Freunde in aller Welt

Von der Idee zur Entscheidung. Vom Traum zur Planung. Vom Chaos zur Organisation und von der Reisebuchung bis zum Abflug:
Einzelthematische Sachfragen zu Bürokratie, Reisezeit, Organisatorisches, Visa, ArbeitsAgentur, Reiseversicherungen (Nicht: Auslandskrankenversicherung), besondere Umstände beim Reisen, Grobplanung... (Nicht: Flugtickets, Schifftransport, s.u.)

Moderator: pukalani

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Kersy
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Freunde in aller Welt

Ungelesener Beitrag von Kersy » 17 Aug 04 13:47

Hallo Martin und alle, dies auch interessiert!

Ihr schreibt auf Eurer Homepage immer, dass ihr bei Freunden und Partnern gewohnt habt, wodurch ihr natürlich viele Kosten gespart habt. Neid!
Wer kann bloß auf der Welt verteilt so viele Leute kennen?
Habt ihr die schon vorher gekannt oder unterwegs kennengelernt?
Aufruf in die Welt hinein: Wer will unser Freund sein?

Kerstin und Volker

StefanDA
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Freunde in aller Welt

Ungelesener Beitrag von StefanDA » 17 Aug 04 15:21

Hallo ihr zwei,
ich weiss nicht, wie es den anderen erging, aber ich hab die meisten Leute unterwegs kennengelernt. Zwar tauscht man mit vielen die Adressen aus, aber richtig in Kontakt bleibt man nur mit ein paar wenigen.
Wenn ihr noch niemanden kennt, und trotzdem bei Leuten schlafen wollt, kann ich euch den hospitalityclub.org empfehlen.
Da gibt es Leute aus fast jedem Land, von denen viele bereit sind, andere ein paar Naechte bei sich schlafen zu lassen. Meldet euch doch mal an, ich fand die Idee klasse und inzwischen hab ich davon auch schon ab und zu Nutzen ziehen koennen.
Gruss
Stefan

MArtin
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Freunde in aller Welt

Ungelesener Beitrag von MArtin » 17 Aug 04 20:40

Liebe Kerstin, lieber Volker,
Kersy hat geschrieben:...
Ihr schreibt auf Eurer Homepage immer, dass ihr bei Freunden und Partnern gewohnt habt, wodurch ihr natürlich viele Kosten gespart habt...
Leider nicht "immer" - aber doch immer öfter. :)

Da spricht uns StefanDA aus dem Herzen und dem Erfahrungsschatz: Kontaktfreudigkeit, die nötige Flexibilität und gelegentlich auch unsere Mitgliedschaft beim www.hospitalityclub.org führen schon mal dazu, dass man eine vergnügliche Zeit gemeinsam unter fremdem Dach verbringt.

Am besten gelingt das mit Leuten, die auch wenig Schwierigkeiten mit dem WYSIWYG-Prinzip haben: What You See Is What You Get.

Gegenseitige Offenheit ermöglicht gegenseitiges Vertrauen und die Entscheidung, ob evtl. gemeinsame Ansichten, Hobbies, Werte oder Träume ein vorübergehendes Zusammenleben lust- und freudvoll bzw. beidseits bereichernd erscheinen lässt.

Etliche Leute hatten wir in den letzten 4,5 Reisejahren aber auch unterwegs getroffen, haben Adressen und die gegenseitige Absicht ausgetauscht, sich mal besuchen zu kommen.

Selbstverständlich sind auch wir wählerisch bei der Wahl von Freuden.
(Sonst hätten wir unsere Reise wohl bereits ausgeraubt, desillusioniert und verbittert irgendwo beendet.)
Vielleicht macht die primär positive Erwartungshaltung und das Bestreben, Anderartigkeit nicht zu werten, einen Unterschied?

Außerdem: So einmalig sind unsere Erfahrungen gar nicht, wenn man sie mit denen anderer Langzeittraveller vergleicht.
(Langzeitreisende neigen übrigens sehr dazu, gelegentlich andere Reisende bei sich zu Hause auf zu nehmen.)

Vorläufig letzter Gedanke dazu:
Auch bevor die Tourismusindustrie das Reisen kommerzialisiert und teuer gemacht hat, gab es Reisende. (Natürlich hat sie breites Fernreisen auch erst ermöglicht, aber das ist ein anderer Aspekt.)

Wie auf anderen Gebieten auch, neigt das "kapitalistische System" dazu, natürliche zwischenmenschliche Abläufe kommerziell zu vereinnahmen, bis Viele ganz automatisch alles auf eine Rechnung in Heller und Pfennig reduzieren, die wahren menschlichen Werte nicht mehr erkennen können (wollen), bzw. vom System und seinen Verheissungen geblendet, korrupt werden.
Viele Freunde, bei denen wir (oft unter nicht gerade bequemen Bedingungen) gelegentlich hausen, stehen dieser Entwicklung häufig ebenso kritisch gegenüber, wie wir selbst.
Wir haben den Eindruck, ihre Zahl wächst.
Zum Glück nicht erst, seitdem sich die unmenschlichen Aspekte des vorherrschenden Systems in griffigen Formeln wie "Blut für Öl" immer mehr entlarven.

Auch wir hätten aus etlichen Erfahrungen heraus (z.B. der ausbleibenden Reaktion auf unser Kapitel Förderer) zu der Schlußfolgerung kommen können, dass man nur überleben kann, wenn man finanzielle Forderungen stellt, statt mannigfaltig Hilfe und Erfahrungen anzubieten und auf ausgleichende Gerechtigkeit zu hoffen.
Aber irgendwie tun wir uns schwer, unsere idealistischen Illusionen aufzugeben. ;)


Die Welt hat Euren Aufruf vernommen - und wenn Ihr ihn ernst meint, werdet Ihr in ihr jetzt viele Freunde finden können. -
Wenn Ihr Euch auf die Suche begebt.


Liebe Grüße :)


Astrid &

Roland
Reise-Geburts-Helfer
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Registriert: 25 Mai 04 21:28
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Ungelesener Beitrag von Roland » 17 Aug 04 21:36

...dem ist nichts mehr hinzuzufügen, ihr sprecht mir aus der seele.

ciao und noch viel spass in der karibik
Ich lebe nicht, um zu arbeiten sondern arbeite, um zu leben!


www.dieweltreisenden.twoday.net

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