Japanische Enzephalitis - und Impfung dagegen

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Astrid
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japanische encephalitis impfstoff - welcher & woher?

Ungelesener Beitrag von Astrid » 27 Okt 06 19:01

Hallo alle!
KarinundStefan hat geschrieben:... der Impfstoff ist in Deutschland nämlich nicht zugelassen... Das heisst, dass die Krankenkasse nicht zahlt, wenn irgendwelche Impfkomplikationen auftreten...
Nicht in D zugelassene Impfstoffe (Medikamente) können nach dem Arzneimittelgesetz §73 Abs. 3 bei entsprechender Indikation auf ärztliche Verordnung aus dem Ausland, zum Beispiel USA oder Japan, eingeführt werden.
Das wird mit vielen Medikamenten praktiziert, z.B., um (erneute) Zulassungskosten für D zu sparen.

Das bedeutet aber nicht, dass die Krankenkasse nicht zahlt, wenn Du an Komplikationen erkrankst, die weitere Behandlungen (Arzt, Medikamente...) erforderlich machen :!: .
Tomzn hat geschrieben:Sollte allerdings dennoch eine allergische Reaktion mit evtl. Folgeerscheinungen eintreten, dann haftet dafür nur niemand.
Hhhmm... Es können bei Auftreten von Komplikationen nur nicht die gleichen Haftungs- und Entschädigungsansprüche wie bei in D zugelassenen Medikamenten bzw. im Falle "öffentlich empfohlener" Impfungen nach §51 des Bundesseuchengesetzes geltend gemacht werden.

Die Indikation wird ja in aller Regel von reisemedizinisch erfahrenen Ärzten oder Tropeninstituten gestellt.
Impfender Arzt bzw. Hersteller können natürlich trotzdem verklagt werden und haften wie in sonstigen Fällen auch, z.B. bei Fahrlässigkeit.

Zur Beruhigung: Bei von der WHO geschätzten 50.000 Erkrankungen pro Jahr und 10.000 Toten gibt es einige Länder Asiens, in denen die Impfung zur Standard-Impfung zählt.

Ich hoffe, das hilft Euch bei der Entscheidung :)

LG
Astrid

[mehr dazu siehe: Impfstoff Japanische Encephalitis - welcher und woher?]

Nunuk
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Japanische Enzephalitis - und Impfung dagegen

Ungelesener Beitrag von Nunuk » 28 Okt 06 16:34

Hallo zusammen..

Ich mache mir zu dem Thema jap. Enz. Impfung ja oder nein zur Zeit auch Gedanken..
Ich werde von Februar bis August 07 Indien und Thailand bereisen.. wäre da eine Impfung zu empfehlen?
Es mag ja sein,dass das Risiko von einer infizierten Mücke gestochen zu werden nicht allzu hoch ist.... aber was man so über die Folgen der Erkrankung liest finde ich ziemlich erschreckend!

Wie handhabt ihr das? ab welcher dauer Aufenthalt ist es zu empfelen?

Liebe Grüsse, Nunuk

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Ev
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Japanische Enzephalitis - und Impfung dagegen

Ungelesener Beitrag von Ev » 28 Okt 06 17:37

Hallo Nunuk,

wie du schon selber sagst, die Folgen der japanischen Enzephalitis sind erschreckend. Deshalb haben wir uns für die Impfung dagegen entschieden. Auf die 135 Euro kommt es finden wir wirklich nicht an und man geht einfach entspannter an die Sache ran.

Wie hier schon erwähnt, ist die Hauptübertragungszeit für japanische Enzephalitis zur Regenzeit, z.B. zwischen Juni und September. Detailliertere, aktuellere Infos dazu bekommt man verlässlich nur über die Tropeninstitute, aber nicht über Foren. .

Hier noch ein paar weitere Infos zur japanischen Enzephalitis, die ich über die medizinischen Links im Internet gefunden habe:

Wie wird die japanische Enzephalitis übertragen?

Die Infektion mit japanischer Enzephalitis erfolgt durch den Stich einer Mücke (Moskito). Das Virus kann auch Haustiere wie Pferde, Schweine oder Hunde befallen, weshalb die Erkrankung in ländlichen Gebieten häufiger ist. Vögel können als Zwischenwirte dienen, erkranken aber nicht.

Eine direkte Übertragung der jap. Enzephalitis von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Welche Symptome treten bei der japanischen Enzephalitis auf?

Bei jungen, gesunden Erwachsenen verläuft die Erkrankung in etwa 95 Prozent völlig symptomlos oder lediglich mit leichten Kopfschmerzen und nur niedrigem Fieber und heilt folgenlos aus.

Kinder unter 15 Jahren und alte Menschen sind von dem Virus jedoch überproportional häufig betroffen und erleiden besonders schwere Krankheitsverläufe. Zunächst treten auf:

* Symptome eines grippalen Infektes

* Übelkeit, Erbrechen

* Durchfall

Nach zwei bis vier Tagen entwickeln sich:

* Hohes Fieber

* Nackensteife

* Lichtempfindlichkeit

* Krämpfe

* Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma

* Lähmungserscheinungen, vor allem im Schulterbereich

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) vergehen ein bis zwei Wochen.

Prognose

Wenn das Virus das Gehirn und die Nerven befällt, liegt die Sterblichkeit der japanischen Enzephalitis bei etwa 30 Prozent. Bei einem weiteren Drittel blieben dauerhafte Schäden wie beispielsweise Lähmungen zurück.


Also ich finde das hört sich alles ziemlich übel an, da zahl ich doch lieber die paar Euro für ne Enzephalitisimpfung.

Grüße Eva

Anm. MArtin:
Vgl. 2.Beitrag dieses J.E.-Forums: http://reise-forum.weltreiseforum.de/vi ... .php?p=497
LG :)
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Nunuk
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Japanische Enzephalitis - und Impfung dagegen

Ungelesener Beitrag von Nunuk » 29 Okt 06 23:20

hey Ev, lieben Dank für all die Info :wink:

... ich dachte eigentlich dass das Impfrisiko hoch wäre ( da in Dt nicht zugelassen ) .. stimmt das nicht?
Du hast Imofung also gut überstanden?

...also wenn das so ist,werde ich mich auf jeden Fall impfen lassen... meine gesundheit ist mir echt das Geld wert.. vorallem wie du schon sagst,kann man dann guten Gewissens reisen!!
Ich könnte mich glaub nicht mit dem Gedanken anfreunden,dass ja theoretisch jede beliebige kleine Mücke mir den Tod bringen könnte... (alles etw übertrieben) .. aba das würde schon reichen um mich leicht in Panik zu versetzen :roll:

Grüßle
-Nunuk-

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Ev
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Japanische Enzephalitis - und Impfung dagegen

Ungelesener Beitrag von Ev » 30 Okt 06 6:39

Das sehe ich genauso. Hätte das auch die ganze Zeit im Hinterkopf.

Ich bin noch nicht geimpft. Bekomme auch erst in ein paar Tagen den Impfstoff. Ich werde mich aber dann zeitgleich mit der T ollwutimpfung impfen lassen, da diese ebenfalls an den Tagen 0, 7, 21 oder 28 verabreicht werden muss. Mein Arzt hat gemeint das würde gehen.

Grüße Eva :)
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_philipp_
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Japanische Enzephalitis - und Impfung dagegen

Ungelesener Beitrag von _philipp_ » 30 Okt 06 11:43

Hi Ihr beiden,

bei mir wurde vor ca. 2 Monaten die Impfung in der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg
http://tropen.missioklinik.de/ vorgenommen und ich habe keinen Unterschied gemerkt zu den Hepatitis A/B Impfungen, siehe
-> Impfung Jap. Enzephalitis: Nebenwirkungen - Erfahrungen?.

Der einzige Unterschied war das ich nach der Impfung min. 45 Minuten im Warteraum verbringen musste, falls eine Unverträglichkeit passiert.

So wie ich den Arzt verstanden habe nimt die Impfung jeder anders auf.

Wie gesagt bei mir war es kein Unterschied auch die T ollwutimpfung dich ich gleichzeitig bekommen habe war kein Problem.

Lass dich doch mal bei dem Tropeninstitut deines Vertrauens vom dortigen Tropenmediziener beraten.

Bye

Philipp

layla
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Japanische Enzephalitis - und Impfung dagegen

Ungelesener Beitrag von layla » 09 Mär 09 16:59

Bin am überlegen ob die Impfung gegen japanische Enzephalitis notwendig ist.
Wir werden anfang Dezember in M alaysia einreisen und dann über T hailand uns weiter vorarbeiten nach L aos, K ambodscha und V ietnam. Eigentlich ist da ja die Regenzeit schon vorbei.
Wie hoch ist denn da noch das Risiko, an japanischer Enzephalitis zu erkranken?

Je nachdem wie einfach das mit dem Impfen auch ist.
Genaueres dazu hab ich hier geschrieben Impfstoff Japanische Encephalitis - welcher und woher?

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