Nairobi ... Nairobbery ...

Weltreisend oder im Urlaub schlechte, vielleicht "ortstypische" Erfahrungen mit Trickbetrügern, abgekarteten Spielen, Halunken und Räubern gemacht- und daraus gelernt? - Hier kannst Du es schildern, Andere warnen - und Trost finden.
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BikeAfrica
Reise-Geburts-Helfer
Beiträge: 251
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Nairobi ... Nairobbery ...

Ungelesener Beitrag von BikeAfrica »

Hallo zusammen,

nirgendwo sonst habe ich es erlebt, dass man mich so häufig übers Ohr hauen wollte wie in Nairobi.
Da sammeln zwielichtige Gestalten Spenden für angeblich kranke Studenten, da verwickeln einen Leute in ein Gespräch, während dessen es sich herausstellt, daß sie demnächst in der Nähe deiner Heimatstadt ein Studium beginnen und sie damit rausrücken, dass es ihnen finanziell gerade nicht so gut geht, aber sie das Geld ja in zwei Monaten vorbeibringen werden und solche Geschichten, auf die keiner mehr reinfällt.
Man wird häufig von Werbern angesprochen, die einen für eine Safari gewinnen wollen und häufig fragen, wo man denn untergebracht ist. 30 Minuten später quatscht einen dann wie zufällig jemand an und erzählt einem, er sei der Koch in ebenjener Unterkunft und man habe sich ja gestern eine Weile unterhalten usw.. Dabei machen sie sich zu nutze, dass Weiße die schwarzen Gesichter anfangs nicht besonders gut auseinander halten können. Zufällig war er nun gerade dabei, für die Küche einzukaufen und als er wieder losfahren wollte, war das Benzin alle und das Geld fürs Tanken hat er natürlich in der Unterkunft liegen lassen und man solle ihm etwas leihen und er bezahle es dann am Abend zurück. Wer Probleme hat, schwarze Gesichter auseinanderzuhalten, der gibt bei den Werbefuzzis einfach eine falsche Unterkunft an ...
Dann gibt es noch jede Menge nicht unhübscher Frauen, die kostenlosen Sex anbieten und -wenn man sich drauf einläßt- wahrscheinlich irgendwelche Ko-Tropfen ins Getränk mischen und im Radio kommen jeden Abend die neuesten Fälle vom Car-Napping. An der roten Ampel die Pistole an den Kopf und wer nicht äußerst zügig aussteigt, wird erschossen.

Mir ist auch passiert, dass mich irgendwo jemand in ein Gespräch verwickelt hat und kurz später ein angeblicher Polizist angab, man habe diesen Typ gerade wegen Drogendealerei verhaftet und fremde Währungen bei ihm gefunden. Dann wollte man mein Geld kontrollieren und drohte auch, mich zu verhaften. Ich fragte den "Polizisten", ob er sich denn als Polizist ausweisen könne und bin einfach weitergegangen. Zwei Sekunden später habe ich mich umgedreht und der Kerl war wie vom Erdboden verschwunden. Hätte ich mein Geld vorgezeigt, wäre es weg gewesen ...
Eine ähnliche Variante, allerdings deutlich gefährlicher, wurde mir von einem anderen Reisenden erzählt, mit dem wir einige Tage verbrachten. Er hob gerade Geld ab und auf dem Weg von der Bank wurde er von einem scheinbar Betrunkenen angerempelt. Als er seinen Arm zur Abwehr zur Seite streckte, schnapten von hinten Handschellen zu und er war an einen uniformierten Polizisten gekettet. Ein weiterer packte ihn am Hals und ein dritter erhob völlig sinnfreie Anschuldigungen bzgl. terroristischer Aktivitäten. Sie nahmen ihn mit "zur Wache" und auf dem Weg dorthin bogen sie in eine dunkle Gasse ein, er bekam die Pistole an den Bauch und man nahm ihm sein Geld ab. Der ganze Vorfall ereignete sich tagsüber mitten in der City ...

Für nur drei Tage sind das reichlich Erlebnisse und Grund genug, anderen Reisenden zu raten, in Nairobi allzeit alle Sinne beisammen zu halten ...

Gruß
Wolfgang
Dirk/D
Kiebitz
Beiträge: 4
Registriert: 15 Jul 03 16:53

Ungelesener Beitrag von Dirk/D »

Hallo Wolfgang,
ist in der Tat ein wärmeres Pflaster in Nairobi. Ich bin öfter dortgewesen, aber abgesehen von der Anlaberei immer unbehelligt geblieben.

Wer in nairobi übernachten möchte/muss dem kann ich den Upper Hill Campsite empfehlen. Er ist relativ nah am Zentrum. Wer als Backpacker mit dem Flieger eintrifft kann vielleicht im Vorfeld eine Abholung durch den C-platz vereinbaren.

Anfahrtsskizze:
http://www.oja-services.nl/kenya/download/map_uhc.pdf

Alternative: Schon im Flieger mitreisende Kenyaner ansprechen, ob sie Dich mit in die Stadt nehmen können. Leider sind auch nicht alle Taxifahrer sauber ...

Wir haben einmal ein "Werberangebot" für eine Safari nach Masai Mara angenommen und waren mit Leistung und Preis (verhandeln!) zufrieden.

Herzliche Grüße

Dirk
davidkost
Kiebitz
Beiträge: 9
Registriert: 14 Okt 04 14:39
Wohnort: wien

Nairobi ... Nairobbery ...

Ungelesener Beitrag von davidkost »

ich habe ein halbes Jahr in nahe Nairobo gelebt und häufig in der Stadt zu tun gehabt. Mit einem hohen Maß an Misstrauen ausgestattet, kommt man selten in solche Situationen. An mir persönlich ist nur einmal ein kleiner Raubversuch begangen worden, den ich mit Hilfe der herbeistürmenen Sicherheitsleuten leicht parieren konnte.
Wenn man länger in dort ist, kennt man schon die meisten Trickbetrüger - das sind nur eine Handvoll. Wir haben sie andauernd auf der Schaufel gehabt und sie haben uns in Ruhe gelassen.
schöne Grüße
david
charlie.papa
WRF-Mitglied
Beiträge: 10
Registriert: 05 Okt 05 12:48
Wohnort: Berlin

Nairobi ... Nairobbery ...

Ungelesener Beitrag von charlie.papa »

Mir ist es in Kenya oft passiert, dass sich nachts Prostituierte in mein Zimmer schleichen wollten, meist scheinen sie den Schlüssel vom Manager bekommen zu haben. Als Abhilfe haben sich das Steckenlassen und Absichern des Schlüssels mit einem Stück Draht und ein Türkeil als sehr hilfreich herausgestellt.
Wer abends plötzlich vom Wirt Getränke serviert bekommt, mit dem Hinweis sie seien von der Dame gegenüber, sollte höflich ablehnen, es sei denn man möchte sich auf ein sexuelles Abenteuer einlassen.
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