Kreditkarten-Skimming Betrug, z.B. in Guatemala, Panajachel

Weltreisend oder im Urlaub schlechte, vielleicht "ortstypische" Erfahrungen gemacht? - Hier kannst Du Andere warnen - und Trost finden.

Moderator: WRF-Moderatoren - "Teamgeister"

Antworten
Florentius
WRF-Mitglied
Beiträge: 19
Registriert: 02 Mär 07 13:35

Kreditkarten-Skimming Betrug, z.B. in Guatemala, Panajachel

Ungelesener Beitrag von Florentius » 28 Mär 09 4:55

Hallo Leute,

hier mal ein neues Thema. Leider aus aktuellem Anlass. Ich wurde am 21 März 2009 ein Skimming-Opfer, meine Kreditkarte wurde durch einen präparierten Bargeldautomaten manipuliert.
Passiert ist das Ganze in Panajachel/Guatemala. Ich hob knapp 100 Euro über meine Kreditkarte ab, Tage später wollte ich am ATM neues Geld abheben und bekam die erfreuliche Nachricht, dass mein Limit erschöpft sei. Sie haben am gleichen Tag, also am 21 März, fünf weitere Abhebungen mit einer geclonten Kreditkarte getätigt. Insgesamt haben sie mich um knapp 500 Euro "erleichtert". Schöne Scheiße. Stress und Papierkram. Hab gerade die Reklamierung an meine Bank abgeschickt, jetzt heißt es Geduld haben. Zusätzlich habe ich Anzeige bei der örtlichen Polizei erstattet und diese Anzeige mit an meine Bank gesendet.

Für uns als Kunden ist es wohl unmöglich dem skimming zu entgehen. Alles war total normal. Wie soll man erkennen, dass der Geldautomat manipuliert ist?

Für die, die es interessiert. Besser nur Automaten benutzen, die sich in Banken befinden und/oder direkt zu Banken gehören. In meinem Fall gehörte der Automat nicht direkt zu einer Bank, sondern zu einer Firma mit dem Namen 5B. Der Bankautomat befindet sich an der Ecke Calle Santander, Calle Principal. Vor allem am Wochenende sind Automaten präpariert. Also, Vorsicht Freunde! Hoffe, dass die Bank keinen Zirkus macht und mir das Geld bald erstattet, ich bin nämlich drauf angewiesen.

Grüße aus dem trotzdem tollen Guatemala :-)

Florentius

Marlino
WRF-Moderator
Beiträge: 404
Registriert: 22 Mär 08 23:26
Wohnort: irgendwo im nirgendwo

Skimming!

Ungelesener Beitrag von Marlino » 28 Mär 09 20:19

Florentius hat geschrieben: Für uns als Kunden ist es wohl unmöglich dem skimming zu entgehen. Alles war total normal. Wie soll man erkennen, dass der Automat manipuliert ist?
Das geht schon, die Karte muss immer ausgelesen werden, bzw. die PIN Nummer erfasst werden. Dadurch bedingt muss ein zweites Lesegerät angebracht werden, die sind meistens irgendwie an das eigentliche Lesegerät angebracht, einfach mal beim Einzugschacht ziehen. ;) Die PIN Nummer wird durch eine Kamera abgelesen, das kann durch einfaches verdecken der Hand verhindern. Alternativ durch eine zweite Eingabtastertur(die auf die "wirkliche" Eingabetastertur aufgelegt wurde), da einfach mal den ATM genauer anschauen, wenn z.B. die Fläche auf der die Eingabetastertur angebracht ist nicht eine durchgehende "Einheit" mit dem restlichen Flächen des ATM bildet, würde ich es seien lassen.

Andreas84
WRF-Mitglied
Beiträge: 14
Registriert: 03 Jan 09 22:07

Kreditkarten-Skimming Betrug, z.B. in Guatemala, Panajachel

Ungelesener Beitrag von Andreas84 » 30 Mär 09 2:27

Wenn das nicht der Reisbauer von um die Ecke selbstgeschnitzt hat, sondern von einem professionellen Abzocker kommt, dann kannst du die Veränderungen definitiv nicht erkennen. Die Meinung, dass man sich durch genaues Anschaun der ATM vor Datenlogging schützen kann, halte ich sogar für gefährlich.
Die Tastaturen werden in eine Alublende eingearbeitet, die perfekt auf die ATM zugeschnitten ist. Diese Veränderungen sind inzwischen so perfekt, dass sie den Automat eher sicherer aussehen lassen (neue saubere Tastatur, glänzende Aluverkleidung, ..).

Außer den genannten Möglichkeiten ist auch die Einrichtung eines Zwischenkontos sinnvoll. Die Reisekasse lagert auf einem Konto, auf das man per Onlinebanking zugreift. Von dort überweist man immer nur kleine Beträge auf das genutzte Konto. Dies sollte natürlich auch keinen Überziehungsrahmen und Dispo bieten (kann mit der Bank vereinbart werden, sog. Jugendkontos).
Wird man nun doch Opfer von Skimming, können höchstens kleinere Beträge abhanden kommen.

Dette_s
Kiebitz
Beiträge: 3
Registriert: 21 Jun 14 2:29
Wohnort: Salzburg
Kontaktdaten:

Kreditkartenmissbrauch, an ATM in Guatemala kopiert?

Ungelesener Beitrag von Dette_s » 21 Jun 14 18:11

Ich bin derzeit in Guatemala und bekam von der Kreditkartenfirme eine Mail, dass ich mich mit ihnen in Verbindung setzen soll.
Mir würde gesagt, dass aufgrund auffälliger Buchungen die Karte gesperrt wurde. Die Buchungen wurden in verschiedenen Ländern und nicht von mir getätigt. Die Karte ist jetzt unbrauchbar, zum Glück ist eine Neue auf den Weg zu mir.

Jedoch kann ich mir nicht ganz erklären wie es dazu gekommen ist.
Ich habe die Karte nie aus der Hand gegeben. Unter Verdacht steht ein Atm am Hauptplatz von Xela, welcher jedoch sogar von einem bewaffneten Security bewacht wurde.
Wie kann man solche Betrügereien im Vorfeld erkennen? Hattet ihr auch schon solche Erlebnisse?
Leider fehlte uns die Zeit um nochmal dorthin zu gehen um den Automaten zu inspizieren.

Danke
Dette


[Frage in passendes vorexistierendes Thema verschoben - Astrid]

Benutzeravatar
Laurenz
WRF-Förderer
Beiträge: 82
Registriert: 31 Mär 10 20:20

Kreditkartenmissbrauch, an ATM in Guatemala kopiert?

Ungelesener Beitrag von Laurenz » 26 Jun 14 0:41

Hi Dette :)

Gut dass es sich vermutlich um Skimming handelt und Du Deine Kreditkarte noch hast. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshof 2011 haftet in solchen Fällen die Bank und Du legst wenigstens finanziell nicht drauf.
Quelle: http://www.bankundkapitalmarkt.de/verbr ... slast.html

Gruß

Dette_s
Kiebitz
Beiträge: 3
Registriert: 21 Jun 14 2:29
Wohnort: Salzburg
Kontaktdaten:

Kreditkarten-Skimming Betrug, z.B. in Guatemala, Panajachel

Ungelesener Beitrag von Dette_s » 29 Jun 14 1:51

Hallo Laurenz,

Danke für die Info. Das kann ich so bestätigen.
Hab von meiner Bank bereits eine Eidesstattliche Erklärung zum unterzeichnen zugeschickt bekommen.
Alles in allem war es ein riesen Aufwand.
Schützen kann man sich davor wohl eher schwierig :(

Lg
Dette

Antworten

Zurück zu „Vorsicht Falle! Reisende und Urlauber als Opfer“