Geplante Obsoleszenz: Obsoleter kapitalistischer Luxus

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MArtin
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Geplante Obsoleszenz: Obsoleter kapitalistischer Luxus

Ungelesener Beitrag von MArtin » 29 Sep 12 22:19

MEric1967 im Thema [url=http://www.reise-forum.weltreiseforum.de/viewtopic.php?t=15461]Dynamo-Taschenlampe mit Kurbel Reise- praktisch?[/url] hat geschrieben:die Industrie ist nicht interessiert [ hochwertige, haltbare Produkte herzustellen], weil es auf Dauer zu weniger Einnahmen führt. :(
Genau.
Dazu gibt es auch viele Dokumentarfilme - von der seit den 1920ern unentwegt brennenden Glühlampe, die noch ohne eingebaute Obsolesezenz fabriziert wurde (Trailer bis hin zu Druckermodellen, die einprogrammiert nach einer bestimmten Anzahl von Ausdrucken ihre Funktion einstellen.

Hier ein Ausschnitt der unter Zeitgeistmovies & Co: Internet-Videos für Globaldenker empfohlenen TZM-Videos:
http://www.youtube.com/watch?v=eTdseBKbWAE
eine ARTE Doku "Kaufen für die Müllhalde:
http://www.youtube.com/watch?v=zVFZ4Ocz4VA

Da wo keine Sollbruchstellen einbaubar sind, lassen sich die meisten Menschen willig zu einer empfundenen Obsoleszenz manipulieren, nennen es z.B. "Mode" - und finden es schick, altes Funktionfähiges zu Gunsten einem "zeitgemäßeren" Modell zu entsorgen.

Jeder, dessen Augen Anschluss ans Hirn haben, wird Beispiele für eingeplanten Bruch überall in den ihn umgebenden Geräten und Produkten, vom Auto bis zum Staubsauger erkennen.
Es gibt auch viele weitere Dokumentarfilme über die geplante Obsoleszenz.
Wer sich näher und ernsthaft mit der Materie beschäftigt kommt nicht um die Erkenntnis herum, dass sie eine schwerwiegende, für uns und unsere Habitat auf dem Planeten Erde tödliche Nebenwirkung der kapitalistischen "Ökonomie" ist, die alles andere als "ökonomisch", sondern, weil Profitmaximierung der Anreiz ist, maximal verschwendend ist.

Eine unbequeme, aber leider die Wahrheit.

LG

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gaby86
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Geplante Obsoleszenz: Obsoleter kapitalistischer Luxus

Ungelesener Beitrag von gaby86 » 30 Sep 12 4:11

MArtin hat geschrieben: Wer sich näher und ernsthaft mit der Materie beschäftigt kommt nicht um die Erkenntnis herum, dass sie eine schwerwiegende, für uns und unsere Habitat auf dem Planeten Erde tödliche Nebenwirkung der kapitalistischen "Ökonomie" ist, die alles andere als "ökonomisch", sondern, weil Profitmaximierung der Anreiz ist, maximal verschwendend ist.
Bitte keine OFFENEN email-Adressen im WRF - Bitte lies die WRF-Regeln JETZT!, ich beschaeftige mich zwar weder naeher noch ernsthaft mit der Obsoleszenz (also dem "eingebauten" Kaputtgehen von Gluehbirnen usw.), gebe aber, an einem ganz einfaeltigen Beispiel, folgendes zu bedenken:

A hat eine Gaststaette, er verdient jeden Tag neu, weil die menschen jeden Tag neu hunger haben und essen kommen.

Nun lebt A aber von den Mitarbeitern des Fabrikanten B, der gluehlampen herstellt und seinen mitarbeitern monat fuer monat das gewohnte Gehalt zahlt.

Fabrikant B entschliesst sich, nur noch gluehlampen herzustellen, die NICHT kaputtgehen. Nach kurzer Zeit geht er pleite, weil keiner mehr neue Gluehbirnen braucht (die alten halten ja jetzt ewig). Also kommen die mitarbeiter von B nicht mehr zum restaurantbesitzer A, weil sie kein geld mehr dafuer haben. auch A geht nun pleite. Damit kann A das schulgeld fuer seine Kinder nicht mehr bezahlen und die Schule blah blah blah....

Bitte keine OFFENEN email-Adressen im WRF - Bitte lies die WRF-Regeln JETZT!: und jetzt?

MEric1967
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Geplante Obsoleszenz: Obsoleter kapitalistischer Luxus

Ungelesener Beitrag von MEric1967 » 01 Okt 12 15:08

Näher mit dem Thema habe ich mich auch noch nicht beschäftigt, aber allein, wenn man an der Oberfläche kratzt, tun sich Abgründe auf, mit denen ich in dieser Form nicht gerechnet hätte. Es ist skandalös, wie sehr die Wirtschaft zum einen die Käufer und zum anderen, was wegen der irreparablen Schäden viel Schlimmer ist, die Umwelt durch diese Strategien ausbeutet.
A hat eine Gaststaette, er verdient jeden Tag neu, weil die menschen jeden Tag neu hunger haben und essen kommen.

Nun lebt A aber von den Mitarbeitern des Fabrikanten B, der gluehlampen herstellt und seinen mitarbeitern monat fuer monat das gewohnte Gehalt zahlt.

Fabrikant B entschliesst sich, nur noch gluehlampen herzustellen, die NICHT kaputtgehen. Nach kurzer Zeit geht er pleite, weil keiner mehr neue Gluehbirnen braucht (die alten halten ja jetzt ewig). Also kommen die mitarbeiter von B nicht mehr zum restaurantbesitzer A, weil sie kein geld mehr dafuer haben. auch A geht nun pleite. Damit kann A das schulgeld fuer seine Kinder nicht mehr bezahlen und die Schule blah blah blah....
Zugegeben, dein Beispiel zeigt auf, inwiefern sich länger haltbare Produkte auswirken könnten, obwohl es sich natürlich um ein stark vereinfachtes Modell der Wirklichkeit handelt, das nur einige Aspekte abdeckt und sich nicht 1 zu 1 übertragen lässt.
Aber auch ohne die geplante Obsoleszenz würde sich an der wirtschaftlichen Situationen der Unternehmen (die ja dann für die wirtschaftliche Lage ihrer Angestellten verantwortlich sind) wenig ändern. Hier einige Gründe dafür:

1. Auch wenn man ohne geplante Obsoleszenz vorgeht, können Produkte nicht ewig halten, weswegen man irgendwann neuen Bedarf hat; dies liegt schon in der Natur der Sache.

2. Kunden werden auf Dauer sehr viel zufriedener mit den Herstellern sein, weil sie feststellen, dass sie für ihr Geld eine qualitativ hochwertige Ware erhalten. Aufgrund dieser Erfahrung werden sie zu "Stammkäufern" bei diesem Hersteller und empfehlen die Produkte möglicherweise sogar weitern. Insofern würden sie dem Hersteller zwar kurzzeitig einen Verlust bescheren, auf lange Sicht aber mehr Sicherheit gewährleisten.

3. Auch ohne dass Dinge kaputtgehen, erwerben Menschen neue Produkte. Wenn der Glühbirnenhersteller also im nächsten Jahr eine neue Produktlinie rausbringt, die weniger Strom verbraucht, ein angenehmeres Licht bietet oder schöner ist, wird diese sicher wieder Käufer finden. Ein Beispiel dafür ist das iPhone: Apple bringt jedes Jahr ein neues iPhone raus, dass sich Menschen kaufen, obwohl sie über ein funktionsfähiges iPhone des Vorjahres verfügen. Hier ist der "Neidtrieb" (ich will haben, was der andere hat) und der Wunsch nach technologischem Fortschritt ein Faktor, der dem Hersteller ohnehin zugute kommt und der auch durch das Fehlen von Obsoleszenz keine Beeinträchtigung findet.

4. Das öffentliche Ansehen des Herstellers (zum Beispiel durch Medien) wird sicherlich besser, wenn die Produkte langlebiger sind und man nach einer gewissen Dauer nicht von zahlreichen Ausfällen berichtet. Somit gewinnt der Hersteller in der Öffentlichkeit ein besseres Bild, das zusätzliche Kunden und somit zusätzliches Geld einbringt.

Das sind jetzt nur einige wenige Punkte, weswegen sich das Fehlen von Obsoleszenz nicht negativ auf den Hersteller auswirkt, ihn im besten Falle sogar begünstigt. Natürlich werden die Hersteller zunächst Angst davor haben, dass Neukäufe ausbleiben und die Gewinne somit einbrechen, aber es sollte sich langfristig eigentlich auszahlen.[/list]

boppel
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Geplante Obsoleszenz: Obsoleter kapitalistischer Luxus

Ungelesener Beitrag von boppel » 01 Okt 12 18:37

... und natürlich wären diese langlebigeren Produkte auch teurer - wofür andererseits der regelmäßige Neukauf sowie die anfallenden Müllkosten entfallen würden.

Unsere Umwelt und die Resourcen würden geschont und die frei werdenden Arbeitskräfte könnten anderweitig (z.B. in der Landwirtschaft) eingesetzt werden.

Aber eigentlich geht es immer nur um Eines: Möglichst viele Menschen sollen für möglichst wenig Gegenleistung einigen Privilegierten ein möglichst angenehmes Leben ermöglichen. Früher gab es daher Leibeigenschaft und Fronarbeit - heute heißt es eben Konsum, Schulden, Teuerung, Angst vor der Zukunft (obwohl - damit wurden die Menschen seit jeher und besonders durch Religion geködert), Mode, ...

Der Ansatz müßte also nicht bei den Produkten sondern bei den sogenannten "Eliten" anfangen - China hatte da glaube ich mal ein gutes Verfahren, das aber regelmäßiger angewendet werden müßte.

Gruß

Boppel

pppaul

Geplante Obsoleszenz: Obsoleter kapitalistischer Luxus

Ungelesener Beitrag von pppaul » 02 Okt 12 16:03

uns gehts allem nur sp gut weil wir so viel kohlen umwälzen, das heißt im endeffekt konsumieren. je schneller das geld in einem kreislauf herumfließt, desto größer der wohlstand.

dabei ist es vollkommen egal, was verkonsumiert wird, hauptsache das geld fließt. aber die glühbirnen nerven mich schon. trotzdem wären dann mal ressourcen für eine weiterentwicklung frei. von daher ist es schwachsinnig diese kaputt dinger als system relevant zu bezeichnen.

übrigens wird in jedem belieben kaufhaus jedesmal wenn eine neue kollektion kommt ALLES von der kollektion vorher geschreddert. trifft ja auch auf elektronik und was weiß ich zu. es bedarf immer neuem was man kaufen kann, sonst kommt der kreislauf zum stillstand und wir alle müssen hungern.

und die leute regen sich über weggeworfene lebensmittel auf, ich lach mich schief.

deal with it

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Per Hentian
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Geplante Obsoleszenz: Obsoleter kapitalistischer Luxus

Ungelesener Beitrag von Per Hentian » 02 Okt 12 17:48

Bitte keine OFFENEN email-Adressen im WRF - Bitte lies die WRF-Regeln JETZT!

Ich stimme uneingeschraenkt zu. Insbesondere vor dem Hintergrund, in diesem Forum zu 99% auf Fragestellungen zu treffen, die sich damit beschaeftigen, wie man man moeglichst guenstig von A nach B kommt oder am einfachsten fuer nen paar Euronen ne billige Unterkunft ergattern kann.

Die imo reduntante Gluehlampen-Diskussion dann auch noch als "Obsoleten, kapitalistischen Luxus" zu bezeichnen ist schon eine kuehne Idee.

Meint

Per

MEric1967
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Geplante Obsoleszenz: Obsoleter kapitalistischer Luxus

Ungelesener Beitrag von MEric1967 » 04 Okt 12 15:20

und die leute regen sich über weggeworfene lebensmittel auf, ich lach mich schief.
Das kann man so aber auch nicht sagen... natürlich ist es aus Sicht der Umwelt viel schlimmer, Elektronikartikel oder Kollektionen zu schreddern, aber die kann man besser recyclen und die werden nicht täglich entsorgt. Der entscheidende Unterschied ist aber, dass von weggeworfenen Smartphones oder Kleidung niemand leben kann - von Nahrung sehr wohl.

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Ungelesener Beitrag von Per Hentian » 04 Okt 12 18:55

Der entscheidende Unterschied ist aber, dass von weggeworfenen Smartphones oder Kleidung niemand leben kann - von Nahrung sehr wohl.
Niemand wird Dir widersprechen und das ist gut so. Selbstverstaendlich ist Deine Anmerkung - was den Themenfluss anbelangt - weit hergeholt um nicht zu sagen "latent themenfremd", aber auch das ist gut so.

Imo ist es eher unfreiwillig komisch, hier den erhobenen Zeigefinger zu bemuehen, waehrend der Billig-Wahn in diesem Forum die uneingeschraenkte Oberhand besitzt. Von nachhaltigem Handeln der Forenmember ist Nichts zu sehen geschweige denn zu spueren. Und dann auf einmal und wie aus dem Nichts, wird ueber den Missstand auf unserem Planeten echauffiert (Ich meine Dich damit nicht persoenlich) .

Ob das nun zum Kotzen ist sei mal dahingestellt, aber gut ist das nicht.

Per



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Ungelesener Beitrag von MArtin » 05 Okt 12 9:26

Per Hentian hat geschrieben:Imo ist es eher unfreiwillig komisch, hier den erhobenen Zeigefinger zu bemuehen, waehrend der Billig-Wahn in diesem Forum die uneingeschraenkte Oberhand besitzt.
Im herrschenden System ist genau dies der gewollte Marktmechanismus:
Auf der einen Seite stehen Produzent und Verkäufer, deren egoistisches Ziel die Gewinnmaximierung sein soll. Auf der anderen Seite soll der Konsument legitimer Weise versuchen, Produkte möglichst preisgünstig zu erstehen.
Das ist mit Angebot und Nachfrage die so gewollte "unsichtbare Hand" des Marktes, die zu einem realistischen Marktpreis führen soll.
Übersteigerte (Profit-) Gier und "Billig-Wahn" bedingen sich dabei gegenseitig, sind die zwei Seiten derselben Medaille und eine logische Folge des auf die Spitze getriebenen kapitalistischen (Geld-) Systems, das auch andere fatale Folgen für Planeten und unser soziales Miteinander hat.
Dass einige davon, z.B. die durch geplante Obsoleszenz unnötig beschleunigte Verschrottung von Mutter Erde hier unabhängig vom Forenkontext besprochen werden können, hat weder mit erhobenem Zeigefinger noch mit Komik zu tun.
Per Hentian hat geschrieben:Von nachhaltigem Handeln der Forenmember ist Nichts zu sehen geschweige denn zu spueren.
Das tut nichts zur Sache, wäre eher ein Argument dafür, das Thema hier anzusprechen.
Davon abgesehen sehe ich das anders:
Hier tummelt sich eine breite Bandweite, auch etliche Vegetarierer und Veganer, Greenpeaceler, Grüne, Mitglieder von Be The Change, TZM, free world charter und andere Leute, die auf ihren Reisen ihr Bewusstsein erweitern, nachhaltiger Leben und Handeln oder Volontariate in dieser Richtung absolvieren wollen.
Da das WRF zudem noch viele Junge, aber auch viele gehalt- und konsumreduziert lebende Mitglieder hat (Langzeitreisen führt zu Verdienstausfall), ist die Suche nach möglichst billigen Reisemöglichkeiten auch weniger Ausdruck einer wahnhaften Lebensphilosophie, wie Du zu meinen scheinst, sondern eine Notwendigkeit mangels finanzieller Mittel.
Per Hentian hat geschrieben:... dann auf einmal und wie aus dem Nichts, wird ueber den Missstand auf unserem Planeten echauffiert
Eigentlich "echauffiert" sich hier außer den habituellen Widerhakern und, wichtiger, dem Erdklima, niemand. Letzteres wahrscheinlich in direkter Folge unseres nicht-nachhaltigen Wirtschaftssystems.
Aber angesichts zunehmender Vergiftung von Wasser, Erde und Luft, bei absehbar drohender Ressourcenverknappung und wahrscheinlich hausgemachter Klimakatastrophe könnte man ja mal anfangen, sich ernsthafte Gedanken darüber zu machen, wie sich eine Globalkatastrophe vielleicht noch vermeiden ließe, bzw. wodurch sie überhaupt produziert wird. (Möglichst ohne von Querschießereien von Leuten, die es offenbar vorziehen mit dem Kopf im Sand zu leben bis es zu spät ist, unqualifiziert unterbrochen zu werden.)
Und da wäre m.E. neben der Erkenntnis, dass wir als Menschen egal wo auf der Erde alle im selben, gerade untergehenden Boot sitzen, in erster Linie an eine rasche Änderung unseres maximal verschwendenden Wirtschaftssystems zu denken.

Unfreiwilliger Weise hat Gaby aka MaxC oben mit seinem "ganz einfältigen" Glühlampen-Beispiel auf http://www.reise-forum.weltreiseforum.d ... 594#109594 ja aufgezeigt, dass unser momentan herrschendes kapitalistisches Wirtschaftssystem nicht ohne Ressourcenverschwendung und Müllanhäufung, ergo weitere Zerstörung von Habitat funktionieren kann.
pppaul hat weitere Beispiele für unverantwortliche Ressourcenvernichtung genannt, denn geplante Obsoleszenz betrifft bei Weitem nicht nur Glühlampen, sondern eine breite Palette an Konsumgütern und sie wird, z.B. im Falle von Mode und Neuauflagen von Gadgets auch bewusst manipulierend inszeniert...

Wenn wir uns also absehbar zwischen der Erhaltung einer von uns belebbaren Erde oder der Erhaltung eines auch sonst zunehmend fragwürdigen Wirtschaftsystems entscheiden müssen - was hat da wohl Vorrang?!

Und damit meine ich natürlich nicht, dass Kommunismus oder irgendein anderer politischer -ismus eine Lösung wäre.
Der m.E. einzige, wenn auch aus dem momentan vorherrschenden Bewusstseinstand utopisch anmutende Ausweg aus der Katastrophe scheint mir wie gesagt der Denkansatz zu sein, der in den auf www.reise-forum.weltreiseforum.de/viewtopic.php?t=15461 verlinkten Zeitgeist-Movies zum Ausdruck kommt und die Entwicklung eines nicht-monetären Ressourcen-orientierten Wirtschaftssystems propagiert.
Utopisch vielleicht, aber für einen ersten Schritt braucht man eine Richtung ...


LG :)



P.S.
Per hat geschrieben:Ob das nun zum Kotzen ist sei mal dahingestellt...
Niemand außer Dir hat hier vom Kotzen geredet.

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