Niemandsland Marokko / Mauretanien: Strassenverhältnisse?

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MarkusT
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Niemandsland Marokko / Mauretanien: Strassenverhältnisse?

Ungelesener Beitrag von MarkusT » 04 Jun 09 2:20

DROLFB hat geschrieben:Niemandsland zwischen Marokko und Mauretanien:
-> 4 km harte Piste. Wenn man die nicht verlässt, gibt's auch kein Minenproblem.

Ab Mauretanischer Grenze bis Nouakchott:
-> sehr gute neue Asphaltstrasse

Nouakchott bis Rosso (Mauretanien):
-> ältere Asphaltstrasse, Schlaglochfrequenz zunehmend

Also Harte Piste ist nicht unbedingt das, was mir einfällt wenn ich ans Niemansland zwischen Marokko und Mauretanien denke. Aber es ist definitiv der schlechteste Abschnitt der Strecke bis ihr Mauretanien verlasst. Die 4km sind nicht schon recht schlecht aber ein wenig Platz zum Vordermann lassen, damit man sandige Passagen mit schwung durchfahren kann und dann passt das schon. Wenn ihr Baumaschinen transportiert dann könnt ihr vermutlich auch in unwegsamem Gelände fahren oder? Eine schlammige Baustelle ist auch nicht besser :D

Markus




[Anm. Astrid: Beitrag einzelthematisiert aus diesem Thread :)]

DROLFB
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Niemandsland: Straße für Schwertransport geeignet?

Ungelesener Beitrag von DROLFB » 04 Jun 09 8:06

Nun, an was denkst Du dann, Markus? Ich bin die vier km mit einem ortskundigen Mauretanier aus Nouadhibou gefahren. Der jedenfalls kennt dort einen Weg mit harter Piste. Aber wahrscheinlich kann man auch einen sandigen Weg finden ...

Grüsse, Rolf

MarkusT
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Niemandsland: Straße für Schwertransport geeignet?

Ungelesener Beitrag von MarkusT » 04 Jun 09 21:02

DROLFB hat geschrieben:Nun, an was denkst Du dann, Markus? Ich bin die vier km mit einem ortskundigen Mauretanier aus Nouadhibou gefahren. Der jedenfalls kennt dort einen Weg mit harter Piste. Aber wahrscheinlich kann man auch einen sandigen Weg finden ...

Grüsse, Rolf
Hallo Rolf,
Wir sind einfach von Marroko nach Mauretanien gefahren, ohne Führer etc. Und das Hymer-Wohnmobil vor uns hatte auch keine Problem den Weg zu finden. Aber die Mauretannier finden sicherlich auch eine harte Piste wenn man schon dafür bezahlt. Oder meinst du hart im Sinne von gut befestigt?

Markus

DROLFB
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Niemandsland Marokko / Mauretanien: Strassenverhältnisse?

Ungelesener Beitrag von DROLFB » 04 Jun 09 22:54

Nein, da ist nichts befestigt. Und "hart" ist eben ohne sandige Passagen. Der Mauretanier mit dem ich fuhr ist kein Führer. Er macht ein bisschen Warenverkehr zwischen Dakhla und Nouadhibou.

Also, ich habe eben keinen Sand gesehen, ... auf der Piste. Es wird wohl zwei Wege geben. Einen mit und einen ohne sandige Passagen.

Rolf

MarkusT
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Niemandsland Marokko / Mauretanien: Strassenverhältnisse?

Ungelesener Beitrag von MarkusT » 05 Jun 09 9:20

Es gibt da einige Wege; man kann verschiedene nehmen bzw. wird immer wieder vor die Wahl gestellt. Wie gesagt wir sind ganz gut durchgekommen, aber einer den wir in Nouhadibou getroffen haben ist versandet.

Markus

SabiHpe
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Niemandsland Marokko / Mauretanien: Strassenverhältnisse?

Ungelesener Beitrag von SabiHpe » 26 Nov 11 9:35

Hi,
wir sind gestern durch das "Niemandsland" gefahren und können daher ein aktuelles update liefern:
Die Abfertigung in Marokko war bürokratisch, aber problemlos: zuerst normale Pass-Kontrolle, dann mussten wir das "fiche" ausfüllen (wir hatten keine, sondern sind bis hierher immer mit Passkopien durchgekommen). Das "fiche" füllt entweder ein hilfreicher Mensch (gegen Geld) aus - oder man macht es einfach selbst. Dann damit und mit Pass zum Polizeischalter, wo wir den Ausreisestempel gekommen haben. Irgendjemand hat uns dann noch gefragt, was wir im Gepäck haben - da ging's aber nur darum, dass Waffen deklarationspflichtig sind, falls wir welche mithätten (wegen der Jagd). Dann ging's weiter zum Zoll, der unsere Motorräder (aus der Ferne) begutachtet und "freigegeben" hat (Vermerk auf den Papieren, die wir bei der Einreise bekommen haben (grüner & weißer Zettel)), dann in das Zollgebäude, wo unsere "Fahrzeugpapiere" gestempelt und der grüne einbehalten wurde (wir mussten auch den Zulassungsschein vorlegen), den weißen durften wir behalten.
Dann weiter zur Gendarmerie, wieder zum Gebäude, dort wurden Pass, Zulassungsschein und weißer Zettel nochmals kontrolliert wurden und in ein großes Buch handschriftlich eingetragen wurde. Dann durften wir fahren.
Wir wurden beim Gendarmerieposten von mauretanischen "guides" angesprochen, die uns zur mauretanischen Grenze bringen wollten. Haben wir abgelehnt, war kein Problem.
Die Piste selbst war an sich unproblematisch, aber in grottenschlechtem Zustand. Wichtig ist, darauf zu achten, dass man auf der Hauptpiste bleibt (insofern haben die "guides" schon ein Argument ;-))). Es gibt einige Nebenpisten, die man nicht auf den ersten Blick erkennt (wir jedenfalls nicht), was damit geendet hat, dass wir in tiefem Sand gelandet sind - mit den vollgepackten Motorrädern nur bedingt spaßig. Es waren allerdings sofort hilfreiche Mauretanier zur Stelle, die uns geholfen haben und uns auf die "richtige" Piste zurückbugsiert haben (gegen ein kleines Trinkgeld).
Danach ging's problemlos bis zum mauretanischen Grenzposten. (Mir kamen die 4km überraschend kurz vor - es waren aber defintiv 4km).
Die mauretanische Grenze:
Zuallererst wurde eines unserer Motorräder bzw. das Gepäck inspiziert (vom Zoll), das diente aber rein der Suche nach etwas, das als "cadeau" durchgehen könnte. Sie haben allerdings nicht intensiv gesucht und im Topcase anscheinend nichts gefunden, was sie haben wollten. Mit Ausnahme unserer wiederaufladbaren Batterien - das haben wir ihnen aber ausreden können, indem wir gesagt haben, dass sie ohne Ladegerät nutzlos sind. Damit haben sie sich zufrieden gegeben. Moral von der Geschicht: auch wenn ein cadeau verlangt wird, muss man ihnen noch lange keines geben.
Dann ging's weiter zu den eigentlichen Grenzformalitäten: wir mussten in das Gebäude, unsere Pässe und Zulassung herzeigen, die intensiv studiert wurden. Dann wurde uns diese "Ehrenerklärung" (anstelle des carnet de passage) ausgehändigt, das wir ausfüllen mussten. Damit wieder rein, jeder EUR 10 (oder 1000 Dirham) zahlen und gut war's.
Wir wurden dann von einem Versicherungs"makler" angesprochen, haben das aber noch abgelehnt.
Zweites Gebäude auf der anderen Straßenseite: wieder mit Pass und Zulassung und der Ehrenerklärung rein, dort wurden wir dann "registriert" (d.h. unsere Daten in den Computer eingegeben) und das war's.
Bevor jedoch die über die Straße gespannte Kette heruntergelassen wurde, hat uns der Grenzer noch aufgefordert, uns die Versicherung zu kaufen. Wir sind also zu Fuß über die Grenze zum Versicherungsbüro, haben die Versicherung gekauft (für 20 Tage ca. 6000 MRO pro Motorrad, die wir in der angeschlossenen Wechselstube wechselt haben ;-))) und durften dann mit unseren Motorrädern nach Mauretanien rein.
Insgesamt also unproblematisch, das ganze Prozedere (Marokko-Niemandsland-Mauretanien) hat gut zwei Stunden gedauert.
Die Straße nach Nouadibou ist sehr gut, nur zwei Kontrollpunkte, die aber kein Problem sind, vor allem wenn man das (schon aus Marokko bekannte) "fiche" ODER eine Passkopie hat.

und jetzt sind wir gespannt auf Mauretanien :-) ...

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