Gibt es hier denn keine echten Low Buget Backpacker?

Worüber man in der Welt-Reise-Community so spricht / sprechen sollte, wo Du Reisethemen diskutieren, von Deinem Fernweh daheim oder Heimweh unterwegs berichten - oder auch außerhalb Deines Vorstellungsbereichs einfach mit anderen Mitgliedern der Weltreise-Community "labern" kannst... (Keine Reise-Infos hier!)
Hier:
Ob als Urlauber oder Hardcore- Traveler: Reisen bildet und ändert das Bewusstsein. Freier Austausch unter Betroffenen.
Hier im Plauderbereich der Reisecommunity aber bitte KEINE konkreten Reiseinfos fragen oder posten, denn die gehören einzelthematisch in den Reise-Info-Pool. sodass sie als Sachthemen ergänzbar, aktualisierbar und für andere hilfreich findbar bleiben. Danke!

Wie hoch ist euer durchschnittliches monatl. Reise-Buget?

bis 300 €
33
27%
bis 500 €
36
30%
bis 1000 €
39
32%
über 1000 €
14
11%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 122

Benutzeravatar
MArtin
Site Admin
Beiträge: 8368
Registriert: 04 Dez 02 14:16
Wohnort: weltreisend seit 2000
Kontaktdaten:

Gibt es hier denn keine echten Low Buget Backpacker?

Ungelesener Beitrag von MArtin » 20 Apr 08 6:21

Hallo Freak, willkommen an Board! :)
freak007 hat geschrieben:... die Umfrage bezieht sich auf die Kosten pro Monat!! Kann ich das noch irgendwie umändern?...
Sorry, das kannst Du nicht, sonst könnte man hier ja Umfragen fälschen!
Aber Mods und Admins haben eine lange Tradition darin, Schnellschüsse anderer in ihrer Freizeit auszubügeln. ;)

Ich habe Deine Um-Frage jetzt
von:
"Wie hoch ist euer durchschnittliches Reise-Buget auf Reisen?"
auf:
"Wie hoch ist euer durchschnittliches monatl. Reise-Buget?"
geändert.

Für mehr Einzelheiten zu Dir, Deinem Leben, zu Spar- und Reiseplänen steht übrigens der Vorstellungsbereich bereit, wo die Meisten sie auch erwarten. :idea:

Zum Thema selbst:
Es ist relativ einfach, sein Reisebudget vor Abreise willkürlich niedrig fest zu setzen (und hohe Flugkosten buchhalterisch weg zu leugnen).

Was die Reiserealität dann daraus macht, steht allerdings auf einem anderen Blatt:
Spätestens wenn Du in touristischere Gegenden kommst, wo jeder reflexhaft "Unterkunft" mit "Zusatzeinnahme" assoziiert - und sich die theoretisch lange Liste von HC-Mitgliedern und Couchsurfern auf 0 Antworten kondensiert.

In unseren nunmehr 8 Weltreisejahren kommen wir dank vielfaeltiger Tauschgelegenheiten gemeinsam auf einen Reise bezogenen Tagesschnitt von ca. 22 US$ (samt Transportkosten) - ich glaube kaum, dass viele längerfristig bzgl. Unterkunft, Luxus & Verpflegung größere Kompromisse eingehen wollen - und viel billiger weltreisen können. Und das ist sehr verständlich!
(Nochmal die Hälfte davon benötigen wir übrigens, um WRF und worldtrip.de laufend zu halten - die dazu nötige Lebenszeit geben wir bislang umsonst dazu, leider ohne Familie im Hintergrund, die derweil was für unsere Rente abzweigt. :( )

So ein niedriges Reisebudget ist aber keineswegs überall möglich:
Gerade in den letzten 2 Monaten, sie waren die teuersten unserer gesamten Weltreise, haben wir gezwungener Maßen über 3.500 US$ ausgegeben - wie immer ganz ohne latte machiato.
(Internetcafepreise hier auf St. Martin belaufen sich z.B. auf 5US$/30Min - da ist ein Tagesbudget innerhalb weniger WRF-Editierungen schnell aufgebraucht.)

Ich schlage vor, Du fährst mal los - hinterher und nach Kassensturz lässt's sich dann noch besser über "echte" Low Budget Backpacker reden. ;)
freak007 hat geschrieben:...Und wenn ich mich irgendwann wieder sesshaft gemacht habe sind alle von meinen Gastgebern natürlich herzlich eingeladen...
Das ist aber nicht die HC-Philosophie:
Mit dieser selektiven Einschränkung wäre das Konzept zwangsläufig und schnell zum Scheitern verurteilt.

@ möp:
Danke für die Erwähnung der Forenregeln - ist gegenüber Kiebitzen immer ganz hilfreich! :)
Aber:
möp hat geschrieben:... (die forenregeln sind da ja bissl... :roll: )
"da" ja (mit gutem allgemeindienlichen Grund) - aber "hier" in den Plauderecken nicht - bitte lies ggf. nochmal nach.


Nichts für Ungut und liebe Grüße :)

JuttaJ
WRF-Mitglied
Beiträge: 15
Registriert: 31 Mär 08 21:20

Gibt es hier denn keine echten Low Buget Backpacker?

Ungelesener Beitrag von JuttaJ » 20 Apr 08 14:38

Hi Freak,

also, nachdem dir hier soviel rauher Wind entgegengeschlagen ist, möchte ich dir auch gerne mal ein bisschen Rückendeckung geben :) Ich bin selber Mitglied bei Couchsurfing und Hospitality-Club und sehe das keinesfalls als Schmarotzertum an, sondern als gegenseitiges Geben und Nehmen. Dass die Leute in "touristischen" Gegenden sich da nicht ausnutzen lassen wollen, verstehe ich, beeinflusst meine eigene Couchsurferei aber nur wenig, weil ich in besonders touristische Gegenden eh meist nicht fahre. Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass viele Couchsurfer wirklich gerne besucht werden. Genaugenommen frage ich selten konkret für eine Couch an, sondern es ergibt sich ein Kontakt, weil ich in einer entsprechenden Gruppe was zur Gegend gefragt habe oder so.

Ich habe früher, also so zu Studienzeiten, ausgesprochene low-budget bis no-budget Reisen gemacht (Fahrrad oder trampen und Zelt, essen hätte ich zuhause auch gemusst) und finde das völlig legitim. Heute bin ich froh, dass ich es mir unterwegs ab und zu auch mal leisten kann, was essen zu gehen (irgendwann mag man auch echt keine Müsliriegel mehr sehen) oder eben mal in einem Hostel oder einem B&B zu übernachten, ohne dass mich das in eine komplette finanzielle Krise stürzt. Auf das Zelt verzichte ich inzwischen oft, um Gewicht zu sparen und gebe dann eben häufiger mal Geld für eine Übernachtung aus. Aber meistens habe ich den Ehrgeiz, unterwegs nicht viel mehr Geld auszugeben als zuhaused (und das, obwohl ich eigentlich nicht in irgendwelche typischen Billigreiseländer fahre, sondern hauptsächlich in Europa unterwegs bin).

Dieses Jahre nehme ich das erste Mal seit langem meine Gitarre mit und werde versuchen, meine Reisekasse ab und zu mit ein bisschen Straßenmusik aufzubessern. Außerdem WWOOFe ich, wenn ich irgendwo länger vor Ort bleibe. Ich werde dann im Oktober mal berichten, wie hoch mein Kanada-Reisebudget so im Nachhinein war.

Gruß,
Jutta

Benutzeravatar
NatalieP
Aktives WRF-Mitglied
Beiträge: 71
Registriert: 27 Jun 07 0:42
Wohnort: Bremen

Gibt es hier denn keine echten Low Buget Backpacker?

Ungelesener Beitrag von NatalieP » 21 Apr 08 13:01

Hallo,
mir stellt sich gerade die Frage, was denn so schlimm daran ist, kein Lowest-Budget-Backpacker zu sein, oder gerade das zu sein?
Das hört sich teilweise an, als gäbe es die Entscheidung, ob man es nun ganz besonders toll findet wenig Geld auszugeben oder ganz besonders schlimm.
Wir sind schließlich zu Gast und "auf Urlaub" und da soll doch jeder selbst entscheiden, ob er sich das ein oder andere leisten kann und will, oder nicht. Ich finde es generell total doof, dass manche ihre Tagesausgaben vergleichen und wetteifern, wer am wenisgten ausgibt.
So wie die Leute hier im Forum unterwegs sind, achten sie doch alle auf ein angemessenes Budget, aber eben angemessen für sich selbst.

ana wandert aus
Aktives WRF-Mitglied
Beiträge: 29
Registriert: 28 Jan 08 17:34

Gibt es hier denn keine echten Low Buget Backpacker?

Ungelesener Beitrag von ana wandert aus » 22 Apr 08 11:36

Hallo,

ich war selbst mal lowest-budget in Südostasien unterwegs, weil sich die Frage nach dem mehr Geld ausgeben gar nicht stellte, sondern die einzige Alternative gewesen wäre, gar nicht zu gehen. Das bedeutete aber auch nur 2 Mahlzeiten am Tag statt 3 (und das in Asien...), öfter mal 5 km Märsche durch Urwald oder sengende Sonne um sich das Geld fürs Tuk-Tuk zu sparen ... Resultat war, dass ich so ganz viele Ecken gesehen habe, die im Taxi an mir vorbeigerauscht wären, aber ehrlicherweise war ich abends oft so platt und ohne Energie dass ich nicht mal mehr papp sagen wollte ...

Ich finds auch nicht weiter schlimm,wenn Leute mehr Geld ausgeben, warum auch? Ist ja jedem seine Sache, und wenn das Geld bei den Einheimischen bleibt ist das auch ganz gut, schließlich leben die ja auch auch davon, dass sich nicht jeder auf ne Nudelsuppe am Tag beschränkt.

Zum Thema Hospitality Club, das hat mich schon ein bischen geschockt, das als Schmarotzen zu bezeichnen. Ist ja schließlich jeder freiwillig drin, und ich habe auf dem Balkan viele Leute kennengelernt, die werden immer nur Gäste haben und mich nie besuchen kommen. Denn nicht jeder, der gibt, erwartet auch dafür zu nehmen (deswegen heißt's ja auch "Hospitality" Club). Und ich hatte das Gefühl für sie, die selbst nicht reisen können, weil sie das Geld nicht haben bzw. auch gar kein Visum bekommen würden, war das eher nach dem Motto: wenn wir nicht in die Welt können, kommt die Welt halt zu uns. Und der Gefahr des Schmarotzertums komme ich so zuvor, dass ich mittags einkaufe und abends für meine hosts koche.

also dann, gute Reise, freak!

viele Grüße,
ana

Micha2203
Aktives WRF-Mitglied
Beiträge: 80
Registriert: 30 Dez 04 14:04

Gibt es hier denn keine echten Low Buget Backpacker?

Ungelesener Beitrag von Micha2203 » 22 Apr 08 19:39

Nicht, dass mich jemand hier falsch versteht, aber niemand hat behauptet, dass das Nutzen des HC mit Schmarotzen gleichzusetzen ist. Ich habe nur schon leider viele Leute erlebt, die mit der Erwartungshaltung an eine Reise gegangen sind, dass sie überall und ständig eingeladen sind. Es gibt sogar Reisende, die nur in Länder fahren, die als ausgesprochen gastfreundlich gelten. Einfach, um sich eine schöne Zeit zu machen. Und wenn ich dann diesen Satz lese:
freak007 hat geschrieben: und werde intensiv von couchsurfing, hospitalityclub gebrauch machen.
dann befürchte ich, dass genau darauf spekuliert wird, ständig von der Nächstenliebe anderer nutzen zu dürfen.
Den weißt du, wie dieser Satz für mich klingt? In etwa so: "Wenn es etwas umsonst gibt, werde ich es intensiv nutzen"

Wenn man unterwegs spontan eingeladen wird, ist das was ganz anderes...
Wenn man mal den HC nutzt, ist das auch was anderes...
Es geht mir schlicht und einfach darum, dass ich es nicht gut finde, mit dieser Grundeinstellung, auf anderer Leute Kosten, zu verreisen.

Und Ana, die auswandert, DU lädst deine Gastgeber zum Essen ein. Ich glaube dir das einfach mal. Aber ich glaube nicht, dass freak dies macht, denn sonst würde er ganz schnell merken, dass seine 10 Euro Tagessatz nicht immer passen werden.

Benutzeravatar
26martini06
Aktives WRF-Mitglied
Beiträge: 142
Registriert: 28 Sep 07 9:25
Wohnort: Busreisend, oft in Wien

Gibt es hier denn keine echten Low Buget Backpacker?

Ungelesener Beitrag von 26martini06 » 23 Apr 08 9:17

freak007 hat geschrieben: 1 Wie kommt es das Ihr 5000€ für nen halbes Jahr als knapp anseht??
...niemand mit wirklich wenig Geld auskommt (sinngemäß)...

2 Ich werde vom ersten Meter an als Tramper losziehen, und benötige also keine Transportkosten. -- keine Flugtickets

3 Ich habe mein Zelt dabei, und werde intensiv von couchsurfing, hospitalityclub gebrauch machen.

4 Für essen und weitere umkosten gebe ich durch meine sparsame Art schon heute im schnitt nur 5 €uro aus.

5 Ich werde langsam reisen, was meine kosten hoffentlich noch einmal drücken wird. -- Fahrt Ihr nur in die Touristenecken, und kauft euch in jede Sehenswürdigkeit ein?

6 Irgendwie vermisse ich hier in diesem forum gleichgesinnte.
1 das liegt wohl daran, das wir auf völlig unterschiedliche Weise reisen ;-)
Ich finde aber eigentlich, das ich schon mit relativ "wenig" Geld auskomme ( aber das ist eben idnividuelle, relative Betrachtung) für mich sind eben 5000 Euro in 6 Monaten auch "wenig", das liegt zB auch daran, -->

2 dass ich nicht trampe sondern mit einem alten WOMO/Bus durch die Gegend fahre (haben also unser "Zelt" , die Behausung auch mit). Bei den heutigen Spritpreisen schon eine ziemliche finanzielle Belastung... dann sind wir zu Dritt, sprich: ich habe drei hungrige Mäuler zu stopfen und mit "kleinem" Kind (6 Jahre) und einigem Platzbedarf ist trampen wirklich nur mehr eingeschränkt ein Thema... Flugtickets brauchen wir dafür auch nicht und wir haben immer -->

3 eine KÜCHE, Toilette und ein BETT dabei..., spart auch wieder ein bischen Geld, insbesondere -->

4 beim ESSEN, da liegen wir (pro Kopf) weit unter Deinem Budget, kochen aber auch in mehr als 85% selbst. Grundsätzlich glaube ich aber das man auch als Tramp noch mit weit weniger auskommen könnte, wenn das einzige Ziel der Reise ist - sowenig als möglich auszugeben (ist es das wirklich??)...

5 obwohl ich auch (für meinen Begriff) (r)echt "langsam" unterwegs bin, so will ich auch nicht "zu" langsam reisen, sondern vorrangig etwas von der Welt sehen ( natürlich auch die Touristenattraktionen und Sehenswürdigkeiten), die Kunst, Kultur und Menschen der bereisten Länder kennenlernen, etc. Natürlich kostet auch das etwas, aber wenn ich das nicht machen würde könnte ich gleich daheim bleiben, wär natürlich viel, viel billiger ;-). ANdere meinen vielleicht (oder sogar ganz sicher) ich würde "rasen" und nicht "reisen" - nun denn, es sei so - ich will ja gar nicht allerorts "seßhaft" werden...

6 Da wirds schon einige geben, nur Geduld - und auch wenn Du niemanden finden solltest der Deinen Ansprüchen gerecht wird, so wünsche ich Dir jedenfalls für Deine Reise alles Gute, eine schöne Zeit, viele wertvolle Erfahrungen und das alles so (billig) sein möge wie Du erwartest ( oder es sogar übertrifft). Es wäre doch fad, wenn alle das selbe (und auf die selbe Art) tun würden...

AJA mein Budget: für/in 5 Monate(n) (ver)brauche ich ca 4000 Teuros und da kommen noch ca 2000 Teuros laufende Kosten aus der Heimat dazu ( Versicherungen, BAusparer, KFZ Vers., Lagerraummiete, Internetvertrag, etc), des weiteren Verbrauchen sich in diesem Zeitraum ca 140 Euro/mtl an "Familienbeihilfe" die wir (unsere Tochter) bekommen/t.
- das wären dann nochmals 700 Teuros was nun Gesamt 6700 Teuros in 5 Monaten ergibt -- OHNE die Anschaffungs- und/bzw Abnutzungskosten des Buses zu berücksichtigen.
Sprit und Reparaturkosten während der Reise sowie teilweise Wartungskosten sind im Betrag berücksichtigt (Daten: Süd/Ost/Europa-Reise 07/08 ).
Wir sind auch schon weit "billiger", gefahren - ist aber schon lange her, waren andere Zeiten, ALLES war weit billiger (und man hat zusätzlich noch "besser" verdient), insbesondere der Sprit, wir hatten noch kein Kind dabei, fuhren einen kleineren, günstigeren Bus, das Essen im Wirtshaus war billiger als es im selben Land heute im Supermarkt ist, usw... --na was solls, raunzen nutzt im EU-Zeitalter auch nix (mehr)...

Lg Martin

Benutzeravatar
Blackweave
WRF-Mitglied
Beiträge: 15
Registriert: 31 Mai 08 20:52
Wohnort: Schweiz
Kontaktdaten:

Gibt es hier denn keine echten Low Buget Backpacker?

Ungelesener Beitrag von Blackweave » 31 Mai 08 21:14

Also als erstes muss ich ja mal sagen, dass du hier einigen Leuten vorwirfst in einem schlechten Ton mit dir zu "sprechen". Du aber unterstellst den Leuten, welche für mehr als 5000 Euro in 6 Monaten unterwegs sind solche Dinge:
Fahrt Ihr nur in die Touristenecken, und kauft euch in jede Sehenswürdigkeit ein?
was ich persönlich auch nicht grad sehr freundlich finde.

Wie dem auch sei. Ich persönlich reise auch so billig wie möglich aber das bezieht sich zB auf Schlafplätze und Transport. Ich gebe gerne Geld aus fürs Tauchen, Sky Diven und sonstige eher spezielle Dinge, weil auch die wichtig für mich sind während dem Reisen und das kostet halt nun mal Geld. Auch beim Essen möchte ich nicht hungern müssen auf reisen, das würde mir glaub ich den Spass verderben, wenn ich nicht mal nach Lust und Laune fremde Spezialitäten schlemmen könnte.

Ich spare meistens beim Transport, in dem ich keine Touristenbusse oder ähnliches fahre. Oder beim Schlafen, dass ich halt keine teuren Absteigen benutze, sondern das billigste was es gibt, da ich überall und mit (fast) allen Mitbewohnern (Kakerlaken oder andere Leute *g*) .

Was man einfach bedenken muss, ist das man nicht besser ist nur weil man mit weniger reist. Ich persönlich habe ein schlechtes Gefühl wenn ich für Dienstleistungen nicht zahle und einfach so bei Fremden zu pennen, ist für eine Frau nicht immer ungefährlich. Deswegen sollte man die Reisenden nicht aufgrund ihres Budgets kritisieren, sonst könnte man auch gleich sagen das ja nur Looser die keine Kohle haben sich nichts leisten können (was ich natürlich nie sagen würde, nur so als krasses Beispiel).

So on...ich denke jeder der Reist macht das auf seine Art und Weise richtig, so lange man Kultur, Umwelt Land und Leute respektiert...

Yasar
Aktives WRF-Mitglied
Beiträge: 47
Registriert: 25 Aug 06 21:18
Wohnort: Hanau/Hessen

Gibt es hier denn keine echten Low Buget Backpacker?

Ungelesener Beitrag von Yasar » 01 Jun 08 12:33

freak007 hat geschrieben:
....... und kauft euch in jede Sehenswürdigkeit ein?
EIN Beispiel aus meine Reisen, von EINEM Ort, auch wenn es schon 30 Jahre her ist. Und zwar der "Goldene Tempel" in Amritsar:

Ja, ich habe, wie fast alle Besucher dieses Tempels einige Geldscheine auf einen großen Haufen von Geldscheinen geworfen, und mich dann ca. 3 Stunden auf der Empore sitzend über die wunderschöne Musik gefreut.

Ein Teil dieses Geldes wurde dazu benutzt die Anlage in Schuß zu halten um sie für möglichst viele Besucher offen halten zu können.

Ein anderer Teil des Geldes wurde dafür verwendet um Reisenden/Pilgern, mit wenig Geld, eine Unterkunft und Essen geben zu können. Es konnte praktisch jeder umsonst schlafen und essen. Es gab aber die Bitte dies höchstens 3 Tage in Anspruch zu nehmen um den nachfolgenden Reisenden wieder Platz zu machen.

Dieses, und einiges andere hat mir ein sehr freundlicher und belesener Sikh erklärt, mit dem ich einige Tage dort verbracht habe.

Ich selber habe die kostenlose Kost und Logis nicht in Anspruch genommen, obwohl ich finanziell mehr als knapp war. Ich war - denke ich - trotz meines knappen Budgets in Lage zu erkennen, daß andere viel, viel nötiger auf diese Gaben angewiesen waren.
Ein paar Jahre später habe ich erfahren, daß es die kostenlose Verpflegung/Übernachtung nicht mehr gibt, weil zuviele (degenerierte?) Reisende aus dem Westen es sich dort haben gutgehen lassen (kost ja nix!!!) und sich auch nicht an die 3-Tage-Regel gehalten haben......

Und wenn ich nun die Beiträge von "Freak" lese, befürchte ich, daß genau diese Sorte von Mensch für die Zerstörung solcher o.ä. Strukturen sorgt.

Wer nicht begreift, daß Reisen ein Nehmen UND GEBEN sein muss, sollte doch wirklich besser Zuhause bleiben.
Und als Rechtfertigung für "sozial schwaches Verhalten" (um keinen anderen Ausdruck zu benutzen) den eigenen kleinen Geldbeutel zu benutzen ist mehr als erbärmlich.

Gruß

Peter

Benutzeravatar
MArtin
Site Admin
Beiträge: 8368
Registriert: 04 Dez 02 14:16
Wohnort: weltreisend seit 2000
Kontaktdaten:

Gibt es hier denn keine echten Low Buget Backpacker?

Ungelesener Beitrag von MArtin » 01 Jun 08 12:53

Hallo :)
Yasar hat geschrieben:... daß Reisen ein Nehmen UND GEBEN sein muss..
m.E. eine der wichtigsten Lebenserkenntnisse - oft anlaesslich einer Reise.

Einmal auf Gier, Ruecksichtslosigkeit und Egozentrik sensibilisiert, wird es immer schwerer, sie zu ertragen: Beim Reisen, in Gespraechen, im Leben, in ICH-bezogenen Forenbeitraegen...

Langfristig kann man eh nur durch fairen Tausch wirklich sparsam Reisen.

Liebe Gruesse :)

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema
  • Ähnliche Themen -> Suchen & dort Nachfragen wenn passend
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Allgemeiner Austausch - Selbsthilfegruppe Fernweh & Heimweh“