Zahlungsmittel für Südostasien und Australien?

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annika
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Zahlungsmittel für Südostasien und Australien?

Ungelesener Beitrag von annika » 07 Nov 03 22:26

hallo ihr lieben.

in meinen reisevorbereitungen bin ich nun beim thema geld angelangt und hoffe mal wieder auf eure unterstützung.

5 wochen australien
immer mal wieder thailand, weil ausgangspunkt für:
4 wochen birma
2 wochen kambodscha
evtl. laos

es gibt von der postbank eine sparcard mit der man 2mal(glaub ich, könnte auch 3mal sein) im jahr kostenlos in der ganzen welt geld abheben kann, öfter kostet dann, wieviel weiß ich leider nicht.
in birma gehts sowieso nur mit bargeld, hab ich mir sagen lassen.

wie würdet ihr das machen?
was sind eure erfahrungen?
wie funktioniert das mit den traveller cheques?

wär toll von euch zu hören!

dank und gruß
annika

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MArtin
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Reiseschecks, Traveler Cheques

Ungelesener Beitrag von MArtin » 08 Nov 03 2:56

Hallo Annika,
auf Deiner Reise wirst Du vss. sehr viel öfter als 2-3mal Geld abheben, das Argument "nur" 2-3mal kostenlos Geld mit der Geldkarte abheben zu können ist also kein besonders starkes.
Update:
Siehe dazu bitte Die günstigste Geldkarte für's Ausland? sowie etliche andere Umkreis-Themen.
Annika hat geschrieben:wie funktioniert das mit den Traveller Cheques?
Mit Reiseschecks geht das wie im Workshop Geld & Reise beschrieben:
Sie kosten in der Bank 1% ihres Nennwertes und Du unterschreibst sie. Willst Du sie dann irgendwo in der Welt eincashen, musst Du Dich ausweisen und in Anwesenheit des Bankbeamten nochmals unterschreiben. Erst dann bekommst Du Bares.
Das macht die durchnummerierten Reiseschecks zu einem sehr sicheren Zahlungsmittel. Reiseschecks gibt es in verschiedenen Nennwerten (50,100,500,1000 US$ oder Euro). Reiseschecks haben kein Verfallsdatum und werden bei Verlust / Diebstahl meist innerhalb weniger Stunden/ Tage ersetzt. In SOA unterwegs bewähren sich eher die kleineren Travelerschecks bis 100 US$ als Notreserve.
Update:
Der Euro ist inzwischen Weltwährung, insofern werden Euro-Reiseschecks fast überall eingelöst - und Du sparst Dir im Vergleich zu Dollarreiseschecks die Kosten für die (zweimalige) Währungsumrechnung.

Weitere Antworten auf Geldfragen, auch zu Kreditkarten findest Du z.B. im Thread Zahlungsmittel und wenn Du die Suchfunktion bemühst.

Liebe Grüße

Thomas
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Re: Reiseschecks, Traveler Cheques

Ungelesener Beitrag von Thomas » 08 Nov 03 13:10

MArtin hat geschrieben: auf Deiner Reise wirst Du vss. sehr viel öfter als 2-3mal Geld abheben, das Argument 2-3mal kostenlos abheben zu können ist also kein besonders starkes.
Sie sprach offenbar von der Postbank Sparcard. Mit dieser kann man vier Mal im Jahr an jedem Automaten kostenlos Geld abheben, der das VISA Plus Symbol trägt (das ist praktisch jeder). Man kann natürlich mehr als nur eine Sparcard besitzen...
MArtin hat geschrieben: Mit Reiseschecks geht das folgendermaßen:
Sie kosten in der Bank 1% ihres Nennwertes (für Dich ist US$ die beste Währung) und Du unterschreibst sie.
Theoretisch stimmt das. Praktisch sieht es leider so aus, dass der Umtauschkurs, der Reiseschecks zu Grunde gelegt wird, so manches Mal eher der Fantasie der austellenden Bank als irgendwelchen Realitäten näher kommt. Wenn man dieses in die Gebühren mit einrechnet, sind die super günstigen Reiseschecks leider gar nicht mehr günstig. Auch hat es sich schon so manches Mal als leicht herausfordernd herausgestellt, diese Schecks wieder zu Bargeld zu machen. Du sagst richtig, dass kleinere Stückelungen hierbei schon mal hilfreich sind. Jetzt muss man nur noch eine passende Bank finden, die obendrein offen hat...

Tendenziell denke ich persönlich, dass man ATMs noch am einfachsten findet und benutzen kann. Mitlerweile kommt man dabei entweder mit seiner Maestro-Karte gut an Bargeld oder man bemüht seine Kreditkarte, wenn bei dieser die Konditionen stimmen. Das Abheben aus einem eventuellen Kartenguthaben erweist sich hier häufig als sehr günstig. Für Details hilft da aber leider nur das Studium der eigenen Kartenbedingungen (was sich eh empfiehlt und je nach Neigung sogar eine unterhaltsame Lektüre sein kann :wink:).

-th.

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Jorge
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Ungelesener Beitrag von Jorge » 10 Nov 03 8:53

Hallo zusammen!

Wir haben uns diesem Thema natürlich auch annehmen müssen. Nun haben wir die wohl beste lösung gefunden. Travellerschecks sind ja i.o. und total sicher, aber eben, der Wechselkurs :cry: Nun gibt es die Travellerschecks auch in Kreditkartenform. Das heisst, man lädt eine Karte mit einem Geldbetrag (USD oder EUR), und kann dann mit dieser Karte weltweit an über 800'000 Bankomaten Lokalwährung abheben. Ist erstens genauso sicher wie die Scheck (werden innerhalb 48 Stunden nach Verlust ersetzt), und man hat den Wechselkurs der Bank. Das Aufladen der Karte kostet ebenfalls 1% des Betrages. Ich weiss nicht ob es das auch in Deutschland gibt?! Nähere Infos unter www.travelcash.ch

Viel Spass

Jorge und Siby
Ein Schiff ist im Hafen sicher, dafür wurde es aber nicht gebaut!
www.tauchcenter.ch

Thomas
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Ungelesener Beitrag von Thomas » 10 Nov 03 11:21

Jorge hat geschrieben: Travellerschecks sind ja i.o. und total sicher, aber eben, der Wechselkurs
Und ihre Unhandlichkeit beim Einlösen. Sie werden eben nicht überall genommen und je nach Aussteller löst sie noch nicht einmal jede Bank (kostenlos) ein. Es sollte nicht so sein, kommt aber doch immer wieder vor.
Jorge hat geschrieben: Nun gibt es die Travellerschecks auch in Kreditkartenform.
Für Schweizer, mag sein. Hier in D-Land sieht es mit dem Aufladen einer solchen Karte recht mager aus. Das wird unterwegs nicht viel besser sein. Da sind ec/Maestro und Kreditkarten etwas flexibler. Notfalls kann man diese per Online-Banking wieder »nachfüllen«.
Jorge hat geschrieben: Das heisst, man lädt eine Karte mit einem Geldbetrag (USD oder EUR), und kann dann mit dieser Karte weltweit an über 800'000 Bankomaten Lokalwährung abheben.
Das mit der Lokalwährung ist ein Problem, welches man mit anderen ATM-Karten (Maestro, Kreditkarten) ebenfalls hat. Ich hätte schon meistens lieber USD. Aber die gibt es oft nur am Schalter einer Bank und das kostet extra.
Jorge hat geschrieben: Ist erstens genauso sicher wie die Scheck (werden innerhalb 48 Stunden nach Verlust ersetzt),
Der Missbrauch bei Verlust ist (bisher noch) ein ernstes Problem von ec/Maestro-Karten. Bei einer Kreditkarte haftest Du für gewöhnlich mit maximal 50 Euro. Das ist noch zu vertreten.
Jorge hat geschrieben: Das Aufladen der Karte kostet ebenfalls 1% des Betrages.
Und Abheben kostet 3 Euro/USD.

Ein Vorteil dieser Karten ist sicherlich ihre Kontounabhängigkeit. Dafür hat man auch wieder eine Karte mehr im Gepäck (die potenziell verloren werden kann) sowie eine PIN mehr zum Merken.

-th.

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Gast

Ungelesener Beitrag von Gast » 10 Nov 03 11:33

Hallo th

vielen dank für die Infos. Wenn deine Kreditkarte gestohlen wird, musst sie natürlich sofort sperren lassen, was auch wieder etwas kostet. Wenn aber der Dieb schneller ist, hat er vielleicht schon etwas mit deiner karte bezahlt. Dieses Problem hast du bei der Travelcashkarte allerdings nicht, denn da braucht es, wie du gesagt hast, einen PIN. Und denn kann man ja auch ändern, dann muss man sich nicht noch etwas zusätzlich merken.

Du schreibst, dass du gerne USD hättest anstelle von Lokalwährung. Warum ist dies oft angenehmer? Vielen Dank für deine Infos

gruss

Jorge
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Wechselkurs für Travellercheques

Ungelesener Beitrag von MArtin » 10 Nov 03 12:21

Danke für die ausführlichen Infos! :)
Zum Wechselkurs, zu dem Travellercheques eingetauscht werden ist noch zu sagen, dass es sich dabei um den tgl. fest gelegten Geldkurs handelt, mit dem auch Bargeld getauscht wird. Er liegt tatsächlich etwas (aber nicht viel) niedriger als der Briefkurs, der auf bargeldlose Transaktionen angewendet wird.

Liebe Grüße

Thomas
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Ungelesener Beitrag von Thomas » 10 Nov 03 13:01

Anonymous hat geschrieben:Du schreibst, dass du gerne USD hättest anstelle von Lokalwährung. Warum ist dies oft angenehmer? Vielen Dank für deine Infos
Nun, zum einen sind sie manchmal schlicht »lieber gesehen« und zum anderen sparen sie Restgeld-Rechen- und -Umtauschaufwand beim Wechsel von einem Land zum nächsten.

-th.

annika
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dank

Ungelesener Beitrag von annika » 11 Nov 03 23:27

dank euch allen für die ausführlichkeit!
wenn ich richtig verstanden hab, liegt es wie so oft im eigenen ermessen.
:?
aber nun bin ich der sache schon um einiges näher! :)

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