Reisepläne: Partner zieht nicht mit - und dann?

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Tama
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Reisepläne: Partner zieht nicht mit - und dann?

Ungelesener Beitrag von Tama » 08 Dez 10 8:55

Skyla, wünsche dir ganz viel Spass, geniess es! Wenn dein Partner mitzieht und dir diese Reise gönnt, wird eure Beziehung das sicher übestehen :)

barbarix, danke für deine Worte. Ich frage mich manchmal, wieso bin ich noch mit einem Mann zusammen, der mich nicht so akzeptiert wie ich bin. Für den ich mich verbiegen muss und meine persönlichen Freiheiten aufgeben muss. Ich ertappe mich dabei, wie ich schon teilweise die Treffen mit meiner besten Freundin verschiebe, nur damit er nicht wieder sauer ist, weil er zuhause bleiben muss.. Meine Eltern sehe ich auch nur noch alle drei Wochen, obwohl sie nur 5 Autominuten entfernt wohnen. Will ich das wirklich? Das Problem ist - die Gefühle füreinander sind (noch) da...

Mein Plan ist es nun, meinen Chef im Januar auf unbezahlten Urlaub anzusprechen, ich hoffe ich kann nächsten Winter drei Monate nehmen. Wenns mit dem unbezahlten klappt, werde ich meinen Freund vor vollendete Tatsachen stellen und dann kann er selbst entscheiden, ob dies möchte oder eben nicht..

Eine Arbeitskollegin von mir geht im Januar für 6 Monate nach New York um dort für die Firma zu arbeiten. Ihr Freund hat sie voll unterstützt und sie darin bestärkt. Wieso kann mein Partner nicht so sein... *seufz*

Gestern war wieder Streit angesagt, er das erste mal seinen Koffer gepackt und gross getönt, er werde jetzt gehen. Nachts um zwei kam er dann wieder ins Bett gekrochen...

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MArtin
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Reisepläne: Partner zieht nicht mit - und dann?

Ungelesener Beitrag von MArtin » 08 Dez 10 9:45

Tama hat geschrieben:...Ihr Freund hat sie voll unterstützt und sie darin bestärkt. Wieso kann mein Partner nicht so sein... *seufz*
Es gibt Wege, das zu zweit raus zu finden - und evtl. zu ändern.
Zu Zweit, weil das in der Paarsymmetrie nie von einem allein, sondern von beiden gemacht wird.
In unseren Reise-Buchtipps haben wir eine Buchempfehlung gegen Partner-Stress, die einen guten ersten Schritt auf einem langen partnerschaftlichen Lösungsweg sein kann, wenn ihn beide gehen wollen (auch um dabei evtl. die eigenen Anteile zu erkennen, um sie ggf, bei der nächsten Partnerschaft vermeiden zu können).
Sich zwiegesprächig respektvoll, offen und verstehend mit dem Partner auseinander zu setzen kann schmerzhaft sein - schon weil man nicht umhin kommt, sich auch den Anteil anzusehen, den man selbst in die Partnerschaftsproblematik mit einbringt.
Die aus Deinen Zeilen heraus lesbare Drama-Spirale ist wahrscheinlich ebenso schmerzhaft, aber destruktiver und mit vorprogrammierter beidseitiger Frustration, die Eigenanteile unerkannt lässt und für's nächste Mal eher verstärkt.
Es gibt gute Gründe von beiden Seiten, warum das bei Euch im Moment so abläuft.
Habt Ihr schon mal daran gedacht, denen mit "professioneller" Hilfe und einem lösungsorientierten, beziehungserhaltenden Ansatz nach zu spüren?

Liebe Grüße :)

Tama
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Reisepläne: Partner zieht nicht mit - und dann?

Ungelesener Beitrag von Tama » 09 Dez 10 11:01

Hallo Martin, danke für deine Antwort!

Du musst mir verzeihen, aber ich werd aus deinen Zeilen nicht so ganz schlau... ;)

Wir haben gesprochen, alles hundertmal durchdiskutiert und durchgekaut, aber kommen trotzdem auf keinen grünen Zweig. Das Kernproblem in unserer Beziehung ist: Er meint, wir haben zuwenig Zeit füreinander, ich hingegen fühle mich eingeengt, in meinen persönlichen Freiheiten eingeschränkt. Wir verbringen grundsätzlich unsere gesamte Freizeit miteinander, ausser wenn ich mal so alle 1-2 Wochen meine Freundinnen treffe. Mehr geht einfach nicht. Er empfindet anders als ich - für ihn sieht eine gute Beziehung anders aus als für mich. Wir haben da total andere Ansichten und weder ich noch er werden unsere Meinung ändern.

Ich erwarte von ihm keine Begeisterungsstürme wenn ich ihm sage, das ich verreisen will. Aber ich erwarte doch Toleranz und Verständnis. Es ist nunmal so, das ich in einer ganz anderen Lebensphase bin als er, aber das war uns grundsätzlich beiden klar, als wir uns auf eine Beziehung eingelassen haben. Ich habe ihn so akzeptiert, wie er ist. Mit Exfrau, zwei Kindern (die auch jedes zweite Weekend bei uns verbringen), und Geldmangel. Seine Altlasten sind für mich auch nicht immer einfach zu ertragen.. Aber ich akzeptiere seine Situation und helfe, wo ich kann. In meinen Augen sind drei Monate keine allzulange Zeit, ich bin der Meinung das eine gutfunktionierende Beziehung diese Trennungszeit problemlos überstehen kann - wenn beide denn wollen. Und wenn man den Partner liebt erwarte ich auch, das man diesem etwas gönnt, was man vielleicht selber auch gern hätte, aber sich nicht verwirklichen kann.

Ich frage mich manchmal, wo sehe ich mich in 10 Jahren? Ich hätte irgendwann, denke ich, auch gerne mal Kinder, zumindest eines. Das wird auch sehr schwierig, mit meinem jetzigen Freund.. Er hat bereits zwei, und möchte logischerweise keines mehr. Zudem er sich das auch gar nicht leisten könnte... Und ich weiss, wenn ich irgendwann mal Familie hätte, würde ich es sehr bereuen, nicht noch meine Freiheiten in Sachen Reisen genossen zu haben..

Tama
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Reisepläne: Partner zieht nicht mit - und dann?

Ungelesener Beitrag von Tama » 27 Apr 11 18:36

Hi ihr lieben

vielleicht interessiert es den ein oder andern von euch noch, wie es bei mir weitergegangen ist ;)

2 Wochen nach meinem Beitrag hier kam mein Chef zu mir und fragte mich, was ich davon halten würde, 4 Monate in Dublin zu arbeiten. Ja klar, suuper! Nun, mein Freund war alles andere als begeistert... In einer Woche gehts nun los, und ich werde bis Ende August in Irland leben und arbeiten. Ob die Beziehung diese Zeit übersteht - ich werds sehen. Ich freue mich auf alle Fälle riesig, auch um mir selber mal wieder klar zu werden, was ich eigentlich will.

Liebe Grüsse
Tama


P.S.
[Tamas Vorstellungsthread für Persönlich auf Tama Bezogenes.]


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Stefan09
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Reisepläne: Partner zieht nicht mit - und dann?

Ungelesener Beitrag von Stefan09 » 01 Feb 12 12:33

Coogar hat geschrieben:Hallo, Reisende!
Haben Eure Reisepläne eigentlich schon häufig mit Euren Partnerschaften kollidiert?
Habe gerade nach 2 Monaten Beziehung und einer Woche Kurztrip festgestellt, dass miteinander da gar nichts geht bzgl. Reisen, will aber immer noch auf die eine ganz große Reise ... Ist in meiner Situation jetzt nicht wirklich problematisch, aber was, wenn die Beziehung gefestigt ist, man Zukunftspläne hat etc., aber der Partner die Passion einfach nicht teilt? Wartet er/sie dann? Oder schaut man mal was passiert? Oder gibt man die Reisepläne auf, vielleicht zugunsten eines Kompromisses?
Da bekommt man ja fast Angst, ernsthaft was einzugehen. Ich will ja erst in 2 Jahren weg, aber bis dahin nur alleine sein mag ich auch nicht. Nicht, dass ich jetzt panicke :wink: , mich interessiert nur mal, wie Ihr in solchen Situationen handelt/gehandelt habt/handeln würdet.
Ich habe schon einmal auf eine recht ähnliche Frage geantwortet. Sie lautete:

"Ich will bald umherreisen, meine Freundin ist dagegen!"

Ich habe mit einer kleinen Geschichte aus meinem Leben geantwortet die glaube ich auch an diese Stelle sehr gut pass:


Hallo

Vieleicht hilft dir meine Erfahrung zu dem Thema. Auch ich wollte reisen (seit 2007 tue ich es permanent). Also verabschiedete ich mich bei all meinen Freunden, ich wollte zu einer lebenslangen Reise aufbrechen. Ein hübsches Mädchen mit dem ich schon lange befreundet war fragte: "nimmst du mich mit?" Das war an einem Dienstag, oder an einem Mittwoche. Freitag Abend, nach feierabnd fuhren wir gemeinsamm ab. Ziel ---> lebenslanges Reisen. So hatte zumindest ich mir das vorgestellt. Schon in Portugal bekam die gute Heimweh, mitlerweile war aus der Freundschaft eine Libe geworden und ich fuhr zurück. Knapp 5 Jahre lebten wir zusammen in meinem Wohnmobil. Niemals haben wir es geschaft noch einmal abzureisen. Eines Tages sagte meine Freundin: "Ich muss mal mit dir reden, ich hab ne Wohnung gemietet. Ich will Kinder." Das ist jetzt die Kurzausführung. Für mich brach eine Welt zusammen. Meine Freundin zog in die Wohnung, wir trafen uns noch ein paar Mal und dann war die Bezihung volständig am Ende. Ein knappes Jahr später, nämlich im Februar 2007 startete ich zu der Tour von der mich seinerzeit diese Frau abgehalten hat. Seit dem bin ich, mit wenigen Ausnahmen Single, aber glücklich. Sollte es dich interessieren, meine Tour ist im Internet dokumentiert unter www.myhomeismycar.com Ich möchte dir keinen Tipp geben. Wie du dich verhälst, das musst du selber wissen. Ich wollte dir nur meine Erfahrungen Schildern, in der Hoffnung das sie dir helfen.
Mein Fazit: Träume müssen gelebt werden, Bezihungen sind zweitrangig. Aber das muss jeder seber wissen.
Mehr über mich in meinen Wohnmobil Reiseberichten.
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Reisepläne: Partner zieht nicht mit - und dann?

Ungelesener Beitrag von Mikala » 01 Feb 12 13:10

Interessanter Tread :P

Ich war 7 1/2 Jahre mit meinem Partner zusammen. Seit meiner Kindheit bin ich mit dem Reisefieber infiziert - leider hat mein Partner diese Leidenschaft nicht mit mir geteilt und mir ständig vorgehalten, dass er so eine Leidenschaft nicht nachvollziehen kann :? Er war nicht einmal gewillt, eine Fremdsprache zu lernen (für was auch :? :P ).

Anyway - rund um uns haben diverse Paare geheiratet, Famile gegründet, etc. und ich habe auf einmal voll die Torschlusspanik bekommen. Schlussendlich habe ich letzten Herbst unsere Beziehung beendet. Schlussendlich war aber nicht nur das "Antireisefieber" meines Partners schuld, sondern die Tatsache, dass wir zwei ganz unterschiedliche Typen sind und komplett verschiedene Lebensvorstellungen hatten. Ich habe immer versucht, mich ihm anzupassen und bin deswegen schlussendlich auch krank geworden (Depressionen bis zum Burnout). Dass es dann gleich so weit kommt, ist aber wohl eher selten und der absolute Härtefall :wink:

Heute bin ich absolut happy, diesen Schritt gemacht zu haben - sicherlich, in einer Partnerschaft gehörten Kopromisse schon auch dazu, aber wenn man derart grosse Differenzen hat, dann bleibt IMO ein Partnerteil jeweils recht auf der Strecke, was für die Beziehung längerfristig sicherlich nicht fördernd ist. Ich bin in Zukunft nicht mehr bereit, so grosse Opfer für eine Beziehung zu bringen.
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Reisepläne: Partner zieht nicht mit - und dann?

Ungelesener Beitrag von paukipaul » 12 Jul 12 21:16

Mach es, weil wenn es halten soll, dann hält es auch wenn du dir neben der Beziehung deine Träume erfüllst.

Träume muss man sich erfüllen und der Partner muss das mitmachen, wenn nicht, dann gib deinen Traum vollständig auf oder schiess deinen Partner in den Wind.

Mit treu oder untreu sein hat das nix zu tun, man darf sich nicht von seiner Angst leiten lassen.

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Ungelesener Beitrag von Mikala » 13 Jul 12 10:03

Ein kleiner Nachtrag meinerseits.

Ich habe mich ja letzten Frühherbst von meinem Expartner getrennt (die beste Entscheidung, welche ich für mich und mein Leben machen konnte) und konnte mich nun auf meine "Ego - Weltreise" konzentrieren. Ich habe mir immer gesagt: "ich darf mich auf keinen Fall vor meiner Reise verlieben..." Und was ist passiert? Als hätte ich es hervorbeschworen: ich habe im Februar einen ganz tollen Menschen kennen gelernt (so einen, welchen man sich beim "Universum" bestellt :wink: ) und wir haben uns ineinander verliebt.

Nichtsdestotrotz halte ich an meinen "Ego - Weltreiseplänen" fest. Er ist zum Glück selber ein begeisterter "Globetrotter" und hat mir von Anfang an gesagt: erfülle dir deinen Traum, zieh dein Ding durch - überlebt unsere Freundschaft diese Zeit, dann wird es 1. nachher um so intensiver sein und 2. können wir danach die Welt auch noch gemeinsam intensiv miteinander entdecken. So ganz nach dem Spruch: "Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer."

Wir geniessen die Zeit, welche wir noch gemeinsam haben sehr - allerdings nicht so, dass wir 24 Stunden aufeinander sitzen. Wir wohnen recht weit voneinander entfernt und berufeswegen können wir uns auch nicht jedes Wochenende sehen, aber das ist sicherlich gar nicht so schlecht. Nun - langsam gilt es ernst... Die Zeit des Abschied nehmens rückt immer näher (und es bricht uns beiden jetzt schon beinahe das Herz). Auch wenns weh tut, für so lange Zeit Abschied zu nehmen, so habe ich einfach ein gewisses Grundvertrauen, dass unsere Freundschaft über dieses Jahr bestehen bleibt. Ich bin einfach überaus dankbar, dass er mich nicht unter Druck setzt und mich meinen Traum leben lässt. Und ich freue mich, wenn er mich dann auch irgendwo besuchen kommt :P

Wir dürfen gespannt sein, wie das dann in einem Jahr aussieht... :wink:
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