Laos, Vang Vieng, Höhlenunfall

Weltreisend oder im Urlaub schlechte, vielleicht "ortstypische" Erfahrungen mit Trickbetrügern, abgekarteten Spielen, Halunken und Räubern gemacht- und daraus gelernt? - Hier kannst Du es schildern, Andere warnen - und Trost finden.
Hier:
Vorsicht- Reisefalle! im WRF- Info-Pool Hier sollte einzelthematisch geschrieben und auch nur direkt auf den Betreff bezogen geantwortet werden!
Bitte vermeide nicht direkt zum Titel gehörende Suchworte (z.B. Ländernamen oder themenfremde Zusatzfragen).
Übersichtlichkeitshalber am besten Ort und Schädigungsart gleich in den Betreff schreiben und für ähnliche Erlebnisse an einem anderen Ort bitte jeweils ein neues Thema aufmachen (falls nicht schon vorhanden, bitte suchen).
Danke! :)
robat1
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Laos, Vang Vieng, Höhlenunfall

Ungelesener Beitrag von robat1 » 03 Feb 10 18:25

Hallo Zusammen,

bin zurück aus 4 Wochen Laos, was dann nur 17 Tage waren.

Es gab viele atemberaubende Erlebnisse und Eindrücke die ich später vielleicht in einem Reisebericht mit schönen Bildern noch schildern werde.

Aber am 18.01.10 wanderten wir durch eine Hoehle in einem Berg bei Vang Vieng.
Als Kletterer weiss ich auf normalem Fels genau was geht und was nicht und wo man ohne Seil in Lebensgefahr geraten kann.

Aber dass die Tropfsteine teilweise auch extrem bruechig sein können und vom Fels großflächig abplatzen können war mir leider neu.
So brach zuerst mein Tritt unter mir weg und bei dem Ruck auch beide Handgriffe die zuvor sehr solide wirkten.
Ergebnis ein 8m Sturz auf diverse Felsbrocken.
Mein Rucksack mit einigen Klamotten drin und einer harten Rückenplatte rettete mir das Leben oder mich zumindest vor der Querschnittslämung.
Der Untere Rücken war aber trotzdem extrem geprellt und wie ich erst heute erfuht ist auch ein 5cm breiter Muskelstrang an der linken Ar.chbacke gerissen.

Die Bergung in der tiefen Höhle dauerte 5 Std. und ich hab schon an meine Liebsten, mit der wenigen Luft die ich hatte, Abschiedsvideos besprochen, denn ich dachte diesmal war es zu viel und ich komm nicht mehr lebend aus der langen verwinkelten Höhle. Meine Freundin war schon vorzeitig umgekeht und wartete draussen ahnungslos über eine Stunde, bis sie von der Zahlstelle der Höhle jemand nach uns schickte.
Mein Kumpel war damit beschäftigt mit Druckverbänden die größten Blutungen am rechten Bein und linken Arm zu stillen und mich bei Bewustsein zu halten.
Dann kam der Typ von der Zahlstelle, machte Bilder meiner Verletzungen und verschwand um Hilfe zu holen.
Die Kinder, die dort Berführer spielen um was zu verdienen, waren nach dem Sturz davongelaufen und auch auf nachfragen meiner Freundin ohne Hinweis auf meinen Unfall verduftet und hatten auch keinen Einheimischen benachrichtigt.

Der Helfer mit den Fotohandy stellte draußen angekommen meiner Freundin erst eine Rechnung auf was sie den 4 benötigen Helfern bezahlen muß, wenn sie mir helfen sollen. (Kein Witz !!!!!!!)

Die kamen dann mit einer Hängematte ohne Stange zum Aufhängen oder sonstwas, obwohl wir dem Fotoretter unmissverständlich erklärt hatte, daß ich mir beiseitig mehrere Rippen gebrochen habe und kaum atmen kann.
Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, daß bei dem Aufprall der linke Lungenfügel geplatzt war und die Lunge durch den Riss kollabiert war.

Beim Versuch mich mit der Matte hochzuziehen verlor ich fast wieder das Bewustsein und alles wurde abgebrochen.
Mein Kumpel machte sich dann selbst auf den Weg zur Klinik in Vang Vieng und holte eine Bare, weil man die Leute nicht überzeugen konnte 4 dicke Bambusstangen zu einer Liegefläche zusammen zubinden.
Die Bergung dauerte insgesammt fast 5 Std.
Und meine Freundin gab jedem der uneigennützigen Helfer nicht die geforderten 30.000Kip, sonder jeweils 100.000Kip.
Also wenn sie das nächste mal 100.000 verlangen, wisst ihr wer schuld ist ;-)

Das Auto, das mich die 5-6km in die Klinik fuhr, forderte auch gleich 150.000Kip, da sind die Taxis in München geschenkt.

Nach dem händischen Abdrücken in der Klinik und einem vagen Röntgenbild hatte ich angeblich beidseitig je 4 gebrochene Rippen?, (heute weiss ich, ausserdem einen Lungenriss), einen Trümmerbruch am linken Ellbogen. Der Rest waren nur sehr grosse Fleischwunden alles zusammen ca. 35cm Nähte. Aber Narben machen Maenner ja nur interessanter. ;-).
Schlimm war auch die Prellung und Stauchung des Rückrats, so daß der ganze Rücken schwarz-blau gefärbt war.

War aber alles halb so schlimm, im Vergleich zu der Rippen-Lungensache. Die Lunge enliess die Luft in den Brustkorb und fiel in sich zusammen.
Da ist man im Luftholen nicht grad der beste, und die dabei aneinander vorbeirutschenden Rippenstuecke ermutigen auch nicht gerade zum Atmen.

Ganz toll in Vang Vieng ist, dass es in den Provinzkliniken keine Betäubungsmittel gibt, oder sie wegen der vielen Motorradunfälle von betrunkenen Touristen gerade aus waren. Das heist die 45-minütige Wundreinigung (ein Knochenstück hatte sie sogar dazu herausgenommen) und das zunähen läßt sich in vollen Zügen ohne jede Betäubung geniessen.

Aber Adrenalin ist eine wunderbare Dr.ge des eigenen Körpers, so daß man das tatsächlich aushalten kann, da war mein Brustkorb viel schlimmer.

Die wollten mich auch sofort in der selben Nacht nach Vientiane (3Std. Schlechtstrasse) abschieben, weil ihnen der Ausgang ungewiss erschien. Aber das verweigerte ich zum Glueck.

Im Zimmer abgestellt (Sauerstoffschläuche in die Nase hatten sie zum Glück) wurde unsere Reiseapotheke von meiner Freundin gesucht und gefunden.
Mit 100mg Voltaren (eigene Notfallapotheke) im Blut läst sich sehr vieles etragen und so ueberstand ich am naechsten Mogen den Höllentransport nach Ventiane und auch die dortige Nacht auf Intensiv wo ich zum ersten mal Morphium bekam.
Die Federung des Wagens, die Liege und den Fahrer könnte man fast als Mordversuch auslegen. Ohne Übertreibung!
So kam ich die nächste Nacht in Ventiane auf Intensiv bei genug Morphium und Sauerstoff. Meine Freundin durfte beide Male im Zimmer auf einem Extrabett schlafen und meinen Zustand überwachen.

Einen Tag später organisierte der benachrichtigte ADAC dann meine dortige Abholung nach Udon Thani (Thailand) in einem nun sogar gefederten Krankenwagen.
Dort in dieser Klinik ist man sicher wie in Abrahams Schoss da sich gleich 4 Fachärzte um einen kümmerten und das bei deutschem Standart. (von den unzaehligen netten Schwestern ganz zu schweigen ;-).

Den Ellbogen mußten sie leider nochmal aufschneiden, erneut gründlicher reinigen und die Brüchstücke in Position zusammennageln. Dabei bekam ich auch den zweiten Schlauch zwischen die Rippen und auf wehleidiges Anfragen von mir sogar mit einer Schlummernarkose. Den ersten Schlauch gabs gleich bei Ankunft auf der anderen Seite mit örtlicher Betäubung, was trotz Voltaren und Morphium kein Verglügen war. Und die Narkose endete auch schon 30min vor OP-Ende aber ich war trotz hämmern Schmerzfrei und konnte mich sogar unterhalten.

Sobald es mir nach fast 2 Wochen deutlich besser ging und ich wider meiner Erwartung von 1 Woche zuvor, wieder laufen konnte, kämpften wir, dass mich der deutsche ADAC-Arzt für Sonntag den 31.01 transportfähig erklärt (Freitag und Samstag waren schon gescheitert).
der Angebliche Grund war die Luft ausserhalb der Lunge die aber inzwischen über 5-6 Tage mit Schlächen zwischen den Rippen abgesaugt wurde.

So hatten wir nach langem hin und her vom ADAC ein E-Ticket für Sonntag in der Tasche.
Udon Thani nach Bangkok und von dort nach Frankfurt-München, Start So. 23:55.
Der ADAC spendierte uns 1 Klasse, weil ich noch unmöglich 12Std. sitzen konnte und einen Liegepl. benötige.
War mein erster 1Kl.-Flug.

Mein Kumpel, der die Bergung organisierte und die Blutungen noch in der Hohle mit Druckverbänden stoppte war nach der Sache und Beobachtung der grossen Reinigung und Nähaktion recht bedient und hatte als echter Schwabe auf seiner ersten Fernreise (Freundin zuhausegeblieben) eh schon arges Heimweh.
So flog er 2 Tage danach vorzeitig heim.
Aber meine Freundin harrte 2 Wochen 24std. täglich bei mir aus und schlief immer in meinen Krankenzimmern, was in Asien ganz selbstverständlich ist.
Bei jedem Mucks von mit stand sie nachts am Bett und schaute ob es mit gut geht.
Ich bin ihr dafür unendlich dankbar.

Thailand ist eigentlich ideal fur einen Kranken, die Versorgung und die Ärzte sind super, aber ich wollte nach 15 Tagen Krankenhaus endlich heim (zumindest ins "Rechts der Isar-Klinikum in München").

Die Heimreise war dann auch eher eine Flucht.

Der deutsche ADAC-Arzt in Bangkok, der mich ja nie zu Gesicht bekam, verweigerte am Sonntag in letzter Minute per Ferndiagnose die Unterschrift zur Transportfähigkeit, weil noch 2 Daumennagel-Große Luftbläschen außerhalb der Lunge bei einer CT-Untersuchung vorhanden waren.

Die Nachricht war dann für meine Freundin und auch mich zuviel und die Stimmung eskalierte. (Ihre Mutter lag gleichzeitig mit schwerer OP in Deutschland in einer Klinik).

Alle meine Argumente, daß ich als überzeugter Dauerpfu.zer, im Darm ständig min. 1 ganzen Liter Gase habe die sich im Bauchraum beim Fliegen (niedriger Außendruck) auch ausdehnen und auf die Lunge drücken und ich vor 14 Zagen 2 ganze Tage mit zusamengefalllener Lunge auch nicht erstickt war, waren dem Ignoranten in Bangkok wurst, ebenso daß mich alle 4 behandelten Ärzte in Thailand für transportfähig erklärten. (selbst die nervige, chinesische Internistin, Frieda von der Vorsicht).

Da hats mir gereicht und ich liess nach kuzer Verhandlung mit dem ADAC die schon reservierten Lufthansa-Flüge ganz streichen.
Haben nach Kostenübernahmezusage vom ADAC gepackt und sind um 8 Uhr Abends nach Bangkok geflogen und von dort auf eigene Gefahr um 23:55 über Wien nach München. Die Physik hatte Recht wie weit können sich 2 so kleine Bläschen bei dem Druckunterschied im Flugzeug schon ausdehnen? Lächerlich!

Vorgestern morgen dann Landung in München und in die Uni-Klinik Rechts der Isar und die sagen eine Nacht Beobachtung reicht eigentlich bei meinem Zustand um mich nach Hause zum Hausarzt zu entlassen. Vor allem weil sie auch völlig überfüllt waren und Betten benötigten. Und der D.pp behauptete 1 Tag davor ich sei nicht mal transportfähig und muß noch 3-7 Tage in Thailand bleiben.

Am Abend lag ich mit dem guten Gefühl im Bett, daß ich am nächsten Tag nach Hause darf, da kam der Chefarzt, der den ganzen Tag OPs hatte, ins Zimmer und eröffnete mir, er habe sich meinen Nagelarm angesehen und das muß nochmal neu und besser gemacht werden.
Ehrlich gesagt war das nochmal ein arger Schock, aber am Morgen wurde das Gelenk unter dem Bewegungs-Röntgenaparat nochmal genau beobachtet und die Thais hatten doch ziemlich perfekt gearbeitet, so daß die 600€ teure U-Platte, die man mir hier einsetzen wollte nur minimale Verbesserungen brächte, welche die neuen Riesiken einer Infektion usw. nicht rechtfertigen.
Der Stein, der mir vom Herzen fiel, duchschlug fast den Boden des Zimmers.

Und nun checkte mich heute mein Hausarzt nochmal genau durch und stellt fest, dass ein 5cm breiter Muskelstrang an der linken Ar.chbacke abgerissen ist. Das hätten die im R.d.I. auch sehen können, weil die Schwellung nicht mehr so groß wie in Thailand war.
Das will/kann ich aber unmöglich sofort machen lassen, weil ich wegen der Rippen-Lungensache nur auf dem Rücken liegen kann.

Ich hoffe das war die letzte schlechte Nachricht .... ich hab nun wirklich genug.

Und abschließend zu Laos,

es nervt den ganzen Urlaub immer ein wenig, daß man für jede Höhle, Watt, Wasserfall oder einfach nur für den WanderWeg durch eine Gemeinde und sogar für viele Brücken jedesmal abkassiert wird.
Dass es immer nur 10.000-20.000Kip also 1-2€ sind, spielt dabei eine untergeordnete Rolle.
Aber daß die Helfer erst mal Geld fordern, bevor sie einen blutüberströmten Schwerverletzten aus einer Höhle tragen, war die Krönung und nach den P hillipienen, V ietnam, C hina, T hailand,
K ambodscha und B urma, ist es mein erstes s.o.asiatisches Land, das ich nicht mehr bereisen werde.
Ausnahmen sind höchstens kurze Abstecher für die Gibbonexp., oder die nicht mehr erreichten Süßwasserdelphine der Rest kann mir gestohlen bleiben.
Ebenso wie die unmengen Komasäufer die in Vang Vieng in ihren total verrutschten Bikinis und Badehosen nach dem Tubing mitten im Ort herumtorkeln und sich vor den Einheimischen mitten auf der Straße die Zungen gegenseitig in den Hals stecken. Selten so ein tackloses Pack gesehen und das in einem Land, wo Frauen nur im langen Rock baden.

Eigentlich kein Wunder, daß die Laoten nach diesen täglichen Beobachtungen die Touris nur noch abkassieren wollen und vermutlich insgeheim verachten. Schade nur, daß es nicht nur in Vang Vieng bei dem Ballermännern so ist mit dem abkassieren.

Robert

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Laos, Vang Vieng, Höhlenunfall

Ungelesener Beitrag von Mueng-Thalueng » 04 Feb 10 11:17

Somnana Robert,

erstmal THX für deinen "etwas anderen" Reisebericht.
Nicht jeder hat den Mut, auch mal über das Negative, das einem widerfährt, zu schreiben.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall eine bessere Gutung.

Noch mein Tip für evtl. Nachahmer:

Wenn es auch etwas krass erscheinen mag, für die "Helfer", die erstmal Geld fordern, bevor sie unfachmännisch zu Helfen versuchen, hätte ich nur den Spruch parat:
Wenn du nicht sofort tust, was ich dir sage, dann kann es sein, daß ich dir den Kopf abhacke! :shock:

Glaubt mir, das wirkt! SRY für die Ausdrucksweise, aber in so einem Fall muß man eben radikal sein. :evil:
Als Gott den Mann erschuf, übte sie nur...

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Laos, Vang Vieng, Höhlenunfall

Ungelesener Beitrag von Astrid » 04 Feb 10 12:08

Oh Mann Robert,

was ein Albtraum - wenn ich nur an die Schmerzen denke :shock:.
Deine Frakturen werden Dich noch einige Zeit an Deinen Unfall erinnern.

Und doch hast Du auf vielen Ebenen Glück im Unglück gehabt - Dein Sturz aus 8 Metern Höhe hätte ohne weiteres (selbst hier in D und in unmittelbarer Reichweite von optimaler medizinischer Versorgung) ganz anders ausgehen können.

Vielen Dank, dass Du Dein Erlebnis mit uns im WRF teilst und somit erinnerst, dass Reisen auch mit Risiken verbunden ist, die man vorher nicht immer abschätzen bzw. sich vorstellen kann.
Und dass in Drittweltländern und als Individualreisender viele von Package-Touristen gewohnte Absicherungen wegfallen und stets eigenverantwortlich für die eigene Sicherheit gesorgt werden muss.

Auf jeden Fall liebe Genesungswünsche!

Astrid (& MArtin)
Eine fremde Kultur ergründen zu wollen, ist wie der Versuch, den Horizont zu erreichen... Irgendwann steht man wieder an dem Punkt, an dem man begonnen hat - doch der Blick zum Horizont ist ein anderer. [A. Bokpe]

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Laos, Vang Vieng, Höhlenunfall

Ungelesener Beitrag von robat1 » 04 Feb 10 13:38

Hallo ihr beiden,

erst mal danke für die guten Wünsche.

Komme gerade von der Uniklinik, weil mit vorgestern Abend im Bett die Dulle aufgefallen war und mein Hausarzt einen Muskelabriss diagnostizierte.

Bei der neuen befingerung, Ultraschall- und Röntgenuntersuchung fanden sie nun auch die sehr tiefe Dulle am oberen linken Ar.chmuskel.
Das hötten die Fachleute in Deutschland eigentlich nicht übersehen dürfen.
In Thailand war es wegen der riesen Schwellung noch nicht erkennbar, aber in München eben schon.

Diagnose: Mir ist ein 5,5cm breiter 2cm tiefer Muskelstreifen vom Becken abgerissen. Ganz nebenbei zeigten sie mir dann auf den CT-Bildern, daß das linke Becken auch gebrochen war.
Muskel wie Knochen hat sich mit der neuen Umgebung schon angefreundet und ist Verbindungen fürs Leben eingegangen ;-)
Ich muß es noch schonen, aber operiert wird es nicht, weil der Knochen von der linken Muskelbacke und den Rückenmuskeln gut in fast normaler Position gehalten wurde und der Muskel sich schon an den darunter liegenden klammert.

Das ist mir sehr Recht, weil ich übernächsten Montag einen neuen Auftrag anfangen möchte, damit sich der Konto allmälich wieder füllt.

Zur Lungen und Ellbogentherapie war ich heute auch schon und alles scheint gut zu heilen.
Nur die Rippen knaksen nach der Seitenlage für die Untersuchung nun wieder wie vor einer Woche und ich hoffte schon, daß sie bereits bleiben zusammengewachsen sind. Sehr schade ... aber das wird schon noch sagen alle und denk auch ich.


Den Spruch mit dem Kopf muß ich mir in der nächsten Landessprache einprägen, das Problem ist nur die Jungs können mit Macheten besser umgehen wie wir und mein Zustand hätte keine Gegenwehr zugelssen, obwohl die rechte Schwerthand das einzig Unverletzte war ;-)

Muss schön sein im Land des Lächels zu leben, aber irgendwann wird die Freundlichkeit leider selbstverständlich.
Ich merkte das was es für ein unvorstellbarer Unterschied ist, als ich in Wien 2 Wachleute sehr freundlich nach dem Weg zum Anschlussflug fragte.
Ich dachte nur, wäre ich doch in Thailand geblieben.
Was sind wir Europäer doch für unerträgliche Kotzbrocken?

Robert

Tobilein
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Laos, Vang Vieng, Höhlenunfall

Ungelesener Beitrag von Tobilein » 04 Feb 10 18:24

Ein Bekannter von mir hatte ebenfalls einen Unfall in Laos. Besoffen mit dem Moped in eine Mauer gefahren.

Der gebrochene Arm wurde in Viantaine geschient, die Schmerzen waren aber immer noch sehr stark. Zurück in Thailand wurden die Schmerzen nicht besser und er ging in die Klinik.

Dort wurde festgestellt dass der Arm total falsch zusammengeschuster wurde. Der Arm wurde erneut gebrochen und dann in Thailand wieder neu fixiert. Die gebrochene Schulter wurde in Laos gar nicht erst bemerkt.

Wenn er von Beruf nicht Südostasientourist wäre, dann wäre er vermutlich über ein Jahr krankgeschrieben worden.

Felix_bubble
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Laos, Vang Vieng, Höhlenunfall

Ungelesener Beitrag von Felix_bubble » 04 Feb 10 21:31

Erst mal: Tut mir sehr leid für dich und ich werde auf meiner Laos Reise in 2 Monaten sehr genau abwägen, welche Risiken ich bezüglich solchen Aktivitäten eingehen werde.

Aber die Art wie du die Laoten beschreibst, unterscheidet sich grundlegend von der Art, die sonst überall beschrieben wird.
Ich hatte bisher immer gehört, dass gerade die Laoten als die freundlichsten Menschen in SOA gelten?
Ist es denn wirklich so schlimm, dass man immer und überall für alles abkassiert wird? Das nämlich hatte ich bisher nur von Vietnam gehört...
Und ist die Situation mit den Touristen in Vang Vieng wirklich so schlimm? Das hätte ich jetzt wirklich nicht erwartet :shock:
MfG
Felix

robat1
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Laos Unfall-Thema gesperrt, Warum.

Ungelesener Beitrag von robat1 » 04 Feb 10 23:39

Hallo,

was soll das Sperren dieses Themas?
http://www.reise-forum.weltreiseforum.d ... a93baa4ee4

Es wurde niemand beleidigt reine unverfälschte Information und Tatsachen.
Sind hier unter lauter Erwachsenen nur schönschreibereien erlaubt ???
Ich hatte bisher immer gehört, dass gerade die Laoten als die freundlichsten Menschen in SOA gelten?
Wer das schreibt war womöglich nur in Laos oder höchstens noch in V ietnam.

Die Laoten sind absolut nicht unfreundlich und im Vergleich zu deutschen oder besser gesagt zu Europäern allgemein sehr höflich und net.
Aber das Land des Lächelns ist es schon mal nicht da sind die T hais mal nicht zu schlagen.

Und wenn es ein Völkergemisch in S.O.A. gibt das die anderen an Freundlichkeit und Höflichkeit um Längen übertrifft, dann sind es die
B urmesen.
Ich hatte in dem alten Thema ja geschildert wo ich überall war und in
B urma (M yanmar) war ich trotz all der Asienerfahrungen nochmals beeindruckt.

Daß jedes dieser Länder und Einzelbewohner an den Touristen verdienen will ist erstmal ganz normal und legitim. Doch in Laos ist es eine deutliche Stufe ärger als in den anderen Ländern, obwohl B urma um Welten rückständiger und ärmer ist ist dort das meiste frei und man kann freiwillig für den jeweilgen Klostererhalt zahlen. In Laos ist von 20 Watts vieleicht mal einer frei von Eintrittsgeldern. Für mich ist das Rekord.
Abkassiert wir am wie gesagt nur immer um 1 - 2€ Beträge aber das überall.
Das ist in V ietnam nicht so extrem ausgeprägt, dort kann es aber passieren daß man Turibuse nehmen muß, weil der Einheimischen Bus für Turis nicht hält. Ist aber auch schon ein paar Jährchen her, daß ich
V ietnam bereiste und sie könnten sich gesteigert haben?

V ietnamesen und Laoten haben ja die selben schlechten Erfahrungen mit der westlichen Welt gemacht wodurch sie sich vielleicht etwas ähneln.

Ich wollte jedenfalls niemandem den Laosurlaub vermiesen, sonder nur die Fakten schildern. Ich denke es stört jemanden dann eher weniger, wenn er schon im Voraus darauf Vorbereitet ist.

Und zur Unfallgefahr die ist eigentich ganz gut zu vermeiden.
Meine Freundin ist ja schon lange vor dem Absturz umgekehrt.
Mann muß sich nur bewusst machen wie ein Sturz ausgehen kann und schon steckt man sich viel früher eine vernünftige Grenze wo man umkeht.
Dazu sind doch solche Berichte ideal.

Ich hoffe auch daß die Kampftrinker das lesen die in Vang Vieng in der Klinik fast schon Schlange stehen. Wer bei uns betrunken fährt wir auch früher oder später im Krankenhaus enden, doch in Laos ohne Betäubungsspritze.
Also last das trinken zumindest in Kombination mit Sport und Motorrädern.

Robert

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Laos Unfall-Thema gesperrt, Warum.

Ungelesener Beitrag von al-iksir » 04 Feb 10 23:45

Ich vermute - weiß es aber nicht zu 100% - dass der Thread aufgrund des Verstoßes gegen die 1Thema-1Beitrag-Regel gesperrt wurde, letztere ausführlich dargestellt hier unter 2) :

http://www.reise-forum.weltreiseforum.d ... ic.php?t=4

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Laos Unfall-Thema gesperrt, Warum.

Ungelesener Beitrag von Astrid » 05 Feb 10 17:08

Lieber Robert :)

Leider bin ich bei der Moderation des WRF gestern abend unterbrochen worden, so dass ich nach der Sperrung Deines Beitrages nicht weiter arbeiten konnte und auch Dein neues Posting eben gerade erst gelesen habe.

Daher zunächst erst einmal Entschuldigung für die kommentarlose Sperrung Deines Themas, die ich vorgenommen habe, nachdem sich der Thread suchverwirrend für alle mit Dutzenden Stichworten und Ländern vom ursprünglichen Titelthema wegbewegt hat.

Danke al-iksir, dass Du das oben schon richtig vermutet hast. 8)

Insofern sollte der Grund meines Vorgehens auch keine Kritik an dem Inhalt Deines geposteten Textes sein, sondern lediglich einer weiteren Suchwort-reichen Zerredung Deines ursprünglichen Einzelthemas Unfall-Themas "Vorsicht Falle - Gefahr bei Höhlenexkursionen in Laos" vorbeugen.

Ich nehme an, dass Du das nachvollziehen kannst, wenn Du Dir in dem von al-iksir gegebenen Link vergegenwärtigst, dass die Suchfunktion des Reisewerkzeugs WRF für alle elementar wichtig und daher "auf Gegenseitigkeit" einzelthematisch und Fremdstichwort-arm gepostet werden soll.

Ich hoffe, Deine Frage damit beantwortet zu haben und kann auch erkennen, dass der eigentliche "Fehler" bei mir lag, weil ich den letzten themafremden Abschnitt Deines Eingangspostings mit Deinen sonstigen Reiserfahrungen und Ländern, von Komasäufern bis Süßwasserdelphinen, unverändert dort so habe stehen lassen.

Da Du mit Deinem neuen Posting quasi schon Felix' Frage beantwortet hast, habe ich jetzt die beiden Themen zusammengeführt, bleibe aber bei der Sperrung, bevor der Nächste Gelegenheit und Einladung nutzt und länderübergreifend seinen Eindruck von der Bevölkerung ganz Asiens innerhalb dieses Themas Kund tut und damit die WRF-Suche für alle erschwert.

Nichts für ungut, danke für Dein Verständnis.

Regelunkundige Kiebitze u.a. dürfen gerne auch aus den Mitglieder-Reihen frühzeitig am Thema-Ausufern gehindert werden, damit interessante Threads nicht für's Allgemeinwohl gesperrt werden müssen - ist ja immer schade. :(


Liebe Grüße
Astrid
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