Weltreise mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln?

Von der Idee zur Entscheidung. Vom Traum zur Planung. Vom Chaos zur Organisation und von der Reisebuchung bis zum Abflug:
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Chris+Dagmar
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Weltreise mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln?

Ungelesener Beitrag von Chris+Dagmar » 14 Okt 04 12:06

Hallo zusammen,

2006 solls bei uns losgehen. Uns schwebt eine Reise um die Welt mit dem Fahrrad vor. Nur leider haben wir (noch) keine Erfahrung mit längeren Radreisen.

Mit dem Rucksack und öffentlichen Verkehrsmitteln waren wir bereits wochenlang in Europa, Amerika und Nordafrika unterwegs. Somit haben wir auch eine solche Reise als Aternative im Hinterkopf.

Hier im Forum überwiegen die Backpacker. Trotzdem würde mich interessieren welche Vor- und Nachteile ihr für die beiden Optionen Weltreise mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln seht. Wie sind Eure Erfahrungen? Wer hat schon beides gemacht und kann von den Unterschieden berichten?

Vielen Dank und noch mehr Grüße
Chris!

Chris+Dagmar
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Weltreise mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln?

Ungelesener Beitrag von Chris+Dagmar » 14 Okt 04 12:22

Natürlich will ich meine eigenen Senf dazu abgeben, wobei die bezüglich einer Fahrradreise kaum praxiserprobt sind. Alle Vor- und Nachteile ohne Reihenfolge.

Vorteile Radweltreise:
- körperliche Betätigung
- man ist oft in der Natur
- Camping-/Kochausrüstung kann mitgenommen werden (-> oft geringere Kosten unterwegs)
- geringe Transportkosten

Nachteile Radweltreise:
- teure Ausrüstung, Reperaturen
- sperrige Ausrüstung / Schwierigkeiten Rad & Ausrüstung an einem sicheren Ort unterzubringen -> Diebstahlgefahr
- Wind und Wetter ausgesetzt
- Hunde scheinen Radler in manchen Ländern förmlich von der Straße zu jagen

Vorteile Rucksackweltreise:
- günstige Ausrüstung
- alles was man besitzt hat man auf dem Rücken & kann man fast überall mitnehmen
- Unterwegs trifft man oft andere Backpacker

Nachteile Rucksackweltreise:
- in vielen Ländern haben die Backpacker keinen sonderlich guten Ruf
- obwohl ich gross bin, ist bei mir die Schmerzgrenze bereits bei 12 kilo erreicht, d.h. mitnahme von zelt, schlafsack, kocher etc. kaum moeglich (-> hoehere kosten unterwegs)
- städtelastige Reise, zuweilen Schwierigkeit in die Natur zu kommen

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Petra
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Weltreise mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln?

Ungelesener Beitrag von Petra » 14 Okt 04 18:05

Hallo Chris,
habe selbst keine Erfahrung mit Radreisen. Ich habe in Patagonien zwei Deutsche kennengelernt, die mit dem Rad von Feuerland nach Alaska reisen. Sie haben eine sehr gute Homepage und vielleicht kannst du sie ja direkt kontaktieren.
www.poletopole.de

Gruesse
Petra

Chris+Dagmar
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Weltreise mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln?

Ungelesener Beitrag von Chris+Dagmar » 02 Nov 04 15:35

Danke Petra für den Tip. Reisende, die mit dem Rad um die Welt reisen und eine feine Webseite pflegen scheint es eine Menge zu geben. Vielleicht sollte ich wirklich mal welche direkt kontaktieren.

Mich würde mal interessieren wer hier im Forum mit dem Rad um die Welt fährt?

LG
Chris

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Weltreise mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln?

Ungelesener Beitrag von pushbike » 02 Nov 04 15:42

Ich. Hab 99/00 ne Überland-Tour nach Australien gemacht. War ein bißchen stressig. Aber klasse.
Die nächste Radtour ist in Planung. Wird ein bißchen nach Transafrika gehen. Laßt mal was von Euch hören.
Mit Radlergruß pushbike
Let`s roll and see. Natürlich mit Beinkraft.

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pukalani
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Weltreise mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln?

Ungelesener Beitrag von pukalani » 02 Nov 04 19:33

Hallo Ihr Zwei!
so gern ich auch fahrrad fahre, vor EUREM vorhaben zieh ich meinen hut.
ich hab auf sumatra einen fahrradkurier aus NY getroffen, der auch
per rad unterwegs war. blieben eine weile zusammen (wie's halt so is...), haben die wegstrecken einfach parallel zurückgelegt:
ich bequem (?) im bus (oder auf pferd) während er sich an schmerzhaft
steilen steigungen die zähne ausgebissen hat. tageweise hatte ich ein
rad gemietet (ein gang, rücktrittbremse, selbst geschmiedeter sattel...)
trotz meiner indonesisch-kenntnisse (gold wert) waren informationen
über die qualität der strassenverhältnisse grundsätzlich weit nach unten
zu korrigieren. der weg weder "eben" noch "geradlinig". geschweige
denn "bergab" oder "leicht". doch waren wir immer im zentrum
des interesses, hilfsbereitschaft allerorten, angriffslustige hunde und
vorwitzige affen (die auf einmal an deiner hose hängen)
allerortens.

wirklich schwierig wurde es nur bei booten oder fähren ohne steg.
einmal legte der käptn so schnell wieder ab, daß das rad noch an
ufer stand. minutenlanges 2sprachiges diskutieren (flehen und betteln)
später drehte er dann doch noch um....

wenn man die kondition dafür hat ist es fantastisch.
mein ärschle war dafür nicht gerüstet....

wünsch euch trotzdem VIIIEL SPASS!
lani

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