Traumjob oder Kompromiss: Beruflich reisen - wie?

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Pascal S
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Traumjob oder Kompromiss: Beruflich reisen - wie?

Ungelesener Beitrag von Pascal S » 01 Okt 13 8:43

jot hat geschrieben:Klar, für jeden der das einrichten kann optimal ;)

Ich arbeite zwar in der IT - aber bin ich leider sehr viel bei Kunden vor Ort, ich wäre schon froh wenn ich gelegentlich Heimarbeit machen könnte, was in meinem alten Job in gewissem Rahmen ging - aber derzeit NoGo ist. Liegt auch daran, dass er ziemlich pingelig ist (gibt da noch ein paar andere Besonderheiten die ich hier nicht ausbreiten will), aber kann's auch irgendwo verstehen... wenn ich das alles aus der Ferne erledigen würde, könnte er genauso gut in Frage stellen warum er überhaupt jemand hochbezahlten wie mich engagiert und die Arbeit nicht einfach in Niedriglohnländer auslagert.
Meine Nische, für die man mich von jedem Ort der Welt aus arbeiten lässt und nicht in Gefahr läuft wegrationalisiert zu werden, muss ich noch finden ;)
Naja wenn du mit den Kunden auf Deutsch redest macht es das schon schwerer, die Arbeit in Billigländer auszulagern. Das wäre dann auch deine Nische, alles was auf Deutsch gemacht wird lässt sich nur schwer nach Indien oder auf die Philippinen outsourcen.

Zur Not halt selbstständig machen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

jot
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Traumjob oder Kompromiss: Beruflich reisen - wie?

Ungelesener Beitrag von jot » 01 Okt 13 9:33

Pascal S hat geschrieben:Naja wenn du mit den Kunden auf Deutsch redest macht es das schon schwerer, die Arbeit in Billigländer auszulagern. Das wäre dann auch deine Nische, alles was auf Deutsch gemacht wird lässt sich nur schwer nach Indien oder auf die Philippinen outsourcen.
Oh, das würde ich nicht unterschätzen - zum einen fangen einige Länder an gezielt neben Englisch oder alternativ dazu die deutsche Sprache zu vermitteln, eben weil sie sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil erhoffen und um deutsche Firmen buhlen, zum anderen gibt es bereits einige Flecken auf der Welt wo immer noch oder wieder Deutsch gesprochen wird, an die man vielleicht erstmal gar nicht denkt - einer meiner "Stammkunden" beispielsweise ist schon so weit gegangen sein gesamtes deutsches Callcenter nach Argentinien auszulagern. Durch Exildeutsche und wissbegierige Neulerner können sie so locker den Bedarf abdecken (und das auf einem sprachlich sehr hohen Niveau, nicht nur gebrochenes Deutsch von Zetteln abgelesen wie man das von der Microsoft Hotline kennt).

Momentan arbeite ich einfach zu Vor-Ort- bzw. endkundenlastig (was wohl die wesentlichen Gründe sind wieso diese Tätigkeiten noch nicht abgewandert sind, aber natürlich auch einer Heim- bzw. Unterwegs-Arbeit entgegensteht), mir würden zwar schon ein paar kleine Dinge einfallen die ich auch unterwegs erledigen könnte, aber damit lässt sich noch nicht der komplette Lebensunterhalt bestreiten und die Zukunftsperspektive ist sehr fraglich.

Darum (in meinem Fall) lieber noch ein paar Monate zuhause gut verdienen und dann vom Ersparten unterwegs sein... vielleicht kommt mir ja unterwegs noch ein Mega-Geistesblitz und ich kann das Reisebudget entsprechend aufstocken ;)

Pascal S
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Traumjob oder Kompromiss: Beruflich reisen - wie?

Ungelesener Beitrag von Pascal S » 01 Okt 13 14:20

Das mit Argentinien ist interessant, das wusste ich nicht. Ist natürlich blöd wenn da deutschsprachige Konkurrenz herangezüchtet wird.

Aber selbst wenn in Billiglohnländern Deutsch unterrichtet wird ist das ja nur ein Teil der Gleichung. Haben die auch die entsprechenen Fachkenntnisse? Und mit der "deutschen Gründlichkeit" können die auch nicht werben, sie sind ja keine Deutschen.

Ich denke dass es auch immer drauf ankommt, wie man sich am Markt positioniert und über den Preis würde ich niemals konkurrieren, denn da kann mit Billiganbietern einfach nicht mithalten. Gerade im High-End Bereich gibt es aber auch immer Kunden die gerade NICHT auf diese billiganbieter zurückgreifen und gerne auch etwas mehr bezahlen, wenn sie dafür entsprechende Qualität bekommen. Das sage ich jetzt einfach mal ganz allgemein, denn vom IT Markt im speziellen habe ich keine Ahnung.

Und natürlich ist es auch eine individuelle Frage. Wenn du gut verdienst und genügend Urlaub bekommst ist der Leidensdruck wahrscheinlich einfach nciht hoch genug, das Einkommen komplett auf online umzustellen. Das kann ich gut nachvollziehen. Für mich war es shcon lange ein Traum meine Kohle online und als mein eigener boss zu machen und inzwischen kommt für mich auch nix anderes mehr in Frage. Ich war seit anderthalb Jahren nicht mehr im Büro und bin langsam nicht mehr einstellbar :lol:

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