Klischees und Vorurteile verschiedener Nationalitäten

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Garten

Klischees und Vorurteile verschiedener Nationalitäten

Ungelesener Beitrag von Garten » 18 Jan 11 21:40

Ist wirklich amüsant die ganzen Beiträge zu lesen.

Ich bin als Student in den letzten Jahren sehr wenig gereist, aber habe einige Austauschstudenten erlebt und ich kann sagen, dass

Spanier wirklich NUR mit mindestens 5 Personen irgendwo hingehen. Die sind wirklich nur in Rudeln unterwegs. Ausserdem sind siie sehr aufs Nachtleben fixiert und essen sehr spät zu Abend.

Bei den Russen kann man sagen, dass die Kerle alle Krafttraining machen und bechern und die Frauen sich sehr aufbrezeln (was ich toll finde :D )

Die Vietnamesen sind alle unter sich und scheuen den Kontakt zu Fremden. Unter sich reden die aber ganz schön laut miteinander.

Auch die Araber brüllen sich fast schon gegenseitig an.

Amerikaner sind freundlich, aber sehr sehr oberflächlich. Da wird irgendwie alles schöngeredet.

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Justus
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Klischees und Vorurteile verschiedener ausl. Nationalitäten

Ungelesener Beitrag von Justus » 30 Apr 11 4:45

Jetzt sind hier ja bald alle Vorurteile und Klischees zu fast allen Nationalitäten aufschlußreich (auf die Schreiber bezogen) durchgenudelt worden. 8)

Ich weiß gar nicht, ob dies nun hierher gehört, denn "Vor-Urteil" schließt ja ein, dass man sich ein Bild fantasiert, aber es noch nicht ausreichend mit der Realität abgeglichen hat. Wie sich auch oben gelegentlich in Beiträgen, sogar von angeblich "angehenden Intellektuellen" gezeigt hat. ;)

Zu einigen deutschen Langzeitreisenden habe ich hier gerade ein paar Zeilen von ausländischen Travelern gelesen, bei denen geht es eher um eine "Beurteilung", nämlich auf Grund gemachter Erfahrungen:

"27.4.10: Horrible place. Full of long termers (Germans) who are not friendly to any other travelers which is odd as this..."

"15.3.09: typical 'youth guest hostel' with a few long-term guests; lots of German boys & girls in their late teens or early twenties; crowd seemed a bit unfriendly towards more international guests..."

Das sind Eindrücke, die ich als Deutscher nirgends hinterlassen möchte und ich hoffe nur, dass die Rede nicht von Mit-WRFlern ist, denn das Brown Kiwi wurde hier als Langzeit-Hostel in Auckland empfohlen...
(Aber hier können ja auch Gäste lesen & schreiben, s.o. ;)



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Die bislang aus diesem Beitrag resultierenden Antworten zu Klischees und (Vor-) urteilen zu Deutschen habe ich zur weiteren Diskussion abgesplittet auf
-> Klischees und Vorurteile - Wie sind wir Deutsche?)
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markusw
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Klischees und Vorurteile verschiedener Nationalitäten

Ungelesener Beitrag von markusw » 15 Dez 12 20:17

Wenn ich mir das so durchlese bin ich froh (als Österreicher) aus keinem Land zu kommen mit dem auf der ganzen Welt irgendwelche Klischees verbunden sind, für die man sich rechtfertigen muss. Ich kenne das eigentlich nur aus Deutschland, dass bestimmte Eigenschaften mit Österreichern verbunden werden.

Ich glaube es wäre nicht lustig mich ständig über Hitler unterhalten zu müssen, zum Glück wissen die wenigsten dass er die meiste Zeit seines Lebens österreichischer Staatsbürger war.

Die schon erwähnte Geschichte mit Austria und Australia ist übrigens ein Running Gag der jeden Österreicher im Ausland begleitet, außer man wird durch den Akzent als "German Speaker" erkannt, dann herrscht sowieso Verwirrung weil man in Australien ja nicht Deutsch spricht. Die Verwirrung ist oft nicht ganz zu klären, aber viele (vor allem Einheimische) Leute wollen dann nur noch wissen ob mein Land eine "good Economy" hat.

Mir ist aufgefallen dass besonders Briten einen Humor haben der dem österreichischen nicht unähnlich ist: bissig sarkastisch. Deutsche haben da eher was amerikanisches: absolut Direkt im Umgang mit Menschen, ohne lang um Dinge herumzureden, oder Zuneigung oder Abneigung zu verschleiern.

Mit Amerikanern habe ich die Erfahrung gemacht dass man ihnen unrecht tut, wenn man sie als naiv und ungebildet, oder am Weltgeschehen uninteressiert bezeichnet, ich habe auch viele Unglaublich interessante Menschen kennengelernt mit denen man wirklich gute Gespräche z.B. über Europäische Geschichte führen konnte. Die kamen meistens aus den größeren Städten.

Besonders positiv sind mir beim Reisen immer Kanadier aufgefallen, die sind lustig, gebildet, interessiert und können auch feiern.

Ich finde auch Franzosen sehr nett, auch wenn es stimmt dass sie weniger Englisch können. Mir ist aber auch aufgefallen, dass sie sich für mittelmäßige Sprachkenntnisse oft auch genieren, und daher versuchen auf französisch durchzukommen, während die meisten anderen Traveller drauflos reden so gut, oder so schlecht sie es eben können, und damit rasch Fortschritte machen.

Bei Spaniern und Italienern stimmt es eher dass sie gern unter sich bleiben, auch wenn man einige Brocken Spanisch kann. Das kenne ich auch aus meiner Zeit im Studentenheim mit Spanischen und Italienischen Erasmusstudenten. Einzeln waren alle nett und die meisten studierten Deutsch und konnten es daher auch recht gut, aber sobald Landsleute da waren waren alle anderen Luft.

Mikala
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Klischees und Vorurteile verschiedener Nationalitäten

Ungelesener Beitrag von Mikala » 14 Jun 14 21:38

Aloha meine Lieben :P

Inzwischen arbeite ich ja seit dem März 14 als Augenoptikerin mitten in einer Tourismusmetropole [s.a.: meinen Vorstellungsthread]. Der Grossanteil unserer Kundschaft sind Touristen und zwar zusammengefasst v.a. aus folgenden Ländern/Regionen:
- China (die Chinesen machen den "Löwenanteil" unserer Kundschaft aus - deshalb haben wir auch entsprechend viele Chinesische/Taiwanesische Angestellte)
- Menschen aus Arabischen Ländern (vereinigte Arabische Emirate, Pakistan, etc.)
- Indien
- Thailand, Indonesien, Korea, Japan
- USA
- England
- Russland
- und natürlich auch schweizerische Touristen

Inzwischen konnte ich mir von den verschiedenen Menschen ein bisschen ein Bild machen (natürlich nicht "abschliessend" - denn die Touristen, welche uns besuchen sind wohl allesamt sehr wohlhabend und machen in der Regel nur einen Bruchteil der Bevölkerung ihres Landes aus, resp. gehören zur obersten Schicht der Landesbevölkerung).

Hier möchte ich euch mal ein bisschen etwas über Chinesen, Menschen aus den Arabischen Ländern und die Inder erzählen (sie machen den Grossteil unserer Kundschaft aus) :P

Zu den Chinesen: Im Grossen und Ganzen sehr freundliche Zeitgenossen, jedoch auch oft sehr herablassend zu unseren Verkaufs - Angestellten. In China gehören "normale" Verkäufer scheinbar zur untersten Schicht der Gesellschaft und dies lassen sie unsere Verkäuferinnen dann und wann gnadenlos spüren (verbal). Ich als Optikerin werde jedoch oft in den Himmel gehoben und die ganzen Reisegruppen wollen ihre Brillen von mir anpassen lassen :lol: Chinesen sind generell sehr laut vom Sprechen her und haben keine Berührungsängste. Sitze ich mit Kunden an einem Beratungstisch, setzen sie sich ungehemmt einfach auch an den Tisch und nehmen Brillen vom Tablett, welche eigentlich für meine Kundschaft gedacht ist :lol: Dies kommt natürlich bei anderen Nationen / Schweizern nicht so gut an und so mancher hat deswegen schon fluchtartig unser Geschäft verlassen. Die meisten Chinesen sprechen auch absolut keine andere Sprache als ihre eigene - zum Glück habe ich mir einige chinesische Worte angeeignet und kann inzwischen auch ohne Mithilfe meiner chinesischen Arbeitskolleginnen einkassieren :lol:

Zu den Arabern (ich fasse da die Länder etwas zusammen): Ausnahmslos höfliche Zeitgenossen. Zurückhaltend (manchmal auch extrem lustig), freundlich, tragen Sorge zu den Brillen, usw. Ich liebe es, Araber zu bedienen ;) Was sich aber auch abzeichnet: die Frauen haben oftmals die Hosen an und passt ihnen etwas nicht, dann wird nicht gekauft :lol: Dass arabische Frauen oftmals hohe Entscheidungskraft haben, hat mir übrigens ein Syrer bestätigt :wink: Ich bin von den Arabern wirklich fasziniert und begeistert.

Zu den Indern: Dies sind wohl die schwierigsten und unhöflichsten Kunden. 9 von 10 kennen "bitte", "danke" und "höflich sein" nicht. Wenn du arbeiten musst, bist du sowieso nichts wert! Sie fragen penetrant nach "Discount" und können einem vollheulen, dass sie kein Geld haben (obwohl der ganze Körper mit Diamantschmuck behangen ist). Natürlich gibt es auch andere - ich hatte auch schon ganz extrem nette Inder als Kunden, die mag ich dann dafür extrem gut. Ich hatte letzthin ein tolles Gespräch mit einem Indischen Tourguide und er berichtete mir, dass seine Landsleute wirklich nicht die einfachsten seien und sich in der westlichen Zivilisation nicht so gut benehmen können. Er schäme sich oftmals für sie :( Dies hänge u.a. auch mit dem indischen "Kastensystem" zusammen und wir als "Verkaufspersonal" sind wirklich einen "Dreck wert" und werden auch entsprechend behandelt... Tja, was soll man dazu noch sagen? Ja genau: Ich liebe freundliche Inder :P :lol:

Ach ja und noch was Lustiges zu den Koreanern: Wenn sie den Laden betreten, schauen sie als erstes im Spiegel, ob die Frisur noch sitzt :lol: :lol: :lol:



Und jeden Tag geht mir mehrere Male diese eine Weisheit durch den Kopf: "some people are so poor - all they have is money" :wink: :P :lol:


Herzliche Grüsse

Mikala

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