Waschen wo es keine Waschmaschine gibt!

... und was Dir sonst noch als ortsübergreifendes Spezialthema einfällt, das nirgends sonst hinpasst.
dieSteffi
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Waschen wo es keine Waschmaschine gibt!

Ungelesener Beitrag von dieSteffi » 10 Mär 09 13:46

:D

Natuerlich habe ich es schon geschafft unterwegs meine Klamotten sauberzuhalten. Aber es war auch immer eine grosse Aktion, das Waschen unterwegs. Und vielleicht hat ja jemand einen guten Tipp.

Zu Hause macht man einfach die Maschine auf, steckt den Kram rein, Waschpulver, anschalten - fertig.

Unterwegs auf Reise kann Wäschewaschen zu einer grossen Aktion werden.

Und nun zu meiner Frage: Wie waescht man am besten unterwegs.
Ohne Maschine, fliessendes Wasser, Strom und mit nur einem Eimer?

Es gibt ja so Waeschestampfer, Waschbretter etc.

Wie nutzt man diese am besten? Welche "Geraete" sind zu empfehlen?

Wie bekommt man also die Klamotten auf Reisen am besten sauber?


bunteGruesse
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Astrid
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Waschen wo es keine Waschmaschine gibt!

Ungelesener Beitrag von Astrid » 11 Mär 09 18:09

Hallo Steffi :),

auch wir haben uns unterwegs oft die Frage gestellt, wie wir waschen und wie wir die Wäsche umweltbewußt sauber kriegen – vor allem, wenn wir an Bächen oder Quellen gewaschen haben.

Als sehr vorteilhaft haben sich im Hof und in der Natur 2 Plastikeimer oder sonstige Gefäße erwiesen – sowohl zum Transport als auch zum Waschen und Ausspülen (nur 1 Eimer ist schon sehr minimalistisch und einfach nur umständlich :().
Waschbretter habe ich unterwegs nur selten angetroffen und auch nur mal versuchsweise benutzt... sicher hilfreich, wenn z.B. Jeans wirklich dreckig sind - mit 'ner kleinen Bürste und 'nem Stück Seife bin ich allerdings besser zurecht gekommen ;).

Als Waschmittel für kalt bis lau gewaschene Wäsche kann man der Deutschen liebstes Unterwegs-Waschmittel Rei in der Tube benutzen, oder aber Buntwaschmittel (kein Kochwaschmittel), das man überall auf der Welt, oft auch in kleinen Beuteln kaufen kann. Ist beides nicht vorhanden, tut's auch Haarshampoo.
Seit einiger Zeit wasche ich mit den aus Indien stammenden Schalen von Waschnüssen.

Tja und dann heißt es einweichen, das Wasser durch das Gewebe drücken und gegebenenfalls leicht aneinander reiben und das Ganze so lange wiederholen, bis Du den Eindruck hast, es reicht - Dir und der Wäsche ;).

Ach ja, sowohl im Pazifik als auch in der Karibik ergab sich immer mal wieder die Gelegenheit, gemeinsam mit anderen Frauen zu waschen, z.B. an einer Quelle. Eine Aktion, die mir nicht nur Einblick in den Alltag der Einheimischen gewährt hat, sondern auch das Waschen zu einem interessanten Erlebnis gemacht hat.

Liebe Grüße und eine gute Zeit beim Waschen :).

Astrid

Luther
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Waschen wo es keine Waschmaschine gibt!

Ungelesener Beitrag von Luther » 11 Mär 09 23:59

Hallo,

also, in zumindest etwas größeren Orten, findet man heutzutage fast überall, auch in Ländern, die von uns als unterentwickelt bezeichnet werden, Selbstwaschsalons mit Waschautomaten. Ich habe den anwesenden (meist) Frauen meine Wäsche gezeigt, und bin immer gut eingewiesen worden.

Noch verbreiteter sind Wäschereien, wo man Wäsche abgeben und gewaschen wieder abholen kann. Schließlich ist es für die arrivierte Schicht der Länder unter ihrer Würde, ihre Wäsche selbst zu waschen. :-) :-(

Vermutlich wird die Wäsche dort so gewaschen, wie in Wäschereien bei uns. Oder so, wie ich es einmal in einer Zeitung, ich glaube, es war in Koumbien, in einer Karikatur sah:

Da wurde ein Hügel im Querschnitt dargestellt. Oben war eine Hauptschäftsstraße, zwischen den Häusern auf der linken Seite eine Lavandería, eine Wäscherei. Sie war modern dargestellt mit Neonreklame an der Außenseite.

Aber, wie gesagt, handelte es sich um einen Querschnitt. Die Wäsche, die an der Theke abgegebn wurde, wurde an der Hinterseite des Hauses hinaus und den Hügel hinab getragen, und unten am Fluss knieten Frauen, die sie in traditioneller Weise durch Reiben auf Steinen oder Schlagen auf dieselben wuschen.

:-)
Luther

Einstein
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Waschen wo es keine Waschmaschine gibt!

Ungelesener Beitrag von Einstein » 17 Aug 09 19:58

Hallo zusammen,

also ich habe in SOA des öfteren die von Luther beschriebe Vorgehensweise beobachtet. Gut, Neonlicht hatten diese Wäschereien meist nicht und modern waren sie auch nicht wirklich. Aber hinterm Haus im Garten/Hof stand öfters ein grosser Zuber in dem eine Frau barfuss durchstampfte...

Eigentlich wollte ich was anderes berichten:

Wie ebenfalls schon angesprochen gibt es eigentlich in fast jeder grösseren Stadt irgendwo ein Waschsalon oder man kann die Wäsche gleich im Hostel abgeben. Das dauert aber meist halt 24h.
Wenn man diese Zeit aber nicht hat, weil man weiter will - aber auch keine wirklich frische Wäsche mehr, dann muss man das Zeug halt selbst waschen.

Ich habe nie einen Eimer dabei - das ist mir zu umständlich. Wenn ich aber dann doch mal was waschen muss, dann nehme ich meinen Ortlieb Wassersack zum Waschen (10l).
Im Wassersack kann man dann sein Hemd, die Unterwäsche und ggf Socken waschen. Viel mehr passt leider nicht rein. Sonst kann man nicht mehr gut arbeiten. Einfach ausprobieren!
Den Sack auf den Boden stellen (ich mach das meist beim Duschen :-)) und -so man hat- mit warmem Wasser halb füllen. Oben am Rand festhalten. Dann etwas Rei/Wasch-/Duschmittel/Shampoo rein. Mit der anderen Hand kann man dann die Wäsche im Sack durchkneten. Noch zwei, dreimal mit klarem Wasser nachspülen und fertig.
Im Zimmer aufhängen und in warmen Ländern wird das bis zum Morgen einigermassen trocken.

Probierts aus und achtet auf die leckere Brühe beim wegleeren... :roll:

Viel Spass
Martin
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Waschen wo es keine Waschmaschine gibt!

Ungelesener Beitrag von Astrid » 19 Aug 09 18:18

Hallo Martin,

Danke für den Tipp :)

LG
Astrid
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Waschen wo es keine Waschmaschine gibt!

Ungelesener Beitrag von Eliane » 20 Sep 09 14:37

In R ussland gibt es verschieden "starke" Waschpulver. Die für die Vollautomaten sind schwächer, als die für die Handwäsche bzw. die vorsintflutlichen Mühlen.
Die für die Handwäsche sind aber umso effektiver, schäumen auch mehr, weshalb man sie auch nicht in die Vollautomaten kippen darf, auch ohne großes Rubbeln geht da irgendwie der Dreck leichter raus.

Ansonsten nehme ich auch gerne Waschnüsse - sehr ergiebig, aber mit der Zeit vergraut weiße Wäsche doch.
Kindchens Stoffwindeln :lol: habe ich darum vor dem Waschen eine Nacht in Wasser mit Soda (Hausnatron) eingeweicht.
Auch bleichen in der Sonne hilft gut gegen diverse Flecken.
Will sagen, man muss nicht immer schrubben bis zum Umfallen, sauber sind die Sachen vielfach schon vorher, auch wenn man noch einen Fleck sieht.
Mehr über mich
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Marta
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Waschen wo es keine Waschmaschine gibt!

Ungelesener Beitrag von Marta » 20 Sep 09 15:48

Hi Steffi,

seit fast vier Monaten wasche ich ohne Waschmaschine. Ich habe ein Stück Kernseife mit dem ich die nassen Wäschestücke einreibe, etwas einwirken lassen, ausspülen, auswringen und trocknen lassen (wie in alten Zeiten).
Das mache ich fast jeden Abend mit den zu waschenden Kleidungsstücken, dann fällt nicht zu viel auf einmal an.
Das geht gut an einem Bach, Fluß, oder wenn ich auf einem Campingplatz bin.

Sonnige Grüße
Marta
Ich bin lange und weit gereist, aber immer noch nicht bei mir angekommen. www.reisend-leben.de

boppel
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Waschen wo es keine Waschmaschine gibt!

Ungelesener Beitrag von boppel » 20 Sep 09 23:19

Hallo,

da hat es die automobile Fraktion einfacher:

Wasserdichter Behälter (z.B. Weithalsbehälter), da rein die Wäsche, Wasser, Waschmittel und ein paar faustgroße Steine - das Ganze fest im Auto verzurrt - und ab in die Pampa. Nach einigen Kilometern ist die Wäsche sauber und muß nur noch gespült und getrocknet werden.

Ansonsten ist eben (wie oben bereits beschrieben) Handarbeit angesagt. je höher die Ansprüche an "Fleckenfreiheit" desto mehr arbeit eben.

Gruß

Boppel

Ric
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Waschen wo es keine Waschmaschine gibt!

Ungelesener Beitrag von Ric » 06 Dez 11 13:40

Ich habe nie einen Eimer dabei - das ist mir zu umständlich. Wenn ich aber dann doch mal was waschen muss, dann nehme ich meinen Ortlieb Wassersack zum Waschen (10l)...
Den Sack auf den Boden stellen (ich mach das meist beim Duschen :-)) und -so man hat- mit warmem Wasser halb füllen. Oben am Rand festhalten. Dann etwas Rei/Wasch-/Duschmittel/Shampoo rein. Mit der anderen Hand kann man dann die Wäsche im Sack durchkneten. Noch zwei, dreimal mit klarem Wasser nachspülen und fertig.
Martin
Hallo Martin!
Wieso machst du den Wasser Sack nicht zu, setzt dich irgendwo hin und rollst mit den Füßen drauf rum?
Dann würdest du den Effekt einer Waschmaschine zu fast hundert prozent simulieren ;-) und du bräuchtest nicht kneten.

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