Mit Reiseberichten Geld verdienen

Vogelfrei und zeitlich ungebunden? - Vom Weltreisenden zum Expat? - Das Forum für Hardcore-Aussteiger und Auswanderer (in spe): Besonderheiten für Welt-Reisen oder Auslandsaufenthalte ohne Zeitrahmen, Expats ohne sichere Heimkehr, Netz und doppelten Boden, die letzten Abenteurer fern der Heimat...
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bintang
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Mit Reiseberichten Geld verdienen

Ungelesener Beitrag von bintang » 05 Mär 10 13:14

Es funktioniert tatsächlich! Man kann seine Reiseberichte und Fotos gewinnbringend verkaufen. Jetzt sucht auch Trips by Tips nach Autoren gegen Bezahlung. Mehr Infos darüber und andere Tipps unter:
<snip> [nebenverdienstlichen Link gelöscht]

bla_bla
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Mit Reiseberichten Geld verdienen

Ungelesener Beitrag von bla_bla » 05 Mär 10 15:27

bintang hat geschrieben:Es funktioniert tatsächlich! Man kann seine Reiseberichte und Fotos gewinnbringend verkaufen. Jetzt sucht auch Trips by Tips nach Autoren gegen Bezahlung. Mehr Infos darüber und andere Tipps unter:
...
Werbequatsch!

Swally01
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Mit Reiseberichten Geld verdienen

Ungelesener Beitrag von Swally01 » 28 Apr 14 11:39

ich habe mal erfolgreich Fotos von Namibia an den Reiseveranstalter verkauft, allerdings erst nachdem ich bei einem Foto contest des Veranstalters gewonnen hatte.
Die Bezahlung war echt gut. Gab einen dreistelligen Betrag pro veröffentlichtem Bild!

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Klaus V
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Mit Reiseberichten Geld verdienen

Ungelesener Beitrag von Klaus V » 23 Jun 14 16:01

Hallo,

es gibt sicherlich Möglichkeiten, mit Berichten über die Reise Geld zu verdienen, doch es ist sehr schwierig.

Zeitschriften- und Zeitungsartikel:
Viele Artikel, die man in Zeitschriften sieht, werden nicht vergütet. Genug Reisende senden Artikel von unterwegs oder nach ihrer Reise und sind einfach nur stolz, wenn der eigenen Artikel und die persönliche Internetadresse abgedruckt wird. Um Honorare zu erhalten, muss man schon einen guten Namen in der Reisebranche haben.

Fotos:
Bei Zeitschriftenartikeln wird erwartet, dass man passendes Bildmaterial in guter fotografischer Qualität mitliefert. Ohne gute Bilder wird meist auch kein Artikel gedruckt. Mit Glück kann man Fotos an Reiseführer-Verlage verkaufen oder an Bilddatenbanken.

Kommerzielle Reiseblogs:
Auch hier gibt es genug Reisende, die kostenlos von unterwegs ihre Reiseberichte in kommerziellen Reiseblogs posten. Teilweise sind Sachspenden oder geringe Aufwandsentschädigungen möglich.

Reisevorträge:
Wer gute Fotos hat und gut reden kann, hat hier eine Chance wirklich Geld zu verdienen. Doch die Qualität muss schon sehr hoch sein, das Thema aktuell und die technische Ausstattung (Beamer, Soundanlage, ggf. Leinwand) gut. Plakate müssen gedruckt und aufgehängt werden, Vortragsräume gebucht werden. Man muss finanziell in Vorlage treten und hat ein unternehmerisches Risiko zu tragen.

Bücher:
Viele Reisebücher werden heutzutage als "Print-on-Demand" veröffentlicht. Der Autor erhält dann ca. 10% des Netto-Verkaufspreises. Wer zusätzlich noch ein Lektorat oder Gestaltung wünscht, muss dafür aus der eigenen Tasche bezahlen. Es gibt Verlage, die sich auf das "Druckkostenzuschussmodell" spezialisiert haben. Hier muss der Autor für den Druck in Vorlage treten. Inklusive Lektorat liegen die Kosten häufig bei 2 - 5 Tsd. Euro. Sehr wenige Bücher werden in "professionellen" Verlagen veröffentlicht, die alle Kosten vorfinanzieren. Dafür sind die Tantiemen niedriger. Um Geld zu verdienen, muss man jedoch sehr viel Glück haben und eifrig Marketing betreiben. Viele Bücher werden in Auflagen unter 100 Stück verkauft.

Sponsoren:
Vielfach gibt es die Möglichkeit, Sachspenden von Unternehmen zu erhalten. Je origineller die Reiseidee und je exotischer das Reiseziel sind, desto einfacher fällt es, Sponsoren zu finden. Doch Sponsoring ist auch immer mit einer Gegenleistung verbunden: entweder muss man regelmäßig von der Reise berichten, aktiv Werbung für die Produkte machen oder - im einfachsten Fall - nur ein Logo auf seiner Website platzieren (dann muss man jedoch für regelmäßige Klickraten sorgen). Auf jeden Fall ist das Reisen häufig nicht so unbeschwert, weil einem der Sponsor im Rücken hängt.

VG Wort und VG Bildkunst:
In Deutschland gibt es die Verwertungsgesellschaften für das geschriebene Wort und für Bildmaterial. Wenn man Blogs hat, die sehr intensiv gelesen werden (ca. 1.500 Klicks/Jahr und Artikel) dann bekommt man eine Copyright-Gebühr, die über die Kopier- und Druckerpauschale in Deutschland erhoben wird. Im Internet kann man sich zu diesem Thema schlauer machen.

Generell gilt wohl, dass man sehr viel Idealismus und sehr viel Zeit investieren muss, bevor sich das Reisen in barer Münze auszahlt. Reisen ist nun mal für die meisten von uns das schönste Hobby der Welt, wo jeder gerne kostenlos sein gesamtes Wissen zur Verfügung stellt und sich einfach darüber freut, wenn dieses von anderen genutzt wird.

Ich glaube zum Beispiel kaum, dass Astrid und Martin mit dem ganzen Engagement, das sie in den Betrieb dieses Forums stecken, reich geworden sind. Wenn die paar Werbeeuros die Kosten decken, dann ist das schon ein Erfolg.

Der schönste Lohn für jeden Reisenden ist einfach wenn andere davon überzeugt werden, genauso durch die Welt zu fahren wie man es selber gemacht hat :-)


Viele Grüße
Klaus
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Dann schmökert auf unserer Internetseite www.abenteuertour.de

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"Panamericana südwärts - Eine Abenteuertour durch Lateinamerika" oder
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Astrid
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Mit Reiseberichten Geld verdienen

Ungelesener Beitrag von Astrid » 23 Jun 14 20:27

Hallo Klaus :)

Wooow - herzlichen Dank für diese detaillierte Übersicht und realistische Einschätzung zum Thema "Mit Reiseberichten Geld verdienen". :D
Klaus V hat geschrieben:Der schönste Lohn für jeden Reisenden ist einfach wenn andere davon überzeugt werden, genauso durch die Welt zu fahren wie man es selber gemacht hat :-)
Dito!

Liebe Grüße
Astrid
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Stefan09
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Mit Reiseberichten Geld verdienen

Ungelesener Beitrag von Stefan09 » 23 Jun 14 23:18

Es geht mit Sicherheit. Ich bin jetzt 7 Jahre unterwegs und mittlerweile lebe ich davon. Es kommt halt auch immer darauf an wie viel man zum Leben benötigt. Aber der Ein oder Andere Euro läst sich mit Reiseberichten erwirtschaften. Auch wenn es verdammt schwierig ist.

Vielleicht klappt es besser wenn man seine Texte verkauft. Ich habe das auch schon einmal versucht weil ich diesbezüglich ein Angebot bekommen hatte. Dann wollten die aber so viel an meinen Texten rumpfuschen das ich das Interesse verlor.

Ich publiziere mich im Netz selber. Das ist heute ja nicht mehr schwer, eine Webseite kann jeder erstellen der sich mal damit auseinandersetzt. Der weitaus schwierigere Teil ist es eine Stammleserschaft aufzubauen. Da muss man schon gut schreiben können und vor allem muss man Erlebnisse haben über die man schreiben kann. Wenn man dann die passenden Besucherzahlen vorzuweisen hat, dann entwickelt sich der Rest von ganz alleine. Man schaltet Randwerbung, verkauft Artikel und viele aus der Branche verkaufen auch Artikelplätze auf ihrer Seite. Ich tue das nicht, denn Geld ist nicht alles.

Wer glaubt mit einer dreimonatigen Tour so viel zu verdienen dass er die nächste Tour davon finanziert bekommt, der glaubt definitiv falsch. Das ist zumindest meine Einschätzung der Sache.
Mehr über mich in meinen Wohnmobil Reiseberichten.
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jot
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Mit Reiseberichten Geld verdienen

Ungelesener Beitrag von jot » 24 Jun 14 18:21

Ergänzung zu den Blogs: da gibt es verschiedene Formen, die einfachste und dezenteste Variante (die auch ich gewählt habe) ist ein kleines Banner einzubauen - da kommen ein paar Euros rein, aber nicht viel, leben kann ich davon bei weitem nicht. Möchte meine Besucher aber auch nicht nerven, ich bin froh wenn ein paar Euro die Webspace/Domain-Kosten zumindest teilweise ausgleichen.

Eine Steigerung dieser Form ist großflächige Werbung die penetranter nervt - z.B. Banner über oder im Artikel, hervorgehobene Schlüsselwörter die zu Werbedienstleistern führen oder Overlays die zumindest für einige Sekunden die Seite ganzflächig mit Werbung füllen. Das steigert die Klickraten enorm, erhöht aber auch den Frust der User (meiner Meinung treibt es letztendlich nur mehr Leute dazu einen Adblocker zu installieren oder die Seite nicht mehr aufzusuchen - in erster Linie richtet sich mein Blog ja an persönliche Bekannte/Verwandte).

Dann gibt es noch den "sponsored content" - ein Unternehmen leistet eine Sach- oder Dienstleistungsspende, dafür erwartet sie aber auch einen Artikel oder Review im Blog, was dann üblicherweise sehr positiv ausfällt (da sich die Blogger weitere Spenden/Unterstützung erhoffen, die wenigsten haben eine so breite Nutzerbasis dass sie unabhängig und objektiv bewerten könnten). Die Werbung ist vom eigentlichen redaktionellen Inhalt nicht mehr wirklich unterscheidbar (außer eben dass eben jemand total euphorisch über ein ziemlich durchschnittliches Produkt berichtet ;)). Zum Glück sind die meisten wenigstens so ehrlich und schreiben gleich einleitend dass der Artikel wegen dem Sponsoring verfasst wurde.

Die schlimmste Form finde ich Content-Farmen, die es auch in der Reiseblog-Welt gibt - einziges Ziel der Macher ist möglichst viele Artikel über möglichst verschiedene Orte oder Reisethemen zu haben. Oft hat man den Eindruck dass der Schreiber überhaupt nie dort war sondern sich nur was in Wikipedia angelesen hat. Über entsprechende Suchmaschinenoptimierung (SEO) werden die Leute dann auf die Seite gelenkt und sehen dann mehr oder weniger nichtssagende Artikel mit jeder Menge Werbung dazwischen. Eine riesen Zeitverschwendung wenn man auf der Suche nach Infos ist.

ben.ontour
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Mit Reiseberichten Geld verdienen

Ungelesener Beitrag von ben.ontour » 11 Aug 14 12:17

Wenn man sich so die nächste Reise finanzieren könnte wäre das echt traumhaft. Ich habe auch schon kleinere Artikel geschrieben, aber reich wird man doch damit nicht!

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Hildegard Grünthaler
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Mit Reiseberichten Geld verdienen

Ungelesener Beitrag von Hildegard Grünthaler » 03 Jul 15 22:02

Hallo Ihr Träumer,
vor Jahren, als noch nicht Hinz und Kunz das Geld und die Möglichkeit hatten, durch die Welt zu ziehen, da konnte man vermutlich wirklich Geld mit Reiseberichten verdienen. Da existierten ein paar bekannte Namen, die mussten nicht mal sonderlich gut schreiben können. Auch bei den Weltumseglern gab es vor Jahren Leute, die sehr bekannt waren, von denen einige super schreiben konnten, und deren Bücher für teures Geld als Hardcover verlegt wurden. In Zeiten von GPS und Co. segelt heute natürlich auch Hinz und Kunz um die Welt, und vermutlich werden die ihre Stories auch nicht mehr so leicht an den Mann bringen.
Ich selbst hatte das Glück, für meine „Tausend Tage Wohnmobil“ einen Verlag zu finden, der bei Auflagen von 3000 Stück anständige Tantiemen von 10 %bezahlt. Einen Verlag zu finden, ist für eine Reisestory extrem schwierig, weil man meist schon am Telefon abgewimmelt wird. Meist hieß es: „Mit Reiseberichten werden wir zugeschüttet, die lesen sich wie schlechte Schüleraufsätze, usw.“
Man darf auch nicht vergessen, dass ein Buch über Reisen immer ein Nischenprodukt bleiben wird. Das kaufen die wenigen, die es wirklich angehen wollen, und einige, die davon träumen. Meine „Tausend Tage“ sind inzwischen in der 3. Auflage - aber jeder der etwas rechnen kann, wird einsehen, dass man davon keine Reise finanzieren kann.
Ich persönlich sehe es als das, was es für mich von vorneherein war: Ein Hobby, das mir ein paar Euro einbringt!

Aber - Reisen lohnt immer!
Grüße von Hildegard Grünthaler
www.wohnmobil-weltreise.de

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