Negative Auswirkungen einer Langzeitreise?

Nach längerem Reiseleben ist nichts mehr, wie es vorher war: Die Heimat nicht und man selbst schon gar nicht. Und dann trotzdem: Business as usual?
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michilein
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Negative Auswirkungen einer Langzeitreise?

Ungelesener Beitrag von michilein » 30 Mai 15 1:36

Gibt es auch jemanden unter euch, der seine Langzeitreise bereut??

Oder jemanden, der dann wieder im Heimatland große Probleme hatte, zB keine ordentliche Arbeit mehr fand, Freunde verloren hat, oder ähnliches??

lg michaela
mein REISEBLOG zum Verfolgen meiner open-end Weltreise:
www.michiumdiewelt.com

Norte
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Negative Auswirkungen einer Langzeitreise?

Ungelesener Beitrag von Norte » 30 Mai 15 23:22

michilein hat geschrieben: Negative Auswirkungen einer Langzeitreise?..
Gibt es auch jemanden......... der dann wieder im Heimatland große Probleme hatte,
Ja, Michaela, allerdings war das "Probleme-Haben" fuer mich keine negative Auswirkung, sondern eine positive. Du hast also in deinen Beitrag einen Widerspruch in sich reingepackt. Ich erlaeutere es dir:

Also zunaechst: ich bin irgendwann mal ueber die Grenzen der 1. Welt (Europa, USA) hinaus gereist, und zwar nach Lateinamerika.

Und da war es um mich geschehen: ich hatte das, wie du es nennst, "grosse Problem", mich in Deutschland nicht mehr wohlzufuehlen.

Die Lebens- und Kontaktfreude in Lateinamerika hatten mich "suechtig" gemacht.

Aber dieses "Problem" war POSITIV! Denn es veranlasste mich, alles daranzusetzen, nach Lateinamerika ueberzusiedeln und ganz da zu leben.

Und das habe ich dann umgesetzt und auch geschafft.

Inzwischen lebe ich in einer der - so sagt man - schoensten Staedte der Welt, in Cartagena an der Kueste des karibischen Meeres. Und kann jeden Morgen schon beim Fruehstueck auf das Meer schauen. Und hab immer warm. und immer freundliche, kontaktfreudige Menschen um mich herum...

Also, Michaela, mach du nun mal den ersten Teil deiner Weltreise. es geht ja nach Afrika. und wenn es dir dann zum Beispiel da so gut gefaellt, dass du am liebsten gar nicht mehr zurueckgehen wuerdest, dann solltest du das eben gerade nicht negativ sehen, sondern POOOOOOSITIIIIIIIV....

Sebastian YCP
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Negative Auswirkungen einer Langzeitreise?

Ungelesener Beitrag von Sebastian YCP » 01 Okt 15 13:20

Hallo Norte,
Ich habe einen Arbeitskollegen aus Marokko kennengelernt. Er kam neu nach Deutschland und ich zeigte ihm die umgebung, was es schönes hier gibt und stellte ihm freunde und bekannte vor. Wir unternahmen viel, aber er war immer etwas traurig und depressiv und ich wusste nie warum

Mittlerweile hat er mich mit nach Marokko zu seiner Familie genommen. Bereits am ersten Tag habe ich über 70 Menschen kennengelernt, die wegen seiner Rückkehr gekommen waren um ihn zu begrüssen. Nach ein paar Tagen kannte ich sogar seinen Friseur und selbst der Blumenhändler konnte sich nach 5 Jahren noch an ihn erinnern und sprach ihn mit Namen an.
Diese Kontaktfreudigkeit habe ich auch lieben gelernt und konnte einen Teil sogar auf meine deutsche Weise in meinen Charakter miteinbringen. Aber du hast Recht: Man vermisst das Lachen und das offene zur Schau stellen von Glück. Menschen sind sich näher, Kinder werden aufs Wichtige im Leben vorbereitet und nicht nur schulisch auf Schwachsinn den sie nie gebrauchen können.

Ich habe Lust, mehr darüber -> in Deinem Vorstellungsthread: Wie hast du den schwierigen Schritt gewagt? Wie verdienst du dein Geld? Hast du nun einen anderen Beruf als vorher?
liebe grüsse
sebastian


[editiert]

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