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Danke! :)

Frustet euch ebenso die aktuelle Euro-Abwertung beim Sparen für die nächste Weltreise?

Umfrage endete am 31 Mär 15 17:16

Ein bisschen, aber ich bleib locker
0
Keine Stimmen
Ist mir egal,...ehrlich
1
9%
Es nervt und macht mich außerhalb der EU arm...
6
55%
Frusten? Mario Draghi ist der Weltreisesatan in Person :(
1
9%
Euro? Nicht mein Währung, somit alles easy
3
27%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 11

oLeg
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Ungelesener Beitrag von oLeg » 16 Mär 15 16:16

Hallo alle Zusammen,

dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum - deswegen erst mal ein großes HALLOOOO an alle - wobei ich aber dazu sagen muss, dass ich schon seit längerem fleissiger stiller Mitleser bin :wink:

Also, den meisten von euch ist sicherlich die neue EZB Politik mit den Anleihenkäufen bekannt und die Konsequenzen spüren wir ja gerade ziemlich dolle mit einer überaus beängstigenden Abwertung des Euros gegenüber so ziemlich allen wichtigen Währungen.

Da ich mich gerade in der Phase befinde für einen 1-Jährigen Trip durch Asien und Südamerika zu sparen, trifft mich dieser Umstand besonders hart.
Von den geplanten 15.000€ kann ich mich nun wohl, bei Beibehalten des angepeilten Lebensstandard auf der Reise verabschieden. Wenn es so weitergeht und die Euro-Dollar Parität bald Realität ist, dann kann ich locker 20.000-25.000 sparen um die selbe Kaufkraft zu haben. Bei nicht ebenbürtigen Lohnerhöhungen braucht man ja locker 1 Jahr extra um das zu sparen
:evil: :evil: :evil:

Wie kommt ihr so mit der aktuellen Lage klar? Habt ihr Tipps? Wen betrifft es hier überhaupt auch noch und wie versucht ihr dem Geldwertverlust entgegenzuwirken (Aktien, € in $ umtauschen, in Gold anlegen) ? Oder seht ihr der Zukunft gar opti topti entgegen?

Danke schon mal für die Antworten.

Viele Grüße

oLeg[/b]

jahn69
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Ungelesener Beitrag von jahn69 » 17 Mär 15 8:31

Hallo Oleg, gruess dich zunaechst mal hier im Forum!

Zu deinen Aussagen bzw. Fragen:
oLeg hat geschrieben:.....und die Konsequenzen spüren wir ja gerade ziemlich dolle mit einer überaus beängstigenden Abwertung des Euros gegenüber so ziemlich allen wichtigen Währungen.
Naja, wer in Deutschland ist, spuert doch von der Abwertung rein gar nichts. Die Dosensuppe bei Aldi kostet weiterhin das Gleiche oder wird vielleicht sogar billiger.

Und auch all die, die gerade eine Reise in einem Land machen, dessen Waehrung nicht an den Dollar gekoppelt ist, die muessen da auch nicht zwangslaeufig was spueren.

Konkrete Beispiele, auf dich bezogen; ich bringe mal nur diese Beispiele, den Rest musst du halt googeln oder du musst auf andere Beitraege warten:
oLeg hat geschrieben: Da ich mich gerade in der Phase befinde für einen ....Trip durch ....Südamerika zu sparen, trifft mich dieser Umstand besonders hart.
Wenn du nach Ecuador kommst, dann trifft es dich. denn da wird mit Dollar bezahlt.

Wenn du nach Kolumbien kommst, dann trifft es dich nicht. denn der kolumbianische Peso hat mit dem Dollar rein gar nichts zu tun - im Gegenteil, im Dezember 2014 bekam man sogar MEHR kolumbianische Pesos fuer Euro als im November (waehrend es im Dezember weniger Dollar fuer den Euro gab als im November).

Kommst du dann nach Argentinien, Beispiel 3, dann stehst du mit deinen Euro ganz praechtig da, sofern du sie als Bargeld dabei hast. denn dann kannst du sie auf dem Schwarzmarkt tauschen und kriegst dann fast doppelt soviel Pesos wie normal. Zur Erklaerung: fuer deine Hoteluebenachtung zahlst du dann rechnerisch nur halb soviel, wie der Argentinier.

Kommst du dann nach Venezuela, dann gibt es da fuer Euro einen noch viel heftigeren Schwarzmarkt.

Aber, wie gesagt, die Waehrungssituation solltest du fuer jedes einzelne Land googeln. So will das uebrigens auch die Forumsleitung (Stichwort: "laenderspezifisch" :wink: )

Reinsch
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Ungelesener Beitrag von Reinsch » 17 Mär 15 8:42

jahn69 hat geschrieben:Naja, wer in Deutschland ist, spuert doch von der Abwertung rein gar nichts.
Wenn er nicht zufällig ein Auto fährt und hin und wieder tanken muss. Rohöl wird in US$ gehandelt, folglich verteuert sich Sprit bei fallendem Euro/Dollar Kurs.

Anfang des Jahres war der Liter Diesel hier nahe an der 1€ Marke, ich glaube 1,02€ war das niedrigste was ich gesehen habe. Inzwischen ist er bei ca. 1,20€, trotz quasi konstantem Ölpreis.
Wer bin ich und was hab ich vor? : Vorstellung

oLeg
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Ungelesener Beitrag von oLeg » 17 Mär 15 10:09

Hallo Ihr,

danke schon mal für die Antworten.

Dass ich in Deutschland noch nichts davon merke, dass ist mir vollkommen klar. Hier wird die Verteuerung erst mit der Zeit einsetzen, da Importe teurer werden. Oder wie Reinsch schon sagte, bei Gütern die in Dollar gehandelt werden. In Norddeutschland hat man sogar sage und schreibe gerade mal 98 Euro Cent für einen Liter Diesel im Dezember bezahlen müssen. Nun liegt der Ölpreis wieder wie im Dez bei 52 Dollar je Barrel und ein Liter kostet 1,21 heute.

Und zu den einzelnen Währungen: Klar, einige Währungen haben mit dem Dollar nichts zu tun und es gibt auch Geldaufwertungen gegenüber bestimmten Währungen. Aber da der Wert des Euro ja an sich geringer wird, wertet er gegenüber einem Großteil der Währungen ab, leider. Meist begründet sich eine Abwertung gegenüber dem Euro damit, dass in dem jeweiligen Land eine hübsche Krise gefeiert wird (siehe Russland und Rubel). Und viele Währungen sind leider auf irgendeine Weise an den Dollar gebunden.

Hier ein paar Beispiele:
Argentinischer Peso:
Dez 1€= 10,6 Peso / heute: 1€= 9,3 Peso (die
Schwarzmarktlage kenne ich nun leider nicht)

Dollar:
Dez 1€ = 1,26 $ / heute: 1€ = 1,05 $ Tendenz fallend
Vor genau einem Jahr gab es für einen Euro noch 1,40 $...

Thai Baht:
Heute: 34,8 Baht = 1€
Genau vor einem Jahr: 44,2 Baht =1 €

Indische Rupie:
Heute: 66 Rupien = 1€
Genau vor einem Jahr: 85 Rupien = 1€

Indonesische Rupiah:
Heute 13.900 R = 1 €
Vor einem Jahr 15.500 = 1 €

In Laos und Kambodscha wird mit Dollar bezahlt. Machts auch nicht gerade billiger

Philippinischer Peso:
heute: 47 Peso = 1 €
Vor einem Jahr: 63 Peso = 1€

Chilenischer Peso:
heute: 680 Peso = 1 €
Vor 1 Jahr: 780 Peso = 1 €

Bolivianischer Peso:
heute 7,3 Bolivianos = 1 €
Vor 1 Jahr: 9,3 BOB = 1 €

Chinesischer Renminbi:
Heute: 6,6 R = 1 €
Vor 1 Jahr: 8,5 R = 1 €

Kasachische Tenge:
Heute: 190 T = 1 €
Vor 1 Jahr: 250 T = 1 €

Australische Dollar haben auch abgewertet, wenn auch nicht zu stark. Nur der russische Rubel und die Kolumbianischen Peso haben aus meiner Recherche aufgewertet gegenüber dem Euro. Wenn ich das aber in Relation zu den Währungen hier obendrüber setze (diese Länder sind auf jeden Fall Bestandteil meiner geplanten Reise) dann merkt man schon, dass der Geldwert stark bis sehr stark gefallen ist.
Vor allem auch, weil das Ende noch überhaupt nicht in Sicht ist. Die Anleihenkäufe haben ja gerade erst begonnen,......juheyyy.....

Trotzdem, wie versucht Ihr das so zu lösen? Gibt es vielleicht irgendwelche Magic Specialtricks?


Viele Grüße

oLeg

jahn69
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Beiträge: 99
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Ungelesener Beitrag von jahn69 » 17 Mär 15 10:48

oLeg hat geschrieben:Argentinischer Peso:...die Schwarzmarktlage kenne ich nun leider nicht...
naja, dazu gibt es ein Thema (mindestens) hier im forum, gib mal Dollar blue ein.

Unter

http://www.reise-forum.weltreiseforum.d ... ollar+blue

hat der User Ockel einen weiterfuehrenden Link eingestellt.

Oleg, wenn du nach Argentinien willst, solltest du dich unbedingt mit dem Schwarzkurs befassen. Aber denk dran: da musst du Bargeld dabei haben. der Schwarzhaendler will Scheine sehen.

oLeg hat geschrieben:Nur der russische Rubel und die Kolumbianischen Peso haben aus meiner Recherche aufgewertet gegenüber dem Euro.
Na siehste, neben Argentinien ist Kolumbien schon mal gut, wie ich ja schon sagte.

Und das fuehrt auch gleich zur meiner (auf mich bezogenen) Antwort auf deine Frage:
oLeg hat geschrieben:....wie versucht Ihr das so zu lösen? Gibt es vielleicht irgendwelche Magic Specialtricks?
Mein "Magic Trick", wie du es nennst, war, Ende Dezember 2014 eine groessere Summe Euro in kolumbianische Peso zu tauschen (der Kurs am 18. Dezember 2014 war 1 Euro = 2.990 Peso) und als Festgeld anzulegen. dafuer gab es (gibt es) in Kolumbien 4,1 % Zinsen p.a.

Aber, @Oleg, sowas ist doch alles hoechst individuell. Wenn du in Deutschland bist, wirst du schon eine Kontoeroeffnung in Kolumbien kaum hinkriegen.

Livie81
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Ungelesener Beitrag von Livie81 » 17 Mär 15 14:23

Ich bin zwar nur 2 Wochen in Thailand und Taiwan im April, aber ich bin extrem froh, dass ich meine Hotels/Hostels und Flüge schon alle im Voraus (teilweise schon im Dez./Jan.) bezahlt habe und so gespart habe.

jahn69
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Ungelesener Beitrag von jahn69 » 17 Mär 15 17:01

Livie81 hat geschrieben:.... ich bin extrem froh, dass ich meine Hotels/Hostels und Flüge schon alle im Voraus (teilweise schon im Dez./Jan.) bezahlt habe und so gespart habe.
Naja, das kann man sehen wie man will. Ich buche zum Beispiel NIE ein Hotel im Voraus. Fuer jemand, der Angst hat, vor Ort am Ankunftstag nichts zu finden, ist das natuerlich nicht machbar - der bucht im Voraus.

Fuer jemand, der flexibel sein will, kommt aber eine Vorausbuchung nicht in Betracht (uebrigens: man findet ueberall immer was, das war in meinem gesamten Reiseleben noch nie anders).

aber zum Thema des Fadens, @Livie:

Wieso hast du gespart? Sparen tut man vor Ort, wenn man fragt und - falls einem der Preis dann nicht gefaellt - andeutet, dann eben ein anderes Hotel suchen zu wollen. Denn dann kommt Bewegung rein...

Was anderes sind natuerlich deine Fluege. Da wirst du wahrscheinlich tatsaechlich gespart haben durch Buchung im Dezember, statt erst 3 Tage vorher im April zu buchen.

Aber, @Livie, das hat doch nichts mit dem Geldkurs zu tun. das ist eine Frage der Auslastung der Maschinen... :wink:

Livie81
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Ungelesener Beitrag von Livie81 » 17 Mär 15 17:33

@Jahn69:

Du hast sicher generell Recht mit der Vorausbuchung von Hotels/Hostels, aber nicht in meinem Fall, weil ich gar nicht nach dem günstigsten Hostel bei Ankunft suchen will, sondern mit meinen Unterkünften vom vorherigen Urlaub so zufrieden war, dass ich sie nochmals buchen wollte, bzw. ich so genaue Vorstellungen von Budget und Lage hatte, dass in Kaohsiung nach der Schliessung meiner beiden anderen Lieblings-Hostels nur 1 Option in Frage kam. Und da ich teilweise direkt in Landeswährung mit Kreditkarte, teils über Buchungsportale, die aus der Landeswährung in Euro umrechnen, gebucht habe, war die Bezahlung der Buchung in Euro im Januar im Vergleich zu jetzt günstiger - falls der Euro bis April überraschend erstarkt, könnte sich das natürlich nochmal umdrehen. Aus Erfahrung in den grossen Städten in Japan sowie Taipei kann ich ausserdem sagen, dass hier Vorausbuchen durchaus Sinn macht, da gerade Unterkünfte mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis oft (teils Wochen) im Voraus ausgebucht sind.

Und bei den Flügen denke ich schon auch, dass Währungsschwankungen etwas ausmachen können, denn nicht-europäische Fluglinien (ich fliege mit einer taiwanesischen Airline) werden sicher ihre Euro-Preise nicht billiger machen, wenn der Euro so in den Keller rasselt, sondern sie werden Verluste aus Währungsschwankungen auf den Endkunden umwälzen. Zudem habe ich einen Inlandsflug in Taiwan in Landeswährung gebucht, da macht sich für mich der Wechselkurs auf jeden Fall bemerkbar.

jahn69
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Ungelesener Beitrag von jahn69 » 17 Mär 15 18:54

Livie81 hat geschrieben:war die Bezahlung der Buchung in Euro im Januar im Vergleich zu jetzt günstiger
Ja, Livie, dann hast du recht, wenn du ein bestimmtes Hotel in Thailand unbedingt wolltest, war es gut, das bereits im Januar 2015 zu bezahlen.

du bekamst im Januar fuer 1 Euro noch etwa 38 Baht, jetzt im Maerz 2015 bekommst du nur noch etwa 34 Baht :lol:

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