Reisepläne: Partner zieht nicht mit - und dann?

Worüber man in der Welt-Reise-Community so spricht / sprechen sollte, wo Du Reisethemen diskutieren, von Deinem Fernweh daheim oder Heimweh unterwegs berichten - oder auch außerhalb Deines Vorstellungsbereichs einfach mit anderen Mitgliedern der Weltreise-Community "labern" kannst... (Keine Reise-Infos hier!)
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dieSteffi
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Partner zieht nicht mit - und dann?

Ungelesener Beitrag von dieSteffi » 18 Mai 07 12:49

Hey, Coog, das ist es, was auch ich toll an MEINEM Mann finde.

Er fordert mich heraus, er lässt mich nie den leichten Weg gehen, er will, dass ich meine Gedanken und Gefühle mitteile, was mir nicht wirklich leicht fällt. Ich habe viel von ihm gelernt in all den Jahren. Vor allem, dass man sich auch mal streiten kann, ohne das danach alles vorbei ist. Das ich meine Meinung sagen darf und soll. Das diese ihn wirklich interessiert und er sie wissen will und dass er damit leben kann, egal wie sie ist. Er fordert von mir, ich selbst zu sein! So etwas haben mir meine Eltern leider nicht beigebracht. Ich habe durch ihn gelernt, dass es Menschen gibt auf der Welt, auf die man sich verlassen kann.

Es ist bewundernswert, wie offen er mit seinen Gefühlen umgeht und mit seinen Ängsten. Wie reflektierend er ist und wie sehr er über alles nachdenkt. Er macht es sich nie leicht. Und so kritisch er anderen gegenüber ist, so kritisch ist er auch sich selbst gegenüber.
Das wusste ich schon immer, aber erst jetzt (wo ich damit auch anfange ;) ) wird mir das so richtig bewusst...

bunteGrüße
eureSteffi
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Coogar
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Partner zieht nicht mit - und dann?

Ungelesener Beitrag von Coogar » 18 Mai 07 13:55

dieSteffi hat geschrieben:Vor allem, dass man sich auch mal streiten kann, ohne das danach alles vorbei ist. Das ich meine Meinung sagen darf und soll. Das diese ihn wirklich interessiert und er sie wissen will und dass er damit leben kann, egal wie sie ist. Er fordert von mir, ich selbst zu sein! So etwas haben mir meine Eltern leider nicht beigebracht.
*unterschreib* Das kenne ich nur zu gut.
Das erste Mal als wir uns gestritten haben, war ich danach total alle, weil ich dachte, ok, das war es jetzt, jetzt findet er mich nämlich bestimmt nicht mehr perfekt, einfach nicht raffend, dass es ihm darum gar nicht ging.
Er war ziemlich perplex, als er diese Angst von mir mitbekam, weil er es eben so sah, dass man sich auch beim Streiten besser kennen- und begreifen lernt und nicht im Traum an Trennung dachte.
Naja, er hat natürlich auch seine issues, aber jedenfalls hat er nicht gleich das Baby mit dem Bad ausgeschüttet und das war für mich ne ganz neue Erfahrung (Wie, er mag mich trotzdem??).

Wie Du bin ich in solchen Sachen auch elternhausgeprägt.
Wenn man ein Leben lang eingebleut bekommen hat, dass seine sog. Fehler einen zu einem kompletten Fehlschlag machen (und zwar egal, ob es die 4 in der Klausur oder deine Haarfarbe ist), dann ist es als Erwachsener sehr schwer, das wieder aus seinem System rauszubekommen.
Ich behaupte jetzt einfach mal, dass in solchen Fällen viele Partner auch einfach überfordert sind. Glück wenn man einen von den anderen hat :)

Grüße, Coog 8)
What is the use of straining after an amiable view of things, when a cynical view is most likely to be the true one?
G.B.Shaw

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Rainer Backpack
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Partner zieht nicht mit - und dann?

Ungelesener Beitrag von Rainer Backpack » 19 Mai 07 3:39

Hey an alle,
moechte da auch mal meinen "Maenner" Senf dazugeben.
Habe das gerade in einer Studie gelesen, und das ist das, was ich meine dass es das eigentliche Problem beim verbiegen gegeneinander ist.
Habe jetzt keine lust diesen artikel komplett abzuschreiben , muesste ihn auch erst wieder raussuchen, aber das resultat dieser Studie ist eben das die meisten in ihrer Kindheit ( auch wenn es ungewollt oder eben beabsichtigt war um es eben den Kinder beizubringen) Dazu neigen, eben sehr auf sich und die die eigenen beduerfnisse zu bestehen ( weil man sich ja immer durchsetzen muss im Beruf zb. ) und eben nicht lernen wie man mit anderen umgeht, ( no matter ob es um die bezieheung zwichen Frau und Mann geht oder eben um Schwarz und Weiss, oder eben Lieben so wie man sich lieben moechte oder eben Verbiegen wie man sich verbiegen muss) .
In dieser Studie stand auch das die eigenen Beduerfnisse jedes Einzelnen in den naechsten Jahrzenten immer mehr in vordergrund treten werden, und somit eben gerade Junger Maenner in diesen kreislauf zur Selbstprojektion verfallen um eben sich interressanter fuer ihre umwelt zu machen , meint Frauen und Beruf oder auch nur Freunde.

Das das natuerlich die falsche richtung ist, muss nicht diskutiert werden aber auch Frauen, gerade junge, sind sehr in diesen Kreislauf eingebunden und die Auswirkung auf das Familien leben sind somit Fatal bedroht.

Ich persoehnlich moechte dazu nur sage das eine Beziehung eben nur funktioniert wenn man eben mit einander, eine Beziehung ( mit dem resultat einer spaeteren Ehe) fuehrt und sich eben darauf einlaesst etwas von sich zu geben und auch etwas dafuer zu bekommen, sollte natuerlich 50/50 sein und nicht anders, aber manchmal muss der eine eben etwas mehr geben und bekommt dafuer eben wieder nochmal soviel zurueck.
Desweiteren ist das schlimmste was man seinem Partner antun kann, die voellige verantwortung fuer alles zu nehmen oder voellig zu geben.
Und ein Trauring verschiebt auch nicht das gesunde verhaeltnis einer Beziehung zur Perfekten Ehe.

Habe mich vor meiner Hochzeit lange mit meinem ( Hart aber Herzlichem Grossvater ) unterhalten und der hat mir den Kopf geewaschen, so habe ich etwas gelernt. Habe gelernt wie man ein guter Gastgeber fuer seine Liebste ist mit dem eigenen Herzen das ja das neue Zuhause fuer die Liebste ist.
So was wie eine Beziehung oder Ehe besteht eben darauf das man geben und auch nehmen kann ohne dafuer sich zu rechtfertigen.

Ausserdem denke ich auch das ein Wok ein Deckel haben kann,
wenn man selber will das der einen Deckel haben sollte.

Gruss Rainer

dieSteffi
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Ungelesener Beitrag von dieSteffi » 19 Mai 07 18:10

Hallo Rainer!

Diese Studie würde mich interessieren. Weißt du, wo ich die bekommen kann?

liebeGrüße
deineSteffi
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Rainer Backpack
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Ungelesener Beitrag von Rainer Backpack » 19 Mai 07 21:10

Hey Steffi,

Diese Studie ist eine arbeit eine Social sciences Student of the University of Saskatchewan in Saskatoon, Meine Frau hat sie aber schon weggeschmissen und ich habe ja auch nicht gerade gedacht das wir sie nochmal gebrauchen koenten. War aber auch nur im Saskatoon Star. ( zeitung).Vieleicht kannst du ja mal ueber das internet probieren ob Du den artikel in der ausgabe dieser Zeitung findest oder eben auf der Homepage der Uni
http://announcements.usask.ca/news/archive/2007/02/
oder hier
http://www.canada.com/saskatoonstarphoenix/index.html
Der Schreiber war glaube ich ein junger Mann namens Brad Gareau
Gruss Rainer

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Partner zieht nicht mit - und dann?

Ungelesener Beitrag von Milchknilch » 11 Jun 07 7:28

Kleine Zwischenfrage:

Es geht mir vornehmlich um die Frauen, die sich hier geoutet ;) haben ihren Freund/Mann (in bezug auf Selbstreflektion, nachdenken, grübeln umgang mit Gefühlen etc.) nach einiger Zeit dann doch zu verstehen.

Gab es dafür irgendeinen Auslöser, hat es einfach Zeit gebraucht, oder hat euer Parter euch irgendwie auf die richtige Fährte gelockt?

Der Grund ist der, dass meine letzte Beziehung daran gescheitert ist, dass ich praktisch nicht mit ihr über solche Dinge diskutieren konnte und mein Versuch ihr das verständlich zu machen auch gescheitert ist.
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Partner zieht nicht mit - und dann?

Ungelesener Beitrag von Eliane » 11 Jun 07 9:32

Sind in diesem Thread nicht überwiegend Frauen vertreten, die genau dein Problem haben, nämlich gerne herumreisen/-ziehen oder woanders leben zu wollen, während der Partner u.U. nicht kann oder nicht will?

Es sind womöglich nicht die richtigen, um zu fragen:
Milchknilch hat geschrieben:Gab es dafür irgendeinen Auslöser, hat es einfach Zeit gebraucht, oder hat euer Parter euch irgendwie auf die richtige Fährte gelockt?
Wer lockt wen auf welche Fährte? Wer hat Zeit gebraucht?

Oder habe ich ein Brett vor dem Kopf und verstehe dein Anliegen nicht?
Geht es dir nicht darum zu verstehen, warum die Beziehung zu deiner (wie ich annehme daheim gebliebenen) Freundin gescheitert ist?

Vielleicht sollte man das ganze manchmal gar nicht so sehr aus Mann-Frau-Sicht betrachten sondern eher aus "Will-weg"-"Will-nicht-weg"-Sicht?

Liebe Grüße
Eliane
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Ungelesener Beitrag von Milchknilch » 11 Jun 07 11:41

dieSteffi hat geschrieben:Hey, Coog, das ist es, was auch ich toll an MEINEM Mann finde.

Er fordert mich heraus, er lässt mich nie den leichten Weg gehen, er will, dass ich meine Gedanken und Gefühle mitteile, was mir nicht wirklich leicht fällt. Ich habe viel von ihm gelernt in all den Jahren. Vor allem, dass man sich auch mal streiten kann, ohne das danach alles vorbei ist. Das ich meine Meinung sagen darf und soll.

...

Es ist bewundernswert, wie offen er mit seinen Gefühlen umgeht und mit seinen Ängsten. Wie reflektierend er ist und wie sehr er über alles nachdenkt. Er macht es sich nie leicht. Und so kritisch er anderen gegenüber ist, so kritisch ist er auch sich selbst gegenüber.
Das wusste ich schon immer, aber erst jetzt (wo ich damit auch anfange ;) ) wird mir das so richtig bewusst...

bunteGrüße
eureSteffi
Darum ging es mir. Steffi hat es augenscheinlich zu schätzen gelernt, meine Freundinn hat es mir immer zum Vorwurf gemacht, wenn ich sie dazu aufforderte.

Die Reise war nicht der Auslöser unserer Trennung, hätte es aber gut sein können, wenn ich nicht früher auf den Trichter gekommen wäre.

Was mich interessieren würde wäre eben, wie man so ein Verhalten verständlich weitergeben kann, aber ich vermute eben das es dafür nicht wirklich gute Tips gibt, sondern eher sehr individuell angepackt werden muss.
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Julchen
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Ungelesener Beitrag von Julchen » 11 Jun 07 12:24

Hallo zusammen,

ich denke, dass es da keine Gebrauchsanweisung gibt, sondern den richtigen Zeitpunkt. Manche Leute sind eben nicht so weit, um sich mit sich selbst und damit auch dem Gegenüber kritisch und intensiv auseinanderzusetzen. Und wenn dann einer kommt, der sie dazu bringen will, werden die Schotten dicht gemacht. Das kann dann nicht gut gehen, weil die zwei einfach nicht zusammen passen von der inneren Reife her oder wie immer man das nennen will. Ich denke, man kann jemand nicht zu etwas bringen, wenn er nicht innerlich schon dafür bereit ist.

Lieben Gruß
Julchen
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