USA: Worauf man beim Mieten eines Autos achten sollte

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jot
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USA: Worauf man beim Mieten eines Autos achten sollte

Ungelesener Beitrag von jot »

Also ich hab mir letztens über Alamo einen Wagen für die USA gemietet und war vollstens zufrieden. Neues Modell, nicht mal 1000 Meilen auf dem Tacho gewesen, technisch einwandfrei und viele Extras... okay, es war ein SUV, aber den habe ich absichtlich gemietet (wenn nicht in den USA fahren, wo dann? ;)), der Benzinverbrauch war gar nicht so schlimm wie befürchtet (Spritpreise sind in USA ja auch etwas günstiger). Personal am Schalter war freundlich und bei der Autorückgabe gabs auch keine Probleme oder versteckte Kosten.
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Michael_N
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USA: Worauf man beim Mieten eines Autos achten sollte

Ungelesener Beitrag von Michael_N »

Hallo,

ich habe in anderen threads schon die Empfehlung für Buchungen über guenstigermietwagen.de, rentawreck.com und sunnycars.com gefunden.

Gibt es extrem gute oder extrem schlechte Erfahrungen mit bestimmten Mietwagenfirmen in den USA?

Über payless.com habe ich mehrere negative Bewertungen gelesen und Alamo dürfte ein recht gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben.

Ich bin ab Ende April rund ein Monat im Westen (Abschluss meines Online-Studiums in Californien und danach noch Urlaub). Den Tipp mit der ISIC habe ich schon gelesen, mal schauen ob ich den internationalen Studentenausweis mit meinem Studium + Alter bekomme (kleines Auto mit Vollkasko für 1 Monat über Alamo um rund 800 Euro ich denke günstiger wird es schwer bis unmöglich bei ähnlicher Leistung).

Vielleicht taucht demnächst noch die eine oder andere Frage auf...

Liebe Grüße
Michael
onurb
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USA: Worauf man beim Mieten eines Autos achten sollte

Ungelesener Beitrag von onurb »

Seit meiner Warnung (weiter zurück in diesem Beitrag) ist doch einige Zeit vergangen. In der Zwischenzeit hat sich die Wirtschaftslage in den USA doch gebessert und die grossen Autovermieter haben massiv neue Autos in ihrem Bestand. Was mir in den letzten 2-3 Jahren aufgefallen ist: 1) die Autos werden immer kleiner, resp. was früher als Mittelklasse angeboten wurde, ist heute Fullsize. Fullsize sind plötzlich Premium; 2) auch bei gehobenen Kategorien wird in der Regel die Basisaustattung angeboten (schwächster Motor etc).

Deine Hauptfrage (gute/schlechte Erfahrung) wird Dir niemand beantworten können, da die Antwort immer ein Einzelfall sein wird. Ich z.B. hatte letztes Jahr mein schlechtestes Auto (über 50'000 Meilen alt) und mein 'bestes' Auto (42 Meilen alt) innert 4 Wochen beim gleichen Autovermieter!

Bei den grossen Autovermietern (Alamo, Avis, Hertz, Budget) wirst Du in etwa gleichartige Qualität erhalten. Wenn Du 800 Euro bei Alamo bezahlen musst, dann ist das ein gutes Angebot.

Noch einige Tips:

- immer, wirklich immer, prüfen, dass eine Vollkasko ohne Selbstbeteiligung, sowie eine zusätzliche Haftpflichtversicherung über mind. 1 Mio $ eingeschlossen ist (1 Mio $ wird als Zusatz von allen amerikanischen Anbietern angeboten, während deutsche Anbieter teilweise höhere Summen anbieten).

- Eine Direktbuchung bei diesen Grossen stellt sicher, dass die Buchung dort 'angekommen' ist (es gibt im Forum vereinzelt Beiträge, wo die Reservation via Drittanbieter nicht geklappt hat und die Vouchers nicht akzeptiert wurden). Die Grossen offerieren teilweise auch noch Rabatte, wenn man Mitglied eines Automobilclubs oder Mitglied eines Meilenprogrammes ist (Miles & More Karte gibt z.B. bei Hertz schon 10%).

- Die Wahl des Autovermieters kann auch von der Länge der Miete abhängen (meines Wissens ist die max. Mietdauer bei Avis 30 Tage, bei Hertz 8 Wochen, was bei längeren Reisen wesentlich sein kann)

- Ebenfalls zu untersuchen sind immer Spezialfälle wie jugendliches Alter, Zusatzfahrer, Einwegmieten. Da können dann schon grössere Differenzen auftreten. Manchmal ist eine Miete ab einem Stadtbüro einiges billiger als ab Airport.

- Wer bei einem kleineren lokalen Anbieter mieten will (Garagen vermieten manchmal auch Autos) muss abklären, ob diese auch die oben erwähnten Versicherungen anbieten. Einwegmieten sind da meist nicht möglich und ob der lokale Anbieter in Los Angeles dann einen Ersatzwagen in Tuscon oder Salt Lake City stellen kann ????

- Ebenfalls abklären, wie die einzelne Gesellschaft die Abrechnung mit den Tolls (Strassen- und Brückengebühren) vornimmt. In Deinem Fall (4 Wochen) würde Dich das bei Hertz als Beispiel ca. 25$/Monat einmalige Grundgebühr + den jeweiligen Brückenzoll kosten. Andere Autovermietungen haben andere/ähnliche Lösungen. Dies wird in den USA zunehmend ein Problem, da immer mehr Staaten keine Barzahlung an Zahlhäuschen mehr anbieten, sondern das Kennzeichen fotografieren. Als kalifornisches Beispiel: die Golden Gate Bridge. Fährst Du dort hinüber, wird bei Hetz automatisch 'Platepass' mit obiger Gebühr (ca. 2.75$ pro Miettag, max. 25$ aktiviert (auch für alle anderen Tage, selbst wenn der Karren in der Hotelgarage steht).

Von der weiter oben vertretenen Meinung von Konstanze kann ich hier nur warnen. Nie, gar nie, einen Mietwagen mit falschen Angaben mieten. Dies macht den Mietvertrag und die darin enthaltenen Versicherungen ungültig. Niemand am Schalter kümmert sich darum, ob Du diesen Ausweis hast. Dann hast Du einen Unfall mit Grossschaden. Dann und erst dann werden Heerscharen von Anwälten versuchen, sich von ihrer Zahlungspflicht zu befreien. Wer nicht im Mietvertrag eingetragene Personen fahren lässt, verliert ebenfalls den Versicherungsschutz. Bei einer Verkehrskontrolle gäbe es dann richtig Aerger.

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