Selbst-Fahrer: von Venezuela durch Amazonas nach Bolivien?

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Kann man die Strecke ohne Sonderausstattung fahren?

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TropicHeat
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Selbst-Fahrer: von Venezuela durch Amazonas nach Bolivien?

Ungelesener Beitrag von TropicHeat »

MArtin - dies wird eine Mehrfach-Frage, aber alles ums gleiche Thema...GRINS

Auf den meisten Karten sieht es so aus als ob man von Venezuela durch den Amazonas-Dschungel nach dem Westen (in die Anden) fahren könnte, aber Karten können ja so trügerisch sein...
Route: Venezuela nach Boa Vista in Brasilien, Manaus, Porto Velho, Rio Branco, Brasiliera, Cobija in Bolivien, San Silvestre.

Habt ihr es versucht, oder kennt jemanden, der/die's gemacht haben?

Irgendwelche Links (Seiten, Berichte, "Strassenzustand")

Was für'n Auto braucht man?
Wir planen einen US-Ford F250 oder Dodge RAM 4x4 in den USA zu kaufen, und einen "Truck Camper" da d'rauf zu packen. Die Fz. sollten das schaffen: Diesel mit grossem Hubraum, viel PS, niedriger Drehmoment, etc. Aber ein Truck-Camper macht das Fz. ziemlich hoch und lang, und den Schwerpunkt ungünstig für "ernsthaftes" Off-Road-Fahren. Inzwischen habe ich unsere Planung schon soweit verfeinert, dass wir wohl etwas mehr Geld ausgeben werden (und länger suchen werden) um einen BigFoot oder Northern Lite Camper zu bekommen; beide sind aus Fibreglass und wesentlich stabiler und LEICHTER als andere Modelle...

Muss man Portugisisch können um dort zurecht zu kommen?

Last, but not least: Sicherheit? Ich lese Geschichten von durchgeschnittenen Kehlen und Entführungen für Lösegeld. Sicherlich: wenn man allen "Gruselgeschichten" glaubt, dann bleibt man am besten zu Hause (und wartet bis einem die Decke auf den Kopf fällt - auch nicht ungefährlich - LOL). Welche Erfahrungen habt IHR - und nicht vom Hören-Sagen - persönliche?
Im Camper unterwegs durch Amerika von 03/06 bis 05/09: http://dare2go.com
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Jess.

Re: Selbst-Fahrer: von Venezuela durch Amazonas nach Bolivie

Ungelesener Beitrag von Jess. »

TropicHeat hat geschrieben:
Auf den meisten Karten sieht es so aus als ob man von Venezuela durch den Amazonas-Dschungel nach dem Westen (in die Anden) fahren könnte, aber Karten können ja so trügerisch sein...
Route: Venezuela nach Boa Vista in Brasilien, Manaus, Porto Velho, Rio Branco, Brasiliera, Cobija in Bolivien, San Silvestre.
bleibt einem nur Radio Eriwan: Jupp im Prinzip schon, geht das bis auf San Silvestre - das liegt dann doch 100km zur nächsten Straße. ;)
Vernünftiger ist aber von Porto Velho nach Guajara-Mirim und von dort nach Riberalta. Riberalta ist die wichtigste bolivianische Stadt im Nordosten
und über eine schlechte, aber immerhin Allwetterpiste mit Rurrenabaque/La Paz verbunden.
Was Karten angeht hast du allerdings Recht, die meisten Kartographen scheinen gewürfelt zu haben, was Straßen auf Übersichtskarten angeht. Berühmt-berüchtigt etwa diese 1:4.000.000 Übersichtskarten von RV. Zum Bsp. die Strecke Manaus-Porto Velho als große Fernverkehrsstraße deklariert, aber in weiten Teilen nicht mehr als eine miserable Urwaldmatschpiste in Feldwegmanier, für die man je nach Jahreszeit grob 4 Tage Fahrzeit einkalkulieren kann. ;)
TropicHeat hat geschrieben: Habt ihr es versucht, oder kennt jemanden, der/die's gemacht haben?

Irgendwelche Links (Seiten, Berichte, "Strassenzustand")
Guckst du mal hier Weltreiseforum für Selbstfahrer - dort hängen vor allem die Leute ab, die mit dem Auto unterwegs sind (darunter einige die wohl schon einige Jahre auf Achse verbracht haben und sicher auch helfen können was Auto, Ausstattung, Verschiffen usw. angeht)
TropicHeat hat geschrieben: Muss man Portugisisch können um dort zurecht zu kommen?
Muss man nicht, aber es hilft ungemein ;) Und wenn man kein Portugiesisch kann, dann sollte man wenigstens Spanisch drauf haben!
Aber dann halt nicht alle gleich mit Spanisch zuquatschen, sonst kommt fast aus Prinzip sicher ein: nix verstehen, nur Portugiesisch... aber wenn man seine 10 Brocken Port. zusammenpackt, es versucht nicht weiterkommt und dann mit Spanisch probiert dann ist das eigentlich kein problem und die meisten verstehen einen dann auch, auch wenn sie es nicht sprechen (Spanisch und Portugiesisch sind halt, schalte ich beim Letzteren den Nuschelfaktor aus, in den meisten Wörter ziemlich ähnlich). Nur mit Englisch durchkommen wollen, darfst aber getrost vergessen - insbesondere auch was nachher dann Bolivien angeht! ;)
TropicHeat hat geschrieben: Last, but not least: Sicherheit? Ich lese Geschichten von durchgeschnittenen Kehlen und Entführungen für Lösegeld.
Naja, es wird immer heißer gekocht als gegessen - sprich wirst halt wie immer eher was über 5 tote Touristen als über 50000 wohlbehalten zurückkommende Touristen lesen!
Und wenn man sich an die üblichen 3 goldenen Regeln hält, hat man sehr gute Chancen auch ohne jede Probleme durchzukommen. Also insgesamt:
- NICHT AUFFALLEN! Nicht mit irgendeinem Supermetallicichwasweißichlackierten Protzauto mit 10000 Gimmicks durch die Gegend fahren - bzw. als Fußgänger nicht mit Schmuck/teurer Uhr rumlaufen.
- NICHT ZUR FALSCHEN ZEIT AM FALSCHEN ORT! Nicht Nachts(in manchen Gegenden auch tags) in irgendwelchen einsamen Gegenden alleine rumfahren/rumspazieren (am besten sich jeden Abend ein Hotel(Stadt) suchen oder einen Stellplatz, wo auch andere (Fernfahrer) sich sammeln über Nacht. Nicht einsam und alleine in der Pampa campieren und wenn doch mal, dann eher außer Sichtweite von Straße.
(Und noch was: Die Bevölkerung ist auch was Sicherheit angeht euer bester Freund und Versicherung.)
- IMMER AUFMERKSAM! immer ein Auge auf die Umgebung haben, was sich da so tut und wenn man ein ungutes Gefühl hat, schauen, daß man den Ort verläßt.

Ich denke 95% der Opfer werden zum Opfer, weil sie sich nicht an diese 3 Grundregeln gehalten haben. Bei den anderen 5% ist es halt einfach Schicksal und Sicherheit ist halt nie 100%!
Aber überfallen heißt auch in Brasilien nicht gleich tot und die meisten Taten sind Diebstahl, Überfälle und Raub, ohne das die Leute gleich umgebracht werden. Und Touristen sind eher seltenst in irgendwelche Bandenkriege, Entführungen usw verwickelt!

Até logo e bem dias em Brasil!
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TropicHeat
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Re: Selbst-Fahrer: von Venezuela durch Amazonas nach Bolivie

Ungelesener Beitrag von TropicHeat »

Danke für die sehr ausführliche und aufmunternde Antwort!
Jess hat geschrieben:Guckst du mal hier http://www.weltreiseforum.info - dort hängen vor allem die Leute ab, die mit dem Auto unterwegs sind (darunter einige die wohl schon einige Jahre auf Achse verbracht haben und sicher auch helfen können was Auto, Ausstattung, Verschiffen usw. angeht)
Das Forum habe ich gestern auch wiedergefunden... Hatte es am Anfang mal in meine Bookmarks gepackt und dann vergessen, da es zum Beginn unserer Planung viel zu detailiert war.
Und ja: da hängen bekannte Leute 'rum, wie z.B. Klaus Därr - dessen Laden war in den 70ern und 80ern wohl der Anlaufpunkt für Fernreisende!

Habe dort gestern auch etliche Infos bez. der Strecke mit Endpunkt Peru gefunden, und es klingt alles recht machfach (naja: relativ - LOL)...

Nochmals DANKE (von "down-under" = also wohl nix mit Verschiffung, etc.)
Im Camper unterwegs durch Amerika von 03/06 bis 05/09: http://dare2go.com
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