist für mich der Bryce Canyon http://www.brycecanyon.de/ :)

Dandrei
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USA: Nationalparks in den vereinigten Staaten

Ungelesener Beitrag von Dandrei » 28 Jul 05 21:45

welcher Nationalpark in den USA der Schönste ist, kann man sicher nicht sagen, jeder NP hat seinen eigenen Reiz...

Falls du aber unbedingt Bären sehen willst, empfehle ich dir Alaska, Yukon und British Columbia. Ich weiß sind zwar nicht alle NP (Nationalparks) aber dort siehst du Bären einfach so am Straßenrand....

Im Yellowstone NP kannst du sehr nah an manche Tiere ran (wir waren ca. 3 m von einem Hirsch und genauso weit weg von einem Bison weg!

Ebenfalls sehr empfehlenswert ist Redwood Forest in California (Riesenbäume die es nur dort auf der Welt gibt)

Tja, also wie gesagt, je nachdem was du sehen willst....


Mfg Daniel

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