Weltreisevorbereitung: Verschlankung = sozialer Abstieg?

Worüber man in der Welt-Reise-Community so spricht / sprechen sollte, wo Du Reisethemen diskutieren, von Deinem Fernweh daheim oder Heimweh unterwegs berichten - oder auch außerhalb Deines Vorstellungsbereichs einfach mit anderen Mitgliedern der Weltreise-Community "labern" kannst... (Keine Reise-Infos hier!)
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Ohio-Joe
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Weltreisevorbereitung: Verschlankung = sozialer Abstieg?

Ungelesener Beitrag von Ohio-Joe » 12 Mai 12 2:55

Ich bin ja gerade auf Wohnungssuche und gezielt nur 1-1,5 Zimmer, um die Kosten [vor der Weltreise] niedrig zu halten.
Da es ja bis zu meinem Start schon noch ein paar Jährchen hin sind, hat mich ein Gedanke eiskalt erwischt:
Es war dieser Gedanke "...was, nur 1 Zimmer, was ein sozialer Absturz".
Verbunden mit dem Gefühl, in unserem sozialen Gefüge eine Null zu sein!!

Ich hab es aber gleich entlarvt und entsorgt; aber trotzdem ist es interessant, was eine solche Entscheidung - sich auf lange Sicht zu verabschieden - mit einem macht.

Wie war das bei den anwesenden Reisenden - hattet ihr kurz (oder länger) vor der Reise auch so ein mulmiges Gefühl...?


[Frage inklusive erster Antwort zur weiteren Diskussion aus Ohios Vorstellungsbereich gefischt und in allgemeinen Austausch verschoben - Astrid :)]

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Elaine
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Weltreisevorbereitung: Verschlankung = sozialer Abstieg?

Ungelesener Beitrag von Elaine » 12 Mai 12 2:57

Hallo Joe ich verfolge Deine Vorbereitungen mit Interesse,
vielleicht lerne ich ja noch was von Dir.

Ich weis nicht ob es für Dich in frage kommen würde aber ich stand auch vor der Wahl in eine kleinere billigere Wohnung zu ziehen wegen dem Geld.

Aber alle Wohnungen die ich hätte mir leisten wollen waren mehr als nur Löcher schade ums Geld.

Allerdings hatte ich da auch so meine Probleme damit die nächsten Jahre in so einer kleinen Hütte zu leben.

Ich habe mich dann dazu entschlossen ein Zimmer unter zu vermieten, an einem Studenten/in so konnte ich für meine Tochter die Umgebung halten und meinen gehobenen Wohnstandart auch.
Nur das ich eben ein Zimmer weniger habe aber die tolle Küche mit großer Essecke und das schöne große Wohnzimmer was nun mein Wohn und Schlafzimmer ist und die Terrassen sind mir geblieben und das zu einem Preis wo ich nicht mal eine Einraumwohnung für bekommen hätte.

Vielleicht kannst Du dich mit so einem Gedanken ja auch anfreunden, es ist nicht mal so übel, ich merke meinen Untermieter kaum ,weil entweder bin ich arbeiten oder er ist in der Uni oder unterwegs oder hängt am PC in seinem Zimmer.

Manchmal am Sonntag kochen wir sogar gemeinsam und einen Filmabend haben wir auch schon gemacht.

Alles hat seine vor und Nachteile aber ich kann sehr gut mit diesen Nachteilen jetzt leben für die nächsten Jahre bis zur Wohnungsaufgabe.

Im übrigen habe ich solche Anflüge auch hin und wieder, von der Frage wie werde ich mich unterwegs fühlen so Wohnungslos bis zu der Frage packe ich so eine Belastung überhaubt.

Werden sich meine Erwartungen überhaubt erfüllen oder breche ich das ganze Projekt vorzeitig ab.

Aber weist Du ich glaube das solche Gedankenanflüge mitunter normal sind, schließlich tun wir etwas das aus der gesellschaftlichen Reihe tanzt.
Wer gibt schon seine ganze Existenz auf um mit einem Zelt in der Welt herum zu eiern.

Bei mir spielt auch noch das Unverständnis meiner Umgebung eine Rolle erst gestern musste ich mir den Spruch anhören
" ich sehe Dich jetzt schon irgendwo als Penner in der Gosse verhungern oder erfrieren."
Na sehr nett oder?

Ich meine das macht einem die Entscheidung nicht wirklich einfach.
Vor allem weil sie bei mir immer wieder das Kind mit ins Spiel bringen das kannst Du Deinem Kind nicht antun,du trägst die Verantwortung für Dein Kind, das ist inakzeptabel was Du da vorhast usw.
Fehlt nur noch das sie sagen ich bin eine schlechte Mutter.

Nur der Vater hat sofort sein Ok für die Reise gegeben er freut sich für unsere Tochter das sie die Möglichkeit hat wenn sie denn dann noch will so etwas zu erleben.

Ach ja manchmal erwische ich mich im Bett auch dabei darüber nach zu denken ob das wirklich eine gute Idee ist.
Aber ganz schnell verwerfe ich den Gedanken dann und sage mir ich habe noch nicht einen gehört oder von gelesen der seine Entscheidung bereut hat.

Natürlich wird nicht alles unterwegs immer glatt laufen aber das tut es daheim auch nicht, nur da merken wir es vielleicht wegen der hektik und dem Stress nicht so.



Bis hier hin erstmal lg Elaine

Ohio-Joe
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Weltreisevorbereitung: Verschlankung = sozialer Abstieg?

Ungelesener Beitrag von Ohio-Joe » 12 Mai 12 2:58

Danke für dein Interesse!
Die Wohnung untervermieten geht nicht, da hier sehr offene Räume sind (es wurden mal Trennwände entfernt) und somit keine klare räumliche Abtrennung möglich wäre.

Ist aber OK so, ich bin jetzt sogar schon eine Stufe tiefer gegangen und suche nach einer passenden WG.

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KaiYan
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Weltreisevorbereitung: Verschlankung = sozialer Abstieg?

Ungelesener Beitrag von KaiYan » 16 Mai 12 11:44

Hallo Joe,

Du bist bereit auf vieles zu verzichten, um dir einen Traum zu erfuellen! Ich kenne das, habe auch 5 Jahre lang gespart und gespart und gespart, waehrend meine Freunde ins Restaurant gegangen sind, Feiern waren und sich den neusten technischen Schnick schnack gekauft haben.

Glaub mir: es ist es wert. Wenn Du zurueck kommst, wirst Du ueber dich selbst laecheln. Es wird zwar niemand verstehen, was Du erlebt hast, aber Du wirst es wissen. Du wirst staerker sein als vorher.

Also, mach weiter beim "Verschlanken" :)
Reisen sind das beste Mittel zur Selbstbildung.
Welche Erfahrungen ich gemacht habe und Tipps fuer dich findest Du in meinem Reiseblog www.Augen-auf-Reise.de.

Ohio-Joe
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Ungelesener Beitrag von Ohio-Joe » 17 Mai 12 4:42

KaiYan hat geschrieben:Hallo Joe,

Du bist bereit auf vieles zu verzichten, um dir einen Traum zu erfuellen! Ich kenne das, habe auch 5 Jahre lang gespart und gespart und gespart, waehrend meine Freunde ins Restaurant gegangen sind, Feiern waren und sich den neusten technischen Schnick schnack gekauft haben.

Glaub mir: es ist es wert. Wenn Du zurueck kommst, wirst Du ueber dich selbst laecheln. Es wird zwar niemand verstehen, was Du erlebt hast, aber Du wirst es wissen. Du wirst staerker sein als vorher.

Also, mach weiter beim "Verschlanken" :)
Ja, so sehe ich es! Bin ja uch nicht gerade erst 15 :-)
In den 80ern war ich sehr oft in der Karibik zum tauchen (damals Rescue Diver-Padi), dort haben wir viel auf Tauchbasen gejobbt, Poolausbildung in Hotels gemacht usw.
Zu Hause haben die meisten immer gedacht "...der bekloppte..." hat kein Auto, keine Monster-Stereoanlage usw.
War mir aber nie wichtig.

Und jetzt habe ich den Plan gefasst, mir meinen Lebenstraum zu erfüllen....los gehts!
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dieSteffi
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Weltreisevorbereitung: Verschlankung = sozialer Abstieg?

Ungelesener Beitrag von dieSteffi » 17 Mai 12 12:27

Hallo!

Ich kenne das auch gut. Es ist zwar ein gewollter Abstieg, aber ein Abstieg.

Das hier habe ich letzt in meinem Vorstellungsthread geschrieben:
Der Konsumverzicht verbunden mit dem kleinen finanziellen Rahmen führt dazu, dass ich mich oft ausgrenzen muss. An gemeinschaftllichen Aktivitäten nicht teilnehme und nicht nur beim allgeinem Hype um technische Geräte nicht mitreden kann (nein, ich habe kein Eifön).
Auch wieviel Einfluss die gemeinsame Nutzung von Technik auf die sozialen Strukturen hat, war mir früher nicht klar.
Internet, soziale Netzwerke, etc.
Auch das ist Konsum (der auch Geld kostet). Wie tief dieser Konsumverzicht also geht und sich auch auf Kommunikation und Sozialkontakte ausweitet,
das war mir nicht klar.

Mit dem Verzicht auf Konsum ist also nicht nur der Verzicht auf Dinge gemeint. Aufs Kaufen zu verzichten ist relativ leicht - der Verzicht auf Telefon und Internet und die damit verbundene Isoliertheit und ein bisschen auch eine Art schlechtes Gewissen (weil die anderen ja nicht verstehen warum) ist sehr viel schwerer.
Das Paradoxe ist, dass man diesen Weg des Verzichts freiwillig und aus Überzeugung gewählt hat, wenn man aber mit dem "Haben" der Mitmenschen konfrontiert wird, dann schmerzt es manchmal schon und ich komme ins Überlegen, ob der gewählte Weg wirklich der richtige Weg ist. Ich muss mir immer wieder vor Augen halten, warum ich es mache und welche Überzeugung dahinter steht. Doch man muss diese immer wieder aufs Neue vertreten und rechtfertigen. Das finde ich manchmal schon schwer...

Ich wohne jetzt seit 3 Jahren auf 10 m² (zu zweit), in einem zum Wohnmobil umgebauten LKW.

bunteGrüße
eureSteffi
Wir wollen nicht mehr mitschwimmen, wir wollen aber auch nicht gegen den Strom schwimmen, wir wollen einen ganz anderen Fluss!
Mein Reiseblog: keine-eile Leben auf Rädern - Reisen auf Reifen
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Weltreisevorbereitung: Verschlankung = sozialer Abstieg?

Ungelesener Beitrag von Ohio-Joe » 17 Mai 12 12:33

dieSteffi hat geschrieben:Hallo!

Ich wohne jetzt seit 3 Jahren auf 10 m² (zu zweit), in einem zum Wohnmobil umgebauten LKW.

bunteGrüße
eureSteffi
Aha, keine schlechte Idee - aber wie macht ihr das mit dem Standplatz? Wechselt ihr den dauernd oder wie darf ich mir das vorstellen?

Übreigens ist mir gestern DIE Idee gekommen: Bin ja Krankenpfleger mit langer Berufserfahrung. Und es werden ständig von Privatpersonen Pflegekräfte gesucht, die 24h Betreuung machen.
Das heisst, man wohnt dort, hat Kost/Logis frei und verdient mehr als anderswo.
Und: man braucht keine Wohnung!!
Da werd ich mich mal umschauen...
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Ungelesener Beitrag von KaiYan » 17 Mai 12 16:09

Fuer mich war es vor allem immer schwer, weil ich niemandem sagen wollte, dass ich fuer eine Weltreise spare. Zumindest nicht 4 Jahre frueher. Also musste ich immer den geizigen spielen :lol:

Heute bin ich aber unglaublich froh! Zum einen natuerlich weil die Weltreise der ober-Hammer war und die Erfahrung unbezahlbar ist. Zum anderen aber auch, weil ich jetzt wieder von klein Anfangen kann und wieder potenziel nach oben habe. Gelichzeitig ist mein Bestreben nach Besitz und Soziale Statusgehabe unvergleichlich viel kleiner als frueher. Ich stehe irgendwie darueber, innerlich.

Also, der Apell an alle, die gerade da durch muessen: geniesst es! Ihr werden spaeter mit freude auf diese Zeit der Entbehrung zurueck blicken!
Versprochen! :wink:
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Ungelesener Beitrag von Astrid » 17 Mai 12 17:47

Hallo Joe :)

Vielen Dank für das Teilen Deiner Gedanken, die ich als Thema: "Verschlankung = sozialer Abstieg?" aus Deinem Vorstellungsbereich zur breiteren Diskussion inklusive Elaines Antwort in die Kategorie: "Allgemeiner Austausch" verschoben habe.

Wir haben uns vor und während unserer Reise mehrfach "verschlankt", uns des (noch der Bank gehörenden) Eigenheimes entledigt, unsere unbefristeten Arbeitsverträge gekündigt und auch wenn sich mir damals die Frage des "sozialen Abstiegs" nicht gestellt hat, sind mir solche Gedanken wie Steffi auch nicht fremd. Auch nicht unterwegs, wenn wir uns längere Zeit an einem Ort aufhalten und sozial nicht als zahlungskräftige Touristen sondern als Durchreisende integrieren wollen oder auch bei unseren Besuchen daheim, für die immer wieder vorübergehend eine günstige Unterkunft gefunden werden muss, wenn wir keinen Unterschlupf bei verständnisvollen Freunden finden ;).

Die Größe einer (eigenen) Wohnung ist wie KaiYan auch schon angedeutet hat dabei nicht allein-entscheidend, sondern lässt sich beliebig durch ein eigenes Auto, passende Kleidung oder das Geld für Ausgehen ersetzen - durch Konsumgüter, deren Besitz unseren sozialen Status definieren ebenso wie durch bestimmte berufliche und finanziell lukrative Postitionen...

... in unserem sozialen Gefüge eine Null zu sein
Hmmh... manchmal habe ich den Eindruck, wir leben in einer verdrehten Welt, in der fehlendes Konsumverhalten gleich gesetzt wird mit Erfolg- und Wertlosigkeit. In meinen Augen bist Du einfach nur der Zeit voraus und hast erkannt, dass Besitz allein Dich weder glücklich noch zu einem wertvollen Asset für das soziale bzw. gesellschaftliche Gefüge macht...


Dabei fällt mir immer wieder eine Geschichte aus T onga ein ;).

Auf einer der Inseln stehen in einer kleinen Bucht zwei Häuser - ein großes schickes und vornehmes Haus, in dem ein Palanagi (Fremder, Weißer) wohnt und eine kleine Holzhütte, in der ein "armer" Fischermann wohnt.
Den Fischer sieht man häufig mit anderen Locals auf seiner Veranda vor dem Haus sitzen und aufs Meer schauen. Der weiße Mann ist fast nie zu sehen.

Eines Tages besucht der weisse Mann, dem an guter Nachbarschaft gelegen ist, den Fischer, setzt sich zum auf die Veranda und gemeinsam schauen sie aufs Meer.

Ein schönes Haus hast Du, sagt der Fischer.
Der Weiße, der in seinem Leben sehr erfolgreich und geschäftstüchtig ist, betrachtet das schäbige Haus des Fischers und in dem Gefühl, dem Fischer etwas von seiner Lebenserfahrung abgeben zu können, antwortet er:
Das könntest Du auch haben.
Wie?
Indem Du (mehr) Geld verdienst.
Wie?
Z.B. indem ich Dir etwas Startkapital leihe.
Und dann?
Dann kannst Du Dir ein grösseres Boot kaufen und jemanden anstellen, der gemeinsam mit Dir raus fährt.
Und dann?
Zu zweit könnt Ihr mehr Fische fangen und verkaufen.
Und dann?
Von dem Erlös kannst Du Dir später ein weiteres Boot kaufen und noch mehr Leute anstellen.
Und dann?
Schliesslich hast Du soviel Geld, dass Du Dir ein ebenso schönes Haus leisten kannst und andere für Dich arbeiten lassen kannst.

Und warum sollte ich das tun?
Damit Du stolz sein kannst auf das, was Du erreicht hast und Dich gemütlich auf der Veranda ausruhen kannst.

Es dauert eine Weile bis der Fischer antwortet:
Wenn ich sehe, wie oft Du Dich hier am Strand ausruhst, frage ich mich, warum ich den ganzen Umweg machen soll für etwas, was ich heute schon machen kann :shock:.


Unterm Strich stehen für mich Fragen wie:
Was sind meine Prioritäten, was ist mein Maßstab, mein Wertesystem? Welche Bedeutung messe ich dem Bewertungsmassstab anderer bei? Und wie beeinflußt beides mein Handeln? Welche Konsequenzen bin ich bereit für die Erfüllung meiner Bedürfnisse zu tragen? Welche Bedürfnisse habe ich eigentlich? Und inwieweit sind diese Bedürfnisse sozial verträglich?

Für weitere Themen, die ähnliche Fragen behandeln, siehe z.B. auch:

-> Wie geht ihr mit Freunden mit anderen Werten um?
-> Ein Leben auf Reisen oder lieber Geld sparen... .

dieSteffi hat geschrieben:Das Paradoxe ist, dass man diesen Weg des Verzichts freiwillig und aus Überzeugung gewählt hat, wenn man aber mit dem "Haben" der Mitmenschen konfrontiert wird, dann schmerzt es manchmal schon und ich komme ins Überlegen, ob der gewählte Weg wirklich der richtige Weg ist. Ich muss mir immer wieder vor Augen halten, warum ich es mache und welche Überzeugung dahinter steht. Doch man muss diese immer wieder aufs Neue vertreten und rechtfertigen. Das finde ich manchmal schon schwer...
Sowohl Ihr als auch wir haben die Verschlankung als langfristiges Lebensprinzip gewählt, da empfinde ich solche Fragen noch mal schwieriger weil existenzieller... und weil meine eigenen Bedürfnisse leider nicht in Stein gemeisselt sind, sondern sich auch ändern...
Ob das der richtige Weg ist? Global gesehen denke ich "Ja".

Liebe Grüße
Astrid (deren gegenwärtige 1,5 Zi-Wohnung von einigen Besuchern geschätzt wird, weil sie so überschaubar ist, von anderen kopfschüttelnd oder gar abwertend kommentiert wird :?)


PS:
Persönliche Fragen, die nicht zum Titelthema gehören bitte im jeweiligen Vorstellungsbereich erfragen - Danke :)
Eine fremde Kultur ergründen zu wollen, ist wie der Versuch, den Horizont zu erreichen... Irgendwann steht man wieder an dem Punkt, an dem man begonnen hat - doch der Blick zum Horizont ist ein anderer. [A. Bokpe]

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