Kibbuz : Alternative zum Ausstieg ?

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koby08
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Kibbuz : Alternative zum Ausstieg ?

Ungelesener Beitrag von koby08 » 03 Mai 08 14:12

Hallo liebes Volk... :D

Ich weiß nicht ob das der richtige Thread für mein Thema ist, wenn dies nicht der Fall ist dann möchte ich mich hierfür entschuldigen.
Also nun zu meinen Thema:

In vielen Aussteiger Foren wie auch in diesem Forum liest man oft von
Leuten, die über den Ausstieg aus unsere Gesellschaft nachdenken.
Doch die meisten Leute werden diesen harten Schritt nie wagen, sei es auch exsistens-Ängsten, der Angst vor dem Umbekannten oder der Angst vor der einsamkeit. Doch weitehinin in dieser Egoistischen, kommernziell und Oberflächliche Gesellschaft zu leben wollen/können sie auch nicht....

Doch es gibt eine gute Akternative für den schwierigen Schritt einfach alles liegen und stehen zu lassen, nämlich den Ausstieg in ein Kibbuz.
Wem der Begriff Kibbuz nix sag: http://de.wikipedia.org/wiki/Kibbuzim

In einen Kibbuz wird man probeweise für eine Zeit von mehreren Monaten einfach so aufgenommen. Möchte man für immer bleiben, so wird darüber entschieden vom Kibuzz Volk.

Mich würde jetzt gern interessieren, was ihr über Kibbuzim denkt.
Wäre sowas eine Möglichkeit für euch den Ausstieg zu wagen?


Ich spiele nämlich auch mit den Gedanken in ein Kibbuz zu gehen und würde mich deshalb über eure Meinung dazu sehr freuen....
Wer mehr über ein Kibbuz wissen möchte kann sich auch gern melden
mfg koby08

parker
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Kibbuz : Altervative zum Ausstieg ?

Ungelesener Beitrag von parker » 05 Mai 08 16:42

Hey!

Bin ebenfalls 25 und kann mir auch vorstellen mal für eine Zeit lang in einem Kibbuz zu leben. Glaube allerdings nicht das es einen Ort auf dieser Welt gibt an dem ich ein vollkommen freies, unbeschwertes Leben führen kann. Gerade in kleinen Gemeinschaften gibt es Regeln an die man sich halten muss und das gilt sicher auch für einen Kibbuz. Hab mal ein Interview mir Jungen Ex-Kibbuzern gelsen die meinen das gerade die Traditionen und Werte es sind die viele Junge dazu bringt wegzugehn.

Freiheit, Gerechtigkeit, Sicherheit sind menschliche Grundbedürftnisse die oft miteinander kollidieren. Ich glaube man tut gut daran sich nicht einem der Bedürftnis zu viel hinzugeben.

Keep the fire burning!

parker

ana wandert aus
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Kibbuz : Altervative zum Ausstieg ?

Ungelesener Beitrag von ana wandert aus » 05 Mai 08 19:22

Hallo,

ich kann euch leider auch keine eigenen Erfahrungen zum Thema Kibbuz beisteuern, aber ich hab Freunde, die mal für ein paar Monate in einem Kibbuz waren, und denen hats gefallen. War aber direkt nach der Schule, also eher in jüngerem Alter. Leider scheinen sich die Kibbuzze zur Zeit ziemlich zu verändern, viele weichen von der ursprünglichen sozialistischen Idee ab (also z.B. leistungs"gerechte" Bezahlung statt gleich für alle, um junge Familien anzulocken...).

Generell muss ich sagen, dass mich die Frage ein bischen irritiert hat, weil nicht wirklich rüberkommt, warum Du dich ausgerechnet für ein Kibbuz interessierst. Immerhin ist die Lebensform schon mit einer Ideologie (Sozialismus) und teilweise auch mit dem Judentum verbunden. Wenn Du einfach "nur" eine Möglichkeit suchst auszusteigen wirst Du vielleicht enttäuscht sein, oder die Bewohner von Dir ...

ich denke parker hat da einen sehr wichtigen Punkt angesprochen: Gerade in kleinen Gemeinschaften/Kommunen/Kibbuzzen gibt es wahrscheinlich sogar mehr Regeln als außerhalb. Frei wird sich dort nur der fühlen, der absolut hinter den Ideen der Gemeinschaft steht. Deshalb frage ich mich, warum Du ausgerechnet in ein Kibbuz willst, und nicht in eine Kommune, Ökodorf, Wagenburg .... es gäbe ja (selbst in Deutschland!) viele Möglichkeiten anders zu leben, und sei es nur eine "alternative" WG.

Also wenn einer von euch tatsächlich in einem Kibbuz landet, dann schreibt mal nen Erfahrungsbericht, würde mich jedenfalls sehr interessieren.

lg
ana

parker
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Kibbuz : Altervative zum Ausstieg ?

Ungelesener Beitrag von parker » 07 Mai 08 11:07

Noch ein paar wichtige Fragen zum Kibbuz:

Wie verständigt man sich da? Reicht Englisch aus oder ist Herbräisch/Arabisch Grundvoraussetzung?
Wie sehen die Visabestimmungen aus? Kann man da einfach arbeiten, oder muss man zuerst einen Berg von Formalitäten durchackern?

Gruß zurück,

parker


Peace.

koby08
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Kibbuz : Altervative zum Ausstieg ?

Ungelesener Beitrag von koby08 » 07 Mai 08 11:41

hallo parker,

also um in einen Kibbuz zu leben, muss man erst mal eine Weile dort gelebt und gearbeitet haben. Wenn man dann länger bleiben möchte dann muss das Volk das entscheiden und dann wird eine Empfehlung an die regierung geschickt. Dann erhält man ein Daueraufenhatltvisum.
Jedoch hat man damit kein Anspruch auf Landbesitz usw. das heißt man darf nur im Kibbuz wohnen.

mfg

tina14P
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Kibbuz : Alternative zum Ausstieg ?

Ungelesener Beitrag von tina14P » 08 Jun 08 16:22

hi,
ich war vor 3 Monaten in Israel und dachte auch darüber nach in ein kibbutz zu gehen.Ich war auch in Tel Aviv im Kibbutz MAin Office.
Auf jeden FAll muss man sich VOR DEM KIBBUTZ AUFENTHALT DORT ANMELDEN!!!!Es wird mittlerweile eine Aufnahmegebühr von 80 USD verlangt und wenn keine Krankenversicherung besteht nochmals 80 USD verlangt.Es hat sich von denRegeln in den Kibbutz wohl einiges geändert ,im vergleich zu früher wo man einfach vorbei schauen konnte.Ich sprach dort mit einem Kibbutzianer aus der Schweiz der schon seit fast 30 Jahren dort lebt.Englisch sollte man zumindest können ,die Israelis sprechen in der Regel Englisch.Den Kontakt adresse habe ich leider nicht mehr,aber schau doch mal im Internet nach.
Ich hoffe dir etwas mit geholfen zu haben
lg
Tina

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26martini06
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Kibbuz : Alternative zum Ausstieg ?

Ungelesener Beitrag von 26martini06 » 08 Jun 08 18:58

koby08 hat geschrieben:
Doch es gibt eine gute Akternative für den schwierigen Schritt einfach alles liegen und stehen zu lassen, nämlich den Ausstieg in ein Kibbuz.

Mich würde jetzt gern interessieren, was ihr über Kibbuzim denkt.
Wäre sowas eine Möglichkeit für euch den Ausstieg zu wagen?


Ich spiele nämlich auch mit den Gedanken in ein Kibbuz zu gehen und würde mich deshalb über eure Meinung dazu sehr freuen....
Also für mich käme das nicht in Frage. IN dem WikiBeitrag steht es sehr deutlich: Gleiches für Alle. Auch die Arbeiten werden zugewiesen und im Rotationsverfahren aufgeteilt so das jeder für alles drann kommt.

Auf vielen (von Dir genannten) Aussteigerseiten wird dieser Aspekt einfach todgeschwiegen, dafür kommt geplenkel von "freier Entscheidung" und "Liebe" zuhauf vor. ICh halte das für eine rosa Brille udn auch im Wiki kommt nichts dergleichen vor.

Vielleicht will ich aber gar nicht zB in einer Wäscherei arbeiten oder ( gegen meinen Willen) in der Cafeteria (?) eingeteil werden.

Ich bin froh ein "freier" MEnsch zu sien und meine eigenen Entscheidungen "eigenverantwortlich" zu treffen, zu arbeiten wann und was ich will, und aus dem "System" zu entnehmen was ich will/brauche oder (ganz wie es mir beliebt) nicht zu nehmen was ich nicht (zu) brauche(n glaube)...

LG MArtin

koby08
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Kibbuz : Alternative zum Ausstieg ?

Ungelesener Beitrag von koby08 » 18 Jun 08 13:01

Hallo 26martini06

Also in dieser Gesellschaft kannst du sicherlich auch nicht das machen was du willst. Du musst dich auch an deine Arbeitszeiten halten und wenn dein Chef sagt du musst etwas machen was du nicht willst dann musst du es trotzdem machen. Wo liegt denn eigentlich das Problem mal etwas zu machen was einem nicht so sehr gefällt? So ist doch das Leben.

Und ich weiß nicht ob Wiki die richtige stelle ist um sich infos zu diesem thema zu holen.
Und du redest von Freien denken? Ich denke in dieser Gesellschaft ist freies Denken absolut realtiv.
mfg kob08

koby08
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Kibbuz : Alternative zum Ausstieg ?

Ungelesener Beitrag von koby08 » 18 Jun 08 13:08

Grüß dich tina14P

Tut mir leid, hab dich fast überlesen.
Danke für deine Infos. Ich weiß das sich mittlerweile sehr viel geändert hat in Sachen Kibbuz. Wann warst du denn in Israel? Wäre nett wenn du noch weitere Informationen mitteilen könnest.

mfg kob08

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