Griechisch im Selbststudium - Erfahrungen

Von der Idee zur Entscheidung. Vom Traum zur Planung. Vom Chaos zur Organisation und von der Reisebuchung bis zum Abflug:
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Sumsal
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Griechisch im Selbststudium - Erfahrungen

Ungelesener Beitrag von Sumsal » 19 Sep 14 3:11

Hallihallo!

Ein Exkurs zur griechischen Schrift:

Wie ein zahnlückiger Schulanfänger laufe ich durch die Straßen und freue mich daran, jedes Schild, das mir über den Weg kommt, in ungeübtem Schneckentempo zu entziffern. Damit überrasche ich sogar Yorgos, als ich dieses einmal gedankenverloren laut tue, der aus allen Wolken fällt, warum zur Hölle ich nach ein paar Tagen in Griechenland einigermaßen annehmbare Leseversuche der griechischen Schrift aufs Parkett lege.
Mit der Zeit werden die Versuche flüssiger. Seltene Buchstaben bzw. Buchstabenkombinationen, über die ich anfangs unermüdlich stolpere, schleifen sich langsam ein.

Die griechische Schrift hat so manche Eigenarten an sich. Das und das [o] gibt es in verschiedensten Erscheinungsformen, zum Teil bestehend aus Kombinationen. [oi] zum Beispiel gibt einfach , auch verändert sich die Aussprache mancher geschriebener Konsonanten je nach umgebendem Vokal. So kann ein Buchstabe zwei völlig unterschiedliche Aussprachemöglichkeiten haben. Da muss man erstmal durchblicken.

Außerdem haben die Griechen einen Laut, der dem englischen [th] sehr nahe kommt – wer hätte das gedacht. Der Buchstabe für diesen sieht jedoch viel kreativer aus, als die englische Buchstabenkombination: θ.

Das Mysteriöse an der ganzen Sache ist, dass ich Worte vor mich hin brabbele, deren Sinn ich in der Regel nicht kenne. Außer natürlich, ich habe einen kompetenten Übersetzer an meiner Seite (was tatsächlich überwiegend der Fall ist) den ich mit meinen Sprachfragen, ob gewollt oder nicht, nach Lust und Laune bespaßen kann.

Abgesehen von der Schriftsprache bietet das Griechische für den deutschen Muttersprachler noch die ein oder andere Außergewöhnlichkeit. Für die Interessierten hier mein kleines griechisch Lexikon:
• Hallo = Γεια – Ja
• Ja = ναί – Nä
• Nein = όχι – Ochi
• Tschüss = Γεια – Ja
(Wer dabei nicht durcheinander kommt, hebe bitte die Hand.)
• Danke = ευχαριστώ – Efcharisto (Meine Eselsbrücke: F-Haribo)
• Bitte = παρακαλώ – Parakalo
• Guten Morgen = καλημέρα – Kalimera
• Guten Tag = καλημέρα – Kalispera
• Gute Nacht = καληνύχτα – Kalinichta
• Gesundheit! = γείτσες! – Jitses!
• Zum Wohl!/Prost! = γεια μας! – Jamas!
• Freude = χαρά – Chara
• Einen Freund begrüßen = Ti kanis re, malaka? – Was so viel bedeutet wie (ich entschuldige mich schon im Voraus für die Wortwahl): „Wie geht’s dir, idiotischer Wichser?“
Ja, so sind sie eben die Griechen, wenn sie nicht gerade im Straßenverkehr einen Fremden auf übelste Weise mit „Malaka“ beschimpfen, begrüßen sie so eben ihre Freunde. Das ist durchaus Gang und Gebe…

Für jeden, den es interessiert hier Teil 2 meines Reiseberichts.
Liebe Grüße, Lisa :)


[Beitrag für alle aus Lisas Vorstellungsthread gefischt und einzelthematisch gepostet - vielen Dank für Deinen "Erfahrungsbericht" Lisa :) - Astrid]

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