Was habt ihr aufgegeben, um auszuwandern?

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Silbersee
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Was habt ihr aufgegeben, um auszuwandern?

Ungelesener Beitrag von Silbersee » 24 Sep 07 16:03

Hallo,

da ich schon seit langem unter chronischem Fernweh leide und mich immer wieder dabei ertappe, dass ich eigentlich nur aus materieller Sicherheit hier bleibe, würde ich gern wissen, was ihr dafuer auf's Spiel gesetzt habt, um auszuwandern.

Meine Lage ist derzeit die: Ich stehe am Ende des Referendariats. Danach wäre nochmal ein optimaler Zeitpunkt, weg zu kommen. Innerlich fühle ich immerzu, dass ich D nicht bleiben kann und auch nicht leben möchte. Andererseits habe ich auch noch nie längere Zeit im Ausland gelebt, kann also schwer sagen, ob es mir dort besser gefiele (wobei ich irgendwie davon überzeugt bin...).

Die Frage, die mir ständig durch den Kopf geht ist die, was wichtiger ist: materielle Sicherheit oder LEBEN. Wenn ich wirklich weg gehe, dann würde ich einen sehr guten Job hier auf's Spiel setzen. Der Lehrberuf bietet gute Konditionen (Sabbatjahr, Auslandsschuldienst). Rein theoretisch könnte es mir ja passieren, dass ich im Ausland von der Hand in den Mund lebe und gar kein GEld mehr habe zu reisen. Wäre es dann nicht besser, es in Deutschland "auszuhalten" und dafuer in den Ferien jedesmal weg zu kommen?

Ich finde die Entscheidung so schwierig, zumal sie bei mir stimmungsabhängig ist. Es gibt Zeiten, in denen ich mich hier mit dem Schulalltag arrangieren kann und denke, dass es hier ok ist. In solchen Momenten halte ich es fuer vernuenftiger, hier zu bleiben und die Sicherheiten zu genießen und als Ausgleich 4 mal im Jahr zu reisen (plus auf das Sabbatjahr und Auslandsschuldienst zurück zu greifen).

Wenn ich ein wenig Distanz zum Schulalltag bekomme oder auf mein Gefühl höre, dann denke ich immer, dass ich einen großen Fehler machen würde, hier zu bleiben, weil ich mich hier niemals heimisch fuehlte. Aber ich komme halt irgendwie klar. Meistens. Und ich weiß nicht, ob ich in anderen Ländern besser klarkommen würde.

Manchmal wünschte ich, dass ich durch mein Examen fallen würde, da ich dann nicht mehr die Option hätte, hier diesen recht guten Job anzutreten. In diesem Fall würde mir die Entscheidung genommen. Aber solange ich hier die Möglichkeit habe, für recht gutes Geld zu arbeiten, fällt es mir schwer zu entscheiden, was wichtiger ist.....

Mich würde daher interessieren, was ihr so aufgegeben habt, um ins Ausland zu gehen und wie ihr die Entscheidung im Nachhinein bewertet.

Danke und lg,
Sabine
Man kam zum Stück, ich musst den Narren spielen.

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Coogar
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Was habt ihr aufgegeben, um auszuwandern?

Ungelesener Beitrag von Coogar » 25 Sep 07 1:22

Hi Sabine,
Abnehmen kann Dir die Entscheidung natürlich keiner (wie Du weißt), also beantworte ich einfach mal konkret die Frage, vielleichts hilft's ja weiter.

Alles was ich aufgegeben habe:
ein schönes Zimmer in ner schönen WG in ner schönen Wohngegend, viele CDs und Klamotten, meinen Compi, Riesenfernseher und Hifi-Anlage, festes Gehalt, offizielle Sicherheiten (Krankenvers., Rentenvers. etc.), mich 100% an einem Ort zurechtzufinden, die Sprache zu beherrschen (heißt auch: Fernsehprogramm verstehen, Zeitschriften lesen können etc.), Auswahl an so ziemlich allen (Bücher, DVDs, Essen...).

Aber auch: Langeweile, das Gefühl keine Perspektive zu haben, Depression, Essstörung, das Gefühl, mich permanent im Kreis zu drehen, nicht zu wissen wohin, und nicht zu wissen, wo ich hingehöre, das Gefühl permanent die Zeit totschlagen zu müssen.

Gewonnen: Leben (sag ich jetzt mal so). Psychische Gesundheit (oder zumindest Verbesserung), auch mal nichts zu tun zu haben und sich trotzdem wohlzufühlen, sein Leben wieder zu schätzen, sich an kleinen Dingen zu freuen. Beispiel: Montag ist hier mein Tag des Grauens. Aufstehen um 6:15, um 8 die erste Stunde, um 19:30 endet die letzte.
Heute früh war ich also um 8 am Institut und irgendein Schlaubi hatte die Haupttür abgeschlossen zu der ich keinen Schlüssel habe. Dann kam meine Studentin und wir standen beide vor der Tür und konnten nicht rein (die Admins fangen naturgemäß erst später an zu arbeiten). Also sind wir ins Café, haben nen Kaffee getrunken und ne Konversationsstunde eingeschoben (aka Kaffeeklatsch). Sie fand's toll und ich auch und dann ging's mir den Rest vom Tag richtig gut :)

Negatives gibt's auch: Der Job ist nie sicher. Ich bin rechtlich null abgesichert. Das Gehalt ist mau und die Preise hier steigen schneller als Herbstdrachen. Ich komme kaum zum Spanischlernen und das ist manchmal frustrierend. Ich verstehe oft Dinge nicht - sprachlich und auf sozialer Ebene (Mentalitätsunterschiede). Man hat die typischen Fremdseinprobleme (Vorurteile, Abzocke etc.).

Fazit: Prioritätensache. Was ist DIR wichtig? Womit kannst Du leben, womit nicht?
Ich habe mir das vorher gar nicht so richtig überlegt, aber wenn man es sich überlegen will, ist das glaube ich ein guter Anfangspunkt.
Ich denke einfach, wenn es schiefgeht, muss ich zumindest nicht am Ende meines Lebens zurückblicken und denken "Ich hab's noch nichtmal versucht!".
Und: lieber glücklich sein und paarundsechzig werden, als griesgrämig paarundachtzig. Und vielleicht werde ich ja sogar glückliche paarundachtzig. :wink:

Alles Liebe von der Coog 8)
What is the use of straining after an amiable view of things, when a cynical view is most likely to be the true one?
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Eliane
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Was habt ihr aufgegeben, um auszuwandern?

Ungelesener Beitrag von Eliane » 25 Sep 07 2:26

In meinen Augen habe ich nichts aufgegeben.

Aufgeben klingt mir zu negativ, als gäbe es da etwas, dem ich nachtrauern würde, weil ich es jetzt nicht mehr habe. Nein, ich habe für mich auf der gesamten Linien nur gewonnen.
(Und die letzten Kisten werden nächsten Sommer gesichtet und was mir davon noch wirklich am Herzen liegt, kommt dann hierher.)

Du hattest ja schonmal dieses Thema angesprochen. Und ich kann mich eigentlich nur wiederholen. Klar muss man mit sich selbst abmachen, ob man gleich alle Zelte komplett abbricht oder ob man es nach und nach tut. Für mich war nach und nach genau das richtige. Und gerade als Lehrerin gibt es viele Möglichkeiten (von denen du ja einige auch schon angesprochen hast), dies langsam angehen zu lassen.

Ich bin jetzt im 6.Jahr meines Auslandsdienstes. Es wird mein letztes sein und ich zähle jetzt schon die Tage, bis ich dieses hinter mir habe. Was mich am meisten erstaunt, dass ich dabei völlig entspannt und ohne jegliche Sorge in die Zukunft blicke, obwohl mein Freund und ich dann beide kein festes Einkommen mehr, dafür aber (wenn alles gut geht) unser Kind zu versorgen haben werden.

Aber sicher ist die Frage verdammt vielfältig. Welche Jobs bieten sich, welche Wohnmöglichkeiten,... Nicht überall, wo es schön warm ist und einem als Touri gefällt, muss das Leben deshalb auch paradiesisch sein. Ist man in der Lage sein eigenes Geschäft aufzuziehen oder will man das nicht? Hat man Rücklagen für den Start oder keine?

Liebe Grüße
Eliane
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Rainer Backpack
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Was habt ihr aufgegeben, um auszuwandern?

Ungelesener Beitrag von Rainer Backpack » 25 Sep 07 5:37

Hey ,
erst mal kann man das gar nicht so pauschaliesieren um zu sagen ich habe das aufgegeben und das dafuer gewonnen.
Ich bringe das einfach mal so auf den Punkt was sich dann jeder dabei selber daraus pickt und eben gut findet oder nicht muss jeder selber entscheiden. Ich moechte hier auch kein Land schlecht reden oder ein anderes besser reden!
Bin ja jetzt hier in C#nada :
Aufgegeben habe ich eine wesentlich bessere Krankenversorgung in Deutschland. ( Beispiel : brauchst Du hier in Canada eine CT , wartest Du 6 bis 12 Monate , kommt darauf an wo Du wohnst. hier in dieser Stadt sind es 6 Monate.)
Aufgegeben habe ich ( unter der vorausetzung das ich die C#nadische Staatsbuergerschaft annehmen wuerde ) das ich in den meisten Laendern in die ich gerne Reisen moechte mit dem Deutschen Reisepass 90 Tage bleiben koennte, mit dem C#nadischen Reisepass nur 60 Tage. Nochdazu ist es hier recht teuer in Urlaub zu fliegen, Es ist guenstiger von Deutschland aus in Urlaub zu fliegen.
Aufgegeben habe ich , das ich fuer meine sonst so gehassten Steuern in Deutschland immer noch mehr leistung bekomme als hier in C#nada( Beispiel Rente, oder Arbeitslosenhilfe )
Aufgegeben habe ich ( vieleicht ist aufgegeben nicht das richtige wort) meine ganzen Freunde in Deutschland mit denen man normal sachlich ueber etwas reden konnte, das ist mit so manchen anderen hier in C#nada nicht moeglich, da manche doch etwas sehr ungebildet sind.
Man muss auch aufpassen das man hier nicht seine Kultur vergisst da die meisten Menschen hier in Canada eben keine Kultur haben.




Gewonnen habe ich das ich mit meinem Beruf hier ein Spezialist bin und recht angesehen bin. Hier schaut dich halt keiner doof an nur weil Du einen Blaumann traegst und eben nicht Anzug und Krawatte.

Gewonnen habe ich die moeglichkeit mir einfacher ein Haus zu leisten, gegenueber Deutschland.

Gewonnen habe ich jetzt zu wissen wie kalt sich minus 45 Grad celsius anfuehlen. :roll:

Gewonnen habe ich das gefuehl von raeumlicher Freiheit . ( hier faehrst Du manchmal Stundenlang mit dem Auto und Du begegnest keinem anderem Auto).



Es gibt so viele Beispiele was jeder fuer sich gewonnen oder verloren hat, man kann das aber nicht pauschalisieren. Aber wenn ich das gesammte Bild meiner Reisen und Auswanderungen ueberschaue kann ich sagen das ich im grossen und ganzen doch mehr gewonnen habe als verloren. Vor allem habe ich gewonnen , nun zu wissen was doch nicht so schlecht an Deutschland ist. Und was so mancher in Deutschland nicht einmal zu schaetzen weiss.
Gruss Rainer
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Silbersee
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Was habt ihr aufgegeben, um auszuwandern?

Ungelesener Beitrag von Silbersee » 25 Sep 07 8:53

Hallo,

schonmal danke für eure Antworten.

Ich denke, dass ich meine Frage vielleicht ein wenig zu offen formuliert hatte. Ich meinte meine Frage hauptsächlich auf den Job bezogen. Ich habe derzeit halt die Wahl: bewerbe ich mich auf eine sichere Beamtenstelle, die gut bezahlt ist (und eben Sicherheit gibt) oder ziehe ich hinaus ins Land, um u.U. von der Hand in den Mund zu leben. Habe ich DAFUER 8 Jahre Ausbildung (inkl. 1. und 2. Staatsexamen) hinter mir?

Eliane, mir fiel auch irgendwann ein, dass ich tatsächlich schonmal sehr ähnliches gefragt hatte. Da sieht man mal, wie weit ich mittlerweile in meinen Ueberlegungen gekommen bin :roll: . Ich wusste garnicht mehr, dass du L bist und derzeit im Auslandsschuldienst. Hatte ich irgendwie vergessen.
Für mich war nach und nach genau das richtige.
Das sehe ich ähnlich. Irgendwo muss aber ein Start sein und ich überlege derzeit, ob es deshalb nicht schlauer ist, VOR einer festen Stelle, erstmal nochmal raus zu kommen, um mich ein wenig zu orientieren. Ich würde bsp. ein Jahr in Asien arbeiten o.ä. Danach könnte ich hier eine feste Stelle annehmen und auf das Sabbatjahr hinarbeiten. Mein Gefuehl derzeit ist, dass - wenn ich erstmal im Job drin bin und Beamte auf Lebenszeit (wie das schon klingt "auf Lebenszeit" :roll: ) ich da so leicht nicht mehr raus komme. Zudem stellt sich mir derzeit die Frage "Wieso diesen günstigen Zeitpunkt, zu dem ich weder Whg noch Job habe, ungenutzt lassen? Nach zwei Jahren kann ich noch immer zurück und Verbeamtet werden. Umgedreht ist es schwer / unmöglich, mal "einfach so" zwei Jahre raus zu kommen."

Habe ich dich richtig verstanden, dass du 6 Jahre AUslandsdienst gemacht hast und dich nun entschlossen hast, dort zu bleiben?
Nicht überall, wo es schön warm ist und einem als Touri gefällt, muss das Leben deshalb auch paradiesisch sein
Eben....

@Rainer:
Gewonnen habe ich das ich mit meinem Beruf hier ein Spezialist bin und recht angesehen bin.
Genau das wäre bei mir eben umgedreht. Der Lehrerberuf ist in D recht gut (finde ich zumindest). Im Ausland hingegen werde ich damit längst nicht so weit kommen, wie hierzulande. Und das ist fuer mich wirklich das einzige Argument, hier zu bleiben.

Alles andere (Freunde, Familie, Whg, Auto....) sind mir absolut egal. Es gibt genau zwei Dinge,die mir fehlen würden: die Sicherheit um den gut bezahlten Job und damit einhergehend die Möglichkeit, mir weiterhin Fernreisen leisten zu können. Wenn ich in einem asiat. Land als Lehrerin arbeite, kann ich mir bestimmt keine Reisen mehr leisten....

Im übrigen finde ich es immer wieder interessant / seltsam zu lesen, dass andere es so schwer finden, sich von Freunde/ Familie zu trennen. Diesen Punkt kann ich so garnicht nachvollziehen, weil ich hier eh zu niemandem Bezug habe und auch niemals hatte. Gleiches gilt für 99% meiner materiellen Güter....

LG Sabine
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Silbersee
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Was habt ihr aufgegeben, um auszuwandern?

Ungelesener Beitrag von Silbersee » 25 Sep 07 8:55

Um noch kurz etwas hinzu zu fügen:

Es gibt den Spruch "Geld allein macht nicht glücklich!"
Immer dann, wenn ich hier nicht gut drauf bin, denke ich, dass ich auf das GEld liebend gern verzichte. Aber ist das nicht eine verklärte und realitätsferne Sichtweise? Geld IST wichtig, auch wenn ich das manchmal gern anders sehen würde. Und genau aus dem Grund ist es eben keine einfache Entscheidung, ob ich diese Sicherheit wirklich aufgeben soll.
Man kam zum Stück, ich musst den Narren spielen.

Sun
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Was habt ihr aufgegeben, um auszuwandern?

Ungelesener Beitrag von Sun » 25 Sep 07 9:35

Hallo Silbersee

Klar, schlussendlich musst du selbst entscheiden, was das richtige für dich ist. Ich kann verstehen, dass du nach so langer Ausbildung erstmals arbeiten und Geld verdienen möchtest. Aber, wenn du erstmals eine "Beamtenstelle" hast, kommst du nicht so schnell davon los (kann ich mir jedenfalls vorstellen). Also ist es doch nun die beste Gelegenheit, du kannst noch 30, 40 Jahre arbeiten.....! Im Moment hast du keine sonstigen Verpflichtungen, also los.

Übrigens: Bei mir ist es ganau umgekehrt. Ich hätte überhaupt kein Problem, jeden noch so gut bezahlten Job hinzuschmeissen und ohne jede Sicherheit loszuziehen... denn das kriege ich ja immer zurück, wenn ich will. Aber Freunde und Familie? Das ist doch das wertvolle im Leben... Die würde ich als einziges vermissen.

Na dann, alles Gute, Sarah

Silbersee
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Ungelesener Beitrag von Silbersee » 25 Sep 07 9:47

Hallo sun,
Sun hat geschrieben:Hallo Silbersee

Klar, schlussendlich musst du selbst entscheiden, was das richtige für dich ist. Ich kann verstehen, dass du nach so langer Ausbildung erstmals arbeiten und Geld verdienen möchtest. Aber, wenn du erstmals eine "Beamtenstelle" hast, kommst du nicht so schnell davon los (kann ich mir jedenfalls vorstellen). Also ist es doch nun die beste Gelegenheit, du kannst noch 30, 40 Jahre arbeiten.....! Im Moment hast du keine sonstigen Verpflichtungen, also los.

Übrigens: Bei mir ist es ganau umgekehrt. Ich hätte überhaupt kein Problem, jeden noch so gut bezahlten Job hinzuschmeissen und ohne jede Sicherheit loszuziehen... denn das kriege ich ja immer zurück, wenn ich will. Aber Freunde und Familie? Das ist doch das wertvolle im Leben... Die würde ich als einziges vermissen.

Na dann, alles Gute, Sarah
Ganz genauso denke ich auch "Erstmal im Job drin, immer gefangen....!" Zudem: ob ich nun mit 30 oder 32 anfange zu arbeiten, was macht das schon fuer einen Unterschied. In zwei Jahren werden hier in D sicher noch immer Lehrer gesucht - und wenn nicht, nun, dann ist mir diese Entscheidung schonmal genommen ;) .

Witzig, dass es bei dir genau umgedreht ist. Ich persönlich kann mir das so garnicht vorstellen, wie man an Menschen hängen kann :roll: . DAs hat einerseits was Gutes, erklärt andererseits aber auch, weshalb ich immerzu auf der Suche nach einer "Heimat" bin....

LG Sabine
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Julchen
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Was habt ihr aufgegeben, um auszuwandern?

Ungelesener Beitrag von Julchen » 25 Sep 07 12:43

Hallo Sabine!

Dein Beruf hat einen Riesenvorteil: Internationale Schulen hat es in fast allen Ländern, und ausgebildete Lehrer werden gesucht! Ich hatte, als ich in Nepal nach einer Stelle geguckt habe, sofort einen Job! Hängt sicher auch von der Fächerkombination ab, klar. Aber an internationalen Schulen wirst Du (für das Land) verhältnismäßig gut bezahlt und kannst manche Vorteile - klar, nicht den Beamtenstatus, aber andere - mitnehmen.

Viel Glück, liebe Grüße!
Julchen
Wo ein Wille ist, mein Herz, da ist auch ein Gebüsch. (Element of Crime)

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