GPS System - Erfahrungen und Empfehlungen gesucht

Was man (außer Computern und Datenspeichern, s.u.) sonst noch an Elektronik mitnehmen kann: Fotoapparate, Smartphones, Videokameras, mp3-Player, Akku-Ladegeräte, weltweite Mobiltelefone, GPS, Solarpanels, usw.

Moderator: Thorsten

Jim Knopf
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GPS System - Erfahrungen und Empfehlungen gesucht

Ungelesener Beitrag von Jim Knopf » 17 Jul 13 13:45

Guten Tag,
mein Abreisetermin rückt jetzt unaufhaltsam näher und ich denke häufig daran mich nicht mit Karten, sondern einem GPS System zu orientieren.
Ich bin auf dem Fahrrad unterwegs, durch Gr.-land, die T ürkei und dem I ran und wollte um Erfahrungen und Empfehlungen bitten zu Geräten die Ihr (am besten natürlich in den betreffenden Ländern) benutzt habt und weiter Empfehlen würdet.
Am weitesten verbreitet ist ja Garmin, aber sind sie auch die besten?
All das beschäftigt mich und ich hoffe auf Antwort.
Liebe Grüße,
Jim Knopf

jot
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Ungelesener Beitrag von jot » 17 Jul 13 20:00

Ich habe ein Garmin Edge 705 (fürs Fahrrad) und bin eigentlich recht zufrieden mit dem GPS. Auf das kann man Gratis-Karten von OpenStreetMap ziehen und hat so eine fast weltweite Abdeckung... mittlerweile ist es natürlich etwas in die Jahre gekommen, die Darstellung ist auf dem sehr kleinen Display und in der pixeligen Grafik nicht mehr wirklich zeitgemäß, daher benutze ich es hauptsächlich zum Aufzeichnen von Routen.
Für die Navigation nutze ich inzwischen mein Smartphone mit OSMand (einer OSM-Navi-Software für Android). Nachteil vom Handy ist dass es ohne weitere Schutzhülle nicht wasserdicht ist (Regen) und außerdem einen sehr hohen Energieverbrauch hat.
Das Garmin Edge konnte ich über einen Zzing Pufferspeicher über den Nabendynamo des Fahrrads laden. Fürs Smartphone reicht die Stromproduktion leider nicht ganz wenn man es durchgehend eingeschaltet lässt - man kann die Laufzeit mit dem Pufferspeicher aber etwas strecken.

Das aktuelle Edge 800(?) hat wohl eine etwas nettere Kartendarstellung und größeres Display, ob es auch die OSM Karten schon unterstützt weiß ich leider nicht, bei neuen Modellen gibt es ab und an wohl Probleme.

Jim Knopf
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Ungelesener Beitrag von Jim Knopf » 19 Jul 13 16:22

Danke für deine Antwort. Ich habe mich noch einmal in einem Laden informiert und die Garmin Geräte sollen ab und zu Probleme haben. Da ich mich aber nicht mit elektronischen Problemen herumschlagen möchte werde ich wohl bei der alten Version bleiben: Landkarten ;)

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Wastl
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Ungelesener Beitrag von Wastl » 20 Jul 13 18:08

Hi,
Jim Knopf hat geschrieben:... die Garmin Geräte sollen ab und zu Probleme haben.
Geht das bitte auch noch etwas genauer, qualifizierter mit Nennung der angeblichen "Probleme" und Quelle?
So hinterbleibt öffentlich der falsche Eindruck einer Montagsmarke, weil ein Verkäufer "mal was gesagt" hat. Dabei sind Garmin-Navis nicht grundlos die am weitesten verbreiteten.

Meine Garmin GPS- Geräte funktionierten immer einwandfrei.
Das Einzige wovon ich mal gehört habe sind Wackelkontakte im Display gewesen, die Garmin aber anstandslos durch Gerätetausch behoben hat.
Deine Entscheidung in allen Ehren - aber individuelle Fortschrittsskepsis sollte imho nicht so diffus & rundumschlägig auf dem Rücken einer GPS- Navimarke ausgetragen werden.

@ Jot: Der Zzing Pufferspeicher wird wohl nicht mehr hergestellt. Aber es gibt zur Stromversorgung elektronischer Geräte wie GPS-Navi, Handy etc. auf dem Fahrrad auch mind. ein komplettes Fertigsystem bestehend aus Fahrrad-Dynamo-Ladegerät inklusive Fahrrad-Dynamo.
Wastl :)

jot
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Ungelesener Beitrag von jot » 21 Jul 13 8:48

Wastl hat geschrieben:Der Zzing Pufferspeicher wird wohl nicht mehr hergestellt.
Den Zzing gibt es noch, der Shop ist nur etwas schwer zu finden (im Menü links auf Shop und dann nochmal links die jeweiligen Zzing Produkte auswählen bevor man was sieht). Der Hersteller/Verkäufer antwortet auch sehr schnell auf Mails. Hatte meinen erst letztes Jahr eingeschickt (um ihn auf Smartphone Edition upgraden zu lassen), war sehr freundlich und hat einwandfrei funktioniert.

Jim Knopf
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Ungelesener Beitrag von Jim Knopf » 22 Jul 13 15:40

Wastl hat geschrieben:
Geht das bitte auch noch etwas genauer, qualifizierter mit Nennung der angeblichen "Probleme" und Quelle?
So hinterbleibt öffentlich der falsche Eindruck einer Montagsmarke, weil ein Verkäufer "mal was gesagt" hat. Dabei sind Garmin-Navis nicht grundlos die am weitesten verbreiteten.
Jup, da hast du dann wohl recht ... :oops:
Wastl hat geschrieben: individuelle Fortschrittsskepsis
ja so könnte man es nennen, aber ich habe mich auch gefragt ob nicht ein wichtiger Teil der Reise verloren geht wenn ich in A then, I stanbul als Ziel eingebe und die nächsten Wochen nur noch nach dem Navi fahre?

jot
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Ungelesener Beitrag von jot » 23 Jul 13 19:01

Jim Knopf hat geschrieben:
Wastl hat geschrieben: individuelle Fortschrittsskepsis
ja so könnte man es nennen, aber ich habe mich auch gefragt ob nicht ein wichtiger Teil der Reise verloren geht wenn ich in A then, I stanbul als Ziel eingebe und die nächsten Wochen nur noch nach dem Navi fahre?
Also für mich persönlich ist das GPS eher eine Bereicherung, man muss ja nicht ständig danach fahren.
Aber vor allem in großen Städten/Ballungsräumen verirrt man sich ohne detaillierte Karte gerne mal schnell und fährt unnötige Umwege (ich will da immer möglichst schnell raus, mit dem Fahrrad fühle ich mich in der Stadt sehr unwohl).
Auch unterwegs in der Pampa kann ein GPS sehr hilfreich sein um geeignete Zeltplätze zu finden, Wasserläufe zum Auffüllen der Trinkvorräte, festzustellen wieviel Tage der nächste Supermarkt entfernt ist... mag sein dass da für manchen das Abenteuer verlorengeht, aber ich bin froh wenn ich nicht "auf Versuch" mal für 5 Tage Lebensmittel mit mir rumkutschieren muss und dann unterwegs feststelle dass täglich ein Supermarkt auf dem Weg liegt (oder umgekehrter Fall: der nächste Supermarkt 6-7 Tage entfernt liegt ;)).
Außerdem hilft es die Tagesetappe spontan abzuschätzen wie viel man schon geradelt ist und wie viel noch möglich ist - ich bin z.B. schon mit GPS durch das kalte N orwegen und A laska geradelt, da war es wichtig abends einen halbwegs tief gelegenen Zeltplatz zu finden damit man nachts nicht auf großer Höhe friert.
Zuhause mache ich mir normalerweise nie einen Plan (es gibt Leute die ihre Strecke vorab komplett am Computer planen und nur noch abfahren), mit dem GPS konnte ich sehen wie viel ich bereits gefahren bin und in etwa einschätzen ob die anstehende Steigung noch schaffbar ist oder ob ich bei Dunkelheit irgendwo vor einem 1000m hohen Pass stranden würde.
Kein Stapel an Papierkarten kann eine derartige Detailtreue, wie sie auf eine 4 GB Speicherkarte passt, sinnvoll ersetzen...

Es ist natürlich auch eine ziemliche Fuddelei solche Infos wie "nächster Supermarkt" oder "nächster Bachlauf" auf dem kleinen Pixelbildschirm herauszufinden, da Garmin z.B. von Haus aus nicht hergibt dass man den nächsten Wasserlauf, der die Strecke kreuzt, automatisch angezeigt bekommt, muss man sich weit durch die Karte scrollen.
Höhenlinien sind ein noch größerer Krampf, Garmin hat das Höhenlinienmodell (das auf den neueren Navis mit den Hügelschattierungen so schön aussieht) nicht freigegeben, darum behilft man sich in OSM-Karten damit dass man eine Höhenlinie als "Weg" einzeichnet. Besser als nichts, aber es sieht grauenhaft aus ;)
Darum nutze ich mittlerweile lieber mein Smartphone (siehe oben) mit dem das komfortabler geht und besser aussieht, aber wie schon angesprochen arbeitet das deutlich energieineffizienter, darum würde ich auch längeren Touren wohl doch ein richtiges GPS-Fahrradnavi empfehlen (ansonsten das Smartphone so viel wie möglich abschalten und ohne Trackaufzeichnung fahren).

Ein nettes Goodie vom GPS-Gerät ist außerdem dass es die gefahrenen Touren aufzeichnet. So kann man diese später zuhause am Rechner mit Google Earth nachfliegen, mit Freunden teilen oder z.B. Fotos aus einer Kamera ohne GPS-Modul nachträglich mit entsprechenden Koordinaten versehen (durch die in der Kamera aufgezeichnete Uhrzeit und der Uhrzeit aus dem GPS-Track kann man jedes Foto einem Ort zuweisen, dazu habe ich glaube ich in einem anderen Thread schonmal etwas geschrieben wie das automatisiert geht).

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Ungelesener Beitrag von Panny » 25 Jul 13 18:59

Jim Knopf hat geschrieben: Am weitesten verbreitet ist ja Garmin, aber sind sie auch die besten?
Hallo Jim Knopf,

die Frage nach dem idealen GPS zerfällt de facto in zwei Aspekte:
Hardware und Software.

Zu Ersterem kann ich Dir keinen Rat geben, da ich mit dem Motorrad auf Weltreise bin und mein Favorit für Dich vermutlich nicht sinnvoll ist.

Zur Software: Du brauchst ja ein Gerät, daß die drei von Dir genannten Länder abdecken kann, wenn ich das richtig verstehe.
Europa ist bei fast allen Herstellern in unterschiedlichem Umfang vorinstalliert.
In wie weit da der asiatische Teil der Türkei ordentlich drauf ist, müßte man prüfen.
Spätestens beim Iran wirds interessant.

Man möge mich korrigieren, wenn ich hier was Falsches oder nicht mehr Aktuelles sage: aber ich hab mir damals ein teures Garmin Gerät geholt, weil das der einzige Hersteller ist, bei dem man freie Karten nutzen kann.
Da wir sehr viel in "abenteuerlichen" Ländern unterwegs sind, für die kein Navi-Hersteller ordentliche Karten anbieten, war das für mich ein entscheidender Vorteil.
Durch den Iran werden wir zum Beispiel in Kürze mit der freien OSM (Open Street Map) Karte fahren, die Garmin-kompatibel ist und die es für praktische jedes Land der Welt gibt.

Gruß

Panny
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Ungelesener Beitrag von boppel » 01 Dez 13 23:14

Wenn jemand bereits ein Smartphone (Android) hat, dann würde sich MapFactor anbieten. Kostenlose Software, die mit OpenStreetMap-Karten arbeitet (fast weltweites Kartenmaterial verfügbar).
Die Karten lassen sich runterladen und auf dem Smartphone speichern. Daher Offline-Navigation möglich.

Ich verwende das bisher sehr erfolgreich in Europa. Die Karten sind zwar nicht so exakt und ausgefeilt wie manche Teure - aber dennoch sehr gut.

Gruß

Boppel

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