Chillies: hot, hotter, hottest

Weltreisend auf lokalem Markt einzukaufen und auf landesüblichen Kochstellen einheimische Gerichte zu Kochen ist preisgünstig, lecker, fördert das Sozialleben und ist manchmal mit abenteuerlichen Erfahrungen verbunden... Weltweite Kochrezepte.
Hier:
Tipps und Rezepte, was und wie man auf Fernreisen mit lokalen Marktprodukten lecker kochen und damit viel Geld sparen kann.
BikeAfrica
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Chillies: hot, hotter, hottest

Ungelesener Beitrag von BikeAfrica » 12 Jul 12 3:33

Hallo zusammen,

** Info: Habanero-Chilie **

Für diejenigen, denen das nichts sagt ...
Die Dinger sehen aus wie eingeschrumpelte Paprika und sind ca. 3-4 cm groß und in der Regel rot oder gelb. Wenn man sie aufschneidet, riechen sie sehr fruchtig, aber lasst euch nicht täuschen. Bis 2009 (?) galten sie als die schärfste Chiliesorte überhaupt, bevor man die Bhut Jolokia entdeckt hat. Das Zeug ist höllenheiß und nicht zu vergleichen mit diesen vergleichsweise milden Thai-Chillies.


[Info zu Chillies aus BikeAfricas K ochbananenrezept entführt und zum eigenen Thema gemacht - Astrid :)]

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Astrid
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Ungelesener Beitrag von Astrid » 12 Jul 12 4:03

Hallo Wolfgang :)

Da Du offensichtlich gerne scharf isst, empfehle ich Deinem Gaumen bei Gelegenheit alternativ zu den Habanero-Chilis mal die Scotch Bonnet Chilis zu probieren :).
Das Zeug ist höllenheiß...
Auch sie führen bei den meisten Menschen bei Erstkontakt zu einer sämtliche Geschmacksnerven betäubenden Explosion des Mund-Rachen-Raumes, die nicht so schnell endet, erst recht nicht mit einem scheinbar erlösenden Schluck Wasser :lol:.

Sie sehen getrocknet ebenfalls verschrumpelt, aber eher wie kleine fliegende Untertassen aus und wechseln wie die Habaneros je nach Reifegrad ihr Aussehen von Grün über Orange nach Rot.

Für die Schärfe von Chilis ist das in den Kernen und in dem Paprikagerüst sitzende Capsicain verantwortlich.
Entfernt man dieses Innenleben der kleinen Appetit-Anreger, die in allen Schattierungen der Ampelfarben gegessen werden können, kann man den Schärfegrad beträchtlich reduzieren! Egal ob Habaneros oder Scotch Bonnets - "unkastriert" reicht mir meist eine dieser Chili-Schoten für ein Essen für 2 Personen.

Aber Vorsicht! Eigentlich müssten beide Sorten auch mit dem Hinweis versehen werden:
Don't touch too much

Wer die Chilis schneidet, dem klebt häufig auch nach ausgiebigem Waschen die Schärfe an Händen und Fingern und die ätherischen Öle werden bei jedem Haut- oder Schleimhaut-Kontakt mit anderen weiter gegeben (MArtin konnte es in einer Nacht glücklicherweise mit Humor nehmen :shock:).

Wer sich diese und ähnliche Erfahrungen ersparen möchte, kann sich auch anders schrittweise an die Schärfe gewöhnen - z.B. durch Zugabe von Joghurt (im Essen oder als Getränk), Milch oder auch ein paar Gurkenscheiben als Beilage.

Chilies, gleich welcher Sorte sind übrigens leicht mit ihren Samen anziehbar, in den Tropen tragen sie bereits nach wenigen Wochen, sodass sich das Einpflanzen für Laaangzeitreisende (wie uns) lohnen kann.
In unserem momentanen Garten haben wir derzeit Habaneros, Wiri Wiris, Scotch Bonnets, Jalapenos, Nigga Peppers... und machen daraus
-> Bajan Hot Pepper Sauce


Liebe Grüße
Astrid
Eine fremde Kultur ergründen zu wollen, ist wie der Versuch, den Horizont zu erreichen... Irgendwann steht man wieder an dem Punkt, an dem man begonnen hat - doch der Blick zum Horizont ist ein anderer. [A. Bokpe]

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Ungelesener Beitrag von Pat77 » 13 Jul 12 1:05

Bei Habanero-Chili kommt mir nur eine der besten Saucen der Welt in Sinn: Mary Sharp's aus Belize

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Astrid
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Ungelesener Beitrag von Astrid » 13 Jul 12 6:36

Hallo Pat :)

Scheint das Pendant zur -> Bajan Hot Pepper-Sauce zu sein :lol:.

Liebe Grüße
Astrid
Eine fremde Kultur ergründen zu wollen, ist wie der Versuch, den Horizont zu erreichen... Irgendwann steht man wieder an dem Punkt, an dem man begonnen hat - doch der Blick zum Horizont ist ein anderer. [A. Bokpe]

BikeAfrica
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Ungelesener Beitrag von BikeAfrica » 13 Jul 12 14:44

Astrid hat geschrieben:Da Du offensichtlich gerne scharf isst, empfehle ich Deinem Gaumen bei Gelegenheit alternativ zu den Habanero-Chilis mal die Scotch Bonnet Chilis zu probieren :).
... die kannte ich zwar vom Namen und konnte den Schärfegrad einordnen, wusste aber nicht, dass die auch so 'nen fruchtigen Geschmack hat. Leider bekommt man die hier nicht zu kaufen, aber im nächsten Frühjahr werde ich mal welche aussähen.
Egal ob Habaneros oder Scotch Bonnets - "unkastriert" reicht mir meist eine dieser Chili-Schoten für ein Essen für 2 Personen.
... das reicht ja aber auch. Als ich das erste Mal eine Habanero verwendet hatte, wusste ich ja schon, dass die scharf sind und habe ein kleines Stückchen so probiert. Dann habe ich das ganze Teil (und ich hatte extra 'ne große genommen) klein geschnippelt und samt Kernen in meine Bratkartoffeln gemischt. Der angenehme und harmlose Geruch hat mich verleitet ...
Beim Essen ist mir tüchtig heiß geworden und am Ende habe ich schweißgebadet in der Unterhose da gesessen.

Früher hatte ich Tabasco (diese Sauce, die in jedem Supermarkt steht) für scharf gehalten. Heute kann ich so 'ne Flasche austrinken. Mein "selbstgebastelter" -> Habanero-Likör ist schärfer. Aber da habe ich mich mal wieder in der Dosierung vertan ... ;-)

Gruß
Wolfgang
Es gibt vierzig Arten von Wahnsinn, aber nur eine Art von gesundem Menschenverstand (Ghana)

paige14
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Chillies: hot, hotter, hottest

Ungelesener Beitrag von paige14 » 09 Mai 17 12:32

Ich mag ja scharfes, war aber dämlich mal... Habe mal die Schwarze Witwe (glaub 6-stelliger Scoville wert) gegessen auf einem Brot, wie ich das mit Ketchup mach. Danach war mir schlecht.

aleen85
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Chillies: hot, hotter, hottest

Ungelesener Beitrag von aleen85 » 09 Mai 17 12:36

Kein Wunder, bei 220.000 Scoville... Aber wie du gelesen hast, es geht noch schärfer.

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