Wie als Deutscher im Ausland mit Hitlerkommentaren umgehen

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der Bär
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Wie als Deutscher im Ausland mit Hitlerkommentaren umgehen

Ungelesener Beitrag von der Bär » 10 Feb 10 10:01

Guten Morgen,

Außer Reichranitzki, oder wie der heißt, ist doch heute eh keiner mehr am Leben, der da irgendwas damit zu tun haben könnte, aber immer noch Forderungen stellt. Die Juden hacken aber immernoch auf der alten Geschichte rum, als ob die nicht genug mit Palästina zu tun hätten.
Kleine Korrektur:

1. Er heißt Marcel Reich-Ranicki

2. Es sind nicht mehr viele am Leben. Aber die, die es sind werden nach wie vor zur Rechenschaft gezogen. Oder man versucht es zumindest. Mord verjährt schießlich nicht.

Aktuelles Beispiel:
Gerade sorgt ein Prozess gegen einen 90-jährigen SS-Verbrecher
für Aufsehen. Der Demjanjuk-Prozess ist zumindest denen, die hier in D
leben ein Begriff. Hat letzten November angefangen und läuft noch. Die
USA, wo er lebte, hat ihn im Mai 2009 an Deutschland ausgeliefert.

Das Verfahren gilt als der letzte große Holocaust-Prozess und wird von einem riesigen Medienrummel begleitet.

So, das führt jetzt wieder vom Thema weg, deshalb nicht mehr dazu - aber ich wollte es auch nicht so stehen lassen.

Liebe Gruesse
Bea
...and I, I took the one less travelled by, and that has made all the difference. Robert Frost

Marlino
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Wie als Deutscher im Ausland mit Hitlerkommentaren umgehen

Ungelesener Beitrag von Marlino » 20 Feb 10 13:31

Mueng-Thalueng hat geschrieben: Die Juden hacken aber immernoch auf der alten Geschichte rum, als ob die nicht genug mit Palästina zu tun hätten.
Der Satz zeugt eigentlich nur davon, dass die geschichtliche Aufarbeitung, bzw. die Konsequenzen daraus bei weitem noch nicht abgeschlossen sind und das hat überhaupt nichts mit "schlechtem Gewissen" oder so zu tun.

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Mueng-Thalueng
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Wie als Deutscher im Ausland mit Hitlerkommentaren umgehen

Ungelesener Beitrag von Mueng-Thalueng » 25 Feb 10 12:18

Ich bin eigentlich neutral zu fremden Kulturen eingestellt, wenn ich mir aber immer wieder denselben Mist anhöhren muß, dann schrumpft meine Symphatie auf oder gegen 0.
Wenn es heutzutage sonst keine aktuellen Probleme zu bewältigen gibt, dann ziehen wir an den Haaren die alten hervor und schnitzen fröhlich weiter dran rum.

Ich schaue in die Zukunft und nicht in die Vergangenheit, denn die kann ich (mit)beeinflussen.

SRY nix persönliches
Als Gott den Mann erschuf, übte sie nur...

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Wie als Deutscher im Ausland mit Hitlerkommentaren umgehen

Ungelesener Beitrag von Marlino » 25 Feb 10 22:03

Wenn allerdings folgende Aussage fällt, "die Juden hacken aber immernoch auf der alten Geschichte rum" ist das nicht mehr neutral, wer sind den "die Juden", das ist ungefähr genau so Platt wie wenn ich sagen wurde "die Deutschen sind immer noch alle Nazis".

Mal davon abgesehen das mir noch nie jemand wirklich ein konkretes Beispiel nennen konnte, wann denn in den letzten Jahren "die Juden", so groß auf "der alten Geschischte rum gehackt" haben.
Mueng-Thalueng hat geschrieben: Ich schaue in die Zukunft und nicht in die Vergangenheit, denn die kann ich (mit)beeinflussen.
Um die Fehler der Vergangenheit in Zukunft nicht erneut zu machen, muss zwangsläufig die Vergangenheit beachtet werden. Auch werden bei einer Problemlösung immer die Erfahrungen der Vergangenheit angewendet.

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Astrid
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Wie als Deutscher im Ausland mit Hitlerkommentaren umgehen

Ungelesener Beitrag von Astrid » 26 Feb 10 4:31

Hallo alle miteinander :)

Bitte bleibt trotz wiederholter Einladungen zum politischen Austausch bitte streng beim Titelthema:
Wie als Deutscher im Ausland mit Hitlerkommentaren umgehen?
:!:

Liebe Grüße
Astrid
Eine fremde Kultur ergründen zu wollen, ist wie der Versuch, den Horizont zu erreichen... Irgendwann steht man wieder an dem Punkt, an dem man begonnen hat - doch der Blick zum Horizont ist ein anderer. [A. Bokpe]


Keksi

Wie als Deutscher im Ausland mit Hitlerkommentaren umgehen

Ungelesener Beitrag von Keksi » 07 Mär 10 14:02

Ist zwar kein Hitlerkommentar, aber ich hab in England ein T-Shirt gesehn, da war ein Hitlerkopf drauf und die Aufschrift: "World Tour 1939-1945"

was soll man dazu noch sagen??

Ich wurde nur einmal in Chile gefragt: "What do you think about Hitler?" das fand ich nicht schlimm, hab einfach gesagt dass Hitler ein schrecklicher Mensch war und dass kein deutscher ihn gut findet...

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Wie als Deutscher im Ausland mit Hitlerkommentaren umgehen

Ungelesener Beitrag von Mueng-Thalueng » 10 Mär 10 13:15

Wenn man im Ausland nach dem Österreicher mit dem Herpes/Hasenschartenbärtchen gefragt wird, könnte man ja auch antworten:

War das der. der damals den paar Juden die Geldgeschäfte in D nicht gegönnt hat?
Es waren ja wirklich nur ein paar, wenn man im Vergleich dazu, die vielen Toten betrachtet, die nur wegen abweichender Religionszugehörigkeit nur allein von den Christen hingemetzelt wurden. Oder gings da am Ende auch nur um Kohle?

Aber das ist lange her, da waren die Christen ja noch Barbaren. Bis Luther kam.

Da gibt es nix mehr aufzuarbeiten, oder doch?

Man kann dann auch noch die Gegenfrage stellen:
Was hat es mit dem "heiligen" Krieg der Moslems heutzutage auf sich und seit wann kann Krieg in Verbindung mit hinmetzeln von Menschen heilig sein?
Nur ein akt. Bsp: Nigeria, Jos :shock:

Wir deutschen halten es so, wie wir es auch in der Vergangenheit bei Hitler gehalten haben. Wir schauen weg und verhalten uns passiv, dann leben wir länger. Werden wir erwischt, sagen wir wir hätten von alledem nix gewusst.

Denn was sich damals bewährt hat, wird sich auch heute noch bewähren.


Viel Spaß im Ausland :lol:
Als Gott den Mann erschuf, übte sie nur...

pedito
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Wie als Deutscher im Ausland mit Hitlerkommentaren umgehen

Ungelesener Beitrag von pedito » 10 Mär 10 20:37

Einfach beschämend.

Aber mit Leuten, die so argumentieren, zu diskutieren, ist sinnlos.

Ausnahmsweise mal ohne Grüße
Pedito

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