Leben in Gambia

Vogelfrei und zeitlich ungebunden? - Vom Weltreisenden zum Expat? - Das Forum für Hardcore-Aussteiger und Auswanderer (in spe): Besonderheiten für Welt-Reisen oder Auslandsaufenthalte ohne Zeitrahmen, Expats ohne sichere Heimkehr, Netz und doppelten Boden, die letzten Abenteurer fern der Heimat...
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alexander weiland
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Leben in Gambia

Ungelesener Beitrag von alexander weiland » 12 Feb 15 20:31

Hallo an euch,
da ich seit einigen Jahren plane, Deutschland zu verlassen um in einem Land mit schönerem Klima zu leben, bin ich natürlich permanent auf der Suche nach Möglichkeiten, dies zu realisieren.
Eines meiner favorisierten Länder wäre Gambia in Westafrika .Das Land liegt direkt am Meer, wird vom Gambia River zweigeteilt, hat unglaublich schöne Landschaften.Ich reise seit etwas mehr als 10 Jahren dorthin - immer auf dem Landweg von Deutschland aus.Es ist ein friedliches und angenehmes Land in dem auch viele Europäer leben oder ihren Urlaub verbringen.So hat man auch immer leicht Kontakt zu Europäern .Gambia hat das ganze Jahr schönes Wetter, die Regenzeit ist die einzige Schlechtwetterphase des Jahres.
Es gäbe jetzt ein Guest-House zu verkaufen, das in guter Lage in der Nähe Tourist Aerea liegt.Es verfügt über ein Haupthaus(Besitzerhaus) und über sechs Bungalows und einem kleinen Pool.Ihr könnt euch das Haus auf der Web-Site der Immo-Firma ansehen:Gambia Real Estate eingeben und etwas suchen.Das Haus heisst Kerr Serign Guest House und würde 150.000 Euro kosten.Ist aber sicher verhandelbar!
Man könnte es zweierlei nutzen: entweder eine Gruppe von Leuten kauft es zusammen um es zusammen zu bewohnen oder man kauft und betreibt es mit einem Partner oder Partnern als Ferienanlage.Meine Idealvostellung wäre ein schönes Miteinander unter Gleichgesinnten.
Schaut euch einfach mal Gambia im Internet an um zu sehen, wie das Land so ist - wenn dann Interesse an einem dauerhaften Leben dort bei dem einen oder anderen erweckt ist, könnt ihr euch gerne melden.
Mit vielen Grüssen Alex

jonathan
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Leben in Gambia

Ungelesener Beitrag von jonathan » 14 Feb 15 2:36

Hallo Alex,

um in "Kurzform" ein Land zu checken, macht es sich immer gut, erstmal die Negativpunkte abzuklaeren, welche da sind:

(alles Zitate aus der website des deutschen auswaertigen Amtes)

- Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den schwerwiegendsten Erkrankungen in Gambia

- Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko im gesamten Land, besonders während und nach der Regenzeit (Juli-Oktober).

- Die medizinische Versorgung im Lande ist generell mangelhaft und vielfach technisch, apparativ und / oder hygienisch problematisch

- Die Bevölkerung in Gambia ist überwiegend muslimisch.

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laend ... _node.html

Alex, hast du da als langjaehriger Landeskenner Beruhigendes mitzuteilen?

Und zum Schluss, da du ja sagtest, du reist immer auf dem Landweg ein: das geht ja wohl nicht mehr; Zitat ebenfalls gemaess dem schon genannten Link:

Ebola ...Als Präventivmaßnahme hat die gambische Regierung ein Einreiseverbot für alle Reisenden aus Guinea, Liberia und Sierra Leone erlassen. Dies gilt auch für Reisende, die über Drittstaaten nach Gambia einreisen.

Alex, kommt man denn wenigstens mit dem Flugzeug noch rein?


[editiert - themenfremden Kommentar in passenderem Thread gepostet: -> Gambia: langfristige Aufenthaltsgenehmigung? - Jonathan, Du bist lang genug dabei um zu wissen, dass Fragen im Info-Pool des WRF EINZELTHEMATISCH gepostet werden sollen, wenn Du an einer gehaltvollen Antwort interessiert bist :evil: - Astrid]

alexander weiland
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Leben in Gambia

Ungelesener Beitrag von alexander weiland » 14 Feb 15 22:44

Es gibt mehrere Foren von Europäern die in Gambia leben - findest du alles übers Internet, z.B. Leben in Gambia, Auswandern nach Gambia - gib einfach verschiedene Variationen deiner Suche ein und du findest auf alle Fragen Antworten.
Viele unbeantwortete Fragen und auch Hilfe kannst du über die Gambia Pinnwand finden.
Kannst dort auch die Fragen nach dem pro cedere und den Kosten einer permanent Residence stellen.
Kannst auch Joe und Claudia, die deutschen Betreiber des gambischen Campingplatzes, Camping Sukuta, auf ihrer Internetseite zu vielen Dingen befragen.Die beiden leben seit 17 Jahren in Gambia und haben dort einen wundervollen Campingplatz.Es gibt auch sehr viele englischsprachige Seiten über Gambia, auf der du auch alle Fragen stellen kannst, welche dich interessieren.Es leben viele Engländer in Gambia
Die Einreisesperre nach Gambia während der letzten Ebolaepedemie ging von Süden nach Norden - meine Anreise findet von Norden nach Süden statt.
Es war keine Grenze auf dieser Route jemals geschlossen.
Neuseste Nachrichten über die jeweilige Region die man befahren will, findet man im Internet unter WÜSTENSCHIFF.

alexander weiland
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Leben in Gambia

Ungelesener Beitrag von alexander weiland » 14 Feb 15 23:18

Ja, noch was - man kommt natürlich mit dem Flugzeug nach Gambia.Ohne Probleme.Mehrere Fluggesellschaften fliegen Gambia mehrmals wöchentlich an - Gambia ist besonders in den Monaten von November bis März ein Urlaubsland.
Gegen Malaria kann man sich schützen, wenn man gewisse Grundregeln einhält.Ich fahre seit mehr als 30 Jahren nach Afrika und hatte 1 mal Malaria- genau auf meiner ersten Reise.Malaria lässt sich auch problemlos behandeln in ganz Afrika, man muss nur für die Behandlung zahlen können. Das können leider viele Afrikaner nicht, deswegen ist Malaria eine der Haupt-ursachen von Todesfällen in Afrika.
Leben ganz ohne Risiko gibst nirgends - in Deutschland sterben jedes Jahr mindestens -laut neuesten Studien- 30.000 Menschen an Infektionen mit schwerresistenten Krankenhauskeimen.Du gehst ins Krankenhaus, wirst operiert, fängst dir leider einen dieser multiresistenten Keime ein und stirbst letztendlich daran - nur weil diese Leute ihren Laden nicht konsequent sauber halten können oder wollen!
Auswandern ist wie das Leben überhaupt. Die chinesiche Mythologie erzählt von Ying und Yiang - Gut und Böse - postiv und negativ.Die beiden sind eineiige Zwillinge und keiner kommt jemals alleine - so ist es überall im Leben und überall auf der Welt.Nicht mal im -ach so schönen und perfekten Deutschland(sarkastisch gemeint)ist einer alleine da. Auswandern muss man wollen und man muss sollte wissen, dass es auch nicht einfach sein wird.Man sollte abwägen was man will - hier im konsumverblödeten , geldgierigen und von Schlechtwetter geprägten,Autovermüllten u.s.w. Deutschland den Rest seines Lebens verbringen, oder seinen Geist und Körper auf eine Reise schicken . . . .

jonathan
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Leben in Gambia

Ungelesener Beitrag von jonathan » 14 Feb 15 23:24

Danke, danke...:shock:

Von einem User, der nach eigener Aussage seit mehr als 10 Jahren immer wieder nach Gambia reist - und hier im Forum nun nach "Mitstreitern" sucht - haette ich mir, ehrlich gesagt, eine eigene Antwort auf die Frage nach der Gefaehrlichkeit von Malaria im gesamten Land erwartet, und auch danach, wie es denn um die aerztliche Versorgung da bestellt ist.

Aber, ok, ist halt nicht. Muss dann eben dabei bleiben, dass Gambia bei mir weiterhin unter "no go" laufen wird. :roll:


PS:
Oh Alex, ich hatte nur deinen trockenen Beitrag vom 14.2., 23:44 gekannt. Nun sehe ich, du hast ja doch noch Weiteres mitgeteilt. danke, ich werde es mir anschauen..


[Und noch mal meine Bitte Fragen im Info-Pool einzelthematisch zu stellen - dann gibt es sicher auch detailliertere Antworten! - Astrid]

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muger
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Leben in Gambia

Ungelesener Beitrag von muger » 17 Feb 15 8:57

alexander weiland hat geschrieben:Ich bin 56 Jahre alt, kein geldloser Spinner oder Träumer, sondern einfach ein Mensch der auf der Suche nach Gleichgesinnten ist, welche sich wünschen, ihr Leben nochmal in eine andere Richtung zu verändern.
Hoi Alexander

Schon seit längerem lese ich deine Auswanderungspläne nach Gambia. Ich kann dich sehr gut verstehen und finde dein Vorhaben grossartig. :D
Mit Gambia hast du das beste afrikanische Land ausgewählt. Klein, gute Lage, freundliche Leute, perfektes Klima und stabile Politik. Noch schöner fände ich die Casamance, aber da ist es ja seit Jahren immer wieder unruhig.

Und „deine“ Immobilie in Serekunda liegt optimal. Ich habe mal einige Wochen in der Nähe gewohnt. Und das würde ich wieder mal gerne machen. Aber richtig auswandern wäre nichts für mich...

liebe Grüsse vom Muger
.

jahn69
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Leben in Gambia

Ungelesener Beitrag von jahn69 » 18 Feb 15 1:41

@Alexander, dies hier ist dein Faden, den du am 12. Februar mit obigem Erstbeitrag eroeffnet hast. Hier wirst du auch ueber weitere Beitraege von anderen Usern informiert. In diesem Faden hier hatte ich einen Beitrag - besser gesagt: eine Frage - an dich gerichtet, der aber von der Moderatorin des Forums aus diesem Faden hier herausgeschnitten wurde und nun in einem neuen Faden untergebracht ist.

Dieser neu angelegte Faden traegt den Titel "Gambia: langfristige Aufenthaltsgenehmigung?" und da ist also meine Frage gelandet.

Ich wuerde mich sehr freuen, wenn du in diesem neu angelegten Faden mal nachschauen - und vielleicht auch antworten - koenntest.

Ich bin naemlich sehr daran interessiert, einmal fuer mehrere Monate (etwa sechs) nach Gambia zu fliegen, bin aber weder Rentner noch mit einer einheimischen Frau verheiratet. Somit weiss ich nicht, wie es nach den ersten 28 tagen mit einem Visum weitergehen soll.

Ich moechte keine Links. Mir wuerde es wirklich genuegen, wenn du bloss mal sagen wuerdest, wie du es immer nach den ersten 28 Tagen gehandhabt hast. Ich koennte es ja dann wahrscheinlich ganz genau so machen. Und du hast ja in den letzten zehn Jahren sicherlich eine ganze Menge nuetzlicher Erfahrungen gesammelt.

Vielen Dank schon im Voraus! Ich bin sehr gespannt!

Lini123
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Leben in Gambia

Ungelesener Beitrag von Lini123 » 06 Feb 17 23:27

"Politisch stabil" - ich weiß nicht. Habe diesen Artikel in der LoNam gefunden (ein Magazin für Expats aus afrikanischen Ländern):

(LoNam Ausg. Dez16/Jan17)

Gambia trauert um Nationaltorhüterin


Etwa 4000 Menschen starben im Jahr 2016 bei der Überfahrt von Nordafrika über das M ittelmeer nach E uropa. Von vielen jener, deren Lebenswege an dieser Stelle so tragisch enden, wird man nie etwas erfahren. Unter dem Label "Geflüchtete" laufend, einer wie der andere, den wer weiß schon so genau, wer mit ins Boot durfte oder wer fragt schon einen Schlepper nach seinen Passagierlisten. Eine einzige anonyme Masse, hinunter gesogen in die Tiefe des Meeres.
Mit der 19-jährigen Fatim Jawara tritt nun nach langer Zeit wieder ein Gesicht stellvertretend aus der Masse heraus. Die junge Torhüterin der gambischen Frauenfußballnationalmannschaft ertrank im November während der Überfahrt von L ibyen nach I talien im M ittelmeer. Bereits 2012 spielte sie für Gambia bei der U17-Weltmeisterschaft in A zerbaijan, wo sie und das Team aber bereits in der Vorrunde ausschieden. In ihrem Club Red Scorpions F.C. nahe der Hauptstadt Banjul war sie eine beliebte Stammspielerin. "Man konnte Fati überall auf dem Feld einsetzen. Ich bin todtraurig. Sie hat so stark gekämpft, um die Nummer Eins zu werden", äußerte sich ihr Trainer bei den Red Scorpions Chorro Mbega. "Insbesondere durch die Abwehr eines äußerst tückischen Strafstoßes bei einem Freundschaftsspiel gegen die Glasgow Girls aus S chottland wird sie uns in Erinnerung bleiben", kommentierte Labin Kaba Bajo, Präsident des gambischen Fußballverbands den schmerzlichen Verlust der Torhüterin.

Neben Jawara flohen etwa 7000 Menschen in diesem Jahr (2016) aus Gambia. Gemessen an der Bevölkerungszahl von 1,9 Millionen (Stand 2013) produziert kein Land in Afrika mehr Flüchtlinge. Ursache ist unter anderem die repressive Führung unter Präsident Jammeh, die insbesondere Journalist_innen und Andersdenkende verfolgt, aber auch die unsichere wirtschaftliche Perspektive. Schätzungsweise 75% der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft und können nur sehr unflexibel auf Klimaschwankungen reagieren.
Jawara selbst sei einfach nur auf der Suche nach einem Neuanfang gewesen, teilte ihre Familie mit. Weder Repressalien, noch Geldnot motivierten sie, in E uropa Asyl beantragen zu wollen, wohl aber die fehlenden Möglichkeiten zur legalen Einwanderung in die EU.


Ob die Bevölkerung mehrheitlich muslimisch ist, wie im 2. Posting geschrieben, finde ich irrelevant und stigmatisierend.

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